MWC 2026

Motorola Razr Fold: Nach sieben Jahren Flip nun endlich ein Fold

Zum MWC in Barceloona hatte Motorola erneut das Razr Fold dabei und diesmal auch einen Release-Termin. Lies hier alles zu unseren ersten Eindrücken zum Foldable von Motorola.
Motorola Razr Fold – Hands-on – Header

(Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Motorola-Smartphones mit Vertrag

Handyhase ist auch in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit gleich sechs Hasen vertreten. Live-Berichte, News und Geräte-Neuheiten liest Du auf unserer MWC-Infoseite nach.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Vorverkauf des Motorola Razr Fold startet am 13. April 2026 und am 15. Mai kommt es in den Handel.
  • Es wird eine FIFA-Edition des Razr Fold geben.
  • Pantone liefert die zwei Farben Lily White und Blackend Blue für die Speichervariante 16 + 512 GB für knapp 2.000 Euro UVP.

Vom Razr zum Razr Fold: Motorolas erstes Großformat zum Falten ausprobiert

Als Motorola 2019 die Marke Razr zum zweiten Mal aus der Versenkung holte, passte das damals neue Flip-Format perfekt zu ihrem Flip-Phone-Image aus der Zeit vor 2007: Ein kleines Quadrat öffnet sich zu einem vollwertigen Smartphone. Unserer Meinung nach hat hier Motorola in den letzten beiden Generationen auch die Nase vor dem Galaxy Z Flip von Samsung. Umso mehr muss Motorola abliefern, wenn es um das allererste Foldable geht, bei dem es international noch mehr Konkurrenz gibt.

Motorola Razr Fold im Hands-on: aufgeklappt

Aufgeklappt mit über 8 Zoll: Motorola Razr Fold (Foto: Michael Spieler / Handyhase)

Was sind die wichtigsten technischen Daten des Razr Fold?

Das Razr Fold kommt mit Qualcomms Snapdragon 8 Gen 5, einem Achtkern-Prozessor aus 3-nm-Fertigung, der bis zu 3,8 GHz erreicht und zu den leistungsstärksten SoCs seiner Generation gehört. Ihm zur Seite stehen 16 GB RAM und 512 GB Speicherplatz. Sein Akku hat eine Kapazität von 6.000 mAh und er lässt sich schnell mit Kabel (80 W) oder kabellos (50 W) aufladen. Es kommt mit Android 16 und Motorolas UI, die das Betriebssystem kaum optisch verändert. Sieben große Updates und die Sicherheitspatches drumherum verspricht Motorola.

Die Bildschirme des Razr Fold im Ersteindruck

Mit dem Razr Fold bekommst Du natürlich zwei Bildschirme. Einen außen im 21:9-Format mit 6,56 Zoll und einen innen im fast quadratischen 8:7,4-Format mit 8,1 Zoll. Beide Plastik-OLEDs (pOLED) haben LTPO-Technik verbaut, die die Bildwiederholfrequenz den dargestellten Inhalten dynamisch anpassen kann. Das Hauptdisplay erreicht dabei maximal 120 Hz, das Außendisplay sogar 165 Hz.

Beim FHD+-Panel außen und dem 2K-Panel innen wird eine Helligkeit von bis zu 6.000 bzw. sogar 6.200 Nits in der Spitze erreicht. Sie sind also nicht nur scharf und dank Pantone-Validierung auch farbtreu, sie werden auch sehr schön hell bei Bedarf.

Motorola Razr Fold im Hands-on: zugeklappt

Zugeklappt so groß wie ein normales Handy, aber etwas dicker und schwerer (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Das Design des Razr Fold im Ersteindruck

Das Aussehen war bereits seit der CES in Las Vegas bekannt, aber es in echt zu erleben, ist immer noch was anderes als Fotos oder Videos von einer Messe. Uns hat einstimmig das Modell in der Farbe Lily White deutlich besser gefallen als das schwarze. Das wirkte mit der strukturierten Rückseite fast schon wie ein Rugged-Phone und weit weniger elegant.

Für knapp 2.000 Euro, die Motorola dafür haben will, könnte es etwas edler ausfallen. Speziellere Farben, für die insbesondere Motorola dank der Kooperation mit Pantone bekannt ist, finden beim Foldable leider gar nicht statt.

