Xplora One im Test: Was taugt das Kinderhandy mit Elternabo?
Xplora One Kinderhandy in Kinderhand (Foto: Stefanie Bressem / Handyhase)
Das Wichtigste zum Xplora One Kinderhandy in Kürze
- Das Mini-Smartzphone basiert auf dem HMD Touch 4G und passt mit 3,2 Zoll in kleine Kinderhände und schmale Hosentaschen.
- Neben einem Elterntelefon zur Verwaltung und Einrichtung ist außerdem ein monatliches Abo erforderlich.
- Im Test zeigt sich: Kinder können mit den Funktionen umgehen, bereits mit sechs Jahren.
Welche Vorteile hat das Xplora One Smartphone für Kinder und gibt es Nachteile?
- Maß und Display eignen sich hervorragend für Kinderhände.
- Durch bunte Hüllen individualisierbar und gleichzeitig sicher.
- Nur die wichtigsten Funktionen verfügbar für mehr Sicherheit.
- Anrufe und Nachrichten nur an freigegebene Kontaktpersonen möglich.
- Weitere Funktionen: Kalender, Taschenlampe, Kamera, Spiele.
- Neben dem Kaufpreis für das Handy wird eine monatliche Abo-Gebühr zwischen 7 und 12 Euro fällig.
- Nur damit sind Anrufe und Nachrichten möglich.
- Bitte prüfe gegebenenfalls die Regeln zur Smartphonenutzung an der Schule des Kindes.
Xplora One im Test: Detailansicht (Galerie)
Klicke die Bilder an, um diese zu vergrößern.
Im Test: Xplora One mit Eltern-App verbinden
Damit das Kind überhaupt Kontakt zu den Eltern aufnehmen kann, ist eine Verbindung mit dem Elternhandy erforderlich. Dazu benötigst Du die Xplora-App auf Deinem regulären Smartphone (Xplora Guardian App: Google Play / Apple App Store).
Die Verbindung lässt sich schnell durchführen. Ab dann wird das Kinderhandy in der Xplora-Guardian-App angezeigt und Du kannst verschiedene Einstellungen vornehmen. Etwa die Kamera des Xplora One komplett deaktivieren, einen Schlafmodus festlegen (dann sind bspw. keine Spiele möglich) oder Kontakte hinzufügen.
Auch die Synchronisation mit dem Schrittzähler sowie eine Standortbestimmung via Karte sind möglich. Hier gilt: Es gibt Kontrollmechanismen. Ob und in welchem Umfang Du diese nutzt, bleibt Dir überlassen.
Herzstück der App sollte aber eben die Möglichkeit sein, eine schnelle Chatnachricht zu senden oder das Xplora One anzurufen.
Xplora One Kinderhandy: nur im Monatsabo
Interessant ist das Handy vor allem, weil es eben erste Schritte in der Mobilfunkwelt ermöglicht. Schnelle Nachrichten mit Mama und Papa austauschen oder die Eltern oder auch freigegebene Freunde anrufen, das ist ja nun einmal Sinn und Zweck eines Mobiltelefons. Dabei sind wir dann auch schon bei den Kosten, denn auch für das erste Kinderhandy gilt: Ohne Vertrag kein Handy. Allerdings gibt es Einschränkungen, wie uns Xplora mitteilte.
Das Konzept eines Kinderhandys ist an sich top. Leider überzeugt uns der Preis durch die teure Bindung an das Xplora-Abo nicht. Eltern raten wir: Lieber ein günstiges gebrauchtes Handy mit einem eSIM-Tarif oder einer Prepaidkarte kombinieren.Stefanie - Redaktionsleitung
Keine Tarifauswahl möglich
Tatsächlich müssen Eltern auf den Xplora-Connect-Tarif setzen. Eine Alternative gibt es nicht, so heißt es im Wortlaut:
Aktuell ist das Xplora One ausschließlich über den Xplora Onlineshop in Kombination mit dem Xplora Connect-Tarif erhältlich. Der Connect-Tarif stellt die Mobilfunkverbindung des Geräts sicher und ist aktuell Voraussetzung für die Nutzung des Xplora One. Das Gerät kann derzeit also nicht mit einem beliebigen Mobilfunk- oder Datentarif genutzt werden.
Die Preise für das Tarifabo unterscheiden sich, je nachdem, welche Laufzeit Du wählst. Enthalten sind unbegrenzte Anrufe, Datenflat und EU-Roaming.
- monatlich kündbar: 11,99 Euro pro Monat
- 12 Monate Laufzeit: 8,99 Euro pro Monat (nur als jährliche Vorauszahlung von 107,88 Euro pro Jahr)
- 24 Monate Laufzeit: 6,99 Euro pro Monat
Zusätzlich zu den regulären Kosten für den Kauf des Smartphones (159 Euro) kommen so erhebliche Kosten zusammen, zumal beim ersten Handy für Kinder natürlich zu überlegen ist, ob sich die günstigste Variante mit einer Bindung von zwei Jahren tatsächlich lohnt.

Das Xplora-Connect-Tarifabo gibt es monatlich kündbar oder mit 12 oder 24 Monaten Laufzeit
Welches Netz hat der Xplora-Tarif?
Insgesamt sind die Angaben bei Xplora zum verwendeten Tarif sehr dünn. Unser Ansprechpartner teilte uns mit, dass „das Mobilfunknetz […] vom jeweiligen Netzpartner in Deutschland ab[hänge].“
Ein Blick auf die vergebene Vorwahl 01514 gibt jedoch den entscheidenden Hinweis: Es handelt sich um einen Tarif im Telekom-Netz.
