BNetzA mit spannenden Zahlen

Jahresbericht der Bundesnetzagentur im Mobilfunk: nur jeder Zehnte nutzt Discountertarife

Mit ihrem Jahresbericht liefert die Bundesnetzagentur jährlich spannende Zahlen zu Mobilfunk, Festnetz und Internet. Die interessantesten Zahlen und Daten haben wir in dieser Übersicht gesammelt. Die Verteilung überrascht: neun von zehn SIM-Karten sind bei den Netzbetreibern aktiv.
Datenvolumen im Durchschnitt von 2016 bis 2025 (Säulen-Diagramm)

Datenvolumen im Durchschnitt von 2016 bis 2025: im Schnitt wurden zuletzt 8,4 GB pro Monat und aktiver SIM-Karte verbraucht

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur

  • Das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen steigt von 7,4 auf 8,4 GB pro Monat.
  • Gesprächsminuten und SMS sind weiter rückläufig (102 Minuten und 2 SMS pro aktiver SIM-Karte).
  • 73 Prozent der Menschen entscheiden sich für einen Postpaid-Tarif.
  • Insgesamt gab es bis Ende 2025 rund 106,4 aktive SIM-Profile, das entspricht einem Anteil von 1,3 SIM-Karten pro Einwohner Deutschlands.

Mobilfunk-Jahresbericht der Bundesnetzagentur (2025/26)

Neben dem Jahresbericht Breitbandmessung stellt die Bundesnetzagentur jährlich den Mobilfunk-Jahresbericht bzw. den Jahresbericht Telekommunikation vor, der sich explizit um Handynetz, Provider und SIM-Karten dreht. Der Bericht erscheint meist zur Jahresmitte, sodass zum Zeitpunkt des Erscheinens bereits mit einer leichten Verschiebung, etwa beim durchschnittlichen Datenvolumen (Tendenz nach oben), zu rechnen ist.

Insgesamt gab es Ende 2025 laut Mobilfunk-Jahresbericht der Bundesnetzagentur (HIER als PDF) immerhin 106,4 Millionen aktive SIM-Karten (2024: 109,2 Millionen, 2022: 104,4 Millionen, 2021: 105,2 Millionen, 2020: 107,5 Millionen, 2019: 107,2 Millionen). Das sind pro Einwohner etwa 1,3 SIM-Karten. Die Zahl aktiver SIM-Karten hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,6 Prozent bzw. knapp unter 3 Millionen verringert.

Wie sich die SIM-Karten auf die Handynetze verteilen, siehst Du auch in der quartalsweisen Auswertung der Teilnehmerentwicklung.

Datenverbrauch steigt 2025 weiter, Anzahl SMS und Gesprächsminuten sinkt (erstellt mithilfe von KI)

Datenverbrauch steigt 2025 weiter, Anzahl SMS und Gesprächsminuten sinkt (Infografik mithilfe von KI erstellt)

Bundesnetzagentur: Datenbedarf steigt weiter an

Dabei handelt es sich jedoch um ein zweischneidiges Schwert, denn mittlerweile sind Tarife für Wenigsurfer nur noch selten zu bekommen. Selbst im Drillisch-Markenkosmos setzt man vermehrt auf durchschnittliche bis hohe Datenobergrenzen und während Prepaid-Discounter wie ALDI TALK über Jahre hinweg 3 GB alle vier Wochen im jeweils günstigsten Smart-Tarif anboten, sind es mittlerweile 25 GB.

Tarife unter 10 GB mobile Daten sind jedenfalls selten zu bekommen. Kaum verwunderlich also, dass sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzt.

  • 2016: ∅ 0,7 GB pro aktiver SIM-Karte
  • 2019: ∅ 2,1 GB pro aktiver SIM-Karte
  • 2020: ∅ 3,1 GB pro aktiver SIM-Karte
  • 2021: ∅ 4,3 GB pro aktiver SIM-Karte
  • 2022: ∅ 5,3 GB pro aktiver SIM-Karte
  • 2024: ∅ 7,4 GB pro aktiver SIM-Karte
  • 2025: ∅ 8,4 GB pro aktiver SIM-Karte

weniger Telefonate und SMS

Nachdem die Corona-Pandemie für leichte Ausreißer sorgte, verstärkt sich der Trend der vergangenen Jahre weiter: Telefonate und SMS sind rückläufig. Die Zahl gesendeter SMS pro Monat halbierte sich fast von rund vier auf rund zwei SMS. Auch bei Telefonaten geht es abwärts, wohl auch verstärkt durch internetbasierte Dienste (Anrufe per WhatsApp). Während Deutschland 2024 im Schnitt noch 115 Minuten (und damit knapp unter zwei Stunden) pro Monat telefonierte, sind es 2025 nur noch 102 Minuten pro Monat.

