Rufnummernmitnahme, Portierung – Wie geht das und was kostet es?

Update: Maximale Portierungsgebühr gesenkt - auch bei sofortiger Mitnahme! Als Handyhase.de-Leser bist Du logischerweise hier, um günstig an einen neuen Tarif ranzukommen. Doch wie nimmst Du dabei eigentlich Deine Rufnummer mit? In diesem Artikel möchten wir Dir erklären, wie die Portierung funktioniert, was die Rufnummernmitnahme kostet und worauf Du achten musst.

SIM-Karten

vom 01.07.2020: Die Bundesnetzagentur hat klargestellt, dass auch vorzeitige Portierungen maximal 6,82 € kosten dürfen.

Seit dem 26.06.2020 ermöglicht mobilcom-debitel zudem die nachträgliche Rufnummernmitnahme. Bei einem Neuvertrag erhältst Du also eine vorläufige Rufnummer und kann Deine Mobilfunknummer auch später importieren.

 vom 20.04.2020: Ab heute gilt verbindlich für alle Anbieter, dass eine ausgehende Portierung nicht mehr als 6,82 € brutto kosten darf. Welche Provider die Anordnung der Bundesnetzagentur umgesetzt haben, siehst Du hier im Artikel.

Originalartikel vom 11.07.2017 – zuletzt aktualisiert am 26.06.2020:

Was ist die Rufnummernmitnahme?

Um nicht allen Freunden und Verwandten eine neue Telefonnummer mitteilen zu müssen, wenn Du Deinen Handytarif wechselst, kannst Du Deine Mobilfunknummer zum neuen Anbieter mitnehmen. Die Rufnummernmitnahme nennt man auch Portierung. Manchmal findest Du auch die Abkürzung „MNP“ (Mobile Number Portability).

Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Rufnummernmitnahme zum Vertragsende: Deine Rufnummer wird auf einen anderen Vertrag portiert, sobald der Altvertrag endet. Dieses Verfahren ist das einfachere.
  2. Die vorzeitige Rufnummernmitnahme: Hierbei portierst Du die Rufnummer aus einem laufenden Vertrag in einen anderen. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten wie das sogenannte Opt-in und die Verzichtserklärung. Beides erklären wir weiter unten.

Die Portierung ist sowohl für Vertragstarife als auch für Prepaid-Tarife möglich. Auch Festnetznummern kannst Du portieren.

Wie kannst Du Deine alte Rufnummer behalten?

In der Regel gibst Du bei der Bestellung des neuen Tarifs an, dass Du Deine Rufnummer mitnehmen willst. Der neue Anbieter kümmert sich dann um alles weitere. Hierfür sind die korrekten Angaben wichtig, bei welchem Anbieter Du bisher Deinen Vertrag oder Deine Prepaid-Karte hast.

Du hast das ausdrückliche Recht, Deine Rufnummer zu behalten (TKG § 46). Die Anbieter sind jedoch nicht verpflichtet, Deine Rufnummer anzunehmen. Deshalb vermerken wir bei jedem Angebot, ob eine eingehende Rufnummernportierung möglich ist.

Welche Grundregeln & Tipps gibt es bei der Rufnummernmitnahme?

Die Rufnummernmitnahme ist in Deutschland im Telekommunikationsgesetz geregelt. Während der abgebende Anbieter (Provider) per Gesetz dazu verpflichtet ist, die Rufnummer zu portieren, ist der aufnehmende Anbieter nicht verpflichtet, die Portierung durchzuführen.

In der Regel ist dies jedoch möglich, da der neue Anbieter Neukunden anlocken möchte. Eine Ausnahme sind Bestandskunden, die beim gleichen Anbieter bleiben und den Tarif wechseln möchten. Hier stellen sich die Anbieter quer, da sie Bestandskunden nicht die günstigen Neukundenkonditionen anbieten möchten.

Was kostet die Rufnummernmitnahme?

Bei der Rufnummernmitnahme fallen fast immer Kosten für Dich an. Diese dürfen seit dem 20.04.2020 maximal bei 6,82 € brutto liegen und werden vom bisherigen Anbieter für die Abgabe der Rufnummer einmalig berechnet. Manche Anbieter wie die Telekom Deutschland und congstar haben zum 01.04.2020 den Anfang gemacht und die Portierungsgebühr freiwillig gesenkt. Seit dem 20.04.2020 gilt die niedrige Maximalgebühr von 6,82 € verbindlich für alle Anbieter. Dies gilt sowohl für die Portierung der Handynummer zum Vertragsende als auch für die vorzeitige Mitnahme („sofortige Portierung“). Den Unternehmen steht es dabei sogar frei, gar keine Gebühr für die ausgehende Portierung zu berechnen.

