Abofalle

Konfusion und hohe Kosten: Welche Fallstricke auf Flugreisende beim Online-Check-in lauern

Den Sitzplatz im Flugzeug sichern sich Reisende heute in aller Regel vorab per Online-Check-in. Diesen haben allerdings manche Airlines an externe Dienstleister ausgelagert. Hier drohen fiese Abofallen und auch ganz praktisches Ungemach auf der Reise.

Abo-Falle bei Online-Check-in

  • Der Check-in auf Flugreisen wird immer häufiger nicht mehr direkt von der Airline bereitgestellt.
  • An ihre Stelle treten Drittanbieter, die den Fluggästen bei dieser Gelegenheit oft teure Abos unterschieben wollen.
  • Zusätzlich drohen Schwierigkeiten bei spontanen Änderungen wie Verspätungen oder Gate-Wechsel.

Flugreisende erledigen die Sitzplatzwahl und den Check-in heute in aller Regel digital und mehr oder weniger bequem vor Reiseantritt. Per App oder Website lässt sich im Anschluss die digitale Bordkarte beziehen. Allerdings tut sich hier aktuell eine Problematik auf, die viele Reisende so vermutlich noch nicht auf dem Schirm haben.

Abofalle beim Check-in: Airlines lagern Prozesse aus

Viele Airlines lagern ihren Check-in-Prozess inzwischen an externe Dienstleister aus und diese haben sich hier ein trickreiches Zusatzgeschäft aufgebaut. Oft schließen Kunden mit einem einfachen Check-in weitere Zusatzverträge ab, die nicht günstig sind. 79 Euro kann es etwa kosten, wenn Reisende nicht genau hinschauen, erklärt das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) in einer aktuellen Presseinformation.

In vielen Fällen werden Kunden bei der Abbuchung dieser unmäßig hohen Beträge durchaus aufmerksam und gehen dem nach, so die Verbraucherschützer. Wenn sie sich bei den Anbietern beschweren, reagieren diese oft mit einer Teilerstattung.

Häufig dürften Reisende aber auf einem Teil der zu viel gezahlten Kosten sitzen bleiben, wenn diese den Vorgang nicht konsequent genug verfolgen. Tatsächlich besteht hier ein klares Transparenzdefizit seitens der Anbieter. Einmalige und regelmäßige Kosten müssen klar ersichtlich während des Bestellprozesses ausgewiesen werden. Und es gibt weitere Probleme mit dem externen Check-in.

Ohne Plan am Flughafen

Denn der von einem externen Anbieter bereitgestellte Check-in kommt in aller Regel ohne Echtzeit-Anbindung an die Flug-IT der Airline. Wenn sich entscheidende Daten des Fluges ändern, etwa das Gate oder die Abflugzeit, erfährt der Kunde zumindest auf diesem Wege nichts davon, was zu Konfusion und Stress vor dem Abflug führen kann.

Wird über die Website oder besser noch die App der Fluglinie gebucht und eingecheckt, ist die Chance am größten, brauchbare Updates zum eigenen Flug zu erhalten. Es lohnt sich also, schon während der Buchung besonders aufmerksam zu sein.

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Profilbild von Roman van Genabith
Roman ist Journalist in Bielefeld und schreibt seit etwa zehn Jahren zu Themen aus den Bereichen Technologie und Gadgets. In den letzten Jahren lag sein Schwerpunkt auf den Produkten und Diensten von Apple.

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