Absaugstation inklusive

Narwal V40 Station: Erster Akkustaubsauger konzentriert sich auf die Basics

Narwal hat sich relativ schnell auch am deutschen Markt mit Saugrobotern etabliert, ist dabei außerhalb Chinas immer einen Schritt hinter der Konkurrenz, dafür aber auch meist günstiger. Der erste Akkustaubsauger, der nun bei uns erhältlich ist, ist ein Basisgerät.

Narwal V40 Station bei Amazon

Narwal V40 Station – Test-Header

In der zweiten Hälfte 2025 hat Narwal mit dem Narwal Flow einen Saugroboter herausgebracht, der mit einer modernen Wischwalze und integriertem Wassertank saugen und wischen kann. Dabei fährt er wahlweise in eine Basis mit Tanks zurück oder in eine, die direkt an Wasser und Abwasser angeschlossen werden kann.

Features, die bei den Topmodellen von Roborock, Ecovacs und Dreame inzwischen dazugehören, suchst Du hier aber noch vergeblich. Weder hüpft oder klettert der Flow über Schwellen noch senkt er sich für flache Möbel ab. Dafür wurde der Sensorturm wegrationalisiert und er muss mit einem eingeschränkten Sichtfeld nach vorn arbeiten. Die beim Freo Z10 Ultra noch vorhandene automatische Reinigungsmitteldosierung muss hier wieder per Hand erfolgen.

Narwal V40 Station – mit Betonung auf „Station“

Ähnlich geht es nun auch dem Akkustaubsauger V40 mit seiner Station. Sie bewahrt sämtliche Aufsatzteile in sich auf und saugt den Staub aus dem eingehängten V40 in einen Staubbeutel im Inneren. Dabei sorgen diverse Filter für einen sauberen Luftstrom. Außerdem bietet sie Platz für einen leicht zugänglichen Ersatzakku, der die Laufzeit des V40 eben auf 120 Minuten verdoppelt, wenn Du mal eine längere Session in Wohnung oder Haus hinlegst.

Narwal V40 Station – Aufbewahrung

Foto: Michael Spieler / Handyhase

Der Staubsauger selbst ist dafür tatsächlich eher rudimentär. Er hat eine ausfahrbare Stange und einen Hauptaufsatz für alle Bodenarten mit motorisierter Bürste und einem Auffangbehälter am Griff. Du kannst zwischen fünf Leistungsstufen wählen oder die Automatik entscheiden lassen. Das klappt auf Hartböden und niederflorigen Teppichen bzw. Auslegeware hervorragend.

Bei Hochflorigem blieb uns allerdings keine Wahl, als manuell in die niedrigste Stufe zu schalten, da sonst die Bürste blockierte. Die Saugautomatik richtet sich nämlich nach dem erkannten Schmutz und nicht nach dem Widerstand, den der gerade überfahrene Boden der Bürste entgegensetzt.

Laut Anleitung sollst Du die Minibürste für Matratzen, Sofas, aber auch Teppiche (mit hohem Flor) nehmen. Das geht schon, ja, ist aber bei normalgroßen Teppichen eher mühselig. Außerdem geht das immer nur in eine Richtung, da der Bürstenschutz beim Ziehen abklappt. Wir wollen jedenfalls viel Fläche schnell schaffen und nicht hundertmal hin- und herlaufen, weil die Düse so schmal ist. Dann lieber manuell mit der breiten Bodenbürste.

Die Wartung ist aber denkbar unkompliziert und unterscheidet sich nicht von anderen Herstellern. Die Walzen der beiden motorisierten Düsen können entnommen werden, der Staubbehälter am Sauger und sämtliche Luftfilter lassen sich unter Wasser reinigen und nach dem Trocknen wiederverwenden. Der große Staubbeutel in der Station ist damit der einzige Wegwerfartikel.

