Samsung Galaxy S26 im Test: Ein tolles Gerät
Samsung Galaxy S26 mit Vertrag kaufen
Das Wichtigste in Kürze
- Der neue Chip zeigt mehr Leistung als erwartet.
- Äußerlich hat sich im Vergleich zum Galaxy S25 kaum etwas geändert.
- Bei den Fotos macht es auch am Abend eine gute Figur, außer bei spitzen Lichtquellen.
Mit dem Galaxy S26 hat Samsung wieder ein Smartphone für den 1.000-Euro-Markt auf den Markt gebracht, das ein modernes Innenleben mit sich bringt. Die Unterschiede zum Vorgänger sind aber gerade von außen so gering, dass Samsung auf seiner eigenen Homepage nur den Vergleich mit dem S24 oder älter zulässt. Du musst schon auf die spezielle Compare-Webseite gehen, die dann doch einen Vergleich mit dem S25 zulässt. Das sagt schon einmal viel zu den Neuerungen aus. Trotzdem ist das S26 aber ein aktuelles Gerät.
Dafür sorgt vor allem der neue Prozessor des 167 Gramm wiegenden Smartphones. Es ist aber Samsungs eigener Prozessor, der Exynos 2600. Der schlägt sich aber gar nicht so schlecht im Vergleich zu Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5, der etwa im Xiaomi 17 steckt.
Benchmarks des Exynos
Was vor allem im direkten Vergleich mit dem Xiaomi 17 auffiel, war eine konsistentere Leistung. Ja, der Qualcomm-Chip ist oft schneller, aber auch nur, solange das Xiaomi 17 kühl ist. Im heißen Zustand hingegen nehmen sich die Prozessoren nicht viel
Im Wildlife Extreme Stress Test des 3DMark sank das Galaxy S26 beispielsweise von eingangs 6.966 Punkten auf später 3.300 Punkte im 20. Durchlauf. Die Stabilität gibt 3DMark mit eher schlechten 47,2 Prozent an. Xiaomi schaffte hier 53,7 Prozent. Aber: In dem 3D-Test war das Xiaomi im kühlen Zustand etwas langsamer als das Galaxy S26 mit dem Exynos 2600. Und während das Xiaomi 17 schon beim 14. Durchlauf auf 3.300 Punkte fiel, passierte das beim Samsung-Smartphone erst beim 17. Durchlauf.
Das Galaxy blieb dabei mit 45 °C auch fünf Grad kühler als das Xiaomi 17. Uns fiel zudem auf, dass Samsungs Rückseite hohe Temperaturen besser ableiten kann.
Im 3D-Betrieb ist der Exynos 2600 also gar nicht so schlecht. Beim reinen Rechnen hingegen sieht es für Qualcomms Chip deutlich besser aus.
Hier erreichten wir beim Geekbench nur um die 3.100 Punkte im Single-CPU-Benchmark. Bei kurzfristig abzurufender Leistung ist das Samsung Galaxy S26 also gut zehn Prozent langsamer als das Xiaomi 17. Im Multi-GPU-Test war es mit rund 11.000 Punkten hingegen andersherum. Auch hier lag der Abstand bei zehn Prozent, dieses Mal zugunsten von Samsungs Smartphone.
Das sind natürlich nur ein paar Benchmarks. Die Unterschiede zwischen den Chips fallen erstaunlich unterschiedlich aus. Es kommt also darauf an, was Du brauchst. Schnell ist das S26 aber im Alltag in jedem Fall. In der Praxis ist das Gerät schnell genug.
Die Kamera mit Schwächen am Abend
Bei dem Kamera-Setup hat sich dieses Mal nicht viel getan. Die Megapixel sind jedenfalls gleich geblieben und auch sonst gibt es bei Samsungs offizieller Vergleichswebseite keine Unterschiede. Doch was erwartet Dich von den drei Kameras mit 50 (Weitwinkel), 10 (Ultraweitwinkel) und 12 (Tele) Megapixeln?
Am Tag macht die Kamera ausgesprochen schöne Bilder, wie man an den folgenden drei Bildern in verschiedenen Zoomstufen gut erkennen kann.
