Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra im Hands-on: Wird es dem Titel gerecht?
Foto: Michael Spieler / Handyhase
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Das Wichtigste in Kürze
- zweilagiger Titanschutz (Folie + Platte) für den flexiblen, entspiegelten Bildschirm
- größerer 5.000-mAh-Akku auf SiC-Basis und schnelles Laden mit bis zu 45 Watt
- verbesserte Ultra-Weitwinkelkamera mit 50 MP, größerer Blendenöffnung und 8K-Video
- One UI 9 auf Android-17-Basis mit 2 – 3 Apps im Multitasking (Hauptdisplay)
Neuer Name, alte Form – Galaxy Z Fold 8 Ultras Design im Hands-on
Legst Du ein Galaxy Z Fold 7 neben ein Galaxy Z Fold 8 Ultra, wirst Du ohne verräterische Farbe keinen direkten Unterschied ausmachen können. Erst auf den zweiten Blick und im Detail merkst Du, dass sich jemand bei Samsung tatsächlich Gedanken gemacht hat.
Kampf der Generationen: Galaxy Z Fold 7 (oben, Blue Shadow) vs. Galaxy Z Fold 8 Ultra (unten, Violet Shadow) (Foto: Michael Spieler / Handyhase)
Das ist für die 8. Generation einer Handy-Reihe auch weder etwas Verwerfliches noch etwas Ungewöhnliches. Produkte werden auf einen Optimalzustand hin entwickelt. Ohne schwerwiegende neue Erkenntnisse oder die mutwillige Absicht, etwas zu ändern, nur des Änderns willen, läuft dieser Entwicklungsprozess immer so ab. Wenn Du 2026 den bisherigen Formfaktor hinter Dir lassen willst, hast Du jetzt immerhin die Wahl, zur Passgröße des Galaxy Z Fold 8 zu greifen.
Leichter zu öffnen: Die richtige Kante macht’s
Beim Vorgänger (Galaxy Z Fold 7) liegen die beiden Seiten des Foldables im zusammengeklappten Zustand sehr eng aneinander und es ist gar nicht so leicht, die beiden voneinander zu trennen und zum Öffnen zu bewegen. Es gibt kaum „Angriffsfläche“ für die Finger. Schaust Du jetzt entlang der Naht beim Galaxy Z Fold 8 Ultra, wirst Du eine kleine zusätzliche Stufe erkennen, die es Dir erlaubt, einen Finger viel leichter und angenehmer zwischen die Hälften zu bekommen.
„Ultra“ in der Farbenlehre heißt: gedeckt und unauffällig
Bei der Farbauswahl kann man sich natürlich streiten. Wir waren großer Fan des kräftigen Blautons des Vorgängers (s. o.), dem leider weder der neue violette noch der neue grüne Farbton (exklusiv im Samsung Shop) gerecht werden. Diese wirken in der Realität viel weniger „satt“ als auf ihren Renderbildern. Die nächste Änderung, die Dir nur auffällt, wenn Du die Kameras nebeneinanderhältst, ist der etwas dicker gewordene Metallrahmen um die einzelnen Linsen, die die Schutzgläser halten. Das war es auch schon.
Violet Shadow, Green Shadow, Cream & Graphite: Die Farben des Galaxy Z Fold 8 Ultra (Foto: Michael Spieler / Handyhase)
Du kannst übrigens weiterhin eine Nano-SIM einlegen, der Schacht für sie befindet sich weiterhin auf der Oberseite neben dem Hörer-Lautsprecher. Diese kannst Du in Kombination mit einer eSIM im Dual-SIM-Modus nutzen oder ganz auf eine echte Karte verzichten. Dual-SIM geht auch mit zwei eSIMs.
Ein Blick nach innen: Das ist neu beim Galaxy Z Fold 8 Ultra im Hands-on
Global betrachtet war Xiaomi mit dem Xiaomi 17 bereits im September 2025 das erste (in China) erhältliche Smartphone mit Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5. Die Chinesen gewannen damit knapp gegen Honor, OnePlus und realme (Oktober 2025). Es sollte bis Februar 2026 dauern, bis Samsung mit seinem Galaxy S26 Ultra den Ring betrat. Samsung hat nun den Vorteil, den Prozessor in einer ganz eigenen Geschmacksrichtung verbauen zu können, die ganz gern mit dem Anhang „for Galaxy“ vermarktet wird.
Offen oder zu: Das Galaxy Z Fold 8 Ultra hat Bildschirme für jede Lage. (Foto: Michael Spieler / Handyhase)
In der Realität bedeutet das einen kleinen Vorsprung gegenüber dem Standardmodell des SoCs bei der Taktfrequenz. Hier darf Samsung mit 4,74 GHz spielen, während die Konkurrenz bei 4,6 GHz (im Leistungskern) bleibt. Für die nächste Prozessorgeneration ist die Foldable-Abteilung von Samsung immer etwas zu früh dran. Hier wird im September wieder Chip-Nachwuchs erwartet, der dann aller Voraussicht nach natürlich erst im Galaxy S27 Ultra landet.
Hält potenziell ein paar Stunden länger durch
Was wir im Hands-on natürlich nicht gegen den Vorgänger testen konnten, ist der neue Akku im Galaxy Z Fold 8 Ultra. Der ist zwar nicht beachtlich, aber immerhin um 600 mAh, auf glatte 5.000 mAh, gewachsen. Samsung ist hier beim Einsatz der Silizium-Kohlenstoff-Technologie noch vorsichtig, erhöht aber mit zwei parallelen Ladepfaden auch die Ladegeschwindigkeit und pumpt die Zellen jetzt mit bis zu 45 Watt voll. In 30 min sollen ungefähr 67 Prozent erreicht werden.
