Dein Handy wird zur Profi-Wärmebildkamera!

Scharfe Wärmeleaks direkt aufs Smartphone: Thermal Master P3 im Test

Mit dem Thermal Master P3 ist eine interessante Wärmebildkamera fürs Handy verfügbar. Diese funktioniert innen wie außen, kann etwa Wärmebrücken aufspüren oder Tiere ausmachen. Funktioniert das? Wir von Handyhase haben es ausprobiert. Wie sich die Thermal Master P3 im Test macht, zeigen wir in diesem Beitrag.
Thermalmaster P3 Wärmekamera im Test

Thermal Master P3 Wärmekamera im Test

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Das Wichtigste zur Thermal Master P3 Wärmebildkamera in Kürze

  • Robustes Metallgehäuse, liegt dadurch wertig in der Hand.
  • Einfach mit dem Handy-USB-Anschluss verbinden und direkt starten.
  • Geeignet für klassische Aufnahmen sowie Aufnahmen im Makrobereich, drehbarer Fokusring.
  • Temperaturbereich von -20 bis +600 Grad Celsius, dadurch vielseitig einsetzbar, etwa im Gebäudebau, in der Elektrotechnik oder auch im privaten Umfeld und im Außenbereich.

Thermal Master P3 Wärmebildkamera: Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Wärmebilder in guter Auflösung (512 × 384 Pixel)
  • Messbereiche definierbar
  • verschiedene Farbschemata
  • zahlreiche Einstellmöglichkeiten von Flächen bis zu Temperaturalarmen
  • kompakte Maße: 59 × 27 × 17,2 mm
  • einfach zu installieren
  • Case für sicheren Transport enthalten
Nachteile
  • nicht günstig in der Anschaffung
  • App mit seltenen Verbindungsproblemen
  • keine IP-Zertifizierung / vergleichbar mit IP-54

P3 Wärmebildkamera: Detailansicht (Galerie)

Klicke die Bilder an, um diese zu vergrößern.

Einsatzzweck der Wärmebildkamera fürs Smartphone

Insbesondere in der mobilen Anwendung liegt der Haupteinsatzzweck der Wärmebildkamera fürs Smartphone. Das ist nicht nur durch die einfache Schnittstelle zum Handy zu erklären: Einfach über den USB-Anschluss einstecken und App starten, schon geht es los.

Durch die kompakten Maße und die schmale, aber dennoch robuste Transporttasche passt die P3 selbst in Hosentaschen. Zum Einsatz kommt sie damit beispielsweise auf der Baustelle, etwa beim Verlegen von Warmwasserleitungen oder beim Ausmachen von Wärmebrücken. Zuhause kann die Kamera undichte Fenster oder Balkontüren prüfen. Darüber hinaus ist das Modell für den Einsatz im Bereich Leiterplatten (PCB) vorgesehen.

Ist die P3-Wärmekamera gegen Staub und Wasser geschützt?

Aufmerksame Augen entdecken keine IP-Zertifizierung gegen Staub und Wasser in den Produktdetails. Das kann beim Einsatz im Außenbereich und / oder im Bau natürlich zu Fragezeichen führen. Hier bestätigte Thermal Master, dass der ausschlaggebende Punkt die Schnittstelle zum Smartphone sei. In einem Statement dazu heißt es:

„[…] erfüllen die Metallkomponenten an der Schnittstelle nicht die Anforderungen der IP-Schutzklasse.“

Grundsätzlich sei die P3 mit einer Schutzklasse nach IP-54-Norm vergleichbar.

Verarbeitung und Gehäuse

Das Gehäuse der P3 ist aus Metall. Trotz eines Gewichts von nur 27 Gramm laut Produktdetails liegt die Kamera entsprechend „schwer“ und wertig in der Hand. Ausgestattet ist die Kamera außerdem durch einen vorstellbaren Fokusring, was neben Aufnahmen im Makrobereich auch in Sachen Verarbeitung ein Vorteil sein kann, schließlich werden so Kratzer auf der Linse vermieden. Insgesamt wirkt das Gehäuse entsprechend robust.

Tiere und Wärmequellen mit der Thermal Master P3 erkennen

Wärmequellen zeigt die Kamera verlässlich an, wie in unserem Beispiel unseren Testkater. Das ist nützlich, wenn sie zum Einsatz an der frischen Luft kommt. Ein leichtes Nachziehen der Kamera ist feststellbar, was insbesondere bei Tieren in Bewegung unsaubere Ergebnisse liefern kann.

