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OnePlus 6 im ersten Test: Das stärkere OnePlus 5T mit Notch

Das erste OnePlus-Smartphone sorgte für einen Knall auf dem Markt und wurde zu einer Ikone der Android-Landschaft. Nun steht mit dem OnePlus 6 das nächste Flaggschiff-Smartphone an, welches wir im ersten Test für Dich schon etwas näher begutachten konnten. Neben der neuesten Technik in Form eines Snapdragon-845-Prozessors, sind es die Materialien und kleine Details bei Display sowie Kamera, die frisch wirken. Aber reicht das auch aus, um gegen die Starke Konkurrenz in der Oberklasse zu bestehen? Unser Hands-On / Vorab-Test des OnePlus 6 zeigt es!

OnePlus 6 HandsOn

Schlankes Glasgehäuse im Test: Stil in Vollendung mit dem OnePlus 6

War das OnePlus 5T noch vollständig in Metall gehüllt, dass sich eher nach Kunststoff anfühlte, so ist das OnePlus 6 fast komplett in Glas „verpackt“ – nur der Rahmen ist noch aus Aluminium. Dafür hat OnePlus eine aufwändige, mehrfache Beschichtung für das Glas gewählt, was sich in der Hand einfach nur toll anfühlt. Die Variante Mirror Black (Spiegel-Schwarz) des OnePlus 6 ist dabei an das Aussehen von Keramik angelehnt, während Midnight Black (Mitternachts-Schwarz) mit Lichtreflexionen in Form einer S-Kurve aufwarten kann. Überhaupt gibt es drei Farben, von denen zwei, Midnight Black und Mirror Black, direkt zum Verkaufsstart am 22.05.2018 verfügbar sind. Die dritte Farbe im Bunde ist Silk White, erinnert nicht von ungefähr an Seide und wird etwas später als Sonder-Edition angeboten laut OnePlus. Ob auch in Deutschland, wird sich noch zeigen.

Etwas größeres Display, auch etwas besser?

Die zweite große Neuerung ist die Aussparung im AMOLED-Display des OnePlus 6. Das Panel ist dem Display des Vorgängers recht ähnlich, mit 6,3 Zoll in der Diagonale jedoch minimal größer. Durch die Aussparung, auch als Notch bezeichnet, mit 1080 mal 2280 Pixel geringfügig größer in der Höhe, das Seitenformat beträgt 19:9 im OnePlus 6. Mittels kleinem Software-Trick kann die Taskleiste des OnePlus 6 in Schwarz gehaucht und damit optisch kaschiert werden. Übrigens: Das OnePlus 6 ist trotzdem nahezu identisch in seinen Abmessungen von 155,7 mal 75,4 mal 7,75 Millimeter zum Vorgänger OnePlus 5T (156,1 mal 75 mal 7,3 Millimeter) und liegt genauso gut in der Hand – wenn nicht sogar angenehmer.

OnePlus 6 HandsOn

Kein Wireless Charging, aber Snapdragon 845

Der Akku ist mit 3300 mAh gleichgroß geblieben, lässt sich mittels Dash Charge sehr schnell wieder aufladen und unterstützt wider Erwarten doch kein Wireless Charging. Dank der gesteigerten Energieeffizienz des Snapdragon 845 und einer intelligenten Hintergrundoptimierung, soll die Ausdauer des OnePlus 6 dennoch größer sein als die des OnePlus 5T und das war schon ein ausdauernder Begleiter.

Interessant ist aber auch, dass das OnePlus 6 nicht nur den Alert-Slider weiterhin beherbergt, sondern auch eine 3,5-Millimeter-Audiobuchse für Kabelgebundene Kopfhörer. OnePlus ist damit einer der wenigen Hersteller, der sein Top-Modell mit diesem immer seltener zu sehenden Feature ausstattet.

