Datentarif im Ausland

Mit dem Smartphone durch Japan: eSIM, Prepaid-SIM oder Roaming?

Wer nach Japan fährt, hat auch das Bedürfnis, online zu sein. Sei es, um im Restaurant zu übersetzen oder sich in japanischen Städten zu orientieren. Einer unserer Hasen hat Mitte 2025 und auch Mitte 2026 in Japan Urlaub gemacht. Welche Optionen hat man, wenn es um eine Datenverbindung im Land der aufgehenden Sonne geht? Wir haben es getestet.

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Japan eSIM

Japan ist für einen Urlaub ein interessantes Ziel, denn das langgestreckte Land ist durch sein Shinkansen-Netz sehr zugänglich und hat gerade in großen Städten einen hervorragenden Nahverkehr. Doch aufgrund der Sprachhürde kann es hier und da in Japan nicht schaden, auch online zu sein, zumal das Land eine allgemein gute Mobilfunkinfrastruktur bietet, aber es beim WLAN ein paar Schwächen gibt.

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eSIM-Tarife in Japan: Alle Angebote im großen Überblick

Zu so einem Urlaub gehört also auch eine gute Netzverbindung. Der regelmäßige Blick auf die Karten von Google oder Apple oder auch in eine Übersetzer-App ist wichtig, um sich in dem Land zu orientieren, denn die vielen japanischen Schriftzeichensysteme machen die Orientierung manchmal nicht einfach.

Englische Schilder, Menüs und Ähnliches sind zwar insbesondere in Metropolregionen mittlerweile gut verbreitet. Außerhalb wird es aber schwierig, und eine gute Netzverbindung hilft ungemein. Doch um diese zu nutzen, brauchst Du erstmal einen passenden Tarif. In unserer folgenden Übersicht informieren wir Dich umfassend über eSIM-Tarife für Japan.

AnbieterPaketeDatenvolumen & PreisspanneAngebote
Saily
7 – 30 Tage 1 GB – unlimited GBab 3,99 US-Dollar Zum Anbieter →
Ubigi
3 – 12 Monate 1 GB – unlimited GBab 3,50 Euro Zum Anbieter →
Airalo
3 – 30 Tage 1 GB – unlimited GBab 4 Euro Zum Anbieter →
Holafly
Tagespakete unlimited GB3,79 Euro (günstiger, je länger der Aufenthalt) Zum Anbieter →
nomad
7 – 30 Tage 1 GB – unlimited GBab 3,46 Euro Zum Anbieter →
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Tabelle: Redaktioneller Marktvergleich Q2/2026. Preise und Netzabdeckung können je nach Reiseland variieren.

Bei den Preisen ist es manchmal schwierig, ein lokales Angebot zu empfehlen. Vor allem bei kurzen Aufenthalten ist eine Reise-eSIM von einem internationalen Anbieter meist günstiger. Wir haben uns übrigens für eine Reise-eSIM von Revolut entschieden, parallel die eSIM von Yesim verwendet und jeweils einen Regionstarif (Asien-Pazifik) gewählt.

Das lag daran, dass wir vor und nach unserem Japan-Trip noch in Südkorea zu tun hatten. Das hat auch den Vorteil, wenn Du etwa mit dem Schiff von Japan nach Südkorea fährst, dass Du in der Nähe von beiden Küsten noch gut Empfang hast.

An der Netzqualität gibt es übrigens nichts zu meckern. Eine gute Netzanbindung kannst Du in Japan in der Regel erwarten. Von Sapporo im Norden auf Hokkaidō bis Naha im Süden auf Okinawa ist das Netz eigentlich sehr gut, wie wir in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt haben. Selbst im schnellen Shinkansen ist das Netz eigentlich kein Problem. Bei Tunneln kann es aber mal Aussetzer geben.

Lokale SIM-Karte kaufen oder lieber eine Reise-eSIM für Japan?

Für Japan gibt es, wie in fast jedem Land, mehrere Möglichkeiten, online zu bleiben. Entweder, Du entscheidest Dich für eine der Roaming-Optionen Deines heimischen Netzbetreibers, oder Du wählst einen der oben genannten eSIM-Tarife fürs Ausland. Aber was ist besser?

Wie viel Datenvolumen brauche ich in Japan?

