Selfies und Neujahrsgrüße: Datennutzung zu Silvester auf Rekordniveau
Das Wichtigste in Kürze
- Zu Silvester ließen die Menschen in Deutschland so viele Daten durch die Mobilfunknetze laufen wie nie zuvor.
- Erfreulicherweise sind die Zeiten der minutenlangen Netzzusammenbrüche längst vorbei.
- Auch der klassische Telefonanruf steht zu Neujahr weiterhin hoch im Kurs.
Mobile Datennutzung zu Silvester erneut gestiegen
Das neue Jahr begrüßten die Menschen in Deutschland mit zahlreichen Selfies und Neujahrswünschen per Smartphone. Die großen Netzbetreiber vermelden erneut steigende Datendurchsätze auf ihren Netzen. Telekom, Vodafone und Telefónica bilden in ihren Statistiken jeweils den Zeitraum von 20:00 Uhr bis 03:00 Uhr ab.
Telekom und Vodafone mit kräftig gestiegenem Datendurchsatz
Die Telekom schaufelte in der Silvesternacht rund 3.900 TB Daten durch ihr bundesweites Netz. Das ist ein kräftiger Anstieg um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie es in der entsprechenden Mitteilung des Magentakonzerns heißt (1). Wenig überraschend lag vor allem der Upload-Anteil besonders hoch, den zahlreichen Selfies und Feuerwerks-Videos geschuldet.
Vodafone verzeichnete in der Neujahrsnacht einen netzweiten Datendurchsatz von 4.500 TB, eine Steigerung um rund 50 Prozent (2). Hier kommt allerdings ein Sondereffekt zum Tragen, der Datennutzung vom O₂- in das Vodafone-Netz verlagerte.
Telefónica transportiert die meisten Daten
Mit rund 35 Millionen aktiven Anschlüssen ist Telefónica rein zahlenmäßig der größte Netzbetreiber Deutschlands, eine Folge der Fusion von ePlus mit O₂ vor Jahren. Entsprechend fällt auch der Batzen an Silvesterdaten hier besonders groß aus: Rund 5.700 TB wurden zum Jahreswechsel durch das Netz geschickt (3).
Da im vergangenen Jahr mehrere Millionen 1&1-Kunden im Rahmen des geänderten nationalen Roamings in das Vodafone-Netz migriert wurden, kommt bei O₂ nur ein Mini-Plus von 2 Prozent zum Vorjahr zusammen.
Hotspots der Datennutzung waren die größten Städte mit ihren riesigen Silvesterparties: In Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln glühten die Leitungen besonders.
Zu Silvester wird weiterhin fleißig telefoniert
Mag auch die klassische Sprachtelefonie auf dem Rückzug sein, zu Silvester rufen die Menschen ihre Lieben weiterhin gern auf die herkömmliche Weise an.
Im Telekom-Netz wurden in der Silvesternacht rund 12 Millionen Telefonate geführt, mehr als doppelt so viele wie in einer „normalen“ Nacht. Etwa die Hälfte der Gespräche wurden naturgemäß kurz nach 00:00 Uhr geführt. Im Vodafone-Netz liefen gar rund 20 Millionen Gespräche, was auch den 12 Millionen neuen Netznutzern zu verdanken ist. Auch hier erreichte das Aufkommen mit rund 7,5 Millionen Anrufen zwischen 00:00 und 01:00 Uhr einen Spitzenwert.
Übrigens: Die SMS ist noch immer nicht tot. In der ersten Stunde des neuen Jahres wurden im Telekom-Netz rund 800.000 Kurznachrichten verschickt, rund 60 Prozent mehr als üblicherweise zu dieser Zeit.
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