Vor April 2020 waren deutlich höhere Gebühren von bis zu 30,72 € brutto pro Handynummer erlaubt. In der Regel lagen die Kosten für die ausgehende Portierung zwischen 25 und 30 €. Ab sofort darf aber nicht mehr so viel abgezogen werden.

Wichtig:  Für die eingehende Portierung beim aufnehmenden Provider fallen keine Kosten an. Mancher Mobilfunker bietet sogar eine Gutschrift an, wenn Du die Rufnummer zu ihm mitnimmst.

Wann gibt es eine Gutschrift für die Portierung?

Nicht jeder Anbieter gewährt einen Portierungsbonus, wenn Du Deine Rufnummer mitbringst. Einige Anbieter bezeichnen den Bonus bei der Rufnummernmitnahme auch als Wechsel-Bonus! Wo es eine Gutschrift gibt, haben wir auf dieser Seite für Dich zusammengetragen. Sie bewegt sich im Rahmen von ca. 10 – 25 €. Aktionsweise kann es auch mal 50 € geben. Es ist aber zu erwarten, dass diese Gutschriften in Zukunft sinken. Siehst Du also einen hohen Bonus, solltest Du nicht zu lange warten!

Die Portierungskonditionen bei den Anbietern

Was leider selten funktioniert, ist die Portierung der Rufnummer von einem Anbieter zum gleichen Anbieter, also z.B. Telekom -> Telekom, Vodafone -> Vodafone etc. Am Ende des Artikels erkläre ich Dir einen Trick, wie Du die Portierung mit etwas Aufwand trotzdem bewerkstelligen kannst.

Sehr oft gibt es Fragen zu den Portierungskonditionen der Anbieter. Wir haben daher die Portierungskonditionen der meisten Provider im Folgenden zusammengetragen.

(Hinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr, die Konditionen können sich jederzeit ändern. Wir aktualisieren diesen Ratgeber jedoch laufend).

Rufnummernmitnahme bei T-Mobile/Telekom

Telekom Rufnummermitnahme

Bei der Telekom Deutschland kostet die Mitnahme einer Mobilfunknummer zu einem anderen Anbieter 6,82 € brutto (seit 01.04.2020). Damit folgt die Telekom einer Empfehlung der Bundesnetzagentur, die angekündigt hat, zu hohe Portierungsgebühren zu sanktionieren.

Die Rufnummernmitnahme von einem Telekom Prepaid-Vertrag zu einem Laufzeitvertrag ist nicht möglich.

Bei der Telekom Family Card ist eine Mitnahme der Rufnummer in der Regel nicht möglich. Falls doch, dann weisen wir in dem entsprechenden Artikel darauf hin.

Die Telekom bietet Ihren Kunden nur eine Rufnummernportierung zum Zeitpunkt der Aktivierung des Vertrags an. Das Vertragsende des Altvertrags (aus dem die Nummer portiert werden soll) darf bei Bestellung des neuen Telekom-Vertrags maximal 123 Tage in der Zukunft bzw. maximal 90 Tage in der Vergangenheit liegen. Eine vorläufige Rufnummer bekommst Du bei der Telekom also nicht.

Weitere Infos zum Thema findest Du auch auf der Telekom-Infoseite Rufnummernmitnahme.

Rufnummernmitnahme bei Vodafone

Vodafone Rufnummernmitnahme

Die Rufnummernmitnahme von Vodafone zu einem anderen Anbieter ist natürlich möglich – es sei denn der neue Vertrag ist ebenfalls bei Vodafone (oder CallYa). Für eine Handynummer fällt eine Gebühr von 6,82 € brutto an, für eine Festnetznummer 11,44 € brutto.

Kann ich meine Rufnummer zu Vodafone mitnehmen?

Die Rufnummernmitnahme zu Vodafone ist möglich. Diese musst Du in der Regel selbst nach der Bestellung des neuen Vodafone-Tarifs vornehmen. Das lässt sich auf dieser Vodafone-Seite machen. Du kannst auch selbstständig über einen Shop jederzeit Deine Nummer in einen bereits laufenden Vertrag mitnehmen.

Ist bei Vodafone eine nachträgliche Rufnummernportierung möglich?