Netzbetreiber dominieren den Markt

Nachdem 1&1 mit dem 5G-Netz Ende 2023 zum Netzbetreiber „aufgestiegen“ ist, verschieben sich nun die Anteile weiter: Die Netzbetreiber Vodafone, Telekom, Telefónica und 1&1 dominieren den Markt mit einem Anteil von 90 Prozent.

Lediglich 10 Prozent der aktiven SIM-Karten entfallen auf andere Provider (etwa LIDL Connect, freenet oder klarmobil). Klingt wenig, entspricht aber immerhin einem Anteil von fast 11 Millionen aktiver SIM-Karten.

  • 2022: 77 Prozent Anteil der Netzbetreiber
  • 2024: 79 Prozent Anteil der Netzbetreiber
  • 2025: 90 Prozent Anteil der Netzbetreiber

Anteil Prepaid und Postpaid bleibt konstant

Was sich dagegen kaum verringert, ist der Anteil von Postpaid- und Prepaidtarifen. Die meisten aktiven SIM-Karten sind Postpaidtarife (also solche mit monatlicher Abbuchung, es kann sich um Handy-Bundle oder SIM-only-Tarife ohne Smartphone handeln, um Tarife mit 24 Monaten Laufzeit oder flexibler Kündigung). Deren Anteil beträgt derzeit 73 Prozent.

Prepaidtarife wie ALDI TALK, aber auch Vodafone CallYa oder MagentaMobil Prepaid der Telekom nehmen einen Anteil von 27 Prozent ein.

Anteil von Prepaid und Postpaid bleibt insgesamt stabil (Infografik mithilfe von KI)

Anteil von Prepaid und Postpaid bleibt insgesamt stabil (Infografik mithilfe von KI erstellt)

5G-Ausbau schreitet voran

Der 5G-Ausbau ist nach wie vor Thema, so wurden zahlreiche neue Basisstationen in Betrieb genommen. Der Anteil an 5G-Basisstationen stieg um 19 Prozent auf mittlerweile knapp über 28 Prozent. Insgesamt erhöhte sich der Anteil der Funkmasten um 7 Prozent auf 238.820. Die Zahl der 5G-Basisstationen lag bei 67.272.

Datenverbrauch im Ausland steigt rasant

Im internationalen Roaming wurde 2025 ein starker Anstieg des Datenvolumens beobachtet: von 429 Millionen GB in 2024 auf 458 Millionen GB in 2025. 2022 waren es nur 262 Millionen GB. Nach der Corona-Pandemie war ein Anstieg zu erwarten, zudem verbessert sich die Fair-Use-Policy fortlaufend (mehr Daten im Ausland) – und wer im Inlandstarif mehr Daten zur Verfügung hat, kann dementsprechend meist auch mehr im Ausland (wenigstens innerhalb der EU) verbrauchen.

Seit dem vergangenen Jahr ist auch ein immenser Anstieg bei den Angeboten von eSIM-Tarifen fürs Ausland zu beobachten. Dies erleichtert das Surfen, auch außerhalb der EU, immens.

Details zum vergangenen Jahresbericht der Bundesnetzagentur (2024/25)

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Profilbild von Stefanie
Schon seit 2011 ist Steffi als Redakteurin für verschiedene Online-Magazine und -Blogs unterwegs. Für Technik begeistert sie sich jedoch schon viel länger. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310. Nach einem iPhone und einem Windows Phone (nein, kein Witz!) begleitet sie mittlerweile ein Android-Smartphone durchs mobile Leben.
Kommentare (1)

Robert 19.11.2025, 19:41

vin gerade mit Vodafone im Zwist neues 300 / 100 mbits Tarif abgeschlossen bei bester Netzabdeckung und nshe zum Sendemast (450m gemessen mit 4 Geräten habe ich bei über 90 Messungen wenn ich Glück habe 25% vom Tarif egal zu welcher
Vodafone ist kein bisschen daran interessiert eine Lösung im Sinne des Kunden zu finden Uhrzeit

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