Xiaomi 17 Ultra im Hands-on: Schickes Kamera-Smartphone und besondere Leica-Variante
Das Xiaomi 17 Ultra in der Leica-Leitzphone-Variante mit besonders viel Speicher. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)
- Zum MWC 2026 wurde in Barcelona der Europastart des Xiaomi 17 Ultra bekanntgegeben.
- Es bietet einen mechanischen, wenn auch kleinen Zoom.
- Eine besondere Variante ist das Leica Leitzphone mit viel Speicher und einem drehbaren Ring.
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat Xiaomi das neue High-End-Smartphone Xiaomi 17 Ultra sowie das Leica Leitzphone vorgestellt, das als eine Variante des 17er-Modells gesehen werden kann. Handyhase konnte beide Geräte einem ersten Hands-on unterziehen, die ein paar technische Besonderheiten liefern.
Eine Kamera mit mechanischem Zoom
Besonders interessant am Xiaomi 17 Ultra ist wieder das Kamerasystem. Das Teleobjektiv wurde laut dem Hersteller zusammen mit Leica von Grund auf entwickelt und hat von Leica sogar die APO-Zertifizierung erhalten. Das heißt, dass so etwas wie Farbsäume – der technische Begriff ist chromatische Aberration – mit dem nun zoomfähigen Objektiv nicht entstehen sollten. Solche Farbsäume erkennt man, weil sich die drei Grundfarben des Spektrums (Rot, Grün, Blau) auftrennen. Gerade wenn Du Details aus einem Foto rausholen willst, ist das nicht schön.
Leica Leitzphone powered by Xiaomi (1 TB) bei Xiaomi
Aber kommen wir zum mechanischen Zoom. Denn der Sensor der Telekamera im Periskopdesign hat nicht nur 200 Megapixel für ein digitales Zoomen. Das Objektiv kann seine Linsengruppen auch so weit bewegen, dass ein echter mechanischer Zoom mit voller Auflösung vorhanden ist. Das klingt erst einmal beeindruckend. Doch der Zoom-Bereich ist mit 3,2- bis 4,3-fach eher klein. Das entspricht einem Objektiv, das zwischen 70 und 100 mm zoomen kann. Für ein Smartphone ist das etwas Besonderes, bei einer großen Kamera mit austauschbaren Objektiven wäre der Zoombereich aber sehr klein.
Aber Xiaomi hilft Dir, dass Du in diesem Bereich bleibst, denn im Interface wird ein eigener Bereich abgesteckt, der in diesem Foto hinter dem Strich bei der 3 anfängt. Für optimale Bildqualität mit maximaler Auflösung musst Du nur in diesem Bereich bleiben:
Der Zoom-Slider des Xiaomi 17 Ultra. Hier sind wir noch unterhalb der Telelinse beim Dreifach-Zoom. Dahinter beginnt der Periskop-Zoombereich. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)
Das sollte die präzise Handhabung des Periskop-Objektivs erleichtern. Die tatsächliche Bildqualität ließ sich noch nicht beurteilen. Dafür müsste man Demofotos schießen und sie auch exportieren. Bei der Präsentation scheute man aber nicht etliche Vergleiche mit der Apple-Konkurrenz. Aber selbst die waren schwer zu beurteilen, denn die Unterschiede sollen bei HDR-Fotos erkennbar sein. Die Präsentation arbeitete aber nicht mit einer HDR-fähigen Anzeige. Hier heißt es für Dich: Test abwarten.
@handyhase Wir schauen uns das neue Xiaomi 17 Ultra an und prüfen, ob es wirklich ein iPhone Killer ist. Wir sprechen über das beeindruckende 6,9-Zoll-OLED-Display mit 3500 Nits Spitzenhelligkeit, den leistungsstarken Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor mit 16 GB RAM und vor allem die herausragende Triple-Kamera mit einem echten 1-Zoll-Hauptsensor und einem 200-Megapixel-Teleobjektiv mit mechanischem Zoom. Wir besprechen auch die Akkulaufzeit mit 6000 mAh und die schnellen Ladefunktionen mit 90 Watt kabelgebunden und 50 Watt kabellos, sowie den Preis ab 1499 Euro. #xiaomi17ultra #Smartphone #mwc #2026 ♬ Originalton – Handyhase.de
Ein Highlight: die Variante Leica Leitzphone im Hands-on
Dass Xiaomi und Leica auf das Design stolz sind, zeigte auch der Umstand, dass es vom Xiaomi 17 Ultra eine spezielle Variante gibt, die unter der Leica-Marke verkauft wird: das Leica Leitzphone. Dem spendierte Xiaomi sogar das klassische Leica-Logo. Doch es gibt auch mechanische Unterschiede. Denn um das Kameramodul hat Xiaomi einen drehbaren Ring installiert. Der lässt sich als Blenden-, Fokus- oder Zoomring nutzen. Auch der Weißabgleich kann von Dir so eingestellt werden.