Nachträgliche Portierungen sind bei Vodafone 90 Tage nach der neuen Vertragsaktivierung möglich. Läuft Dein Altvertrag noch, dann erhältst Du eine vorläufige Rufnummer für den Zeitraum, bis der Altvertrag abgelaufen ist (Dein neuer Vodafone-Vertrag wird immer sofort aktiviert).

Rufnummernmitnahme von o2, Blau, Netzclub u.a.

o2 Rufnummernmitnahme

Seit dem 20.04.2020 beträgt die Portierungsgebühr bei o2 und alle anderen Telefónica-Marken 6,82 € brutto. Aus technischen Gründen wird eine Zeit lang noch ein Betrag von 29,95 € brutto auf der Rechnung ausgewiesen. Die Differenz wird jedoch mit den Folgerechnung ausgeglichen. Die Preislisten wurden rückwirkend zum 20.04.2020 angeglichen.

Bei o2 und den Telefónica-Marken (Blau, Netzclub, FONIC, Ay Yildiz etc.) gilt, dass Du nicht von einer Marke zu einer anderen wechseln und Deine Rufnummer mitnehmen kannst (z.B. von einem o2- zu einem Blau-Vertrag). Lediglich zwischen einigen wenigen Marken ist eine Portierung seitens der Telefónica Muttergesellschaft genehmigt. Dabei wird aber die übliche Portierungsgebühr (6,82 €) fällig.

Konkret ist innerhalb von Telefónica die Rufnummernportierung von Blau Prepaid, Blau Postpaid und o2 Prepaid zu o2 Postpaid sowie Blau Prepaid und o2 Prepaid zu Blau Postpaid nebst Ay Yildiz Postpaid und die weniger bekannte Markte aetka Postpaid möglich. Ein Wechsel der Rufnummer zu einer anderen Telefónica-Marke ist seit dem 18.02.2020 nicht mehr möglich. Du kannst zwar neue Tarife abschließen, jedoch immer zwangsweise auch mit einer neuen Rufnummer.

Willst Du vorzeitig aus einem o2-Vertrag Deine Rufnummer zu einem anderen Anbieter mitnehmen, musst Du die Rufnummer hierfür freigeben. Das geht über die Hotline oder im Webportal unter „Mein o2 > SIM verwalten > o2 Rufnummer zu einem anderen Anbiter mitnehmen > abschicken“.

Was kostet die Mitnahme einer Festnetznummer bei o2?

Die Mitnahme einer Festnetznummer von einem DSL-Anschluss bei o2 zu einem anderen Anbieter kostet einmalig 11,44 € brutto.

Für die Mitnahme einer mobilen Festnetznummer auf dem Handy berechnet o2 die Gebühr für eine Mobilfunk-Portierung.

Wie kann ich eine mobile Festnetznummer von o2 mitnehmen?

In vielen o2-Mobilfunktarifen hast Du eine deutschlandweite Festnetznummer. Diese wird dem Gesprächspartner zwar nicht angezeigt, wenn Du mit dem Handy anrufst, aber unter dieser Festnetznummer bist Du mobil auf Deinem Handy erreichbar.

Auch diese mobile Festnetznummer kannst Du zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Es fallen allerdings die Kosten einer Mobilfunknummer an. Du kannst die mobile Festnetznummer zu einem DSL- oder Kabelanschluss mitnehmen. Die Portierung ist auch vorzeitig möglich.

Kann ich meine Rufnummer zu o2 mitnehmen?

o2 und alle Telefónica-Marken ermöglichen die Mitnahme Deiner Rufnummer aus einem alten Vertrag.

Wichtig: Bei o2 und den o2-Marken wird der neue Vertrag immer sofort mit einer vorläufigen Rufnummer aktiviert. Die Portierung Deiner Rufnummer muss dann anschließend erfolgen. Das kannst Du z.B. auf der Mein o2-Seite oder in der Mein o2 App, Mein Blau App, usw. machen. Das bedeutet, dass Du bei einer Überlappung von Alt- und Neuvertrag für diesen Zeitraum zwei Verträge bezahlen musst.

Weitere Infos zum Thema findest Du auch auf der o2-Infoseite Rufnummernmitnahme.

Vorzeitige Rufnummernportierung aus laufendem Altvertrag zu o2

Deine bisherige Rufnummer wird aus dem laufenden Altvertrag in den Neuvertrag portiert. Ein entsprechender Vermerk (Opt-in) muss beim Altanbieter gesetzt werden. Du erhältst von o2 eine vorläufige Rufnummer, die nach 10-14 Tagen durch Deine gewünschte und bisherige Rufnummer ersetzt wird.

