Nothing Phone (4a) im Test: Kann Nothing mehr als Design?
Das Nothing Phone (4a) kommt unter anderem mit verbessertem Akku, aufgewerteter Kamera und neuem Glyph-Interface. (Bild: Samuel Wolf / Handyhase)
Das Wichtigste in Kürze
- Das Nothing Phone (4a) wurde erstmalig auf dem MWC 2026 gezeigt und kommt in den Farben Schwarz, Weiß, Blau und Pink.
- Außerdem bekommt der Kamera-Zoom ein Upgrade, genauso wie der Akku.
- Während das Display etwas größer wird, schrumpft derweil das Glyph-Interface.
- Das Smartphone ist ab sofort vorbestellbar und ab dem 13.03.2026 offiziell im Handel.
- Es kostet in der kleinsten Speichervariante 349 Euro UVP.
Nothing Phone (4a) in Schwarz, Weiß, Blau und Pink – Fortführung der A-Reihe mit spannenden Farbvarianten im Test
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat das britische Unternehmen „Nothing“ erstmals das Nothing Phone (4a) gezeigt. Mit dem Design stach der Hersteller bereits in den vergangenen Jahren aus der grauen Masse hervor und auch 2026 gibt es auf der Rückseite wieder einiges zu sehen.
Das Nothing Phone (4a) kommt in den Farben Pink (im Bild), Blau, Weiß und Schwarz. (Bild: Samuel Wolf / Handyhase)
Besonders auffällig ist zunächst die Farbauswahl, denn Nothing präsentiert neben einem weißen, blauen und einem schwarzen Gerät auch zum ersten Mal eine pinkfarbene Ausführung. Wen der Konzern damit konkret ansprechen will, ist unklar. Wer allerdings ein besonders auffälliges Handy sucht, der wird mit dieser Variante fündig. Auffällig ist nämlich nicht nur die Farbwahl.
Schräubchen, Texturen und Metallplatten – Phone (4a) mit Nothing-typischer Rückseite
Anders als andere Hersteller versucht Nothing die Rückseite als echten Hingucker zu gestalten. Bei dem Nothing Phone (4a) bedeutet das, dass Du hinter einer Glasrückseite wie auch bei den Vorgängern einen scheinbaren Einblick in das Innenleben bekommst. So sind Nachbildungen von Platinen angedeutet, die mit mehreren kleinen Schrauben versehen wurden. Auch das markante rote Kästchen ist in diesem Jahr wieder mit am Start.
Etwas heller, als beim Vorgänger: Nothing Phone (4a) in Blau beim Design Reveal in Barcelona (Foto: Samuel Wolf / Handyhase)
Im zentralen oberen Drittel findet sich wie auch bei dem Nothing Phone (3a) die Kamera wieder. Sie ist bei dem neuesten Modell als eine Art Pille auf einem kleinen Sockel platziert. Er birgt drei verschiedene Kameralinsen, darüber ist der Blitz platziert. Umschlossen wird das Modul von einer Aluminiumplatte.
Nothing-Phone-(4a)-Kamera im Test – weniger Qualitätsverlust dank verbesserter Telelinse
Im Vergleich zum Vorgänger knipst das Phone (4a) mit neuem Weitwinkel-Sensor und besserer Telelinse. (Bild: Samuel Wolf / Handyhase)
Äußerlich waren zunächst kaum Upgrades an der Kamera des Phone (4a) erkennbar, doch in der Pille steckt eine teilweise deutlich verbesserte Hardware. Der Samsung-Sensor in der Weitwinkellinse hat eine Größe von 1/1,56 Zoll und soll damit möglichst viel Licht einfangen. Denselben Zweck hat der Sensor der Telelinse (1/2,75 Zoll). Beide sollen damit vor allem die Nachtaufnahmen verbessern.
Die folgenden Nachtaufnahmen zeigen aus unserer Sicht, dass das Nothing Phone (4a) trotz schlechterer Lichtverhältnisse alle Details und Farben zuverlässig abbilden kann. Beim Vergrößern des Bildes merkt man natürlich schon, dass die Konturen etwas matschig erscheinen, aber da das Phone (4a) keinen Anspruch hat, ein Oberklassemodell zu sein, ist das verzeihbar. Im mittleren Preissegment, zu dem das Handy eigentlich gehört, können wenige Hersteller bessere Nachtaufnahmen bieten.
