Der Start in die Leica-Fotografie

Xiaomi 17 im Test: Handschmeichler mit leichten Schwächen

Mit dem Xiaomi 17 gibt es auch 2026 ein gutes Gerät in der 1.000-Euro-Klasse. Die Kameras überzeugen im Nachtbetrieb auch mit sehr spitzen Lichtern, die Akkulaufzeiten in der Praxis sind sehr gut und allgemein fühlt sich das Smartphone sehr wertig an, auch wenn genau hier durchaus ein Problem entsteht.
iPhone 17 und Xiaomi 17 nebeneinander auf einem Tisch mit Messschieber dadrunter.

Mit einer Kamera mehr gegen das iPhone 17: Das neue Xiaomi 17 im Test. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Xiaomi 17 bei freenet mit Vertrag

Das Wichtigste zum Xiaomi-17-Test in Kürze

  • Das Xiaomi 17 arbeitet nun mit dem schnellen Snapdragon 8 Elite Gen 5.
  • Mit dem neuen Gehäuse fühlt sich das Smartphone gut in der Hand an.
  • Die Rückseite ist aber sehr glatt. Eine Hülle empfiehlt sich.

Mit dem Xiaomi 17 stellt Xiaomi auch 2026 ein High-End-Smartphone vor, das noch im Bereich von 1.000 Euro und mitunter zu einem günstigeren Straßenpreis angeboten wird oder mit einem Vertrag günstiger zu haben ist. Das Innenleben des 6,3-Zoll-Smartphones kommt mit dem aktuellen Snapdragon 8 Elite Gen 5 von Qualcomm, 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Festspeicher für Fotos, Videos und Co. sowie einer Option mit 512 Gigabyte.

Das Smartphone gehört also klar in den oberen Bereich und ist speichertechnisch wie auch beim Prozessor gut ausgestattet. Beim Display gibt es wie gewohnt ein OLED-Panel mit 6,3 Zoll in der Diagonale. Das gilt mittlerweile als klein, ist für kleine Hände aber trotzdem so groß, dass zur zweiten Hand gegriffen ist. Die Auflösung liegt bei 2.656 × 1.220 Pixeln mit 120 Hertz und maximal 3.500 Candela pro Quadratmeter. Letzteres ist eine leichte Verbesserung, der Rest fast gleich zu den Vorgängern.

17
Display: 6,3"
Akku: 6330 mAh
Speicher: ab 256 GB
Hauptkamera: 50 Megapixel
Dual-SIM:
5G:
Gesamtnote: 9,45 Alle Tests
Beim Xiaomi 17 musst Du keine Kompromisse eingehen: Prozessor, Display, Akku und Kamera sind auf einem sehr hohen Niveau. Es mangelt höchstens an eigenständigen Ideen.   Sven Wernicke - Redaktion
Profilbild Redakteur

Der direkte Vorgänger ist übrigens das Xiaomi 15. In der Praxis störte uns nur etwas, dass Xiaomi die Display-Automatik relativ dunkel lässt. Wir mussten gerade in schummrigem Licht hin und wieder manuell korrigieren. Es ist aber nicht so schlimm wie bei Google-Smartphones.

Blick auf das Kamerasetup.

Drei Hauptkameras hat das Xiaomi 17. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Das rund 190 Gramm wiegende Xiaomi 17 bietet außerdem das gewohnte Kamerasetup aus Tele-, Normal- und Weitwinkelobjektiv, die nun alle 50 Megapixel bieten. Das gilt sogar für die Selfie-Kamera. Gegen das Schießen mit 50 Megapixeln spricht nichts, der Snapdragon ist schnell genug, auch wenn Du für die Umstellung auf 50 Megapixel in den Pro-Modus musst. Und damit kommen wir zu den Kameras.

