Werbung im Statusbereich

WhatsApp-Werbung kommt: Bald musst Du zahlen, wenn Du keine Anzeigen willst

WhatsApp und Mutterkonzern Meta planen einem Bericht zufolge nun auch in Deutschland den Messenger mit Werbung auszustatten. Um das zu verhindern, wird eine Abogebühr fällig. Für Meta könnte WhatsApp durch Werbung zu einem großen Umsatzbringer werden. Immerhin wird aber nicht alles mit Werbung zugekleistert.

grünes WhatsApp-Logo mit roter Schrift, die lautet Werbung oder Geld zahlen sowie dem mit einem schwarzen Kreuz durchgestrichenen Wort kostenlos

Das Wichtigste in Kürze

  • Dank eines Berichts des WDR ist der Preis für das werbefreie Abo für WhatsApp bekannt geworden.
  • Werbung im Status lässt sich für 4 Euro verhindern.
  • Private Nachrichten bleiben aber – nach aktuellem Stand – werbefrei.

Der beliebte Messenger WhatsApp bekommt nicht nur Werbung, sondern auch ein passendes Abonnement für Werbefreiheit, wie aus einem Bericht des WDR hervorgeht. Demnach testet der Mutterkonzern Meta (Facebook) nun für seinen WhatsApp-Messenger auch hierzulande das Ausspielen von Werbung mit einer Beta-Version. Diese zeigt auch schon den Preis für das Abo.

Vier Euro für WhatsApp-Werbefreiheit

Wie der WDR herausgefunden hat, liegt dieser bei 4 Euro pro Monat. Das ist zwar weniger als für das Facebook-Abo, das bei 6 Euro liegt. Auf das Jahr gerechnet zahlst Du aber dennoch fast 50 Euro für einen Dienst, der bisher kostenlos war und bei der Konkurrenz auch typischerweise noch kostenlos ist.

Um das zu umgehen, wäre natürlich auch ein Wechsel auf WhatsApp-Alternativen möglich. Das setzt freilich voraus, dass Familie, Freundschaften, Bekannte und Co. ebenfalls eine Alternative einsetzen.

Übrigens hat der SMS-Nachfolger RCS, der mit iPhones und Android funktioniert, auch Funktionen, die an moderne Messenger erinnern. RCS ist zwar weit verbreitet, aber viele kennen den Standard noch nicht. Es muss also nicht die simple Kurznachricht per SMS oder die Nachricht per App eines alternativen Messengers sein.

Ansonsten musst Du wohl die Werbung hinnehmen. Die wird nach aktuellem Stand immerhin nicht zwischen die privaten Nachrichten gestreut. Stattdessen nutzt WhatsApp den Statusbereich, so der WDR. Sowas kann sich aber auch ändern, schließlich ist das Ausspielen von Werbung an die vielen WhatsApp-Nummern sehr attraktiv.

Milliardeneinnahmen durch WhatsApp-Werbung

Das Potenzial liegt bei 10 Milliarden US-Dollar für 1,5 Milliarden WhatsApp-Zugänge pro Jahr, so der WDR. Umgerechnet sind das etwa 5,57 Euro an Werbeeinnahmen pro Jahr. Das lässt die Abogebühr von 4 Euro pro Monat in einem schlechten Licht dastehen, auch wenn sich der Umsatz von Land zu Land sicher unterscheiden wird. Durch die höhere Kaufkraft dürfte sich in Deutschland mehr Geld über Werbung einnehmen lassen.

Solltest Du noch werbefrei sein: Das dürfte nicht mehr lange anhalten. Laut dem WDR soll die Umstellung bis Ende März 2026 abgeschlossen sein.

Übrigens: Ein altes Whatsapp-Blogposting aus dem Jahr 2010 zeigt, wie sich die Zeiten geändert haben. Damals stellten sich die Gründer noch entschieden gegen Werbung. Mit der Übernahme durch Facebook / Meta sind aber auch die Gründer gegangen.

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Profilbild von Andy
Andy ist seit September 2023 ein kleines Teilzeit-Rädchen (Häschen?) im Handyhase-Team. Bereits seit 2005 ist er schon als IT-Journalist tätig und war mal Sysadmin. Er hat einen Hang zu sehr besonderen Themen und Gesellschaft. Durch viele Reisen sind aber auch das Thema Flug und Zug zum Spezialgebiet geworden, das er in anderen Publikationen abdeckt.

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