Nachträgliche Rufnummernportierung nach abgelaufenem Altvertrag

Du erhältst eine vorläufige Rufnummer für den Zeitraum bis dein Altvertrag abgelaufen ist. Nachdem dieser abgelaufen ist, wird die Rufnummer innerhalb von 10-14 Werktagen auf Deine neue SIM-Karte übertragen. Ein Vermerk (Opt-in) darf nicht gesetzt werden. Nachträgliche Portierungen sind bei o2 nur 30 Tage nach Ablauf des Altvertrages möglich.

Rufnummernmitnahme bei Drillisch (winSIM, PremiumSIM, simply etc.)

Auch Drillisch hat am 20.04.2020 die Portiereungsgebühr für den Wechsel der Rufnummer zu einem anderen Anbieter auf 6,82 € brutto gesenkt.

Bei Drillisch kannst Du problemlos von einer Marke zu einer anderen wechseln (PremiumSIM, winSIM, Simply etc.) und Deine Rufnummer mitnehmen. Dabei musst Du allerdings die Portierungsgebühr in Höhe von 6,82 € bei der alten Marke zahlen.

Wenn Du bei einer Drillisch-Marke bleiben möchtest, jedoch den Tarif wechseln möchtest, dann solltest Du die Hotline oder das Facebook-Team kontaktieren. In der Regel ist das kein Problem, allerdings gibt es eine Wechselgebühr (ca. 25 €).

Einen eventuellen Bonus bekommst Du bei einem Wechsel innerhalb der Drillisch-Gruppe nicht.

Kann ich meine Rufnummer zu winSIM, PremiumSIM u.a. mitnehmen?

Eingehende Portierungen werden akzeptiert und bei den meisten Drillisch-Marken bekommst Du einen Portierungsbonus. In der Regel beträgt er 10 €.

Rufnummernmitnahme bei congstar

Bei congstar ist die Rufnummernmitnahme möglich, es sei denn der Altvertrag ist ebenfalls bei congstar. Für die eingehende Rufnummernmitnahme bekommst Du eine Gutschrift von 10 €. Nimmst Du Deine Rufnummer von congstar zu einem anderen Anbieter mit, fällt eine Portierungsgebühr von einmalig 6,82 € brutto an.

Bei congstar ist eine nachträgliche Rufnummernmitnahme (wie bspw. bei otelo) nicht möglich. Das heißt, dass die Rufnummernmitnahme bereits bei der Bestellung veranlasst werden muss.

Weitere Infos zum Thema findest Du auch auf der congstar-Infoseite Rufnummernmitnahme.

Da die Tarife auf congstar basieren, gelten diese Regelungen auch für ja!mobil, pennymobil und HIGH Mobile.

Rufnummernmitnahme bei otelo

Die Rufnummernmitnahme bei otelo ist generell natürlich möglich. Einzige Ausnahme: Die Rufnummernmitnahme von einer otelo-Marke (Eintracht-Tarif, Lilien-Tarif, Fan-Tarif) zu einer anderen (oder von/zu otelo direkt) ist leider nicht möglich. Auch zwischen allmobil und otelo funktioniert eine direkte Portierung nicht.

Wichtig: Die Rufnummernmitnahme erfolgt in der Regel nach Bestellung und muss von Dir selbst vorgenommen werden. Das geht in der Mein otelo App oder im Kundenportal.

Vorzeitige Rufnummernportierung aus laufendem Altvertrag
Deine bisherige Rufnummer wird aus dem laufenden Altvertrag in den Neuvertrag portiert. Ein entsprechender Vermerk (Opt-in) muss beim Altanbieter gesetzt werden. Die Aktivierung sowie Portierung des neuen Vertrages erfolgt innerhalb von 10-14 Werktagen. Der Versand Deiner Bestellung kann deswegen auch erst erfolgen, wenn die Portierung erfolgt ist.

Nachträgliche Rufnummernportierung nach abgelaufenem Altvertrag
Du erhältst eine vorläufige Rufnummer für den Zeitraum bis dein Altvertrag abgelaufen ist. Nachdem dieser abgelaufen ist, wird die Rufnummer innerhalb von 10-14 Werktagen auf Deine neue SIM-Karte übertragen. Ein Vermerk (Opt-in) darf nicht gesetzt werden. Nachträgliche Portierungen sind bei Otelo nur 30 Tage nach der neuen Vertragsaktivierung möglich.

