Bundesnetzagentur: Rekordzahlen 2025 bei Beschwerden über Post und Telekommunikation

- Die Anzahl der Beschwerden über Post- und Telekommunikationsanbieter ist vergangenes Jahr noch einmal drastisch angestiegen.
- Im Postbereich klemmt es vor allem bei der Paketzustellung.
- Bei Telekommunikationsanbietern dominierten Vertragsstreitigkeiten die Beschwerdenstatistik.
Beschwerden bei Bundesnetzagentur 2025 auf Rekordhoch
Im vergangenen Jahr hatten die Schlichtungsstellen der Bundesnetzagentur wieder gut zu tun. Die Behörde hat jeweils eine dieser Stellen für die Sektoren Post und Telekommunikation eingerichtet. Die Schlichtungsstelle Post hatte 2025 4.804 Anträge zu bearbeiten, ein satter Anstieg um rund 25 Prozent, wie die Bundesnetzagentur in einer entsprechenden Information mitteilte.
Die überwältigende Mehrheit dieser Anträge (75 Prozent) betrafen Beschwerden über Probleme mit der Paketzustellung – eine Erfahrung, die in Zeiten des Onlineversands viele Kunden schon einmal gemacht haben dürften. In diesem Zusammenhang ist es auch wenig ermutigend, wie oft die Schlichtungsstelle etwas ausrichten konnte: In nur 823 Fällen wurde eine Einigung zu beiderseitiger Zufriedenheit erreicht. Über die Hälfte der Anträge zu Paketsendungen betrafen verlorene Sendungen, rund ein Fünftel thematisierten Beschädigungen.
Immerhin: Das klassische Briefgeschäft hat die Post trotz gelockerter Pünktlichkeitsvorgaben noch nicht ganz verlernt: Nur 5 Prozent der Anträge betrafen Briefsendungen.
Antragsexplosion bei Telekommunikation
Die Schlichtungsstelle Telekommunikation erlebte 2025 eine regelrechte Explosion von Anträgen: Rund 5.524 Fälle hatte sie zu bearbeiten, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Daneben kamen noch rund 1.500 weitere Anfragen und Hilfeersuche dazu.
Rund ein Drittel der Antragsteller klagten über Unregelmäßigkeit bei ihren Verträgen oder der Leistungserbringung. Auch Rechnungsstreitigkeiten und technische Störungen waren häufig vertreten, der Wechsel des Anbieters führt auch immer noch regelmäßig zu Problemen.
Nur in 1.274 Fällen konnte die Schlichtungsstelle eine Einigung erreichen.
Neben den gemeldeten Schwierigkeiten werden Betrugs- und Spam-Anrufe zunehmend zum Ärgernis vor allem für Handynutzer, die sich mit einer Flut von Anrufen von verschiedenen ausländischen Vorwahlen konfrontiert sehen. Die Vielfalt der heimtückischen Maschen, mit denen die hoch komplexen Netzwerke bei diesen Anrufen vorgehen, ist unüberschaubar und dem Einfallsreichtum der Betrügerbanden bedauerlicherweise kaum Grenzen gesetzt.
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