Honor Magic V6 im Hands-On: Foldable sichert sich die Pole-Position im Schlankheitswettbewerb!
Edel und schlank – das Honor Magic V6 wurde auf dem MWC 2026 in Barcelona zum ersten Mal gezeigt. (Bild: Handyhase / Samuel Wolf)
Das Wichtigste in Kürze
- Mit einer Dicke von 8,75 Millimetern unterbietet das Honor Magic V6 nicht nur den Vorgänger, sondern auch die Konkurrenz.
- Dank neuem Material mit höherer Kapazitätsdichte kann der schmale Akku des Foldables bis zu 6.600 mAh aufbringen.
- Beim Prozessor setzt Honor wieder auf den Branchenführer Qualcomm und verbaut den Snapdragon 8 Elite Gen 5.
Schlank und robust – Honor optimiert Gehäuse des Magic V6
Das Honor Magic V5 galt bislang als das dünnste Falthandy auf dem Markt, woran scheinbar auch der Nachfolger anknüpfen kann. Das Honor Magic V6 ist im zusammengeklappten Zustand nur 8,78 Millimeter dick. Damit hat es im Vergleich zu dem 8,8 mm dicken Vorgänger sogar etwas abgenommen und kann als das dünnste Foldable überhaupt bezeichnet werden (wenn man das hervorstehende Kameramodul ignoriert).
Das Honor Magic V6 ist ohne das Kameramodul nur 8,75 Millimeter dick. (Bild: Handyhase / Samuel Wolf)
Um der Angst zu begegnen, dass das Gerät aufgrund des schlanken Designs brechen könnte, hat Honor dieses besonders robust gestaltet. So werden eigenen Angaben zufolge das Gehäuse sowie das Faltscharnier verstärkt und das Gerät per IP68- und IP69-Zertifizierung gegen Staub und Wasser geschützt.
Honor demonstrierte die Robustheit, indem sie das Smartphone mehrfach unter Wasser falteten und ein Video spielten, das einen 80 kg schweren Mann zeigt, der von dem Faltscharnier gehalten wird.
Das Honor Magic V6 kommt in vier verschiedenen Farbvarianten, die teilweise unterschiedliche Texturen auf der Rückseite nutzen. Am häufigsten wirst Du eine rote Variante zu Gesicht bekommen, deren Rückseite mit einer Samtschicht bezogen ist. Im Hands-On fühlte sich das Foldable daher sehr elegant und hochwertig an. Eine weiße Ausführung kommt stattdessen mit einer leicht geriffelten Rückseiten-Oberfläche.
Mehr Spielfläche auf dem Außendisplay
Während Honor wie im vergangenen Jahr bei seinem neuesten Foldable ein Innendisplay mit 7,95 Zoll nutzt, wächst das äußere Panel. In der Diagonalen misst der Außenbildschirm des Honor Magic V6 6,52 Zoll im Vergleich zu 6,43 Zoll, mit denen der Vorgänger aufwartet. Da der innere Bildschirm in seiner Größe gleichgeblieben ist, gehen wir davon aus, dass außen einfach die Displayränder etwas geschrumpft sind.
Die Rückseite des Honor Magic V6 ist in der roten Variante mit Samt überzogen. (Bild: Handyhase / Samuel Wolf)
Das LTPO-2.0-Display nach dem AMOLED-Typ zeichnet sich vor allem durch seine adaptive 120-Hz-Bildwiederholrate und starke Helligkeitswerte aus. Mit Spitzenwerten von bis zu 6.000 Nits (Außendisplay) überbietet das Magic V6 auch hier seinen Vorgänger. Überdies gibt Honor an, dass die Faltz im Bildschirm um 44 Prozent kleiner ist und er weniger Licht reflektiert.
Akku-Kapazität kratzt an der 7.000-mAh-Marke
Die Akkus der Foldable-Smartphones haben sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Einige Hersteller waren dabei aber deutlich langsamer als Honor. Die Batteriekapazität des Samsung Galaxy Z Fold 7 liegt beispielsweise nur bei 4.400 mAh, während schon das Honor Magic V5 über 5.820 mAh verfügte.
In diesem Jahr setzt Honor noch einmal einen drauf. Mit 6.600 mAh setzt der Konzern für das Magic V6 die Grundlage für den größten Foldable-Akku in Europa. Honor gibt an, dass die Batterie die des iPhone 17 Pro Max in verschiedenen Anwendungen um mehrere Stunden überbietet. Möglich ist dies durch das Material des Akkus. Es soll eine höhere Energiedichte ermöglichen, wodurch das Handy trotz der Kapazitätssteigerung sehr schmal bleibt.
Magic-V6-Kamera im Hands-On – keine großen Upgrades zu erwarten
Bei dem Kamera-Setup greift Honor hauptsächlich auf die Technik des Magic V5 zurück. Die weiterhin sehr hochklassige Weitwinkel- und Telelinse sind identisch mit denen des Vorgängers. Die Zoom-Linse mit Periskop-Zoom kommt mit 64 MP und dreifacher optischer Vergrößerung, die Hauptlinse verfügt über 50 MP.
Die Linsenkonstellation der Honor-Magic-V6-Kamera ist im Vergleich zum Vorgänger kaum geändert worden. (Bild: Handyhase / Samuel Wolf)
Einziger Unterschied der beiden Module ist die Ultraweitwinkellinse, die zwar ebenso mit 50 MP knipst, aber eine etwas größere Blende hat. Auch die frontalen Linsen im Innen- und im Außendisplay behält der Hersteller bei. Sie lösen beide mit 20 MP aus. Zu der Technik gesellen sich außerdem Software-Features wie eine KI-Farberkennung oder eine KI-Funktion, die das Color-Grading erleichtern soll.
Leistungsstarker Prozessor trotz schmalem Chassis
Der verbaute Chipsatz des Magic V6 stammt erneut aus den Werken von TSMC. Bei dem Herz des diesjährigen Foldables handelt es sich um den Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5. Der aktuellste Chip ist derzeit das Vorzeigemodell des US-amerikanischen Herstellers und kommt unter anderem auch im Xiaomi 17 Ultra oder im Samsung Galaxy S26 Ultra zum Einsatz. Er wird im 3-nm-Verfahren gefertigt.
Magic V6 – Honor schweigt zum Preis
Leider hat Honor weder einen Preis für sein neues Foldable noch einen konkreten Marktstart angekündigt. Bisher wissen wir nur, dass das Magic V6 in der zweiten Jahreshälfte von 2026 kommen soll. Es liegt aber nahe, dass der offizielle Launch im Rahmen der IFA Anfang September erfolgen könnte.
Dann gibt Honor vermutlich auch eine Preisempfehlung für das Gerät ab. Da das Honor Magic V5 zum Marktstart bereits knapp 2.000 Euro gekostet hat, wird der Listenpreis des Nachfolgers aller Voraussicht nach mindestens genauso hoch sein. Zumal die steigenden Arbeitsspeicherpreise aufgrund der Chipkrise auch Auswirkungen auf Honors Preisgestaltung haben könnten.
Neben dem Honor Magic V6 wurden außerdem ein neues Tablet, ein Laptop sowie das Honor Robot Phone vorgestellt. Letzteres soll ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte kommen.
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