Leica-Fotografie mit dem Xiaomi 17 im Test: Gute Bilder am Abend, keine Wünsche offen am Tag

Das Kamerasetup gefiel uns ziemlich gut. Es ist aber auch die gewohnte Leistung der Vorgänger. Tagsüber gab es nichts zu meckern: Uns gefallen die Farben, die Schärfe und die Brennweiten, die wir optisch zur Verfügung haben oder die digital durch das Mehr an Megapixeln bereitgestellt werden. Wobei uns lieber gewesen wäre, wenn das Smartphone per Default 50 Megapixel schießen würde. Den Platz hat das Gerät und der Prozessor hat damit keine Probleme. Der Vorteil wäre halt für Dich, dass Du immer digital reinzoomen kannst, auch wenn das Bild längst geschossen wurde. Den Wechsel in den Pro-Modus fanden wir da etwas umständlich. Eine höhere Auflösung sehen wir nicht mehr als Pro-Feature, wenn sie kostenlos kommt.

Abends waren die Ergebnisse auch gut. Es gab kaum Auffälligkeiten beim Schießen. Bei typischer Stadtbeleuchtung kannst Du das Smartphone eigentlich immer herausholen und gute Ergebnisse erwarten.

Ein bisschen aufpassen musst Du aber bei Spitzenlichtern. Eine helle Laterne kann unangenehme Reflexionen in der Optik auslösen.

Xiaomi bekommt das aber vergleichsweise gut hin, solange die Linse sauber ist. Trotzdem solltest Du gerade starke Straßenlaternen im Bild lieber vermeiden. Auch Xiaomis Verbesserungen reichen nicht, um abends ohne Probleme auf Fotografietour durch die Stadt zu gehen.

Alles in allem hat uns das Kamerasystem sehr gut gefallen, das Dir übrigens auch beim Halten des Telefons hilft:

Design des Xiaomi 17 im Test: Superschön, aber auch superglatt

Das neue Äußere, auch wenn die Änderungen nur dezent zu erkennen sind, gefällt uns beim Xiaomi 17 eigentlich ziemlich gut. Das Smartphone fühlt sich toll in der Hand an. Schön wertig, mit einer gut  gefertigten Oberfläche, ist das  Smartphone ein regelrechter Handschmeichler. Das hat aber leider auch Nachteile. Denn gerade bei kühlen Temperaturen wirkt das Smartphone äußerst glatt. Beim aufgrund der Größe durchaus notwendigen Umgreifen hatten wir die ein oder andere brenzlige Situation, weil uns das Smartphone aus der Hand rutschte.

Smartphone steht auf der Seite quer mit dem Linsensystem im Fokus.

Das Xiaomi 17 im Test ist ein elegantes Gerät. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Uns rettete dabei aber immer der Kamerabuckel, an dem sich dann der Zeigefinger stabilisierte. Es brauchte gewissermaßen etwas Übung, um das Xiaomi 17 im Alltag sicher zu benutzen. Vielleicht spielst Du kurz nach dem Kauf ein bisschen mit dem Smartphone über einer Decke herum und probierst ein paar riskante Griffwechsel, damit das Muskelgedächtnis trainiert wird. Das sollte zumindest am Anfang helfen. Zwar ist es mit einem 6,3-Zoll-Display recht klein im Vergleich zur Konkurrenz, aber doch ein schöner und durchaus schwerer Brocken, der etwas Vorsicht erfordert. Oder eben eine Hülle, mit der Du das schöne Smartphone schützt, aber eben auch versteckst.

Der Akku des Xiaomi 17 im Test: Aufladen mit etwa 45 Watt ohne Spezialnetzteil

Gute Nachrichten gibt es beim Aufladen per USB Power Delivery (USB PD), also dem einheitlichen Ladestandard, der für alles ab 15 bis 240 W gedacht ist. Xiaomi unterstützt mit dem 17er-Modell nach unseren Tests 45 W. Das ist zwar nicht so gut wie Xiaomis proprietärer Ansatz – der geht bis 100 W – dafür kannst Du praktisch jedes moderne USB-C-Netzteil verwenden. Für bis zu 100 W musst Du nämlich ein spezielles Netzteil kaufen. Und das, obwohl USB PD die 100 Watt auch könnte.