Rufnummernmitnahme bei mobilcom-debitel

Mobilcom Debitel Rufnummernmitnahme

Bei mobilcom-debitel ist die Rufnummernmitnahme generell möglich – auch wenn der alte und der neue Vertrag bei mobilcom-debitel sind. Eine Ausnahme gibt es hier: Die Portierung ist nicht möglich, wenn Altvertrag und Neuvertrag das gleiche Netz nutzen.

Weitere Infos zum Thema findest Du auch auf der mobilcom-debitel-Infoseite Rufnummernmitnahme.

Was kostet die Rufnummernmitnahme bei mobilcom-debitel?

Nimmst Du Deine Rufnummer zu einem anderen Anbieter mit, kostet dies die üblichen 6,82 €.

Vorzeitige Rufnummernportierung aus laufendem Altvertrag

Deine bisherige Rufnummer wird aus dem laufenden Altvertrag in den Neuvertrag portiert. Ein entsprechender Vermerk (Opt-in) muss beim Altanbieter gesetzt werden. Du erhältst von mobilcom-debitel eine vorläufige Rufnummer, die nach 10-14 Tagen durch Deine gewünschte und bisherige Rufnummer ersetzt wird.

Nachträgliche Portierung bei mobilcom-debitel

Seit Juni 2020 ist bei mobilcom-debitel die nachträgliche Rufnummernmitnahme möglich. Aber Achtung: Dies funktioniert nicht bei allen Verträgen von mobilcom-debitel. Es hängt davon ab, bei welchem Shop der Tarif gekauft wurde. Ob die nachträgliche Portierung möglich ist, erfrage am besten vor dem Vertragsabschluss bei dem jeweiligen Händler.

Sofern die nachträgliche Portierung möglich ist, bekommst Du mit dem Neuvertrag bei mobilcom-debitel eine vorläufige Rufnummer und kannst Deine bisherige Handynummer per Formular später importieren.

Rufnummernmitnahme bei klarmobil

Die Rufnummernmitnahme von klarmobil zu klarmobil ist nicht möglich, unabhängig davon welches Netz die Tarife verwenden. Das gleiche gilt für die Tarife von freenetmobile sowie crash. Außerdem ist es nicht möglich, die Rufnummer von klarmobil zu freenetmobile sowie crash (oder umgekehrt) mitzunehmen.

Was kostet die Rufnummernmitnahme bei klarmobil?

Wie bei mobilcom-debitel fallen seit dem 20.04.2020 nur noch 6,82 € für die ausgehende Portierung an. Die Preislisten sollen sukzessive aktualisiert werden.

Rufnummernmitnahme bei freenet FUNK

freenet funk

Der app-basierte Tarif freenet FUNK ist eine Ausnahme unter allen Tarifen: Hier kostet auch die ausgehende Rufnummernmitnahme nichts. Wer seine Rufnummer zu freenet FUNK mitnimmt, zahlt nur beim alten Anbieter die Portierungsgebühr. Damit eignet sich freenet FUNK sehr gut zur Überbrückung der Zeit zwischen dem Ende eines Altvertrags und dem Beginn eines Neuvertrags.

Rufnummernmitnahme bei ALDI Talk

Aldi Talk Mini Banner

Bei ALDI Talk kannst Du Deine Rufnummer zu einen anderen Anbieter mitnehmen. Auf einer speziellen Seite findest Du Informationen zur Rufnummernmitnahme bei ALDI Talk.

Auch die Portierung zu ALDI Talk ist möglich. Hier gibt es in der Regel eine Gutschrift von 25 €.

Rufnummernmitnahme bei simquadrat

Bei der sipgate-Marke simquadrat kannst Du eine Mobilfunknummer UND eine Festnetznummer importieren. Dies geht bis zu 65 Werktage für die Ortsrufnummer und bis 90 Tage nach Vertragsende für die Handynummer. Besonderheit der Ortsrufnummer: Bei simquadrat kannst Du die Ortsrufnummer auch bei ausgehenden Anrufen anzeigen lassen. Das geht bei fast allen anderen Anbietern mit mobilen Festnetznummern nicht (o2, Vodafone, Telekom, mobilcom-debitel…).

Was kostet die Rufnummernmitnahme bei simquadrat?

Die Mitnahme der Handynummer von simquadrat kostet seit Juli 2020 nur noch 4,95 €. Für die Ortsrufnummer fällt eine einmalige Gebühr von 9,95 € an, wenn Du sie zu einem anderen Festnetz-Anbieter portierst.