Wird im richtigen Winkel trotz mehr Titan weiterhin sichtbar: eine Falz (Foto: Michael Spieler / Handyhase)
Mehr Schärfe und Licht im Ultraweitwinkelmodus
Die Kameras im Galaxy Z Fold 8 Ultra entsprechen denen im Vorgänger 1:1 – bis auf die Ultraweitwinkelkamera. Hier hat Samsung tatsächlich einen mehr als 4-fach höher auflösenden Sensor (50 statt 12 MP) unter die Optik gelegt und die Blendenöffnung vergrößert (von ƒ/2,2 auf ƒ/1,9).
Das hat drei Folgen: Deine Fotos in dem Modus werden schärfer und lassen stärkere Crops zu, bevor sie unansehnlich werden. Videos sind nun auch hier mit 8K möglich – ein fliegender Wechsel zwischen den Linsen, hält also die Auflösung stabil. Zuletzt kommt einfach mehr Licht auf dem Sensor an und Samsungs geliebte „Nightography“ macht nun eben auch mit breiten Bildern Spaß.
Zwei Lagen Titan für mehr Stabilität und eine weniger auffällige Falz
Im Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra sind die beiden untersten Schichten des laminierten Bildschirms aus Titan. Die unterste Titanplatte trägt den ganzen Aufbau und federt Stöße ab. Durch ihr spezielles Fertigungsverfahren ist sie gleichzeitig flexibel genug, um gefaltet zu werden, und fest genug, um die anderen Schichten zu stabilisieren. Unter Vergrößerung sieht sie im Grunde aus, wie ein riesiges flaches Scharnier bzw. Gitter.
Die Lagen des Z-Fold-8-Ultra-Bildschirms (Bild: Samsung)
Darüber liegt eine extrem dünne Folie aus einer Titanlegierung (⅓ Dicke eines Haares), die speziell dafür gedacht ist, die Lagen darüber beim Öffnen „glattzuziehen“. Die ihr innewohnende Rückstellkraft drückt quasi die Falz nach oben, wodurch diese deutlich weniger stark ausfällt als zuvor. Sie ist trotzdem weiterhin im richtigen Betrachtungswinkel zu erkennen.
2 × Titan für Stabilität, Flexibilität und gegen eine starke Falz (Bild: Samsung)
Der flexible OLED-Bildschirm selbst wird nun auch noch etwas heller und erreicht im Maximum 3.000 statt 2.600 Nits. Hier hilft auch die neue Entspiegelung, böses Gegenlicht abzuschwächen. Gerade für draußen und andere Umgebungen mit viel Tageslicht ein sehr sinnvolles Feature.
Unser Hands-on-Fazit zum Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra
Das Galaxy Z Fold 8 Ultra ist ein logischer, aber auch teurer Entwicklungsschritt im Foldable-Universum. Gleichzeitig spricht es sicher eher eine gediegene Käuferschicht an als andere Foldables, die gern „flashy“ auftreten, aber nun auch in der Werbung ihre größeren Akkus gegen die Südkoreaner ausspielen. Ob das Galaxy Z Fold 8 Ultra mit One UI 9 (auf Android 17) evtl. trotzdem besser mit den gegebenen Ressourcen umgehen kann, als z. B. ein Honor Magic V6 mit 6.660 mAh, 80 W Schnelladen und Magic OS 10 (noch Android 16), bleibt den kommenden Tests vorbehalten, herauszufinden.
Es fühlt sich inzwischen alles sehr vertraut an und auch das kann ein Pluspunkt sein. Wir selbst sind vom neuen Formfaktor des Galaxy Z Fold 8 sehr angetan, da der ja eher quadratische Grundriss des jetzt-Ultra-Gerätes nicht so sehr unserem Nutzungsprofil entspricht und auch noch nie entsprochen hat. Wenn Du sehr oft zwei Apps (oder gar drei) wie auf einem Tablet oder Laptop wirklich parallel laufen haben willst oder musst, dann ist das Ultra auch 2026 sicher die richtige Wahl. Konsumierst Du aber eher Videoinhalte, gibt es nach wie vor keinen guten Grund, das Foldable aufzuklappen. Der äußere Bildschirm erfüllt die Formatansprüche in jeder Orientierung deutlich besser und dann „reicht“ eben auch ein Galaxy S26 Ultra, das auch noch mehr in Richtung Kamera zu bieten hat.
Preis & Verfügbarkeit des Galaxy Z Fold 8 Ultra im Hands-on
Die aktuelle Speicherkrise zahlst Du im direkten UVP-Vergleich zum Samsung Galaxy Z Fold 7 mit 100 Euro Aufschlag zum Einstieg bei 12 + 256 GB.
Ohne Tarif kannst Du im Samsung Shop noch bis 22.09.2026 selbst diverse Sparoptionen aktivieren. Beim Trade-In eines Altgerätes, bekommst Du 100 Euro Tauschprämie und bis zu 880 Euro Altgerätewert. Mit dem Code ZF2026 sorgst Du im Warenkorb für einen Sofortabzug in Höhe von 10 Prozent.
Mit Vertrag gibt es bei den Händlern unterschiedliche Deals. Hier hat der Samsung Shop ebenfalls 10 Prozent Rabatt und einige Tarif-Kombinationen, die eine Zugabe mitbringen: Buds4 oder Watch9.
UVPs ohne Abzüge
- 12 + 256 GB: 2.199 Euro
- aktueller Marktwert: 1596,98 Euro (Preisvergleich)
- 12 + 512 GB: 2.399 Euro
- aktueller Marktwert: 1729 Euro (Preisvergleich)
- 16 GB + 1 TB: 2.799 Euro
- aktueller Marktwert: 1966 Euro (Preisvergleich)
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