Mit der Taschenlampe gegen TCLs Nxtpaper-OLED-Display
- Das reflexionsarme Nxtpaper für Smartphones kommt bald auch mit einem OLED-Display.
- Die Helligkeit wurde erneut erhöht.
- Die neue Nxtpaper-Generation soll im Laufe des Jahres 2026 erscheinen.
Das Nxtpaper-OLED-Display im Hasencheck
In Paris konnten wir von Handyhase uns das neue Nxtpaper-OLED-Display genauer anschauen. Dort hat der Displayspezialist TCL einen Showroom und zeigte neben allerhand TV-Neuigkeiten auch seine Smartphones und ein Smartphone-Konzept. Das hier gezeigte Gerät ist also eindeutig kein fertiges Produkt. Vielmehr ist das Handy nur eine Basis, um das neue Display zu zeigen und das hat es in sich.
Wie gehabt ist die Oberfläche des Displays sehr matt. Einstrahlendes Licht stört damit deutlich weniger als bei glänzenden Bildschirmen. Matte Bildschirme waren einmal bei Notebooks sehr verbreitet – zu Zeiten, in denen 200 Candela pro Quadratmeter (Nits) noch als hell galten. Mittlerweile sind wir im Bereicht von tausenden Nits. Damit kann die Sonneneinstrahlung meist gut überstrahlt werden, doch bei ungünstigen Winkeln wirst Du von der Sonne geblendet. Oder Du blendest im Zug etwa andere Fahrgäste, indem Du die Sonneneinstrahlung versehentlich umleitest.
Mit dem Nxtpaper-Display ist das kaum noch möglich und dank der OLED-Technik im neuen Konzept konnte TCL auch ordentlich an der Helligkeit arbeiten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Mit der Taschenlampe gegen das Display
Um das Ganze zu testen, haben wir das Display nämlich mit einer starken Taschenlampe beleuchtet. Das Modell: Eine Ark Pro von Olight. Die haben wir im Turbomodus mit der Einstellung Spotlight auf das Display gerichtet, wie hier im Video gut zu sehen ist:
@handyhase Dieses Smartphone-Display spiegelt fast gar nicht 😳📱 Matte Oberfläche, weniger Blaulicht & trotzdem OLED ⚡ #tclnxtpaperamoled #tclsmartphone #tcl #smartphonenews #techtok
Das sind bei einem recht fokussierten Strahl 800 Lumen und die sind so stark, dass Du nicht in die Reflexion der Taschenlampe über ein Display reinschauen möchtest. Schon 400 Lumen sind etwa über eine Reflexion eines regulären Macbook-Displays sehr unangenehm für das Auge. Da braucht es eigentlich eine Sonnenbrille.
Ganz nah dran: Mit der Arkpro, links schwach zu erkennen, leuchten wir mit voller Kraft auf das Display. Der Spot ist deutlich zu erkennen, aber das Display lässt sich kaum beeindrucken. Der Raum ist übrigens hell erleuchtet, die Kamera wurde aber an den Spot angepasst. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)
Beim Nxtpaper-OLED-Display stört das alles nicht. Es gibt keine blendende Wirkung. Man sieht aber den Spot der Taschenlampe. Trotzdem kannst Du auf dem Display immer noch die Inhalte erkennen, wenn auch etwas schwächer. Für den Einsatz in sehr sonnigen Umgebungen ist das neue Display anscheinend wie gemacht. Die Ergebnisse sind deutlich besser als bei den alten Nxtpaper-Displays, wie etwa dem Nxtpaper 60 Ultra, das wir uns auf der letzten IFA angesehen hatten. Übrigens bietet das Display eine Helligkeit von 3.200 Nits laut Hersteller.
Wann kommt das Nxtpaper mit OLED-Display?
Leider musst Du Dich aber noch einige Zeit gedulden, bis Du ein Smartphone mit dem neuen Nxtpaper in den Händen halten kannst. Auf Nachfrage wollte uns TCL nicht sagen, wann ein Smartphone auf den Markt kommt. TCL betonte außerdem, dass das gezeigte Modell kein finales Smartphone-Design ist. Nur so viel wollte der Hersteller, der die Displays selbst über die Sparte TCL CSOT produziert, verraten: Im Laufe des Jahres 2026 kommt ein Smartphone mit der neuen Displaytechnik auf den Markt.
In der Nahaufnahme: Die Schrift lässt sich unter dem Spot der Taschenlampe noch immer gut lesen. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)
Wir können uns gut vorstellen, dass TCL die IFA in Berlin dafür nutzen wird. Seit einigen Jahren ist das Unternehmen dort mit einem sehr großen Stand vertreten. Es wäre jedenfalls eine der nächsten passenden Gelegenheiten. So oder so: Aktuell ist Geduld gefragt.
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