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Samsung Galaxy Note 9 im Test: Back in Black mit Ausdauer & Top-Kamera

Samsung hat Anfang/Mitte August 2018 mit dem Samsung Galaxy Note 9 ein Smartphone vorgestellt, auf das viele gewartet haben. Warum der Glasblock einen echten Schritt nach vorne darstellt und wieso nicht alles eitel Sonnenschein ist, erfahrt ihr in unserem Samsung Galaxy Note 9 Test.

Samsung Galaxy Note 9 Test

Samsung Galaxy Note 9 im Test: Back in Black (oder in Blau)

Samsung hatte 2016 bekanntlich mit dem schlimmsten nur denkbaren Ereignis zu kämpfen: Dem Rückruf eines Flaggschiff-Smartphones, dem Samsung Galaxy Note 7. Ein Jahr später sollte das Samsung Galaxy Note 8 das Vertrauen zurückgewinnen, was auch einigermaßen klappte. Allerdings spielte der Hersteller gerade im Bezug auf den Akku die Sicherheitskarte und geht mit dem Samsung Galaxy Note 9 nun in die vollen. Nahezu von allem gibt es ein bisschen mehr: Mehr Display, mehr Speicher, mehr Akku und auch mehr S-Pen. Zu haben ist das Riesen-Smartphone in Schwarz oder Blau – weitere Farben gibt es vorerst nicht in Deutschland. Bei der blauen Variante ist als kleine Besonderheit der S-Pen in auffallendem Gelb gehalten.

Galaxy Note 9 in Kupfer & Lavendel auch für Deutschland?

Des Weiteren gibt es noch die Farben Lavendel und Kupfer für den asiatischen sowie US-amerikanischen Markt. Diese sollen jedoch irgendwann später offiziell nach Deutschland kommen, wie uns Samsung auf der IFA 2018 verriet. Das Kupfer sieht übrigens in Natura verdammt gut aus und könnte eine der bevorzugten Farben werden. Doch zum Start sind beide Farbvarianten nicht verfügbar. Uns haben alle Farben im ersten Samsung Galaxy Note 9 Test gefallen!

Samsung Galaxy Note 9 Test

Riesiges Display und satte Farben: Galaxy Note 9 Test

Das Display des Samsung Galaxy Note 9 ist im Test perfekt. Sofern die SuperAMOLED-Technologie und ihre technisch bedingt knalligere Farbdarstellung kein Negativ-Punkt darstellt. Abgesehen davon ist die Helligkeit enorm hoch und geht im Automatik-Modus auf bis zu 1200 cd/m² hoch. Der Blickwinkel ist ebenfalls sehr groß und so lassen sich Texte bequem mit seitlichem Blick ablesen. Schwarz ist echtes Schwarz, entsprechend sind die Kontraste einwandfrei und die Farbdarstellung lässt sich bei Bedarf in den Display-Optionen feinjustieren.

Nur handlich ist das Gerät mit seinen 6,4 Zoll und an den Seiten gekrümmten Display nicht. Die Zweihändige Bedienung macht sich hierbei wirklich besser, zumal knapp 200 Gramm reine in Glas verpackte Technik erst einmal in einer Hand gehalten werden müssen.

Sicherheit: Schatten & viel Licht bei der Biometrie

Ein großer Kritikpunkt am Samsung Galaxy Note 8 und der 2017er Flaggschiff-Genration von Samsung allgemein war die Platzierung des Fingerabdrucksensors direkt neben der Kamera. Im Galaxy Note 9 sitzt dieser nun, analog zu den S9-Modellen, unterhalb der Kamera. Die Positionierung des Fingerabdruckscanners ist damit etwas besser gelungen. Die Betonung liegt auf „etwas“, denn noch immer ist der Sensor zu dicht an der Kamera platziert und auch ansonsten eher suboptimal blind zu erfühlen. Immerhin bleibt die Unterstützung für Wischgesten erhalten, zum Beispiel um die Benachrichtigungsleiste zu öffnen oder zu schließen. Bei einem dermaßen großen Smartphone eine echte Erleichterung.

Verbesserte Gesichtserkennung & auch für Brillenträger

Was uns im Samsung Galaxy Note 9 Test persönlich wirklich gefällt, ist der verbesserte Gesichts- und Iris-Scan. Denn: Die Entsperrmethode funktioniert nun auch bei Brillenträgern ausreichend zuverlässig. Sicherlich ist die Gesichtserkennung bei weitem nicht so schnell wie Apples Face ID, bietet aber trotz allem einen deutlich gesteigerten Komfort-Gewinn. Zum Beispiel kann die Gesichtserkennung zusätzlich zu PIN/Passwort und Fingerabdruck genutzt werden. Dennoch sei an dieser Stelle gesagt, dass nur eine PIN die aktuell sicherste Möglichkeit zum Entsperren ist des Smartphones ist.

