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Samsung Wireless PowerShare Test: Galaxy S10, S10 Plus & S10e als „Powerbank“ benutzen – die Technik dahinter

Das Samsung Galaxy S10, Galaxy S10 Plus und Galaxy S10e sind die neuen Vorzeigmodelle der Südkoreaner. Eine der neuen und auch sehr spannenden Funktionen ist dabei Wireless PowerShare. Was ist das aber eigentlich und wie funktioniert es? Wir werfen einen kleinen Blick auf das Feature. Dabei zeigen wir in einem Test, wie sich die S10-Familie zur nützlichen Powerbank machen lässt.

Samsung Galaxy S10 Plus Wireless PowerShare Test

Die Galaxy-S10-Familie beherrscht Wireless PowerShare (Bild: Samsung)

Wireless PowerShare beim Galaxy S10, S10 Plus & S10e im Test

Das drahtlose Aufladen eines Smartphones ist längst keine Seltenheit mehr. Tatsächlich gibt es Wireless Qi, wie der heute übliche Standard hinter dem drahtlosen Aufladen genannt wird, schon seit dem Google Nexus 4 von 2012. Neu ist jedoch, dass ein Smartphone wie das Samsung Galaxy S10Samsung Galaxy S10 Plus und das Samsung Galaxy S10e selbst andere Geräte ebenfalls drahtlos aufladen kann. Bei Samsung heißt diese Technologie Wireless PowerShare und kann unterwegs richtig nützlich sein, um die Samsung Galaxy Buds oder eine Smartwatch, wie die Samsung Galaxy Watch, kurz mit Energie zu versorgen.

Nebenbei: Wireless PowerShare ist lediglich der Marketing-Name von Samsung für dieses umgekehrte drahtlose Aufladen. Bei Huawei beispielsweise wird es als Reverse Wireless Charging bezeichnet.

Vielen Dank an o2 für die Testgeräte!

Wireless PowerShare verwenden: So geht es

Damit Du Deine neuen Samsung Galaxy Buds, Smartwatch oder ein anderes Wireless-Qi-kompatibles Gadget über Dein Samsung Galaxy S10 aufladen kannst, musst Du diese Funktion erst einschalten. Ziehe dazu die Benachrichtigungsleiste nach unten, erweitere die Quick-Settings-Icons und drücke einmal kurz auf das Icon „Wireless PowerShare“. Nun erscheint eine kurze Animation zur Verwendung der Funktion. Hier musst Du nichts weiter machen als das Samsung Galaxy S10, S10 Plus oder S10e umzudrehen und das zu ladende Gerät mittig auf der Rückseite zu platzieren.

Samsung Galaxy S10 Plus Wireless PowerShare

So aktivierst Du das reversible drahtlose Aufladen anderer Geräte (Screenhsots: handyhase.de)

Langsameres Laden über Smartphone

Nach abgeschlossenem Aufladevorgang oder falls der Akku des Samsung-Smartphones leer ist, wird das drahtlose Aufladen beendet. Beachte jedoch, dass das Aufladen über das Galaxy S10, Galaxy S10 Plus oder Galaxy S10e im Test zum Teil deutlich langsamer erfolgt ist als über eine richtige Ladematte. Somit lassen sich die Smartphones nur bedingt als Powerbank verwenden. Für den Notfall ist das aber eine durchaus sinnvolle Funktion.

So funktioniert Wireless PowerShare

Um den Akku eines Smartphones drahtlos aufzuladen, wird sowohl in der Ladematte als auch im Smartphone jeweils eine induktive Spule benötigt. Per Wechselstrom wird in der Ladematte ein Magnetfeld erzeugt, welches wiederum mit der Spule im Smartphone interagiert. Aufgrund der physikalischen Gesetze zur Induktion wird auf diese Weise Energie durch die Ladematte drahtlos auf die Spule und damit wiederum in den Akku des Smartphones übertragen.

Samsung Galaxy S10 Plus Wireless PowerShare

Ein Blick auf die induktive Spule des Samsung Galaxy S10 Plus (Bild: pwrdbykyank / YouTube)

Samsung Galaxy S10, S10 Plus oder S10e als induktive Ladematte

Bei Wireless PowerShare wird nun dieses Prinzip umgekehrt: Das Samsung Galaxy S10, Galaxy S10 Plus oder Galaxy S10e im Test agiert in diesem Fall als induktive Ladematte und kann andere Geräte drahtlos aufladen. Oder vereinfacht gesagt, das jeweilige Samsung-Smartphone wird zur mobilen Powerbank. Zu beachten ist jedoch, dass die Geschwindigkeit im Vergleich mit einer normalen Wireless-Qi-Ladematte erheblich niedriger ist. Zudem haben wir im Galaxy S10, S10 Plus und S10e Test festgestellt, dass sich das zu ladende Gerät nahezu mittig auf der Rückseite des Samsung-Smartphones befinden muss. Ansonsten kann der Ladevorgang abgebrochen werden.

Nachteil der neuen Ladetechnologie?

Einziger Nachteil der Drahtlos-Technologie ist der niedrigere Wirkungsgrad gegenüber dem klassischen Aufladen per Kabel. Das heißt, dass während des drahtlosen Aufladens Energie verloren geht, was bei einem Kabel wesentlich geringer ausfällt. Auch immer stärkere Ladematten und Spulen, die mit bis zu 40 Watt Leistung drahtlos aufladen können, ändern am niedrigeren Wirkungsgrad gegenüber einem Kabel nichts. Sie verkürzen lediglich die Zeitdauer bis zum vollen Aufladen zum Teil sehr deutlich.

Fazit zum Test vom Galaxy S10, S10 Plus und S10e mit Wireless PowerShare

Die Akkus in aktuellen Smartphones werden immer größer und die Verbreitung von smarten Wearables nimmt stetig zu. Da kommt eine Funktion wie Wireless PowerShare in den Samsung-Modellen Galaxy S10, Galaxy S10 Plus und Galaxy S10e geradezu richtig. Die einfache Nutzung macht die Smartphones kurzerhand zur Powerbank. Eine geniale und wirklich praktische Idee! Jetzt müssen die in den Geräten fest verbauten Akkus nur noch deutlich größer werden, dann braucht es für unterwegs keine separate Powerbank mehr, um Galaxy Watch, Galaxy Buds und Co. mit frischer Energie versorgen zu können.

In unserem Test von Wireless PowerShare mit dem Galaxy S10, S10 Plus und S10e hat die Funktionen einen ersten, positiven Eindruck hinterlassen. Insbesondere Wearables lasse sich damit schnell aufladen, ohne dabei stark die Akkukapazität des jeweiligen Gerätes zu beanspruchen. Möchte man damit aber größere Geräte aufladen, kommt das Feature an seine Grenzen. Eine richtigen Powerbank ersetzt Wireless PowerShare damit noch nicht, ist aber ein sehr guter Anfang!

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