Instagram, Youtube und Co. solltest Du grundsätzlich auf das Hotel-WLAN beschränken. Auch die alternative Suchmaschine Bing von Microsoft ist über die eigene App ein wahrer Datenfresser. Kartenmaterial kann ebenfalls aufwendig sein. Wir nutzen in Japan deswegen parallel noch Organic Maps, was die Kartendaten von Openstreetmap offline verfügbar macht.

Je nach Einsatzzweck hantieren wir tatsächlich mit drei Karten-Apps herum: Apple Maps, vor allem gut für den Nahverkehr, Google Maps für Geschäfte oder nicht allzu prominente Orte, und Organic Maps, wenn wir Daten sparen wollen.

Mit so einer Strategie kamen wir 2025 mit 5 GB ganz gut für drei Wochen über die Runden.

Roaming als Zubuchoption für Japan

Nur wenige deutsche Tarife sind in fernen Ländern preislich akzeptabel. Wenn Du nicht gerade als Beispiel den MagentaMobil-XL-Tarif für knapp 85 Euro im Monat hast, dann lohnt das Roaming nicht. Hast Du diesen aber, dann gibt die Telekom Dir aber pro Jahr 50 GB Auslandsdatenvolumen für Nicht-EU-Länder.

Auch Surfpässe kannst Du buchen, beginnend bei 2 GB für 7 Tage für 5,95 Euro – das deutlich attraktivere Angebot!

Telekom SurfPass für Japan ab 2 GB für 7 Tage

Bild: Screenshot telekom.de, Stand 06/2026

Sehr teuer ist etwa das Reisepaket World von Vodafone für rund 35 Euro für eine Woche. Zwar kannst Du damit auch 50 Minuten telefonieren und 50 Kurznachrichten per SMS versenden, aber Du bekommst gerade einmal 4 GB. Wären diese Daten einen Monat nutzbar, dann wäre das Angebot vielleicht gar nicht so schlecht. Jetzt, im Jahr 2026, ist dieser Tarif im Vergleich zu den eSIM-Anbietern viel zu teuer und wurde auch nicht angepasst.

Es gibt auch noch einen Tagestarif. Dieser bietet Dir für 9,99 Euro gerade einmal 500 MB Datenvolumen, zusätzlich zu je 50 Minuten und SMS täglich – teures Ding.

Vodafone Reisepaket World ab 9,99 €

Bild: Screenshot vodafone.de, Stand 06/2026

SIM- und eSIM-Angebote in Japan direkt am Flughafen

Erstmal die schlechte Nachricht: Was die SIM-Karten an den Häfen Japans angeht, müssen wir Dich enttäuschen. Im Unterschied zu dem, was wir in unserem SIM-Karten-Ratgeber für Südkorea beschrieben haben, findest Du zumindest an den Häfen, die wir kennen, kaum Angebote.

Der Hafen von Fukuoka / Hakata, wo die Schnellfähren abfahren, ist noch halbwegs gut ausgestattet, aber wir können uns an keine SIM-Karten-Gelegenheit erinnern. Der Hafen von Shimonoseki ist sehr spartanisch ausgestattet. Von Japan kann man auch noch aus der Kansai-Region nach Südkorea fahren, diesen Hafen in Ōsaka kennen wir aber nicht.

Blick auf das Hafengebäude von einem Fußweg über die Straße vor dem Hafen.

Ungewöhnlich trostlos: Der Hafen von Shimonoseki bietet nicht viel. (Foto: Andreas Sebayang/Privat)

Kommst Du aber mit dem Flugzeug an, dann hast Du eine größere Auswahl, mitunter auch, weil sich Fluggesellschaften darum bemühen. Japan Airlines (JAL) bietet etwa über JAL ABC  diverse Services für Reisende. Neben der Abnahme des lästigen Gepäcks – in Japan nimmt man normalerweise seine Koffer nicht in den Nahverkehr oder in den Shinkansen – gibt es auch Datentarife.

Die gibt es zum einen direkt vor Ort bei Ankunft zu kaufen und zum anderen, bei den reinen eSIM-Tarifen ohne Telefonie und SMS, sogar auch online.

Die eSIM gibt es über JAP ABC in zwei Arten:

DatenvolumenDauerPreisDrosselung
3 GB7 Tage2.700 Yen (rund 15 Euro)kein Weitersurfen nach Volumenüberschreitung
4 GBtäglich über 7 Tage5.000 Yen (27 Euro)Weitersurfen nach Volumenüberschreitung mit 256 KBit/s
4 GBtäglich über 14 Tage7.000 Yen (38 Euro)Weitersurfen nach Volumenüberschreitung mit 256 KBit/s

→ Reise-eSIM-Tarife sind da meist günstiger.