Der Export der Rufnummern ist zunächst 30 Tage lang möglich. Danach kann das Opt-In erneut für die Portierung gesetzt werden.

Rufnummernmitnahme bei sonstigen Anbietern

➡️ Rufnummernmitnahme bei fraenk

Genereller Ablauf einer Portierung

Alles fängt damit an, dass Du Deinen alten Vertrag rechtzeitig (mind. 3 Monate vor Ende der Mindestvertragslaufzeit) kündigst. Dann schließt Du einen neuen Vertrag ab und gibst in der Regel im Bestellprozess an, dass Du deine Rufnummer mitnehmen möchtest. Zusätzlich gibst Du ein Aktivierungsdatum an. Das ist das Datum, an dem Dein alter Vertrag endet. Dann bekommst Du die SIM-Karte zugeschickt und am Stichtag der Aktivierung wird deine neue SIM-Karte mit der alten Rufnummer aktiviert.

Das Aktivierungsdatum kann nicht unendlich weit in der Zukunft liegen. Du kannst also nicht heute bei einem Tarif-Angebot zuschlagen und erst in einem Jahr aktivieren. In der Regel hast Du maximal 2-3 Monate Puffer bis zur Aktivierung.

Der eigentliche Portierungsvorgang darf übrigens nicht länger als einen Tag dauern. Damit soll gewährleistet werden, dass die Unterbrechung der Erreichbarkeit nicht zu lange anhält.

Vorzeitige Portierung

Im Prinzip kannst Du jederzeit Deine Rufnummer von einem Vertrag zu einem anderen portieren, also auch bevor der alte Vertrag endet. Dann zahlst Du aber weiterhin die Grundgebühr des alten Vertrags bis zu dessen Vertragsende.

Ein entsprechender Vermerk (Opt-in) muss beim Altanbieter gesetzt werden. Hierzu kontaktierst Du am besten die Hotline des Altanbieters.

Praktisch ist das bei Verträgen, die monatlich kündbar sind. In unserem Handytarif-Vergleich findest Du Angebote, die effektiv kostenlos sind. Hier entstehen Dir keine Kosten für das „Parken“ der Rufnummer. Häufig bekommst Du auch für die Mitnahme der Rufnummer eine Gutschrift.

Nach der vorzeitigen Portierung erhältst Du vom alten Anbieter eine vorläufige Rufnummer. In der Regel geht dies automatisch, ansonsten erhältst Du die neue Rufnummer auf Anfrage.

Auch für die vorzeitige Portierung darf vom abgebenden Provider maximal eine einmalige Gebühr von 6,82 € berechnet werden. Dies hat die Bundesnetzagentur auf Anfrage festgestellt.

Rufnummernmitnahme bei Prepaid-Verträgen

Im Gegensatz zu Laufzeitverträgen werden Prepaid-Verträge mit einer sogenannten Verzichtserklärung „gekündigt“. Das ist ein Vordruck, den Du in der Regel bei Deinem alten Anbieter auf der Website findest. Die Verzichtserklärung bewirkt dann die Freigabe der Rufnummer. Erst dann kann die Rufnummer vom neuen Anbieter übernommen werden.

Kann ich beim gleichen Anbieter bleiben und trotzdem die Rufnummer mitnehmen?

Die meisten Anbieter erlauben keine Portierung, wenn Du als Bestandskunde einen neuen Tarif abschließt. Wenn Du aber bei Deinem Anbieter bleiben und den Tarif wechseln willst (oder ein neues Smartphone haben möchtest), bietet es sich an, kurz vor der Kündigungsfrist (also etwa 4 Monate vor Ende der Mindestvertragslaufzeit) die Hotline Deines Anbieters anzurufen und darum zu bitten, ein neues Angebot in Anspruch nehmen zu können. Oft sind die Angebote aber trotzdem nicht so gut wie die für Neukunden.

Mit einem Umweg kannst Du Deine Rufnummer beim gleichen Anbieter behalten: Du portierst zuerst Deine Rufnummer zu einer (am besten kostenlosen) Prepaid-Karte eines anderen Anbieters! Besonders passend sind hier Tarife ohne Laufzeit, bei denen Du einen Portierungsbonus bekommst. Dann portierst Du Deine Rufnummer wenige Tage später zu Deinem gewünschten Neuvertrag. So kannst Du Aktionen für Neukunden in Anspruch nehmen und bist nicht auf die Gnade der Hotline angewiesen.

