Kantentrimmer integriert!

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR Pro im Gartentest: schnell und unkompliziert bei nicht zu starker Steigung

Die Rasensaison ist in vollem Gange. Auch dürften Richtung IFA neue Auto-Mäher auf uns warten. Wir haben uns den GOAT A1600 LiDAR Pro von ECOVACS in den Garten gestellt und einem Langzeittest ausgesetzt. Lies hier alles zum Rasenflitzer!
ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO im Test – Header

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO im Test (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

GOAT A1600 LiDAR Pro bei ECOVACS

GOAT A1600 LiDAR Pro bei OTTO

Das Wichtigste zum GOAT A1600 mit LiDAR in Kürze

  • zwei versetzte Mähscheiben mit einer Schnittbreite von 33 cm und einer Schnitthöhe von 3 bis 9 cm
  • angedockter Rasentrimmer (mit 3 m Trimmerfaden) für die Kantenpflege
  • schnelles Laden mit 113,4 W: 3.000 mAh in 50 min voll
  • schafft bis zu 400 m² in der Stunde (~ 1.600 m² am Tag)
  • Navigation & Hindernisserkennung mittels Multiline-LiDAR, 3D-ToF und KI-Kamera – optional zusätzlich mit GPS

Welche Vor- und Nachteile zeigt der Rasenmäherroboter von ECOVACS im Test?

Vorteile
  • sehr schnell einsatzfähig, zügig bei der Kartierung und ohne Bluetooth-Verbindungsabbrüche
  • wendig, trotz langer Bauform
  • schafft Steigungen bis 50 Prozent
  • kein Begrenzungsdraht, keine Navigationsbaken, keine RTK-Basen
  • zwei Mähscheiben, Rasentrimmer integriert
  • leicht mit Gartenschlauch zu reinigen (IPX6-Rating)
  • leicht verständliche App ohne Feature-Wahnsinn
  • Karten lassen sich nachträglich anpassen
Nachteile
  • keine vollautomatische Kartierung
  • ohne AWD für Steigungen über 50 Prozent
  • LTE-Mobilfunkmodul Pro mit GPS nicht vorinstalliert/Extrakosten
  • Hoher Energieverbrauch im Stand-by (nicht selbst gemessen)

Unboxing: Erste Schritte mit dem ECOVACS GOAT A1600 LiDAR Pro im Test

Knapp über 29 kg wiegt die blaue Kiste, in der uns unser nicht so glückliche Postbote den neuen Auto-Scherer für das Gartengrün anliefert. Unsere „Flügelspannweite“ reicht auch gerade so, um die Griffmulden zu erreichen, aber eine Sackkarre ist hier unsere klare Empfehlung.

Beim Entpacken begegnet uns zuerst eine überdimensionale „Schnellanleitung“, unter der uns dann die Kiste mit dem Zubehör und schließlich ein von Flies umhüllter Mähroboter erwarten.

Die Basis ist schnell zusammengesteckt, genauso wie das Ladekabel mit Netzteil. Die Ladebucht benötigt einen gewissen Abstand zu den Seiten und in Richtung der Landezone, damit der GOAT A1600 auch störungsfrei an- und abfahren kann.

Der ECOVACS-Roboter-Rasenmäher GOAT A1600 LiDAR Pro ist die richtige Anschaffung für eher flache Gärten mit bis zu 1.600 m² Größe. Durch seinen angebauten Trimmer werden Kanten in der Regel ordentlich gepflegt. Die App ist hilfreich, ohne zu überladen zu sein, und der Wegfall von zusätzlichem Ortungs- und Wegfindungs-Material macht die Einrichtung unkompliziert.  Michael - Experte für Hardware
Profilbild Redakteur

Drei Schrauben und acht Anker sind der ganze Aufwand?

Warte bis zum Ende der Einrichtung, bis Du die Ladestation mit den acht Erdankern an Ort und Stelle befestigst.

Der Roboter selbst braucht etwas Bastelliebe: Der Trimmer muss noch mit drei Schrauben am Gehäuse montiert werden. Dazu kommen dann noch die zwei Teile der Seitenbürste, die einfach angeklickt werden.

Ohne App kein Mähen

Danach braucht der Roboter eine PIN und Dein Handy die ECOVACS HOME APP (Apple App Store, Google Play Store). Hier darf natürlich auch ein neues Kundenkonto nicht fehlen. Wenn die App bereit ist, scannst Du damit einfach den QR-Code auf dem Sticker an der Seite des Mähers und die Verbindung wird hergestellt. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung der App ist idiotensicher. Zum Schluss scannst Du noch die Seriennummer auf der Rückseite der Ladestation, damit auch die mit der App und dem Robo-Mäher gekoppelt wird.

