Handysammelcenter für Altgeräte der Telekom wieder eröffnet: Wann eine Einsendung sinnvoll ist
(Screenshot: telekom.com)
- Das Handysammelcenter der Deutschen Telekom ist wieder da.
- Über die Plattform können Kunden Altgeräte einsenden, die wieder aufgearbeitet oder recycelt werden.
- Dies ist vor allem bei nicht mehr nutzbaren Geräten eine Möglichkeit der Entsorgung.
Das Handysammelcenter der Deutschen Telekom ist wieder aktiv. Der Magenta-Konzern hat sich mit einem neuen Partner zusammengetan, um das Angebot wieder zu reaktivieren. Die Umsetzung übernimmt nun der auf Nachhaltigkeitsthemen spezialisierte Dienstleister Interzero, wie die Telekom in einer entsprechenden Presseinformation mitteilte.
Eingesandte Handys werden zunächst auf ihren Zustand hin untersucht: Falls möglich und sinnvoll, werden sie wieder aufgearbeitet und erneut in Verkehr gebracht. Dies trifft laut Telekom auf rund 10 bis 15 Prozent der eingesandten Geräte zu. Falls die gefundenen Mängel zu groß sind oder eine Datenlöschung nicht möglich ist, erfolgt das fachgerechte Recycling in Deutschland, so die Telekom.
Wann eine Einsendung ins Handysammelcenter sinnvoll ist
Wichtig zu wissen: Das Handysammelcenter der Telekom ist keine Ankaufplattform für gebrauchte Elektronik und Du bekommst kein Geld für das Smartphone. Geräte, die noch funktionsfähig sind und allenfalls leichte bis mittlere Mängel und Gebrauchsspuren aufweisen, verkaufst Du besser auf Plattformen wie Rebuy, wo Du vielfach noch gutes Geld für betagtere Elektronik bekommst.
Das Handysammelcenter funktioniert ganz anders: Du selbst bekommst hier gar kein Geld, viel mehr kannst Du aus einer Liste von aktuell 12 Kooperationspartnern wählen, mit denen die Telekom zusammenarbeitet. Diese bekommen pro eingesandtem Gerät 50 Cent aus den Erlösen des Recyclings ausbezahlt.
Das Handysammelcenter ist somit vor allem eine gute Endstation für völlig defekte und sehr alte Geräte, für die es keinen Gebrauchtmarkt mehr gibt, etwa Feature-Phones wie alte Nokia-Handys oder Geräte, die kein LTE unterstützen und somit heute nicht mehr nutzbar sind.
Das Handysammelcenter hat laut Telekom seit seiner erstmaligen Eröffnung 2003 rund vier Millionen Geräte eingesammelt.
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Was bringt das Telekom-Handysammelcenter wirklich?
Schätzungen nach liegen in deutschen Haushalten rund 200 Millionen ungenutzter Handys. Diese enthalten wichtige Rohstoffe, die für die Herstellung elektronischer Geräte gebraucht werden. Allein aus den ungenutzten Handys in den Schubladen der Deutschen könnte man rechnerisch drei Tonnen Gold, 20 Tonnen Silber und 1.300 Tonnen Kupfer gewinnen. Die tatsächliche Rückgewinnungsquote liegt indes bei nur einem winzigen Bruchteil dieser Menge, da der Recycling-Prozess aufwendig und kostenintensiv ist.
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