Modernisierung von 33.000 Kilometern bis 2035

Bessere Mobilfunkverbindung an Bahnstrecken: Bund will Mobil- und Bahnfunk vereinen

Im Rahmen des 4. Naumburger Gesprächs betonen Deutschlands Verkehrs- und Digitalminister nochmal die Wichtigkeit des Ausbaus der Mobilfunkversorgung an Bahnstrecken. Eine besondere Chance sieht Verkehrsminister Patrick Schnieder bei der Vereinigung von Bahn- und Mobilfunk.

zu den Tarifen der Telekom

Mobilfunkausbau an Bahnstrecken

  • Die Deutsche Bahn will bis zum Jahr 2035 den alten Bahnfunk durch 5G-Technik (FRMCS) austauschen.
  • Laut dem Verkehrs- und dem Digitalministerium würde sich eine Kombination mit einem 5G-Ausbau anbieten.
  • Bahn- und Mobilfunk könnten dann den selben Antennenstandort nutzen.

Mobilfunk an Bahnstrecken: neue Schritte

Rund um das 4. Naumburger Gespräch, bei dem sich Politik und Mobilfunkbranche zum Austausch einfinden, hat Verkehrsminister Patrick Schnieder noch einmal betont, wie wichtig der Ausbau der Mobilfunktechnik entlang deutscher Bahnstrecken ist. Die Herausforderungen sind dabei groß, denn bis 2035 soll der gesamte Bahnfunk erneuert werden, der 33.000 Kilometer Schiene abdeckt.

Dabei geht es um das Future Railway Mobile Communication System, kurz FRMCS, welches bis dahin das alte GSM-R-Netz ablösen soll, das durch Beschränkungen in den letzten Jahren noch den LTE-Mobilfunkausbau bei 900 MHz ausbremste. Die alte GSM-R-Technik funkte im Frequenzband zu nah im LTE900-Bereich, sodass solche besonders weitreichenden Antennen nicht in der Nähe von Bahnstrecken funken durften. Mittlerweile wurde das GSM-R-Netz aber gehärtet.

FRMCS ist aber der nächste Schritt. Während GSM-R 2G-Technik ist, wird die Bahn mit FRMCS auf 5G-Technik gehievt, und genau hier sieht Schnieder eine besondere Chance. Denn FRMCS und 5G könnten an denselben Funktürmen gemeinsam arbeiten. Hierbei soll nun geprüft werden, ob die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) beim Aufbau einer kombinierten Bahn- und Mobilfunklösung helfen kann. Die sitzt in Naumburg an der Saale.

Das Digitalministerium macht mit

Unterstützt wird dieser Vorschlag auch vom Digitalminister Karsten Wildberger:

„Wir möchten weiterhin bedarfsgerecht den Ausbau der Mobilfunknetze unterstützen und den Standort Naumburg einschließlich der aufgebauten Kompetenzen sichern.“

Als wichtiges Digitalisierungsprojekt will das Digitalministerium zusammen mit dem Verkehrsministerium sowohl den Aufbau des neuen Bahnfunks als auch des Mobilfunks umsetzen.

Ein konkreter Zeitplan wurde im Rahmen des Naumburger Gesprächs von den Ministerien aber nicht genannt.

Das heißt aber nicht, dass nicht schon ein Ausbau durchgeführt wird. Neben der Fläche abdeckenden LTE900-Technik arbeiten auch die großen Netzbetreiber an einer Ausweitung der 5G-Abdeckung. Die Deutsche Telekom will beispielsweise bis Ende 2026 an allen Bahnstrecken mindestens 100 MBit/s anbieten können.

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Profilbild von Andy
Andy ist seit September 2023 ein kleines Teilzeit-Rädchen (Häschen?) im Handyhase-Team. Bereits seit 2005 ist er schon als IT-Journalist tätig und war mal Sysadmin. Er hat einen Hang zu sehr besonderen Themen und Gesellschaft. Durch viele Reisen sind aber auch das Thema Flug und Zug zum Spezialgebiet geworden, das er in anderen Publikationen abdeckt.

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