Der Ring ist auf jeden Fall eine willkommene Änderung, die leider nur dem Leitzphone vorbehalten ist. Er braucht aber etwas Gewöhnung. Im Unterschied zu Zoom- oder Fokusringen großer Kameras, ist der Griffbereich nämlich ziemlich klein. Der Ring braucht dafür aber nicht viel Kraft, damit Du ihn bewegen kannst. Du musst aber vor allem bei der Nutzung als Ring aufpassen: Wenn Du wie wir an die Bedienung großer Kameras mit Daumen und Zeigefinger gewöhnt bist, dann kann es im Weitwinkel passieren, dass die restlichen drei Finger plötzlich im Bild landen. Im folgenden Bild haben wir das etwas übertrieben dargestellt:
Mit etwas Umgewöhnung sollte es aber klappen. Vermutlich ist eine Bedienung mit dem Mittelfinger am besten. Dabei hältst Du das Smartphone mit dem Daumen und Zeigefinger. Da der Ring leichtgängig und trotzdem präzise ist, sollte sich die notwendige Feinmotorik des Mittelfingers in Grenzen halten.
Das Design des Xiaomi 17 Ultra im Ersteindruck
Top-Prozessor im Xiaomi 17 Ultra im Hands-on
Beim Xiaomi 15 Ultra setzte Xiaomi auf den Snapdragon 8 Elite. Da war es nur konsequent, dass der Nachfolger des Smartphones ebenfalls den Nachfolger Snapdragon 8 Elite Gen 5 einsetzt. Wie sehr sich dieser im Xiaomi 17 Ultra vom Vorgänger unterscheidet, ließ sich beim Hands-on nicht sagen. Das System fühlte sich aber wie gewohnt sehr flott an. Das gilt auch für das Display, das wahlweise im Automatikmodus oder fest im 60- oder 120-Hertz-Modus genutzt werden kann. Bei den Tablets bietet Xiaomi übrigens mehr Auswahl, nämlich 60, 90 und 144 Hertz.
Etwas resistenter gegen Fett?
Eine Schwäche von Xiaomi-Smartphones war bisher oft das Abweisen von Fett. Wir können es nicht mit Bestimmtheit sagen, doch der erste Eindruck zeigte vor allem rund um die Kamera Verbesserungen. Auch das Xiaomi-Personal musste nicht so oft die Kameras putzen, was ein guter Hinweis ist. Jedenfalls ist das Kameramodul nicht so schnell mit dem Fett unserer Finger beschmiert gewesen, wie das Display mit seiner Displayschutzfolie. Wir haben es aber durchaus probiert. Mit entsprechenden Kameraeinstellungen konnten wir dann doch etwas erhaschen. Es ist aber nicht viel und bei normaler Belichtung kaum sichtbar gewesen.
Selbst mit extremer Belichtung halten sich die Fettschlieren in Grenzen. Wir hoffen, das ist dauerhaft. (Foto: Andreas Sebayang / Handyhase)
Gerade am Abend oder in der Nacht ist ein sauberes Kameramodul wichtig, um unschöne Effekte durch Lichter zu vermeiden.
Preise und Verfügbarkeiten: Wann kommt das Xiaomi 17 Ultra?
Die wichtigste Frage ist natürlich: Wann kommt Xiaomis nächstes High-End-Smartphone? Die Antwort ist recht einfach: Es ist ab sofort verfügbar und Xiaomi-typisch gibt es zum Start auch einige Vergünstigungen für Zubehör.
Das Xiaomi 17 Ultra startet mit 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Festspeicher für 1.499,90 Euro UVP. Für 200 Euro mehr gibt es die Variante mit einem Terabyte.
Etwas eingeschränkter ist die Verfügbarkeit des Leica Leitzphone by Xiaomi. Laut Xiaomi ist es zwar ab sofort über Leica und Xiaomi zu beziehen. Im Handel wird es aber seltener zu sehen sein, denn die Deutsche Telekom ist der exklusive Vermarkter. Bei der Telekom ist das Leitzphone ab dem 2. März verfügbar. Der offizielle Preis liegt bei 1.999,90 Euro.
Auf Xiaomis Webseite mi.com gibt es zudem einige Optionen bis einschließlich 14. März vergünstigt. So kannst Du für einen Euro den neuen Tracker Xiaomi Tag oder das Photography Kit für rund 10 statt 100 Euro dazubestellen. Das Pro-Kit gibt es für 100 statt 200 Euro und das Ladegerät mit 120 Watt wird auch preislich halbiert (rund 30 Euro).
Xiaomi 17 Ultra im Xiaomi Store
Ein erstes Fazit: Wie schlagen sich das Xiaomi 17 Ultra und das Leitzphone?
Der erste Eindruck des Xiaomi 17 Ultra ist wie erwartet gut. Es ist ein Top-Smartphone mit einer potenziell sehr guten Kamera und einem schnellen Prozessor. Viel kann Xiaomi aber auch nicht falsch machen, denn letztendlich baut das Unternehmen auf dem ohnehin schon guten Xiaomi 15 Ultra auf. Die Unterschiede sind daher auch nicht so groß.
Gespannt sind wir, wie sich der neue mechanische Zoom in der Praxis macht. Die klare Anzeige des mechanischen Bereichs hilft jedenfalls zur Beurteilung – sofern Du davon weißt. Doch das Handy richtet sich auch eindeutig an Menschen mit Fotografie-Interesse.
Spannend ist auch die Top-Variante, die als Leitzphone von Leica vermarktet wird. Der drehbare Ring ist eine interessante Ergänzung. Der Aufpreis hat jedoch ein bisschen was von einer versuchten Exklusivität. Letztendlich zahlst Du für den bedienbaren Ring, ein etwas anderes Design und einige Betriebssystemanpassungen stolze 300 Euro extra im Vergleich zum regulären Xiaomi 17 Ultra mit einem Terabyte.
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