Von der Kartierung zum Golfrasen mit dem ECOVACS GOAT A1600 LiDAR Pro im Test

Wieder gibt die App ausführlich Auskunft über die nächsten Schritte: Die Kartierung des ersten Rasenbereichs steht an und gestaltet sich recht unkompliziert. Nach der Festlegung eines Startpunktes (meistens der Haltepunkt direkt nach Verlassen der Station), fährst Du einfach die Kanten ab, wobei zu Stufen (hoch oder runter, egal) ein Abstand eingehalten werden muss. Ebenerdige Kanten kannst Du zum Teil überfahren. Erreichst Du wieder den Startpunkt, bemerkt ihn das System und bietet Dir direkt das Kartierungsende an.

Nach kurzer Bedenkzeit steht sogar ein 3D-Punkt-Modell des LiDAR-Sensors zur Ansicht zur Verfügung und der Mähvorgang kann gestartet werden. Hier hast Du künftig die Wahl, einfach eine Karte komplett automatisch mähen zu lassen, nur einen Bereich der Karte zu mähen, den Goat auf Trimm-Tour zu schicken oder doch manuell zu steuern, wenn Dir langweilig ist.

Kurzer Ausblick auf den nächsten Test

Beim Dreame-Mitbewerber gibt es zwar die spielerische Möglichkeit, bestimmte Muster grob in den Rasen mähen zu lassen, aber wir hatten das Problem, dass die Bluetooth-Verbindung unfassbar schlecht war und wir z. B. beim Kartieren mit der manuellen Steuerung quasi direkt neben dem Roboter herlaufen mussten.

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO – Kamerasystem

Ausblick: Die drei Kameras des AIVI 3D Hindernisvermeidungssystems (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Der GOAT A1600 hat tatsächlich eine gewisse Bluetooth-Reichweite, sodass sich die App-Steuerung mehr nach der eines Modellautos anfühlt. Auf gerader Strecke fährt der GOAT auch deutlich zügiger die vorgegebene Richtung entlang. Du kannst Dich so viel besser auf die Kartierung selbst konzentrieren, als darauf, wo Du Dich gerade im Verhältnis zum Mäher befindest.

Mähen lassen – aber mit welchen Einstellungen?

ECOVACS empfiehlt je nach Saison, den Robo-Mäher häufiger fahren zu lassen (im Sommer sogar täglich oder alle zwei Tage), aber auch wenn wir schon verstehen, dass ein Roboter-Mäher anders mäht als man selbst, ist das für die meisten Gärten eher übertrieben. Durch das Liegenlassen vom Gras mulcht der GOAT natürlich und das funktioniert einfach besser mit weniger als mit mehr (zu viel) Rasenschnitt. Deshalb sollst Du auch bei jedem Neueinsatz von einem Robo-Mäher Deinen Rasen erstmal auf ca. 6 cm vormähen.

Im Grunde wirst Du Dich hier an die für Deinen Rasen beste Pflege herantasten müssen, es gibt hierzu endlos viele Meinungen und Empfehlungen von allen, die sich mit Rasen beschäftigen. Dank eines Zeitplans für das Automähen lässt sich hier viel automatisieren. Wir kamen in der Saison 2026 bislang mit zwei Einsätzen wöchentlich super klar und bei einer Höhe von 8 cm verbrannte auch in den Trockenperioden ohne zusätzliches Wässern nichts.

Beginne einfach mit einer eher höheren Einstellung und senke sie schrittweise herab, bis Dir das Ergebnis passt. Auf der niedrigsten Mähgeschwindigkeit braucht der ECOVACS GOAT A1600 ca. 50 min für 160 m². Je häufiger Du fährst und je weniger die Schneiden zu kämpfen haben, desto schneller kannst Du ihn auch fahren lassen – zwischen 0,4 und 0,7 m/s sind hier auf gerader Strecke möglich.

Die Sensorik ist nicht zum Spaß da

Schaltest Du den Regensensor ein (und es gibt keinen Grund, das nicht zu tun), beginnt der Robo-Mäher drei Stunden nach dem letzten Tropfen seine geplante Arbeit. Beim aktiven Tierschutz verweigert er zwischen 19 Uhr abends und 7 Uhr früh die Arbeit. Koppelst Du das mit der KI-Erkennung (unbedingt einschalten!), sollten Igel, Katzen, Hunde und Schläuche sicher sein. Einfach mal zuzusehen, wenn er seine Bahnen zieht, ist sicher auch nicht verkehrt.

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO – LiDAR-Kuppel

Die LiDAR-Kuppel des HoloScope 360 Systems (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Wenn auf Deinem Rasen Fallobst landet oder Deine Kinder gern mal ihr Spielzeug liegen lassen, dann hole all das vor dem Mähen von der Fläche. Nicht weil der Goat nicht ausweichen würde, sondern weil Du ja einen gleichmäßig langen Rasen haben möchtest.

Wartung und Verbrauchsteile vom GOAT A1600 LiDAR Pro

Im Standardset bekommst Du einen Satz zusätzliche Klingen (6 Stück) und auch später macht Dich die Anschaffung von neuem Trimmerfaden und Klingen nicht arm.

Zwei Ersatzspulen mit 3 m Trimmerfaden kosten Dich 15 Euro und sind nicht nur online, sondern auch in jedem Baumarkt zu bekommen. 2 × 6 Ersatzklingen haben das gleiche Preisschild.