Es wird eine FIFA-Edition zur Fußball-WM geben (inkl. Logo aus 24k Gold), aber so ein richtiger Hingucker ist das auch nicht. Ob Fußball-Fans bereit sind, für ein goldenes FIFA-Logo nochmal extra Geld auszugeben, ist auch fraglich. Mit 243 g und 10,1 mm im zugeklappten Zustand ist es auch eines der schwereren und dickeren Foldables.

Motorola Razr Fold im Hands-on: zwei Farben

Pantone Blackened Blue oder Lily White stehen zur Wahl. Die Materialien der Rückseite unterscheiden sich texturell. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Motorola Razr Fold: Kameras mit Top-Wertung

Das Motorola Razr Fold muss sich mit den aktuellen Galaxy Z Folds und dem Honor Magic V5 vergleichen lassen und da zieht es leider den Kürzeren. Auch wenn DxOMark Motorola mit dem Razr Fold die besten Kameras in einem Foldable bescheinigt, wirkt die des noch aktuellen Honor Magic V5 zumindest auf dem Papier eindrucksvoller. Und das ist inzwischen 500 Euro günstiger.

Eigentlich müsste man es mit dem Honor Magic V6 vergleichen. Das hat Honor zwar auch vorgestellt, will es aber erst in der zweiten Jahreshälfte veröffentlichen.

Bleiben wir beim Kameratest, dann ist es mit seinen 164 Zählern vergleichbar mit dem Motorola Siganture und dem Honor Magic 8 Pro. Zumindest ersteres ist wenig überraschend, es hat immerhin das gleiche Kamerasetup wie sein nichtfaltender Kollege aus eigenem Haus. Der Zoom ist bis zur verlustfreien 3‑fach-Vergrößerung sehr angenehm und es entstehen gute Aufnahmen. Zumindest konnten wir die Sagrada Família durch’s Fenster der Motorola-Präsentation uns sehr scharf näher heranholen.

Motorola Razr Fold im Hands-on: Triple-Cam

Die Triple-Cam des Motorola Razr Fold ganz nah: Periskop für Telefotos links unten gut zu erkennen (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Dir stehen hier rückseitig 3 × 50 MP zur Verfügung sowie zwei Frontkameras mit 20 bzw. 32 MP. Du deckst damit Brennweiten zwischen 12 und 71 mm ab.

Weitere Features im Ersteindruck

Mit 5G, WiFi 7, Bluetooth 6 und NFC stehen Dir alle aktuellen Funkverbindungen offen. Deine SIM kann auch als eSIM-Profil das Razr Fold mit Deinem Provider verbinden.

Moto AI spricht nun mit Gemini und Perplexity und der separate Moto Pen Ultra verwandelt das Razr Fold in ein Notiz- oder Skizzenbuch. Er ist druckempfindlich und der Bildschirm erkennt Handflächen und verhindert wilde Inputs. Mit dem Knopf am Pen kannst Du schnell zwischen den Tools in einer Sketch-App wechseln oder eine neue Notiz erstellen. Er ist auch der perfekte Begleiter für das Erstellen, Bearbeiten und Beschriften von Screenshots.

Motorola Razr Fold im Hands-on: Crease

Hat definitiv eine Falz: Motorola Razr im Gegenlicht (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)

Preis und Verfügbarkeit des Motorola Razr Fold

Das Motorola Razr Fold soll am 13. April 2026 in den Vorverkauf gehen und dann ab dem 15. Mai 2026 regulär in den Handel kommen. Du wirst anfangs 1.999,99 Euro ohne Vertrag dafür hinblättern müssen.

Eventuell versüßt Motorola den Vorverkauf ja noch mit einem Bundle-Deal wie zum Start des Edge 70. Schließlich gibt es auch noch neue Moto Buds 2 Plus, den Moto Pen Ultra und die Moto Watch Fit.

Du hast die Wahl zwischen Weiß (Lily White) und Blauschwarz (Blackened Blue), jeweils mit 16 + 512 GB Speicher. Ob die Spezial-Edition zur WM direkt mit auf den Markt kommt, ist noch unklar.

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Profilbild von Michael
Schreibt seit 2011 für Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Hat ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches Studium vorzuweisen, was dabei hilft, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

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