Auch andere Wärmequellen werden einfach und verlässlich angezeigt. Je nach Einsatzzweck und Vorhaben (bspw. Wärmebrücken, Bewegung) ist die Wahl der passenden Modi vielleicht hilfreich. Lava setzt auf rote Töne, Polarlicht kreiert eine blaue Aura, im Schwarz-Weiß-Modus werden kältere Stellen in Dunkelgrau oder in Schwarz dargestellt, Wärmequellen in Hellgrau oder in Weiß.

Wärmebildkamera P3: Beispielbilder (Galerie)

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Thermal Master: App im Test

Im Grunde steht und fällt alles mit einer funktionierenden App. Hier läuft es meist reibungslos. Und tatsächlich sind Funktionen übersichtlich untergebracht. Temperaturmodi lassen sich einfach wechseln, auf Wunsch ein halbtransparentes oder vollständiges Bild der Handy-Hauptkamera einblenden. Logisch, bei Letzterem ist darauf zu achten, dass zwischen den Linsen der Handykamera und der Wärmebildkamera eine Distanz von rund 18 Zentimetern besteht.

Neben der klassischen Wärmebildansicht kannst Du verschiedene Farbschemata wählen, etwa Monochrom, Nachtsicht oder Polarlicht. Für die Messung wesentlich interessanter dürften die Modi „Linie“ und „Fläche“ bzw. „Kreis“ sein, mithilfe derer sich die Messungen verfeinern lassen: Du zeichnest eine Form ins Display und erhältst Durchschnittstemperatur sowie höchste und niedrigste Temperatur innerhalb des Rechtecks, Kreises oder auf der Linie.

So lassen sich etwa die Verläufe von Leitungen nachzeichnen und Temperaturschwankungen ausfindig machen.

The floor is lava – sollte dem so sein, wird es die Thermal Master P3 sofort erkennen. Spaß beiseite: Ob nun innen oder außen, die Wärmebildkamera funktioniert zuverlässig, auch kleine Temperaturunterschiede lassen sich hier abbilden. Im Langzeittest wird sich herausstellen, inwieweit die Wärmekamera auch beim Verlegen von Warmwasserleitungen und neuen Heizsystemen eine Unterstützung ist.  Stefanie - Redaktionsleitung
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Seltene Verbindungsprobleme

In rund einem von zehn Fällen erkennt die App die Kamera nicht bei Verbindung. Sauber nachstellen ließ sich das Problem nicht – Abhilfe schaffen ein App-Neustart und das Entfernen und anschließende neue Verbinden der Kamera.

Was tun, wenn die Bildqualität nicht stimmt?

In einem Fall ließ sich die Kamera zwar verbinden, gab jedoch keine genauen Bilder aus, alles wirkte verwaschen. Hier half ein Check im Play Store, denn ein Update für die App stand bereit. Seitdem funktioniert alles wieder zuverlässig.

Was sind Temperaturalarme?

Über die App lassen sich sogenannte Temperaturalarme einstellen. Sollte eine bestimmte Temperatur über- oder unterschritten werden, kommt es zu einem Signalton. Zudem kannst Du selbst festlegen, welche Warnmeldung im Display ausgegeben wird.

Thermal Master P3 Wärmebildkamera: Technische Daten, Ausstattung

  • IR-Auflösung: 512 × 384 Pixel, hochskaliert
  • Messgenauigkeit (PCB): ±2 °C
  • Bildwiederholrate: 25 Hertz
  • FOV 40° × 30.2°
  • NETD: ≤ 35 mK
  • Temperaturbereich für Messungen: -20 ℃ bis +600 ℃
  • USB-C/Lightning-Anschluss
  • Maße: 59 × 27 × 17,2 mm
  • Gewicht: 26,3 g
  • Kompatibel mit Android, iPhone (ab iPhone 8), PCs (Windows)
  • Lieferumfang: Kamera und robuste Transporttasche, Bedienungsanleitung, Kabel

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Details: Hersteller

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Schon seit 2011 ist Steffi als Redakteurin für verschiedene Online-Magazine und -Blogs unterwegs. Für Technik begeistert sie sich jedoch schon viel länger. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310. Nach einem iPhone und einem Windows Phone (nein, kein Witz!) begleitet sie mittlerweile ein Android-Smartphone durchs mobile Leben.

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