Willst Du bis zu 30 Tage im Land bleiben, dann bietet JAL ABC nur klassische SIM-Karten an. Die Aufpreise halten sich aber in Grenzen. Du bekommst bei längeren Tarifen einen deutlichen Rabatt.

FlatDauerPreis
ja7 Tage4.500 Yen (rund 15 Euro)
ja15 Tage6.000 Yen (27 Euro)
ja30 Tage7.000 Yen (38 Euro)

Diese Tarife sind allerdings auf die beiden Flughäfen Tōkyō-Narita und -Haneda beschränkt. Kommst Du etwa in Ōsaka an, ebenfalls ein wichtiger internationaler Flughafen, dann kann Dir JAL ABC laut eigenen Informationen nicht helfen. Schau Dich aber im Zweifel trotzdem einmal um.

SIM- und eSIM in Ōsaka-Kansai und online

Wenn Du auf dem Kansai-Airport ankommst, dem wichtigsten Flughafen der Kansai-Region (Ōsaka, Kobe, Kyōto, Nara), dann hilft Dir der Flughafen selbst weiter. Er hat eine eigene Webseite eingerichtet, die das Thema Daten in Japan abdeckt. Interessanterweise wird dort JAL ABC auch genannt. Aber das sieht eher nach einer Rückgabestation aus. Die Filiale kümmert sich sonst nur um Gepäck.

Auf der Webseite des Kansai-Airports wird übrigens auch auf das Angebot von Telekom Square verwiesen. Der japanische Anbieter spezialisiert sich vor allem auf eSIM-Angebote für die Region rund um Japan. Aber es gibt auch japanische eSIM-Tarife, die in US-Dollar abgerechnet werden.  Als sparsame Natur kannst Du etwa 1 GB für 30 Tage zu einem Preis von 5,40 US-Dollar bekommen.

Die Tarife sind ziemlich krumm. Du kannst beispielsweise auch 3 GB für 4 Tage kaufen (6,60 USD) oder 10 GB für 20 Tage (rund 20 USD). Es lohnt sich, das Angebot genauer anzuschauen.

SIM-Karten im japanischen Elektronikmarkt sparen Geld

Das sind recht gute Preise im Jahr 2025 gewesen. 2026 haben wir uns auch in Elektronikmärkten umgeschaut, sprich, vor allem Yodobashi und Bic Camera. Aber Japan bietet auch noch andere Elektronikmärkte an, die im Unterschied zu deutschen Elektronikmärkten übrigens sehr gut ausgestattet sind.

Insbesondere bei Bic Camera und Yodobashi kannst Du echt viel entdecken. Das gilt auch für SIM-Karten. Dort kostet die Woche mit den dort feilgebotenen Touristen-SIM-Karten aktuell rund 3.000 Yen und zwei Wochen gibt es für 5.000 Yen. Sie haben jeweils ein Tageslimit von 3 GB, bevor gedrosselt wird.

Es gibt aber auch interessante Festangebote mit Volumenbeschränkung. Für 2.500 Yen bekommst Du etwa 3 GB für 30 Tage. Rund 3.000 Yen kosten Dich 6 GB für den Zeitraum. Du kannst Dir eigentlich fast Deine Wunschkonfiguration zusammenstellen, wie das folgende Foto zeigt, das wir im Mai 2026 in Bic Camera Yūrakuchō aufgenommen haben:

Display mit zahlreichen SIM-Karten aufgehangen. Vier Reihen mit jeweils ca. acht Angeboten.

Bei Bic Camera findest Du zahlreiche SIM-Karten. Eine passt bestimmt. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Die Preise sind insgesamt etwas günstiger als am Flughafen. Freilich hat das Angebot einen Nachteil: Du musst nämlich erst einmal zu einem Elektronikmarkt gehen. Mit Gepäck ist das lästig.

Aber auch hier haben wir einen Tipp: In Japan ist es üblich, sein Gepäck vom Flughafen zum Hotel schicken zu lassen oder auch zwischen Hotels zu verschicken. Suche einfach nach Yamato Transport und Ta-Q-Bin (auch Takkyubin geschrieben). Das versteht jeder in Japan. Ohne oder mit weniger Gepäck kannst Du dann vom Flughafen aus auch schnell einen Elektronikmarkt unterwegs besuchen. Wir sind jedenfalls Ta-Q-Bin-Fans.