Müssen bei der Portierung beide Tarife im gleichen Netz sein?

Nein, das ist nicht zwingend notwendig. Du kannst Dein Rufnummer zu einem anderen Anbieter mitnehmen, auch wenn der Tarif im gleichen Netz wie bisher geschaltet ist.

Eine Ausnahme stellt allerdings dar, wenn Du Deine Rufnummer innerhalb des gleichen Anbieters zu einem anderen Tarif portierst. Hier kann es im Einzelfall sein, dass die Portierung abgelehnt wird, wenn sich beide Tarife beim gleichen Anbieter und im gleichen Betz befinden.

Wo parke ich am besten meine Rufnummer?

Günstige Handytarife, bei denen Du einen Portierungsbonus und ggf. noch eine tolle Zugabe bekommst, findest Du in unserem Tarifvergleich für SIM-Only-Angebote. Wenn Du „mtl. kündbar“ auswählst, bist Du zudem maximal flexibel!

Rufnummernmitnahme von Privat- zu Geschäftskundentarif und umgekehrt

Prinzipiell ist die Rufnummernmitnahme auch dann möglich, wenn von einem Privat- in einen Geschäftskundentarif und umgekehrt gewechselt werden soll. Zu beachten ist, dass Tarife für den beruflichen Einsatz je nach Anbieter in zwei Varianten untergliedert werden:

  • Für Selbstständige: Hierbei wird ein gültiger Gewerbeschein zum Vertragsabschluss benötigt; Vertragsinhaber ist immer die Privatperson
  • Für Angestellte: Diese Tarife werden vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt; der Arbeitgeber/das Unternehmen tritt als Vertragsinhaber auf

Wichtig ist, dass der Wechselauftrag durch den neuen Anbieter mit exakt denselben Meldedaten angewiesen wird, wie sie bei dem gekündigten Vertrag hinterlegt sind. Anderenfalls kann es zu einer Ablehnung der Portierung durch den neuen Anbieter kommen. Sollte dies passieren, ist es wichtig, sich an den Kundensupport des neuen Anbieters zu wenden. Im Normalfall kann in solchen Fällen manuell die Portierung erneut in Auftrag gegeben werden, unter Berücksichtigung

Willst Du von einem Geschäftskundentarif, der über Deinen Arbeitgeber läuft, in einen Privatkundentarif wechseln, gestaltet sich die Sache etwas aufwändiger. In diesem Fall muss der Geschäftskundenvertrag, welcher Deine Rufnummer beinhaltet, zuerst auf Dich als Vertragspartner übertragen werden. Dies geht jedoch nur solange der Tarif noch nicht gekündigt wurde. Außerdem solltest Du darauf achten und Dich ggf. vorher informieren, ob bei der Überschreibung auf Dich als neuen Vertragspartner die Laufzeit des Tarifs von Neuem beginnt.

Kostenlose Portierung bei diesen Anbietern!

In seltenen Fällen kannst Du Deine Rufnummer mitnehmen, ohne für den Export die Portierungsgebühr bezahlen zu müssen!

Dies ist besonders dann praktisch, wenn Du den oben genannten Trick mit dem Umweg über einen Zwischenprovider anwenden möchtest, um Deine Rufnummer zu einem zweiten Vertrag beim gleichen Anbieter übertragen möchtest.

Die ausgehende Portierung ist kostenlos bei den app-basierten Tarifen freenet FUNK und fraenk!

Marleen
Redaktion Marleen

Die Technik- und Mobilfunk-Expertin Marleen ist bereits seit 2009 kein unbeschriebenes Blatt mehr in der Branche. Nach dem Studium der Information- und Medientechnik absolvierte sie ein Volontariat bei einem großen Telekommunikationsmagazin und verblieb dort auch 9 Jahre. Bereits dort hatte sie ersten Kontakt mit Schnäppchen. Seit November 2017 ist Marleen als Chefredakteurin bei Handyhase.de tätig.

Beteiligte Autoren: Handyhase Daniel

Kommentare (185)

Marcel 22.09.2020, 14:04

Ich bin habe nun über eure Seite einen neuen Vertrag gefunden und über preisbörse24 abgeschlossen.
Jetzt konnte ich aber immer noch nicht rauslesen wie ich meine Nummer irgendwie in den neuen Vodafone Vertrag bekomme.