Die Vor-, Abluft-, HEPA- und Schwammfilter können aber nach längerer Nutzung ersetzt werden, wenn ein Leistungsabfall auffällt oder sie sich nicht mehr gut reinigen lassen (Verschleiß). Ein Ersatzstaubbeutel (3 Liter Fassungsvermögen) gehört zum Lieferumfang – Du hast also ca. die ersten 200 Tage keine Folgekosten.

Fazit zum Narwal V40 Station im Test

Der Akkusauger macht, was er soll, hat aber keine großen Tricks auf Lager, mit denen er leichter unter tiefe Möbel käme (abknickbare Stange), verschiedene Bodenarten besser bearbeiten würde (andere Aufsätze/Walzen) oder Hartböden wischen könnte.

Die Station ist nett, aber heutzutage eben auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Diese dürfte außerdem etwas schwerer ausfallen, da die Kraft, die Du aufwenden musst, um das Fach mit den Aufsätzen zu öffnen, auch die Station bewegt, wenn Du sie nicht festhältst.

Dafür kostet der Sauger aber auch weniger als die Hälfte eines Dyson v16 Piston oder Dreame Z40 Station. Er muss sich aber mit einem Shark PowerDetect vergleichen lassen und der landet, zugegebenermaßen rabattiert, preislich ganz in der Nähe des Narwal V40 Station.

Narwal V40 Station – Akku

Wechselbarer Akku im Griff des Staubsaugers (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Tatsächlich ist es so, dass eine etwas umgestaltete oder optionale große Bürste für weiche Teppiche hier für uns sämtliche Reinigungswünsche erfüllen könnte. Wenn Du nur Hartböden hast, spielt das natürlich keine Rolle. Er ist sonst für Allergiker dank der Absaugstation und mehrfachen Filterung der Saugluft (sowohl am Staubsauger als auch an der Station) natürlich besser geeignet als Zyklon-Staubsauger, die Du direkt in die Tonne entleerst.

Dafür ist er aber natürlich weniger nachhaltig, da wieder ein Staubbeutel anfällt – aber im Durchschnitt auch erst nach etwas mehr als drei Monaten Nutzung. Die Aufsätze sind sinnvoll, aber Standard. Von Fugendüse über Weichbürste bis hin zur Polsterwalze (Minibürste) ist eigentlich alles abgedeckt.

Preis und Verfügbarkeit des Narwal V40 Station

Der Narwal V40 Station wurde bereits zur IFA 2025 vorgestellt und ist nun mit etwas Verspätung ab heute (8. Januar 2026) erhältlich. Zum Start rabattiert Narwal den Akkusauger direkt um 16 Prozent auf 379 Euro und mit diversen Codes, z. B. über die Rubellos-Aktion bis 1. Februar, kannst Du noch mehr sparen (oder sogar einen gewinnen!), falls Du ein Auge auf den Akkusauger geworfen hast.

Narwal auf der CES 2026

Narwal ist derzeit natürlich auch auf der CES 2026 in Las Vegas und hat da den Narwal Flow 2 als Hauptattraktion für 2026 im Gepäck (soll Richtung April auf den Markt kommen), aber auch den V50, den Nachfolger des hier im Test gerade besprochenen V40! Erneut werden auch die zur IFA bereits gezeigten Produkte, die weiterhin auf sich warten lassen (S30 & S30 Pro Trocken- und Nasswischer und der Matratzenreiniger U50) ausgestellt.

71732b3edb644283b1c06b290f9fd3d4
Profilbild von Michael
Schreibt seit 2011 für Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Hat ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches Studium vorzuweisen, was dabei hilft, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

Kommentar verfassen

Hinweis: Beiträge werden vor Veröffentlichung von der Redaktion geprüft.
Name
E-Mail
optional, wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen.

Newsletter abonnieren

*“ zeigt erforderliche Felder an

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Einfach E-Mail-Adresse eintragen und wir halten Dich zu den besten Deals & News auf dem Laufenden
Gewünschtes Abonnement auswählen*
Datenschutz*