Raffinierte Phishing-Attacke per SMS: Amex-Kunden im Visier von Betrügern
- Eine neue Phishing-Masche nimmt gezielt Kunden von American Express ins Visier.
- Die TV-Moderatorin Amira Aly ist den Betrügern unlängst bereits auf den Leim gegangen und berichtete über ihre Erfahrungen in einem Video, um andere Kunden zu sensibilisieren.
- Auch Handyhase hat ähnliche Nachrichten erhalten.
- Kunden können sich problemlos schützen.
Zuletzt kommt es offenbar vermehrt zu Phishing-Vorfällen bei Kunden von American Express. So hat es nach eigenen Angaben die Fernsehmoderatorin Amira Aly erwischt. Sie berichtete laut T-Online in einem Video über den Ablauf des Betrugs.
Zunächst erhalten die Opfer eine SMS, die vermeintlich von Amex kommt. Tückisch: Mittels SMS-Spoofing wird dabei die Absendernummer vorgetäuscht, von der Amex üblicherweise seine Kurznachrichten verschickt. Dadurch tauchen die Nachrichten im SMS-Unterhaltungsverlauf des Kunden auf und gewinnen somit an Glaubwürdigkeit. In der Nachricht ist von einer unlängst getätigten Zahlung von mehreren tausend Euro an einen Kryptoanbieter die Rede. Habe der Kunde diese Zahlung nicht getätigt, solle er umgehend eine Nummer in der SMS anrufen.
Masche ziemlich ausgeklügelt
Besonders raffiniert: Die Betrüger verfügen scheinbar über echte Kreditkartennummern von Amex-Kunden, das lässt ihre Nachrichten authentischer erscheinen.
Ruft der Kunde tatsächlich die angegebene Nummer an, in unserem Fall die 06994322059, landet er bei einem vermeintlichen Amex-Mitarbeiter, so schildert es auch Aly. Der versucht dann mit reichlich Fachjargon und Details über das von den Betrügern in der SMS genannte Unternehmen Kunden dazu zu bringen, den Zugriff auf das eigene Konto zu ermöglichen. Da es bei Amex keine festen Kreditlimits gibt, können die Folgen potenziell verheerend sein. Aber es ist nicht schwer, sich vor solchen Phishern zu schützen.
Vorsicht vor betrügerischen SMS, diese tauchen teils im offiziellen American-Express-Verlauf auf
Ruhe bewahren, Umsätze checken, nie eine unbekannte Nummer anrufen
Zunächst gilt, bei Erhalt einer solchen Nachricht die Ruhe zu bewahren. Ein schneller Blick in die Amex-App für iOS oder Android sollte umgehend Klarheit darüber bringen, ob tatsächlich Geld abgebucht wurde. Alle, auch vorautorisierte Umsätze, werden hier aufgeführt. Auch solltest Du nie eine in einer SMS genannte Rückrufnummer anrufen. Wähle stets die offizielle Amex-Servicehotline.
Amex schickt zwar gelegentlich Verifizierungscodes per SMS, dies dient meist entweder zur Bestätigung des Logins in die Amex-App und in seltenen Fällen auch zur Freigabe einer Zahlung: Dies geschieht aber unmittelbar im Zahlungsprozess und diese Nachrichten enthalten auch keine Rückrufnummer eines Kundendienstmitarbeiters.
Solltest Du Dich dennoch unsicher fühlen, kannst Du Deine Karte über die App auch temporär sperren. Diese Sperre wird nach Ablauf von sieben Tagen automatisch wieder aufgehoben und lässt sich auch von Dir vor Ablauf der Frist wieder deaktivieren.
Währenddessen ist die Karte nur für Online- und Offline-Umsätze bei Händlern gesperrt, wiederkehrende Transaktionen, etwa von Shops und Anbietern, bei denen die Karte als Zahlungsmittel hinterlegt ist, werden weiterhin abgebucht.
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