Das gesamte Setup besteht aus einer 50-MP-Weitwinkellinse, einer Ultraweitwinkellinse mit 8 MP sowie einer Telelinse, die auch mit einer Auflösung von 50 MP knipst. Insbesondere an letzterer hat Nothing deutlich geschraubt. Die neue Doppelprismenkonstruktion sorgt dafür, dass nicht nur dreifache optische Vergrößerungen wie beim Vorgänger möglich sind, sondern Du Objekte auch auf das 3,5-fache heranholen kannst, ohne an Qualität einzubüßen. Und das ist für ein Handy, das sich preislich an der Grenze zwischen Einsteiger- und Mittelklasse bewegt, auch 2026 noch außergewöhnlich.
In der Praxis sieht das so aus:
Die Aufnahmen sind wie zu erwarten scharf und detailreich. Die 3,5-fache Vergrößerung entspricht etwa einer Brennweite von 80 Millimetern. Ferner ist außerdem siebenfacher Zoom möglich, bei dem der Bildausschnitt ebenso vergrößert wird, ohne dass Qualitätsverluste erkennbar werden. Der digitale Zoom kann stufenlos bis zu 70-fach vergrößern, diese Bilder sind für das Fotoalbum dann jedoch nicht wirklich zu gebrauchen.
Phone (4a): Prozessor vom Branchenführer lässt im Test keine Wünsche offen
In der neuen Nothing-Mittelklasse werkelt der Snapdragon 7s Gen 4 von Qualcomm – ein Chip, der im August 2025 vorgestellt wurde und die Bildverarbeitung, das 6,78-Zoll-Display sowie die KI-Funktionen rund um den EssentialSpace stemmen muss. Im Test hatte das Mittelklasse-SoC damit keine Probleme. Alle Anwendungen liefen flüssig und selbst schnelle, grafisch anspruchsvolle Spiele meisterte der Chip. Wie sich der Prozessor im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, kann abgeschätzt werden, sobald zuverlässige Benchmark-Tests erfolgt sind.

Die pinkfarbene Ausführung des Nothing Phone (4a) ist ein echter Hingucker. (Bild: Samuel Wolf / Handyhase)
Noch ein Smartphone mit großem Bildschirm
Das Nothing Phone (4a) kommt mit einem Panel, das in der Diagonalen 6,78 Zoll, also etwa 17 Zentimeter, misst. Damit ist es ähnlich groß wie das Nothing Phone (3a) (6,77 Zoll) und ebenfalls nichts für Freunde der kompakten Handys. Mit seinem innovativen Design und einzigartigen Essential-Features könnte man meinen, dass sich das Unternehmen auch traut, sich dem Trend immer größer werdender Smartphone-Displays entgegenzustellen, tut es aber leider nicht.
Serviervorschlag: Widgets und Apps auf dem Bildschirm des Nothing Phone (4a) (Bilder: Nothing)
Mit einer Hand lässt sich das Phone (4a) so nur bedienen, wenn Du den Einhandmodus aktivierst oder besonders lange und bewegliche Finger hast. Anderenfalls dürften sich nur Zocker und Serienjunkies über den großen Bildschirm freuen. Die Qualität des AMOLED-Displays überzeugt auf der anderen Seite wieder. Bilder, Games und Apps werden farbenträchtig und kontrastreich wiedergegeben. Dank adaptiver Bildwiederholrate von 30 bis 120 Hz waren außerdem keine Ruckler oder Verzögerungen wahrzunehmen.
Glyph-Interface schrumpft weiter
Während Nothing bei seinem aktuellen Flaggschiff, dem Phone (3), die Glyphen auf der Rückseite durch eine Matrix aus Leuchtpunkten ersetzt hat, bleiben sie der A-Reihe erhalten. Es kommen bei dem Nothing Phone (4a) dieses Mal zwar keine Leuchtstreifen zum Einsatz, dafür bekommst Du jedoch einen Balken, der sich aus sechs leuchtenden Quadraten zusammensetzt. Er ist rechts neben dem Kameramodul platziert.
Ähnlich wie auch bei den Vorgängermodellen kann er individuelle Benachrichtigungen, die Lautstärkeeinstellung sowie einen Timer visualisieren. Das rote Kästchen unter dem Streifen gilt dieses Mal nicht einfach nur als Designelement, sondern kann auch etwas. Wie bei einer Filmkamera leuchtet das Kästchen auf, sobald Du ein Video aufnimmst.