OnePlus 6 Software im Test: Nacktes Android mit sinnvollen Features

Wie gewohnt kommt mit OxygenOS eine OnePlus-eigene Interpretation von Android zum Einsatz, die sich neben dem Stock-Design durch kleine Zusatzfunktionen abhebt. So ist Android 8.1 Oreo mit dem aktuellen Sicherheitspatch versehen, um diverse Gesten erweitert worden oder auch dem neuen Spielmodus. Dieser optimiert die verfügbaren Ressourcen für das aktuelle Spiel und schaltet nebenbei Benachrichtigungen stumm, was bei unserem Test des OnePlus 6 auch sehr gut funktionierte. In der Hektik klickten wir damit nicht mehr ungewollt auf eine gerade herein ploppende WhatsApp-Nachricht, was in der Regel auch gleich das Spiel minimierte und im schlimmsten Fall sogar das aktuelle Level zurücksetzte. Lustig und vor allem auch schnell ist wieder die Entsperrung per Gesichtserkennung. Hier hat OnePlus echt gute Arbeit geleistet, die aber nach wie vor eher als Komfortfunktion denn als erhöhte Sicherheit zu betrachten ist.

Dual-Kamera des OnePlus 6 im ersten Test: Mit dem Zweiten sieht man schärfer

Neu ist die mittig angeordnete Dual-Kamera, die auf einer 16+20 Megapixel-Optik basiert. Die mittige vertikale Anordnung soll dabei eine Reminiszenz an das OnePlus One von 2014 sein. Schade, dass es dazu nicht auch gleich ein Modell mit der damals ungewöhnlichen rauen Rückseite gibt. Ansonsten hat OnePlus Detailarbeit bei der Kamera betrieben und die Kamera-Software weiter optimiert. Ob sich die Mühe gelohnt hat und das OnePlus 6 mehr als nur für tolle Schnappschüsse taugt, liest Du später im kompletten Test.

Fokus bei der Kamera des OnePlus 6 liegt in einer verbesserten Fotoqualität bei schlechten Lichtverhältnissen und dem HDR-Modus. Abgesehen davon machen Fotos auf dem Display des OnePlus 6 einen guten ersten Eindruck was Belichtung, Farben und Bildschärfe anbelangt. Genaueres können wir erst im richtigen Test des Android-Smartphones sagen, aber zumindest die Hauptkamera mit 16 Megapixel Auflösung und einer Blende von f/1.7 hat einen optischen Bildstabilisator verbaut. Neu ist die Super-Zeitlupe, womit bis zu 480 Frames pro Sekunde in HD-Qualität (720 mal 1280 Pixel) aufgenommen werden, die elektronische Bildstabilisierung sorgt für möglichst wenige Wackler. Im Anschluss kann die Videoaufnahme direkt mit einem passenden Editor bearbeitet und geteilt werden. 4K-Videos nimmt das OnePlus 6 nebenbei bemerkt mit bis zu 60 Frames pro Sekunde auf.

OnePlus 6 mit Dual-SIM-Slot und bis zu 256GB interner Speicher

Erst jetzt setzen die bekannten Smartphone-Hersteller immer öfters auf Dual-SIM-Unterstützung auch in ihren Top-Modellen, bei OnePlus ist dies schon länger Standard. Aber auch das OnePlus 6 kann neben zwei Nano-SIM-Karten keine microSD-Speicherkarte aufnehmen – nicht mal als Hybrid-Lösung. Diesen durchaus nicht unbedingt kleinen Makel will OnePlus daher mit dem internen Speicher beheben. Die Variante Mirror Black wird voraussichtlich das einzige Modell sein, welches mit 256GB internen Speicher angeboten werden soll. Die Speicherausstattung stellt sich daher wie folgt dar:

  • 6GB RAM + 64GB intern: Mirror Black
  • 8GB RAM + 128GB intern: Midnight Black, Silk White
  • 8GB RAM + 256GB intern: Mirror Black

OnePlus 6 HandsOn

OnePlus 6 Test vorläufiges Fazit: Evolution mit Stil

Unterm Strich hat OnePlus im ersten Test des OnePlus 6 weiter an der eigenen Software geschraubt und wie zu erwarten die aktuelle Technik in das Gehäuse gestopft. Allerdings ist das neue Glasdesign mit den optischen Spielereien, bedingt durch den aufwändigen Prozess der Glasbeschichtung, ein echter Hingucker und Handschmeichler. Auch die Option, satte 256GB an internen Speicher zu bekommen, ist ein willkommener Zusatz. Wo sich das Smartphone noch beweisen muss ist die Kamera im Alltag und auch die Ausdauer mit einer Akkuladung.

Weitere Infos zu dem Smartphone rund um die Technik, Besonderheiten und tolle Deals, findest Du in unserem Ratgeber zum OnePlus 6.