Besonders schön hat uns etwa hier die Farbdarstellung im Blumenbeet gefallen. Wobei das Galaxy S26 es bei der Farbe Rot etwas übertreibt. Für Social Media sieht das freilich sehr gut aus, ist aber für unseren Geschmack doch etwas zu weit von der Realität entfernt.
Blick auf das Blumenbeet in der Tauentzienstraße in Berlin, der Verlängerung des Ku’damm. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)
Während uns die Bilder am Tag jedenfalls ganz gut gefallen, wird es am Abend schwer. An sich lassen sich die Kameras gut verwenden. Bei unserem Test am Potsdamer Platz mit teils sehr heller Straßenbeleuchtung stellte sich aber schnell Ernüchterung ein:
Wie man an den Bildern gut sieht, hat die Optik des S26 große Probleme, wenn Du Szenen am Abend mit starken Lichtern fotografierst. Das solltest Du eher vermeiden. Auch wenn es gerade beim mittleren Bild nicht so aussieht: Unser Glas wurde vor dem Fotografieren geputzt. Der Heiligenschein rund um die Straßenlaterne ist jedenfalls nicht nur sehr stark, sondern auch sehr großflächig.
Wenn Du es aber schaffst, solche spitzen Lichter zu vermeiden, sieht das Ganze schon besser aus.
Wenn Du allerdings die Straßenlaternen Dir genau anschaust, wirst Du immer noch unschöne Effekte entdecken. Es fällt aber nicht mehr so extrem auf.
Tagsüber ist Samsungs Kamera also ziemlich gut. Übrigens auch mit 50 Megapixeln, die ohne Verzögerungen nutzbar sind. Abends musst Du ziemlich aufpassen.
Bild und Ton
Wenn es um das audiovisuelle Erlebnis geht, dann gefiel uns das Galaxy S26 auch recht gut. Am Bild des OLED-Displays gibt es allgemein nichts auszusetzen. Hier ist die Technik mittlerweile so gut, dass es schwer wird, im regulären Betrieb überhaupt noch Unterschiede auszumachen. Was uns aber gefiel, war die automatische Helligkeitskorrektur. Die reagierte recht fix und übertrieb es nicht so, wie etwa bei den Pixel-Smartphones, die am Abend oft zu dunkel sind.
Sehr gut gefiel uns der Sound. Allerdings solltest Du die oberen zehn Prozent der Lautstärke lieber vermeiden. Dann wirkt das S26 blechern im Sound. Sonst gefiel uns vor allem der Stereo-Effekt beim Querhalten des Smartphones. Bei typischen Haltepositionen wird der Ton nicht allzu sehr gestört. Musik, die mit starken Stereoeffekten spielt, macht daher besonders spaß.
Die Bässe sind für die Größe des Geräts ebenfalls in Ordnung. Natürlich kann man hier keinen durchschlagenden Bass erwarten. Tiefe Frequenzen sind aber meist leise wahrnehmbar, statt einfach zu fehlen. Auch hier empfiehlt es sich dann, das S26 nicht allzu laut einzustellen.
Fazit: Das Samsung Galaxy S26 ist ein solides Upgrade
Auch wenn man die Neuerungen mit der Lupe suchen muss: Das Galaxy S26 ist für den typischen 2- oder 3-Jahres-Rhythmus durchaus interessant. Jedenfalls mehr als das Pixel 10a, wo Du Änderungen mit dem Mikroskop suchen musst. Der Wechsel auf den Exynos 2600 ist außerdem gar nicht so schlimm, wie wir dachten. Im 3D-Benchmark 3DMark zeigte er sich sogar ganz gut. Und auch die Multicore-Performance im Geekbench war gut. Im Single-Core-Betrieb hingegen gibt es Schwächen.
Bei der Kamera solltest Du Dich aber auf Probleme in Nachsituationen einstellen. Ja, der Sensor ist empfindlich. Das Schutzglas aber leider auch. Starke Lichter im Stadtgeschehen nerven beim Fotografieren doch mehr als bei so manchem Konkurrenten.
Tagsüber oder am Abend kannst Du mit dem Galaxy S26 aber tolle Fotos machen.
Insgesamt ist das Galaxy S26 ein solides Upgrade. Aber nicht für S25-Besitzer. Die warten lieber noch mindestens eine Generation.
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