Vom Glyph Interface zur Glyph Bar: LED-Strip als Statusanzeige beim Nothing Phone (4a) im Test. (Bild: Nothing)
KI-Notizen per Knopfdruck – auch Phone (4a) bekommt Essential-Space
Ein vierter Button an der Seite des neuen Mittelklasse-Smartphones deutet darauf hin, dass sich Nothing auch in diesem Jahr nicht von dem sogenannten Essential-Space verabschieden wird. Während die Lautstärketasten und der On-/Off-Schalter sich an der rechten Seite des Handys wiederfinden, verschiebt Nothing den Essential-Key auf die linke Seite. Möglicherweise will der Hersteller dadurch verhindern, dass er mit anderen Tasten verwechselt wird. Das war vor allem bei dem Nothing Phone (3a) im Test ein wiederkehrendes Problem.
Der Essential-Key soll Dir helfen, schnell Notizen erstellen zu können. Hältst Du die Taste gedrückt, kannst Du Sprachmemos verfassen, die dann in der dazugehörigen App gesammelt und per KI-Features geordnet und transkribiert werden. Ebenso eröffnet sie die Möglichkeit, Screenshots zu erfassen und im Essential-Space festzuhalten.
Neu dabei sind weiterhin Funktionen, die Nothing von seinem eigenen Flaggschiff, dem Phone (3) übernommen hat. Dazu zählt unter anderem die Essential-Search, bei der es sich um eine KI-basierte Suchfunktion handelt, die Dein Handy durchforstet. Per Essential-Apps können Du und andere Mitglieder der Nothing-Community zudem Startbildschirm-Widgets per KI selbst programmieren und mit anderen teilen.
Fazit zum Nothing Phone (4a) – Alles neu macht der MWC?
Abstrahierte Eule: Das Nothing Phone (4a) erfährt hauptsächlich Verbesserungen am Zoom und am Akku. Ob das genügt, bestimmen der Preis und schlussendlich Du. (Bild: Samuel Wolf / Handyhase)
Nothing sticht zwischen allen anderen Smartphone-Herstellern generell mit ausgefallenen Designideen hervor. Mit einer pinkfarbenen und einer hellblauen Farbvariante sowie einer dekorativen Rückseite führt der Konzern das auch mit dem Nothing Phone (4a) fort. Dass der Konzern aber auch Hardware kann, lässt sich erst auf den zweiten Blick erkennen.
Dann entdeckt das geschulte Auge, dass vergleichbare Konkurrenzmodelle gegenüber dem Budget-Modell von Nothing teilweise ziemlich alt aussehen. So bieten weder das neue Google Pixel 10a noch das Samsung Galaxy A56 optischen Zoom mit 3,5-facher Vergrößerung. Auch die Akkuleistung ist vergleichbar und der Prozessor sticht weder negativ noch positiv hervor.
@handyhase Produktion powered by @freenet Das neue Preis-Leistungs-Wunder von Nothing ist da. Das Phone 4a kommt in vier Farben inklusive einem richtig schicken Pink. Die größte Neuerung ist das Glyph-Interface. Die alten Streifen fliegen raus. Stattdessen gibt’s jetzt sieben quadratische Flächen, die deutlich heller leuchten sollen. Im Inneren werkelt der Snapdragon 7s Gen 4 mit bis zu zwölf Gigabyte RAM und einem fetten fünftausendvierhundert Milliampere-Stunden starken Akku. Die Kamera ist für diese Preisklasse eine echte Ansage. Neben der Fünfzig-Megapixel-Hauptkamera gibt es eine Fünfzig-Megapixel-Telelinse mit dreieinhalbfachen Zoom und eine Acht-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Preislich soll’s bei dreihundertachtzig Euro losgehen. Also nimmst du das hier oder ein langweiliges Standard-Smartphone? #Smartphone #mwc26 #nothing4a ♬ Originalton – Handyhase.de
Solange das Nothing Phone 4a auch preislich eine Mittelklasse bleibt, kann das Modell für viele eine sinnvolle Alternative zu den bewährten Marktführern sein. Womit Du dann nur noch klarkommen musst, ist die auffällige Gestaltung des Smartphones.
Preise und Verfügbarkeit vom Nothing Phone (4a) im Test
Das Nothing Phone (4a) ist ab sofort vorbestellbar. Ab dem 13. März 2026 kommt es in den Handel und damit auch zu Dir. Du hast die Wahl zwischen vier Farben: Schwarz, Weiß, Blau und Pink. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass später noch eine limitierte Community-Edition in einer Sonderfarbe aufgelegt wird.
Es gibt drei Speichervarainten:
- 8 + 128 GB für 349 Euro UVP, nur schwarz und weiß
- 8 + 256 GB für 389 Euro UVP, exklusiv bei Amazon
- 12 + 256 GB für 429 Euro UVP
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