Kompaktes Update mit Preissteigerung

Das Xiaomi 17T im Test: Weniger… ist mehr?

Xiaomi hat die T-Serie und damit das Xiaomi 17T deutlich früher auf den Markt gebracht als in den Jahren zuvor. Dabei müssen auch sie mit den gestiegenen Speicherpreisen umgehen. Es wäre legitim, zu sagen: „Du bekommst weniger Bildschirm für mehr Geld und nur generationsbedingte Updates.“ Warum dennoch mehr im Xiaomi 17T steckt, erfährst Du in unserem Test.

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Xiaomi 17T bestellen

Xiaomi hat seine T-Serie für 2026 vorgezogen und mit ihr das Xiaomi 17T Standardmodell, das ab sofort ab 749,90 Euro zu haben ist. Wir konnten uns bereits ausgiebig damit beschäftigen, hier unser Test. Fangen wir mit der Vorderseite an:

Der Bildschirm des Xiaomi 17T im Test

Ja, Du bekommst „nur“ 6,59 Zoll statt 6,83 Zoll beim Xiaomi 15T in der Diagonalen, allerdings bleibt die Auflösung fast gleich, sodass das Xiaomi 17T mit höherem PPI-Count etwas schärfer wird. Außerdem wird das AMOLED-Display wieder eine Spur heller. Nur eine Spur, aber immerhin. Das klingt in Zoll auch nur viel, am Ende sind es nicht ganz 6,1 mm Unterschied.

Beim Verwenden hat das resultierende Format aber den Vorteil, dass Du das Xiaomi 17T eher einhändig bedienen kannst, als das Pro-Modell oder den Vorgänger. Das Xiaomi 17T hat viel Schönes, das es in der Kategorie zum Anlaufpunkt machen könnte. Natürlich ist es kein iPhone 13 mini, dazu müsste es diagonal ein ganzes Zoll kürzer werden.

Xiaomi ist auch ganz besonders stolz auf seine zertifizierten Features zum Schonen Deiner Doom-Scroll-Augen. Aber vom flickerfreien Dimmen über die Blaulichtreduzierung bis zur automatischen Helligkeitsanpassung findest Du hier keine Alleinstellungsmerkmale. Alle modernen Bildschirme verfügen i. d. R. über diese Techniken, um Dein Augenlicht zu schonen.

Xiaomi 17T im Test: Prozessor von MediaTek in nächster Generation

Beim sogenannten System-on-a-Chip (SoC) gibt es keine Überraschung. Xiaomi verbaut einfach die nächste Chipgeneration und nimmt deren Featureset als Update mit.

Beim MediaTek Dimensity 8500 Ultra bedeutet das nun höhere Frequenzen in allen 8 Kernen. Damit steht auch die direkte Leistungs-Konkurrenz fest: das kaum vorgestellte Motorola Edge 70 Pro und das Poco X8 Pro aus eigenem Hause. Das Handy erreicht im Geekbench-6-CPU-Test einen Single-Core-Score von 1.693 und einen Multi-Core-Score von 6.499. Dieses gerade-noch-Mittelklasse-Handy ist damit so leistungsfähig wie Topgeräte von vor zwei / drei Jahren. Ein Honor Magic 5 Pro erzielte einen ähnlichen Single-Core-Score, war aber natürlich noch einmal 400 Euro teurer bei seinem Marktstart.

Im Vergleich zum direkten Vorgänger-Prozessor im Vorgänger-Handy handelt es sich nur um ein kleines, iteratives Update.

Der Silizium-Karbon-Akku des Xiaomi 17T im Test

Einen spürbaren Sprung macht das Xiaomi 17T bei seiner Energiequelle: Der neue Akku erreicht bis zu 6.500 mAh statt 5.500 mAh. Er lernt umgekehrtes Laden (Reverse Charging) per Kabel dazu und kann nun andere Geräte mit bis zu 22,5 W laden. Selbst geladen wird er weiterhin komplett in unter einer Stunde. Du bekommst etwas mehr als einen Tag Laufzeit aus ihm heraus.

Xiaomi 17T im Test: Die Kamera(s) mit Leica-Support

Xiaomi folgt beim Xiaomi 17T seiner erfolgreichen Formel, die Zoom-Linsen zu bevorzugen, und strickt 2026 sein ganzes Marketing um die Telefoto-Features.

