Der Bund unterstützt den Glasfaserausbau mit neuer Webseite und Infomaterial
Maria Schwenk vom Gigabitbüro des Bundes erklärt den NE4-Ausbau (also zur Wohnung) für Wohnungswirtschaft und Hausverwaltungen. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)
- Das Gigabitbüro des Bundes unterstützt beim Glasfaserausbau.
- Eine neue Webseite erklärt verständlich die Wege zu mehr Bandbreite
- Auch Wohnungswirtschaften und Hausverwaltungen werden unterstützt.
Das Gigabitbüro des Bundes hat auf den Fiberdays in Frankfurt am Main gleich in mehreren Vorträgen seine Aktivitäten zur Unterstützung des Glasfaserausbaus in Deutschland präsentiert. Dabei zeigte sich, dass das Gigabitbüro eine recht breite Unterstützung durchführt oder auch plant. Angesprochen sollen möglichst viele: angefangen bei Bewohnern, über Hausverwaltungen und Besitzern von Häusern bis hin zu Menschen, die vielleicht nicht ständig online sind.
Mit Flyern und Infoständen für die Glasfaser
Dazu gehört etwa das Angebot, kostenlos Flyer zu drucken, oder mit Ständen die Bevölkerung zu informieren. Alles, was dafür getan werden muss, ist, dass etwa eine Kommune die Flyer anfordert, um sie zu verteilen. Das Gigabitbüro will aber jetzt, wo es langsam wieder wärmer wird, auch mit Ständen etwa auf Marktplätzen Präsenz zeigen, um über die Vorteile der Glasfaser persönlich zu informieren.
Es gibt aber auch rein digitale Angebote. So hat das Büro zufällig passend zu den Fiberdays die neue Webseite schnell-ins-netz.gov.de freigeschaltet. Dieses Zusammenfallen der Messe und der neuen Webseite war aber nicht geplant, wie es hieß. Mit einem kleinen Fragebogen, der tatsächlich so vorbildlich designed wurde, dass Du Dich da sehr schnell durchklicken kannst, fragt die Webseite nach Deiner Situation.
Wie schnell ist Dein Netz, bist Du in einem Mietvertrag oder arbeitest Du in einem Bürogebäude? Anschließend gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die präsentiert werden, damit Du eine schnellere Verbindung bekommen kannst.
Die Webseite führt Dich dann durch zahlreiche Informationsangebote und erklärt auch so manchen Fachbegriff verständlich. Das ist ein bisschen ungewöhnlich für eine Behörde.
Mehrstündige Online-Workshops für Hausverwaltungen und Eigentümer
Das Gigabitbüro hat allerdings nicht nur ein Angebot für jene, die in einem Mietvertrag leben. Schließlich muss die Glasfaser auch durch das Haus gelegt werden und hier gibt es einiges zu beachten. Auf den Fiberdays hat das Gigabitbüro vor allem eines betont und gleich in mehreren Vorträgen: Für jedes Haus sollte unbedingt so schnell wie möglich ein „Wir kümmern uns drum“-Beschluss für den Glasfaseranschluss vorliegen, denn die Gefahr, dass etwa eine Eigentümerveranstaltung zehn Monate in der Zukunft liegt, während auf der Straße schon eine Baugenehmigung existiert, ist zu groß.
Um die Details kann man sich dann später kümmern. Doch wenn die Gelegenheit da ist, sollten Eigentümer das Projekt anstoßen können, um keine Zeit zu verlieren.
Dazu gibt es seitens des Gigabitbüros auch Online-Workshops. Zwei verschiedene hat das Büro vorgestellt. Einer ist fünf Stunden lang und richtet sich vor allem an Eigentümer, die sich informieren wollen. Es geht also durchaus ins Detail, wenn es um den NE4-Ausbau geht (Netzebene 4, der Anschluss zur Wohnung).
Solche Termine bietet das Büro demnächst am 22. April, 12. Mai und 27. Mai an. Sie richten sich vor allem an Wohnungswirtschaften und Eigentümer. Etwas technisch komplexer sind dann die Termine im zweiten Quartal 2026. Die richten sich etwa an Hausverwaltungen oder an Personen, die beim Ausbau daneben stehen, wie es das Gigabitbüro passend formulierte.
Natürlich wird auch hier viel Informationsmaterial zusätzlich bereitgestellt. Um es etwa bei Eigentümerversammlungen leichter zu machen, gibt es beispielsweise Beschlussvorlagen. Damit werden Hürden genommen, da vieles im Copy-&-Paste-Verfahren erledigt werden kann. Für Hausverwaltungen und Eigentümer gibt es außerdem noch eigene Flyer.
Mit diesem Angebot will die Bundesregierung den Anschluss der Wohnungen noch weiter beschleunigen. Zwar liegt in vielen Straßen mittlerweile eine Glasfaser (Homes Passed, ist hier der Fachbegriff, also am Haus vorbei), doch bis zum Haus und der Wohnung (Homes Connected) ist es mitunter noch ein erstaunlich weiter weg – und dann muss auch noch ein Vertrag aktiviert werden (Homes Activated).
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