Mit Holafly-eSIM durch Montenegro: Handyhase auf Reisen!
Das Wichtigste in Kürze
- Handyhase war mit der Holafly-Flatrate in Montenegro unterwegs.
- Die Einrichtung und der Empfang waren gut.
- Holafly leistet sich aber Patzer bei der App, die Du allerdings nur selten brauchst.
Handyhase war wieder unterwegs und dieses Mal war es unsere Kollegin Lena Hansen, die es in das schöne Montenegro verschlagen hat. Doch wir wären keine Handyhasen, wenn wir uns dabei nicht auch anschauen würden, wie wir in einem anderen Land im Netz bleiben. Schließlich gilt es, E-Mails zu prüfen, zu navigieren, ein bisschen in Social Media rumzusurfen und so vieles mehr. Also brauchen wir eine Reise-SIM oder besser gleich ein passendes eSIM-Profil.
Warum Du in Montenegro besser einen Reisetarif per SIM oder eSIM buchst
Montenegro ist kein Land der Europäischen Union. Zwar will das Land der EU beitreten, doch die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Montenegro ist offiziell ein Beitrittskandidat, wie es bei der European Commission heißt. Für Dich bedeutet das: Montenegro fällt auch nicht unter das EU-Roaming.
Noch nicht, muss man dazu sagen, denn die EU plant tatsächlich für die westliche Balkan-Region ein „Roam like at Home“-Abkommen zu schaffen. Dann sieht es mit dem Roaming ähnlich aus, wie typischerweise im Vereinigten Königreich (UK) oder – bei wenigen Anbietern – der Schweiz. Das ist aber ein bisschen komplizierter, wie Du in unserem Westbalkan-Roaming-Artikel nachlesen kannst. Manch ein Provider bietet wohl schon freiwillig günstigere Preise.
Bis es soweit ist, ist ein Reisetarif, egal ob per eSIM im Ausland oder mit klassischer SIM-Karte, meist der günstigste und einfachste Weg. Unsere Kollegin Lena hat sich für ein eSIM-Profil entschieden. So bleibst Du nämlich über Deine normale Telefonnummer erreichbar und leitest den Datentarif auf die SIM oder eSIM um. Die Wahl fiel bei uns auf den Anbieter Holafly, den wir auch schon in Asien ausprobiert hatten.
- Auch interessant: Lies hier, ob Du ein eSIM-fähiges Gerät hast!
Holafly eSIM installieren: der Praxistest
Die Installation der Holafly-App, dieses Mal auf einem Android-Smartphone, verlief unproblematisch. Die App war auch fast komplett in Deutsch. Bei unserem Asientest hatten wir da noch einige Fehler entdeckt, aber es fällt nun nicht mehr so auf. Ein bisschen problematisch war aber die Stabilität der Holafly-App. Hin und wieder stürzte sie einfach ab und eine etwas flüssigere Bedienung hätten wir uns auch gewünscht.
Letztendlich funktionierte aber alles, wie wir es erwartet hatten. Die Länderauswahl war übersichtlich und die Bezahlung per PayPal kein Problem. Du kannst aber auch per Klarna, Kreditkarte oder Überweisung bezahlen. Es gibt also viele Möglichkeiten.
Als Tarif wählten wir eine Spezialität von Holafly: die Flatrates. Acht Tage verkaufte das Unternehmen für rund 35 Euro. Nicht billig, aber dafür ist eine sorgenfreie Nutzung möglich, was gerade im Urlaub einen besonderen Wert hat.
Bei der Installation wurde es dann aber eigenartig. „Das war etwas verwirrend“, so Lena, die nämlich eine Anleitung nicht in der App bekommen hat, sondern als WhatsApp-Nachricht und nochmal als E-Mail. Hier übertreibt Holafly ein bisschen, zumal die Anleitungen sich unterschieden. Die automatische Installation, die in der App empfohlen wird, fehlt in der E-Mail komplett.
Dabei ist die automatische Variante die einfachste, und die wählten wir auch. Die Installation verlief ohne Probleme. Das war übrigens alles noch vor der Ankunft in Montenegro. Zwecks Aktivierung vor Ort wurde uns vorgeschlagen, die entsprechende Dokumentation herunterzuladen, was wir auch taten.
Übrigens hat Holafly ganze neun E-Mails versendet für Umfragen, für Cashback, für Werbeempfehlungen und Gamification – es gibt Holafly-Coins. Dazu kamen einige Pop-Ups. Stell Dich also darauf ein, dass Holafly versucht, Deine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Das Drumherum ist also ein bisschen viel und eine dieser E-Mails kam uns nicht nur spanisch vor, sie war tatsächlich in Spanisch.
Aktivierung des Tarifs in Montenegro
Nach der Landung ging es dann an die Aktivierung. Doch, nanu? Die App sagte uns, dass gar keine eSIM installiert sei. Doch das stimmte nicht, denn damit die Holafly-App den Status der eSIM erkennen kann, muss diese erstmal eine Netzverbindung haben. Dieses Problem kennen wir schon von unserem Asien-Test. Also ging es erstmal ins Flughafen-WLAN, um die eSIM zu aktivieren. Natürlich erlebten wir da auch einen dieser offenbar obligatorischen App-Abstürze.
Danach funktionierte dann aber alles wie geplant. Die Netzverbindung war durchweg gut. Es gab nur einen Aussetzer in unseren acht Tagen des Rumreisens mit dem Auto. Vermutlich gab es eine Störung, da die Verbindung mit typischen Mitteln wie dem Flugmodus nicht wiederhergestellt werden konnte. Stattdessen funktionierte am nächsten Morgen wieder alles wie gehabt.
Dank unserer Flatrate konnten wir aber nach Gutdünken im Netz surfen. So viele Daten haben wir aber gar nicht genutzt. Die beiden Top-Apps haben jeweils etwas über 700 MB gebraucht: Instagram und Google Maps. Spotify, WhatsApp und der Browser haben dann nochmal zusammen etwas über 1 GB benötigt. Dazu kommen zahlreiche Apps mit jeweils kleinerem Datenbedarf, was sich aber läppert.
Ein Volumentarif hätte wahrscheinlich etwas Geld gespart, aber es ist im Urlaub nicht immer absehbar, wie viele Daten Du brauchst. Wie gesagt: Die fehlende Sorge im Urlaub ist den Aufpreis durchaus wert. Wenn Du aber abschätzen kannst, wie viel Volumen Du brauchst, kannst Du mit alternativen Angeboten etwas sparen.
Fazit: Zufriedener Montenegro-Urlaub mit Holafly
Insgesamt hat uns die Holafly-eSIM samt Flatrate in Montenegro gut gefallen. Mit der alltäglichen Geschwindigkeit war Lena sogar „sehr zufrieden“. Der Aussetzer an einem Nachmittag war natürlich nicht so toll, aber blieb die Ausnahme. Dafür fehlten dank der Flatrate alle Datensorgen in Montenegro.
Nicht ganz so zufrieden waren wir aber mit der App. An der Stabilität muss Holafly offenbar noch immer arbeiten. Zum Glück brauchst Du die App aber kaum. Die Aufdringlichkeit im E-Mail-Verkehr sollte Holafly aber auch zurückfahren, denn das hat eine leicht abschreckende Wirkung.
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