Nicht alles im Test ist intuitiv
Kinder sind schnell begeistert, wenn es nun um das eigene Handy geht. Entsprechend groß ist auch die Motivation, schnell den Umgang mit den Basisfunktionen zu lernen. Über den Startbildschirm geht es direkt zu Anrufen und Chats (der Messaging-Funktion des Handys) sowie zum Spielecenter, wo auch ein Schrittzähler eingebaut ist. Eltern sehen gegangene Schritte in der eigenen Xplora-App und können dort Chatnachrichten senden oder Anrufe starten.
Für das erste Smartphone sollten sich Eltern, so einfach und eingeschränkt die Funktionen auch immer sind, etwas Zeit nehmen. Öffnet das Kind etwa die Telefon-App und wählt den Elternkontakt aus, muss der Anruf erst über ein weiteres Antippen der Nummer gestartet werden. Das ist nicht ganz optimal, aber nach erster Erklärung klappt auch das. Hier lässt sich der spielerische Umgang mit dem Handy einfach erfassen.
Sicherheitsfunktionen des Xplora One und der Xplora App
Die Xplora-App setzt vor allem auf Sicherheit. So lässt sich nur Kontakt mit dem Elterntelefon aufnehmen, weitere Kontakte können über das Elternhandy hinzugefügt werden. Interessieren dürfte wohl die meisten Eltern, dass das Xplora One keine klassischen Apps unterstützt.
Es gibt keinen App-Store. Damit entfallen der einfache Zugriff auf WhatsApp und andere Messenger ebenso wie auf Social-Media-Apps wie YouTube, TikTok oder Instagram und Snapchat – Apps, auf die Grundschüler zwar keinen Zugriff haben sollten, die aber, wie etwa die JIM-Studie zur Social-Media-Nutzung aus dem Sommer 2026 zeigt, eben doch bereits von Kindern im Grundschulalter genutzt werden.
Die Xplora-App lässt Eltern darüber hinaus viele Kontrollmöglichkeiten, sei es der Blick auf die Karte oder aber das Setzen von Schulmodus und Schlafmodus. Selbst der Akkustand lässt sich über das Elternhandy abfragen, allerdings kommt es zu teils deutlichen Verzögerungen. Mitunter wurden Akkustand und Standort selbst nach Neustart der App lediglich vom Vortag angezeigt.
Die Kalenderfunktion ist sinnvoll, um Termine wie Arztbesuche, Sport, Treffen mit Freunden oder Abholzeiten zu koordinieren.
Xplora One Kinder-Smartphone: Technische Daten und Ausstattung
Alternativen zum Xplora One im Test
Als günstiges erstes Handy empfehlen wir Einsteiger-Smartphones oder sogenannte Feature-Phones wie das Barbie Phone, also Handys mit eingeschränktem App-Umfang. Bei den Einsteiger-Handys gibt es bereits Möglichkeiten für unter 100 Euro, in der Preisklasse des Xplora One unter 200 Euro wird die Auswahl entsprechend größer. Generell empfehlen wir, die erste Handynutzung sorgfältig mit dem Kind zu besprechen und das Handy passend einzurichten. Abos, Kostenfallen und Social Media sollten mit den Kindern genau besprochen werden.
Tarifseitig lohnt sich gerade für den ersten Umgang ein schmaler Tarif bis 3 Euro oder bis 5 Euro im Monat. Auch Jahrestarife können sich gut eignen. Dort aber aufpassen, ob das Datenvolumen monatlich oder einmalig zugeteilt wird.
Wenn es kein Handy sein muss: Beliebt zum Schulstart sind auch die Kinder-Smartwatches mit Tarif. Dort halten sich die Kosten deutlich im Rahmen, mit unter 5 Euro im Schnitt pro Monat sowie der Option auf Freimonate.
- SoyMomo Space Lite
- 3 Gratis-Monate
- 14,85 € Gutschrift
- XPLORA X6 Play eSIM
- 3 Gratis-Monate
- 14,85 € Gutschrift
Die ersten Gehversuche in der Kooperation zwischen HMD und Xplora gibt es ja nach wie vor, in Form den HMD Fusion X1, dass Du über uns auch mit Vertrag bekommen kannst:
HMD × Xplora – Technik und Apps für Kinder und ihre Eltern
Lohnt sich das Xplora One als erstes Kinder-Smartphone?
Das Xplora One Kinder-Smartphone folgt einem interessanten Konzept. Zwar bekommt das Kind ein erstes Smartphone in die Hand gedrückt, doch eben mit eingeschränkter Nutzungsmöglichkeit, die auf den Sicherheitsaspekt fokussiert.
Schnell Mama anrufen, dass es länger dauert, oder Papa eine Nachricht schicken, dass der Weg zum Sport alleine gemeistert wurde? Check. YouTube, TikTok, teure Spiele & Co. herunterladen? Ist nicht.
Das ist löblich, allerdings mit Kosten verbunden. Zur UVP von 159 Euro gesellen sich die Kosten für das Xplora-Abo, damit überhaupt eine Verbindung zu freigegebenen Kontakten hergestellt werden kann. Zwischen 6,99 Euro und 11,99 Euro im Monat werden dafür fällig. Hier gilt es, genau abzuwägen: Sicherheitsaspekt und kleines Display für Kinder-Hosentaschen mit Kostenfaktor vs. echtes Smartphone mit vollumfänglichen Funktionen zu alternativ vielleicht besseren Preisen. Wem es insbesondere um den Sicherheitsaspekt geht, mag vielleicht eine Kinder-Smartwatch bevorzugen.
Lesetipps rund ums Smartphone fürs Kind
Details: Hersteller
Kommentar verfassen