Langen Spaß beim Laden hast Du aber ohnehin nicht. Die 45 Watt konnten wir nur eine Zeit lang nutzen. Dann wurde das Xiaomi 17 so warm, dass es auf etwa 30 W drosseln musste. Im Winter kannst Du bessere Ergebnisse erwarten als im Sommer ohne Klimaanlage. Das heißt aber auch: Die 100 W klingen auf dem Papier mit dem Xiaomi-Ladegerät toll. Aber ohne Expedition in die Antarktis sind diese 100 W wohl kaum durchgängig nutzbar, wenn 45 W schon zu viel sind. Das Extra-Netzteil kannst Du Dir nach unserer Einschätzung sparen. Zumal solche Situationen, in denen Du mal eben superschnell aufladen willst, wohl eher unterwegs entstehen und Du das Netzteil dann mitschleppen müsstest. Schade finden wir übrigens, dass Xiaomi immer noch nicht Qi2 unterstützt, obwohl das Unternehmen entsprechende Ladegeräte verkauft, aber eben nur für iPhones.

Dank 6.330-mAh-Akku solltest Du an einem Tag auch kaum Probleme mit dem Akku bekommen. Wir konnten das Xiaomi 17 jedenfalls immer sicher über einen ganzen Tag und mehr nutzen. Ein bisschen schwieriger wird es vielleicht, wenn Du viele anspruchsvolle 3D-Spiele spielst.

@handyhase

Das Xiaomi 17 wurde gerade vorgestellt und wir konnten uns bereits einen ersten Eindruck verschaffen. Besonders gut gefällt uns das kompakte Design und der große Akku. Was sagt ihr zur UVP von 999 Euro? #xiaomi17 #xiaomi17series #xiaomi #mwc2026 #techtok @Xiaomi

♬ Originalton – Handyhase.de

Im Test: Die Leistung des Xiaomi 17

Wie die Vorgänger ist auch das neue Xiaomi 17 wieder mit leistungsstarker Hardware ausgestattet. Dieses Mal ist es Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5. Mit zusammen 12 Gigabyte Arbeitsspeicher ist das Smartphone sehr gut ausgestattet. Wenn Du zocken willst, musst Du Dir wenig Sorgen machen.

Das bestätigen auch die Benchmarks. Mit 3.580 Punkten im Single-CPU-Benchmark mit Geekbench 6 und grob 10.060 Punkten im Multi-GPU-Test ist das Xiaomi 17 in der Top-Liga. Der GPU-Wert lag in unserem Test bei 23.546 Punkten. Letzterer ist aber wenig aussagekräftig, wie der 3DMark zeigte.

Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 wird warm

Mit 5.500 bis 6.160 Punkten (Wildlife Extreme) schwankt der nämlich ordentlich. Beim ersten Test war unser Xiaomi 17 schon 36 °C warm, beim zweiten Test haben wir es auf 25 °C abkühlen lassen. Wie schon bei Qualcomms vorherigem Prozessor ist auch hier mit Wärmeproblemen zu rechnen. Die hohe Leistung lässt sich nur kurzzeitig abrufen. Das ist perfekt für das Konvertieren von kurzen Videos und ähnlichen kurzen, aber rechenintensiven Aufgaben.

Beim Spielen bremst der Prozessor sich hingegen irgendwann aus. Bei unserem Wildfire-Dauertest ist das ab etwa zehn Durchläufen bemerkbar. Die Stabilität gibt 3DMark mit 53,7 Prozent an. Xiaomi hat hier ordentlich daran gearbeitet, wenigstens eine halbwegs konstante Performance zu bieten, der Wert ist nämlich recht gut. Zum Vergleich: Samsungs Galaxy S26 bricht schon nach dem sechsten Durchlauf deutlich ein und hat eine Stabilität von 47,2 Prozent bei uns erreicht. Das heißt: In den ersten Durchläufen ist das S26 schneller, wenn das aber warm geworden ist, dann überholt das Xiaomi 17, weil der Hersteller stärker auf die Temperatur achtet. Xiaomi lässt sein Smartphone aber auch relativ heiß werden. 50 Grad meldete der 3DMark am Ende.

Das System ist dann immer noch schnell, aber eben nicht so schnell wie im kühlen Zustand.