Ich bin noch bis einschließlich 23.09. bei Vodafone danach wird die Nr. automatisch in einen Callya Tarif umgewandelt.
Der neue Vertrag ist auch wieder direkt bei Vodafone.
Wird hier problemlos eine Portierung klappen oder muss ich erst einen Umweg nehmen und mir von einem anderen Anbieter eine Prepaid Karte holen oder dort die jetzige Nummer hinportieren lassen und dann wieder in den neu abgeschlossenen Vodafonevertrag?

    Profilbild von Handyhase Daniel

    Handyhase Daniel 22.09.2020, 15:50

    Hallo Marcel,
    am besten funktioniert die Portierung, wenn sie gleich bei der Bestellung des neuen Tarifs beauftragt wird. Allerdings ist es von Vodafone zu Vodafone in der Tat nicht unbedingt möglich.
    Technisch ist eine Portierung von Vodafone zu Vodafone möglich, allerdings machen die Anbieter das nicht immer mit. Frag mal bei der Kundenbetreuung nach, ob sie das anstoßen kann.
    Bei einem originalen Vodafone-Tarif kannst Du immerhin auch nachträglich eine Rufnummer importieren. Falls die direkte Mitnahme nicht geht, nimm in der Tat einen kleinen Umweg und hol Dir dabei noch etwas Bonus-Guthaben ab 😉
    Gut geeignet dafür sind zum Beispiel:
    Lebara https://www.handyhase.de/lebara-mobile/
    fraenk https://www.handyhase.de/fraenk-telekom-netz/
    free prepaid https://www.handyhase.de/free-prepaid/
    freenet FUNK https://www.handyhase.de/freenet-funk/
    Viele Grüße
    Daniel | Handyhase.de

Siggi 16.08.2020, 13:48

Hallo,
ich bin momentan Blau Kunde, habe den Vertrag zu Oktober gekündigt und würde gerne das Angebot Google Pixel 3a & 5 GB LTE + Allnet-Flat bei Curved in Anspruch nehmen. Gibt es die Möglichkeit, trotzdem die alte Nr. zu behalten, d.h. zu einem neuen Blau Vertrag mitzunehmen? Freu mich auf eine Antwort. Vielen Dank.

    Profilbild von Handyhase Stefan

    Handyhase Stefan 17.08.2020, 09:06

    Moin Siggi, direkt von Blau zu Blau nein. Du musst zwingend einen monatlich kündbaren Tarif von einem anderen Anbieter zum "zwischenparken" Deiner Rufnummer verwenden.

    Grüße
    Stefan | Handyhase.de

Jan 13.08.2020, 17:04

Hallo,
wie lange halten die Netzanbieter wie Telekom, Vodafone, O2 usw. meine alte Handynummer vor, wenn ich in der Kündigung angegeben habe, dass ich diese mitnehmen will?
Hintergrund ist: Ich möchte wechseln von O2 zu z.B. Vodafone oder Telekom und erst die Netzabdeckung für 4 Wochen checken und dann einen 2-Jahresvertrag machen und dann erst die alte Handynummer übernehmen/portieren.
Danke für die Info 🙂

    Profilbild von Handyhase Stefan

    Handyhase Stefan 13.08.2020, 17:49

    Hi Jan, eine Portierung einer Rufnummer ist maximal bis zu 90 Tage nach Ende eines Vertrages möglich. Allerdings kann dieser Zeitraum je nach Provider auch abweichen. Steht aber auch so bei den jeweiligen Providern in unserem Ratgeber drin, einfach die Seite nach "Tage" durchsuchen. 😉

    Grüße
    Stefan | Handyhase.de

mambo5 09.08.2020, 17:07

Hi zusammen,

ich werde in Kürze meinen Arbeitgeber wechseln und möchte meine bisherige dienstliche Mobilfunkrufnummer zunächst auf eine private Karte, später dann vielleicht in meinen neuen dienstlichen Mobilfunkvertrag portieren.
Mein AG würde zustimmen. Jetzt die Frage: wie geht das? Ich habe seit Jahren privat eine Karte ohne GG bei simquadrat.

    Profilbild von Handyhase Daniel

    Handyhase Daniel 10.08.2020, 17:54

    Hallo mambo5,
    für eine Portierung müssen die Inhaberdaten beim abgebenden und beim aufnehmenden Anbieter übereinstimmen. Wenn Dir Dein bisheriger Arbeitgeber die Rufnummer übertragen kann, so dass Du die Inhaberdaten entsprechend angleichen kannst, ist die Portierung grundsätzlich möglich.
    Viele Grüße
    Daniel | Handyhase.de

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