Die Megapixel der Telefoto-Kamera bleiben bei 50 MP, aber der Zoomfaktor steigt von 2- auf 5-fach. Dazu kommt ein optischer Bildstabilisator, der vor allem bei Videos und den hohen AI-Zoomstufen (z. B. 20-facher Zoom) zum Einsatz kommt, um Dein Motiv leichter im Fokus halten zu können. Leider schluckt die neue Optik sehr viel Licht und die Blende rutscht auf ƒ/3,0, sodass Nahaufnahmen von weiter entfernten Motiven nur bei ausreichend Licht auch sinnvoll abzulichten sind.

Xiaomi setzt hier auf KI. Der AI Ultra Zoom bis 120-fach soll Texturen und Details rekonstruieren können. Obwohl auf solchen Fotos schon zu erkennen ist, was fotografiert werden sollte, sind es keine wirklich schönen Aufnahmen. Bei 20-fachem Zoom (entspricht 460 mm) lassen wir uns die Ergebnisse noch gefallen, doch darüber hinaus solltest Du keine artefaktfreien Ergebnisse erwarten.

Neben den erwartbaren Modi gibt es natürlich die Leica- und Xiaomi-Filter, die für den richtigen Look sorgen. Zusätzlich gibt es Szenenvoreinstellungen, die in bestimmten Situationen (z. B. bei Bühnenaufnahmen) die perfekten Voreinstellungen liefern. Porträts lassen sich in allen erdenklichen Arten verschönern, ganz ohne Photoshop.

Für Xiaomi neu dabei sind die Leica Live Moments, die Leica-Geschmacksrichtung von Live Video – also Fotos, die eigentlich ein sehr kurzes Video sind. Diese lassen sich dann wiederum noch in Collagen packen und direkt in Deine Social-Media-Kanäle teilen. Das ist natürlich nett, aber Live Video ist 2026 nun keine Neuigkeit mehr und für uns ist sie auch irgendwie durch. Das haben alle Hersteller, aber genutzt wird es am Ende kaum. Zumindest nicht für öffentlich geteiltes Material.

Beispielfotos

Fazit zum Xiaomi 17T im Test

Das Xiaomi 17T ist ein leistungsfähiges, kompakteres Smartphone an der Schwelle zur Oberklasse mit Android 16 ab Werk und Xiaomis Hyper OS 3 als UI. Das bedeutet leider auch versteckte Werbung, vorinstallierte Apps und Dopplungen mit Google-Apps. Die Werbung fällt hier zum Glück weniger umfangreich aus als bei den günstigeren Poco- und Redmi-Smartphones, aber sie ist in den eigenen Apps drin. Ob Du bestimmte oder alle Xiaomi-Dienste nutzen möchtest, musst Du für Dich entscheiden. Ein Xiaomi-Account wird dann aber teilweise notwendig.

Leider ist Xiaomi auch immer etwas hinterher, was die Betreuung mit Software angeht. Ja, Du bekommst sechs Jahre lang Sicherheitsupdates, aber nur vier Jahre lang OS-Updates. Das ist nicht nichts, aber eben keine vollen sieben Jahre, die Du bei der Wahl eines anderen Android-Handys bekommen kannst.

Der Akku passt gut zur Leistung und die Leica-Kameras liefern sehr gute Ergebnisse für den Preis, wenn Du es nicht mit dem Zoom übertreibst. Die Kameras verschwinden außerdem fast im Gehäuse. Der „Bump“ ist erstaunlich flach. Das Xiaomi 17T liegt gut in der Hand und der Fingerabdruckscanner ist schön schnell.

Die opal-weiße Rückseite unseres Testgeräts hat einen schimmernden Effekt, der an Perlmutt erinnert. Es ist definitiv unser Favorit bei der Farbauswahl. Daneben gibt es noch Violett, Blau und Schwarz.

Du kannst das Xiaomi 17T in einer von zwei Speichervarianten bekommen:

  • 12 + 256 GB für 749,90 Euro (UVP ohne Vertrag)
  • 12 + 512 GB für 799,90 Euro (UVP ohne Vertrag)

Damit ist es 100 Euro teurer als der direkte Vorgänger, den es ab 649,90 Euro gab.

Xiaomi 17T bestellen

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Profilbild von Michael
Schreibt seit 2011 für Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Hat ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches Studium vorzuweisen, was dabei hilft, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

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