Zwar bedarf es einigem Aufwand, aber biometrische Entsperrmethoden wie Fingerabdrucksensor und selbst die Gesichtserkennung lassen sich überlisten. Bei einer PIN ist dies erheblich schwieriger zeitnah zu erledigen. Diese lässt sich auch bei Bedarf ändern, was mit Fingerabdrücken sowie dem Gesicht bekanntlich nicht geht.

Samsung Galaxy Note 9 Test

Design: Ein großer dicker Glasblock

Am Design des Samsung Galaxy Note 9 Test hat sich nicht viel geändert. Noch immer ist das Note-Smartphone ein Monolith aus Glas und einem Metallrahmen, der sich angenehm von Vorderseite zur Rückseite wendet. Das Galaxy Note 9 liegt angenehm in der Hand, wirkt aber gerade durch die Glasrückseite etwas rutschig. Auch wenn die Kanten leicht zu spüren sind, stören sie in keinster Weise. Das Samsung-Smartphone fühlt sich einfach nur Klasse an und auch hochwertig, was angesichts einer UVP von saftigen 999 € auch sein sollte.

Mehr Speicherkapazität für mehr Geld

Für einen Aufpreis von satten 250 € gibt es optional auch die Top-Variante. 8GB RAM und heftige 512GB interne Speicherkapazität. Zusammen mit der zur Vorstellung des Note 9 angeteaserten 512GB microSD-Speicherkarte von Samsung sind fette 1TB Speicher in der Hosentasche machbar.

Note 9 zwar dicker, aber dafür größerer Akku

Übrigens ist das neue Galaxy Note 9 gut 0,2 Millimeter dicker als das Note 8 und das hat einen sehr guten Grund. Den Akku des Galaxy Note 9 hat Samsung von ehemals 3200 mAh auf satte 4000 mAh vergrößert. Damit lässt das Galaxy Note 9 die alten Stärken der Note-Reihe wieder aufleben. Im Samsung Galaxy Note 9 Test hat das Modell in den ersten Tagen viel Ausdauer bewiesen. Wie viel Durchhaltevermögen in dem neuen Flaggschiff-Smartphone aus Südkorea tatsächlich steckt, wird erst ein längerer Test des Galaxy Note 9 zeigen.

Samsung Galaxy Note 9 Test

Kleine Tricks mit neuer Technik

Der zur Note-Reihe gehörende Stift S-Pen hat seine vielleicht größte Überarbeitung überhaupt bekommen: Er beherrscht jetzt Bluetooth. Dadurch dient er unter anderem als Fernauslöser für Kamera, Präsentationen und andere Spielereien wie der Musiksteuerung. Für uns ist die Funktion nicht mehr als ein Gimmick, dass sich als Partygag eignet, aber im Alltag noch keinen wirklichen Mehrwert gefunden hat.

S-Pen des Note 9 im Test

Immerhin, Samsung hat sich einmal mehr von seiner innovativeren Seite gezeigt. Ansonsten funktioniert der S-Pen gewohnt gut. Durch den S-Pen wird ein Galaxy Note überhaupt erst zum Galaxy Note und ist nicht nur ein X-beliebiges Riesen-Smartphone. Der Stift gleitet weich und ohne Widerstände über das Display und die Verzögerung zwischen dem Erkennen der Stiftspitze bis zur eigentlichen Zeichnung der Linien, ist minimal. Zugegeben macht es Apple mit dem iPad Pro und Apple Pencil besser, jedoch muss dieser ständig aufgeladen werden. Im Galaxy Note 9 Test funktioniert das Ganze auch ohne Akku.

Stylus in Perfektion: Nur beim Galaxy Note 9

Wie seit dem Galaxy Note 7 (und per Update für das Galaxy Note 5) gewohnt, ist vor allem das Notizen anlegen denkbar einfach. Der S-Pen lässt sich per Druck aus dem Rahmen holen und Du kannst direkt drauf los schreiben. Bei Bedarf lassen sich weitere Seiten einfügen und per gedrückt gehaltener Taste die Radiergummi-Funktion zum Korrigieren nutzen. S-Pen wieder ins Gehäuse zurückgesteckt und die Notiz wird automatisch gespeichert. Kein anderer Hersteller mit dem Versuch, ein Smartphone mit Stylus zu kreieren, hat dies derzeit so in Perfektion für den Anwender umgesetzt.