Bild und Ton des Xiaomi 17 im Test

Eine der stärksten Verbesserungen im Smartphone-Design der letzten Jahre war der Sound. Insbesondere Xiaomi hat eine enorme Entwicklung mit den kleinen Boxen im Handy durchgemacht. Mittlerweile glauben wir, dass sich hier nicht mehr viel ändern kann, denn die Qualität ist erstaunlich gut geworden. Natürlich halten die Quäker nicht einem Vergleich mit Kopfhörern stand. Aber es macht durchaus Spaß und „Quäker“ ist mittlerweile auch nicht mehr der richtige Begriff.

Wir mussten in unserer Playlist schon suchen, um Schwächen zu entdecken. Der Bass wird gut, aber natürlich schwach dargestellt, die Höhen kommen direkt rüber und auch bei komplexerer Musik lassen sich einzelne Instrumente noch gut ausmachen, wenn man sich konzentriert. Der Sound ist in der Querhaltung insgesamt sehr ausgewogen, auch beim Stereoempfinden. Du musst aber etwas bei der Halteposition aufpassen. Je nachdem, wie Du Deine Hand hälst, ändert das den Sound etwas.

Zwei Smartphones nebeneinander.

iPhone 17 (links) gegen Xiaomi 17 (rechts). Das Blitzlicht ist für beide Displays kein Problem. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Wenn wir meckern wollen, müssen wir schon sehr spezielle Musikstücke herausgreifen. Bei Julianna Barwicks „Prizewinning“ vibriert der Bass etwas auffällig im Gehäuse und im Höhenbereich haben wir Schwächen bei Fiona Apples „Hot Knife“ ausmachen können. Du brauchst also schon einen speziellen Musikgeschmack, um Schwächen zu entdecken, die dann trotzdem kaum stören. Alles andere klang für ein Smartphone hervorragend und in einigen Stücken gefiel uns der Klang sogar besser als beim MacBook Pro 13 M1, das deutlich mehr Platz für Lautsprecher hat.

Filme gucken? Das macht Spaß!

Beim Bild gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Das Einzige, was uns auffiel, war die YouTube‑App. Die hatte Probleme mit dem Vollbildmodus und dem automatischen Wechsel ins Querformat. Das ließ sich zwar mit ein, zwei Tapsern jeweils beheben, nervte aber doch etwas im Vergleich zu anderen Android-Geräten.

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Das sagt die Fachpresse zum Xiaomi 17 im Test

Testergebnisse im Überblick:

Smartphone gesamt CHIP connect Computer­­Bild Notebook­­Check Amazon DxO Handyhase
Xiaomi 17 9,45 Note 1.2 89,2 % Note 1.3 89,2 % 4.2 -

Fazit zum Xiaomi 17 im Test: Tolles Smartphone mit wenig Schwächen

Das Xiaomi 17 ist ein tolles Smartphone. Uns hat das Gerät rundum gefallen. Mit einem – je nach Ausstattung – offiziellen Preispunkt zwischen rund 1.000 und 1.100 Euro ist es sicher nicht günstig. Aber die Straßenpreise sind bereits um jeweils über 100 Euro gefallen und das Xiaomi 17 mit Vertrag wird meist auch zu guten Konditionen ausgegeben.

Du bekommst für den Preis also ein gutes Gesamtpaket, das Dir lange Freude bereiten wird. Akkulaufzeit, Bild, Ton und Leistung sind super. Xiaomi verspricht zudem sechs Jahre Software-Support. Das ist zwar ein bisschen kürzer als bei der Konkurrenz, aber immer noch lange, falls Du wirklich so lange nicht wechseln willst.

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Profilbild von Andy
Andy ist seit September 2023 ein kleines Teilzeit-Rädchen (Häschen?) im Handyhase-Team. Bereits seit 2005 ist er schon als IT-Journalist tätig und war mal Sysadmin. Er hat einen Hang zu sehr besonderen Themen und Gesellschaft. Durch viele Reisen sind aber auch das Thema Flug und Zug zum Spezialgebiet geworden, das er in anderen Publikationen abdeckt.

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