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO – Trimmer montiert

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO mit montiertem Kantentrimmer im Test (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Die Bürsten kannst Du auch wechseln, aber hier gehen wir von einer deutlich längeren Lebensdauer aus – nicht bei jedem neuen Trimmerfaden muss auch die Bürste weg, wenn man die mal reinigt.

Die Reinigung ist denkbar einfach: Die kleine 360°-LiDAR-Kuppel und die 3er-Kamera an der Vorderseite sollte man mit Tuch oder weicher Bürste von Schmutz befreien und die komplette Unterseite lässt sich abspülen. Hierbei sollte man den GOAT A1600 eher auf die „Nase“ stellen, da im unteren Bereich der Akku sitzt und dessen Abdeckung nicht unnötig gewässert werden sollte.

Unser Fazit zum ECOVACS GOAT A1600 LiDAR Pro im Test

Nach mehreren Wochen im Testgarten-Einsatz gibt es wirklich wenig zu bemängeln. Schön wäre es natürlich, wenn das 4G-Modem mit GPS direkt dabei wäre, aber aufgrund von ausreichend heimischem WLAN gerieten wir hier in keine Verbindungsprobleme. Ist Dein Grün eher weitläufig und nicht von WLAN abgedeckt, solltest Du Dir die Anschaffung des Moduls direkt zum Gerät überlegen.

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO – Platzierung

Platzierung der Basis (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Beachte hierbei, dass Du die zur Nutzung der LTE-Funktion benötigte SIM-Karte (und den Tarif dazu) auch selbst besorgen musst. Es ist keine IoT-SIM vorinstalliert, die Dich den Service erstmal für einen Testzeitraum nutzen lässt, wie z. B. beim Dreame A3 AWD Pro 3500.

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO – arbeitend

Los gehts! (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Auf den steilen Testhügel im Garten schaffte es der ECOVACS ohne Allradantrieb (AWD – All Wheel Drive) natürlich nicht – nur die hinteren Räder mit Spikes sind fest montiert, die beiden vorderen sind frei beweglich. Das hat im Rest des eher flachen Gartens jedoch den Vorteil, dass er im Rasen an den Wendepunkten kaum Spuren hinterlässt. Die AWD-Modelle neigen hier bei engen Manövern auf der Stelle gern mal dazu, den Rasen (oder Klee/Unkraut, wer weiß das schon) von der Erde zu trennen.

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO – Andockmanöver

Andockmanöver vom GOAT A1600 (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Für 999 Euro (zum Prime Day waren es sogar nur 899 Euro) bekommst Du ein Paket für den Garten, das Dir wirklich viel Arbeit abnimmt. Selbst die Einstiegshürde ist durch moderne Sensorik und Funktechnik sehr niedrig. Den Rasen einmalig vorbereiten und ein paar Schrauben anziehen sind schon der ganze Aufwand. Der Trimmer bringt echten Mehrwert bei den meisten Rändern, sodass auch die Nacharbeit immer weniger wird. Natürlich variieren Gärten in ihrer Komplexität und sicher wird auch der GOAT A1600 nicht jede Ecke in jedem Garten erreichen können, aber die großen und kleinen Flächen nimmt er Dir ab, ohne selbst zu viel Deiner Zeit in Anspruch zu nehmen.

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO – im Dock

Robo-Mäher müde, Robo-Mäher schlafen (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Preis und Verfügbarkeit des ECOVACS GOAT A1600 im Test

Du bekommst den ECOVACS GOAT A1600 LiDAR Pro und seinen großen Bruder, den A3000 mit mehr Akku für größere Gärten, direkt bei Ecovacs im Shop oder z. B. auch bei Amazon. Du hast die Wahl zwischen mehreren Zubehör-Paketen, die Dich unterschiedlich lange im Voraus mit Wechselteilen, wie den Schneiden, dem Trimmer-Band oder der Seitenbürste versorgen.

ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO – Action

Im Angesicht des Rasens – ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO in Aktion (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Der Summer Sale ist zwar gerade vorbei, aber im freien Handel kannst Du ihn immer noch für ab 999 Euro bekommen. Zum Prime Day war er noch einmal 100 Euro billiger, und wenn die nächste Shopping-Aktion anläuft, ist er sicher wieder mit dabei. Wenn Du direkt ein paar Zubehörteile mehr haben möchtest, z. B. die Überdachung, gibt es entsprechende Bundles mit entsprechenden Preisen.

Du bekommst ihn auch bei den Baumärkten Bauhaus, Hornbach, Obi und Hagebau.

Goat A1600 LiDAR Pro bei Ecovacs

Goat A1600 LiDAR Pro bei Amazon

Du findest ECOVACS auch 2026 wieder auf der IFA in Berlin. Vom 4. bis 8. September saugt, wischt und mäht es in Halle 9 an Stand 113.


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Disclaimer: ECOVACS hat uns den GOAT A1600 LiDAR PRO für diesen Test zur Verfügung gestellt.

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Profilbild von Michael
Schreibt seit 2011 für Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Hat ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches Studium vorzuweisen, was dabei hilft, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

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