Samsung Galaxy Note 9 Test mit dem S-Pen, Stylus

Kamera macht die Nacht zum Tage

Wie im Vorfeld bekannt gewesen, ist im Samsung Galaxy Note 9 Test die Dual-Kamera des Samsung Galaxy S9 Plus nahezu unverändert verbaut. Lediglich an der Software haben die Entwickler geschraubt und das Ergebnis ist im Samsung Galaxy Note 9 Test einfach nur phänomenal. Gerade in der Dämmerung fängt die Optik mit ihrer variablen Blende zwischen f/1.5 und f/2.4 enorm viel Licht ein. Zum Beispiel die Fotos in unserem HandsOn des Samsung Galaxy Tab S4 wurden zu fortgeschrittener Stunde gegen 20 Uhr Abends aufgenommen, wo es bereits Schummerlicht vorherrschte und erste Lampen eingeschaltet wurden. Trotzdem sehen die Fotos aus, als ob sie nachmittags bei gutem Tageslicht aufgenommen wurden.

Samsung Galaxy Note 9: Beste Smartphone-Kamera?

Ganz ehrlich: Das Huawei P20 Pro mag zwar mit seiner bis zu 40 Megapixel auflösenden Triple-Kamera die Krone für die beste Smartphone-Kamera des Jahres haben, übrigens zu Recht wie wir finden, aber Samsung kommt mit dem Galaxy Note 9 und nur zwei Linsen verdammt nah heran. Eine Handy-Kamera muss sofort einsatzbereit sein und tolle Fotos im Automatik-Modus liefern. Das manche Hersteller diesen nun mit KI-Funktionen bewerben, ist beim Galaxy Note 9 Test geschenkt. Das Ergebnis muss stimmen und da hat Samsung noch nie enttäuscht.

Samsung Galaxy Note 9 Test Kamera Handy-Kamera beste 2018?

Die Bedienung Handy-Kamera geht im Samsung Galaxy Note 9 Test flott von der Hand und auch die Belichtung, sprich die Helligkeit der Aufnahme, ist mit nur einer Berührung einstellbar. Denn leider neigt das Samsung Galaxy Note 9 gerade in geschlossenen und abgedunkelten Räumen zu einer etwas zu dunklen Belichtung.

Bedienung & Leistung: Samsung Galaxy Note 9 Test

Die Bedienung und Leistung des Galaxy Note 9 sind im Allgemeinen nahezu immer sehr flott und ohne nennenswerte Ruckler. Möchte man meinen, dennoch kam es uns bereits unter, dass das Samsung Galaxy Note 9 bei wenigen Apps und auch im Homescreen kurz ins Stottern kam. Es zeigt sich auch nach Jahren noch immer, dass die perfekte Optimierung der Software auf die Konzern-eigene Hardware nach wie vor nicht zu den Stärken von Samsung gehört. Dafür hat sich die Samsung Experience, wie die Oberfläche seit dem Galaxy S7 heißt, zum Besseren gewandelt. Sowohl funktionell als auch bei der Performance und der durchgehenden Optik.

Fazit zum Samsung Galaxy Note 9 Test: Das Note, auf das wir gewartet haben

Ging Samsung mit dem ersten Note-Modell nach der Stunde 0 des Galaxy Note 7 noch auf Nummer sicher, ist das Samsung Galaxy Note 9 die erhoffte Offenbarung. Ohne radikal neuem Design oder Funktionen, wird der Vorgänger an den richtigen Stellen verbessert. Endlich sind 128GB interner Speicher Standard. Der Akku wächst auf, für Samsungs Verhältnisse, riesige 4000 mAh an und auch der S-Pen lernt Neues dazu.

Diese Ausdauer kombiniert mit einer sehr guten Dual-Kamera, einer brauchbaren Gesichtserkennung für Brillenträger (!) und vor allem der S-Pen bieten ein tolles Gesamtpaket, dass leider auch seinen Preis hat.

Hoher Preis für viel Leistung, kleinere Mankos

Trotzdem ist die Software des Samsung Galaxy Note 9 im Test nicht ganz frei von selten auftretenden Mikro-Rucklern. Die Update-Unterstützung bei Sicherheitspatches könnte besser sein. Die vorinstallierten sowie nicht löschbaren Microsoft- sowie Facebook-Apps trüben ebenfalls den ersten Eindruck.

Wer auf der Suche nach einem fast kompromisslosen Riesen-Smartphone ist und über entsprechend Kleingeld verfügt, wird im Galaxy Note 9 eines der besten Smartphones des Jahres finden. Sogar eines, dass mit dem S-Pen ein absolutes Alleinstellungsmerkmal hat, inklusive echtem Mehrwert. Fazit zum Samsung Galaxy Note 9 Test: Kaufempfehlung!