Eine Alternative ist übrigens Ninja Wifi. Der Anbieter spezialisiert sich eigentlich auf die Vermietung von WLAN-Routern (dazu unten mehr), verkauft aber auch klassische SIM-Karten. Dabei kannst Du aussuchen, ob Du das 4G-Netz von NTT Docomo oder das 5G-Netz von Softbank benutzt.

Softbank gibt es aber nur als 60-Tage-Tarif (15 GB für 3.740 Yen). Zum nahezu gleichen Preis gibt es sieben Tage bei NTT Docomo mit 1 GB pro Tag. Die Flatrate (15 Tage) geht bei 7.150 Yen los bzw. rund 39 Euro.

WLAN-Router in Japan mieten (Pocket Wifi)

Sehr beliebt in Japan ist auch die Vermietung von mobilen WLAN-Routern, womit Du dann beispielsweise die ganze Familie oder den gesamten Freundeskreis in Deiner Umgebung versorgen kannst. Der größte Nachteil ist natürlich, dass Du vor der Abreise den Router wieder zurückbringen musst und auf den letzten Metern Deiner Reise etwa auf das WLAN im Flughafen angewiesen bist.

Ninja Wifi ist eines der Angebote, die stark verbreitet sind. Die Tarife fangen bei 440 Yen pro Tag an (1 GB pro Tag Maximum, ca. 2,40 Euro).

Übrigens sind alle Pocket-Wifi-Tarife von Ninja Wifi eigentlich Flatrates. Sie werden beim Erreichen des gebuchten Limits aber auf 128 KBit/s gedrosselt. Du kannst zum Beispiel auch 3, 5, 10 GB als täglich ungedrosseltes Volumen bestellen. Die Preise liegen bei 770, 1.100 respektive 1.320 Yen.

Eine Flatrate gibt es für rund 2.000 Yen oder grob 11 Euro. Das sind durchaus stolze Preise, die sich nur lohnen, wenn Du wirklich mehrere Personen versorgen möchtest.

Ninja Wifi vermietet übrigens auch diverses Zubehör. Du kannst für 550 Yen pro Tag sogar ein klassisches, aber modernes Klapphandy zum Telefonieren in Japan mieten. Ein Pockettalk für das Übersetzen in verschiedene Sprachen gibt es für 880 Yen und selbst einen Stromsteckeradapter gibt es zur Miete von 110 Yen pro Tag.

Letzterer lohnt sich aber nicht und die anderen sind vor allem bei längerem Aufenthalt eigentlich nicht sinnvoll, weil zu teuer. Da raten wir Dir, die Preise mit einem Kauf zu vergleichen. Yodobashi und Bic Camera sind zwei große Elektronikmarkt-Ketten, die eigentlich fast alles haben. MediaMarkt und Saturn wirken dagegen manchmal wie winzige Shops.

Öffentliches WLAN als Alternative

Wie eingangs erwähnt, ist die WLAN-Abdeckung im öffentlichen Raum sehr unterschiedlich. Wer mit einem Shinkansen fährt, der bekommt mittlerweile sehr guten Empfang. Jedenfalls haben wir 2026 keinen einzigen Shinkansen erlebt, der nicht WLAN an Bord hatte. Das bezieht sich aber auf Südwest-Japan, also von Nagasaki/Kumamoto über Hiroshima bis in die Kansairegion.

Auch so manche Bahngesellschaft abseits der Shinkansen-Strecken bietet oft WLAN an. Dazu kommt WLAN, das doch häufiger in Stadtzentren zu finden ist.

Ein Tipp sind freilich auch Einkaufspassagen oder unterirdische Einkaufszentren, die sich an U-Bahnen entlangschlängeln. Solche großen Anlagen gibt es etwa in Sapporo oder Ōsaka rund um die Hauptbahnhöfe.

In der Hauptstadtregion ist es hingegen erstaunlicherweise schwieriger, sich mit dem WLAN zu verbinden. Hier dominiert an einigen Stellen aber auch ein Anbieter, der WLAN-Zugänge verkauft.

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Profilbild von Andy
Andy ist seit September 2023 ein kleines Teilzeit-Rädchen (Häschen?) im Handyhase-Team. Bereits seit 2005 ist er schon als IT-Journalist tätig und war mal Sysadmin. Er hat einen Hang zu sehr besonderen Themen und Gesellschaft. Durch viele Reisen sind aber auch das Thema Flug und Zug zum Spezialgebiet geworden, das er in anderen Publikationen abdeckt.

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