Magic 8 Pro im Test: Honor legt im Premium-Segment nach!
Mit etwas mehr als 6,7 Zoll in der Display-Diagonalen ist das Honor Magic 8 Pro zwar kleiner als der Vorgänger, aber nach wie vor ein ziemlicher Brocken. (Bild: Handyhase / Samuel Wolf)
Das Wichtigste in Kürze:
- Mit Spitzenhelligkeiten, einem leistungsstarken Akku und einem noch hochauflösenderen Zoom sagt Honor mit dem Magic 8 Pro der Konkurrenz den Kampf an.
- Preislich orientiert sich das Flaggschiff mit einer UVP von 1.299,90 Euro an dem Vorgänger.
- Ein Kauf lohnt sich vor allem, wenn Du Premium-Features suchst oder ein gutes Angebot mit Vertrag entdeckst.
Magic 8 Pro: Moderne Technik in kompakterem Gehäuse
Ein aktueller Trend der Smartphone-Branche wirkt sich auch auf das neueste Oberklassemodell aus dem Hause Honor aus. Das Magic 8 Pro ist nämlich im Vergleich zum Vorgänger handlicher. Wir sprechen hier von 8,3 mm anstatt 8,8 mm Dicke, 75 mm anstatt 77 mm Breite und 219 g anstatt 223 g Gewicht. Diese leichten Vorteile sind wohl unter anderem dem etwas kleineren Display geschuldet.
Apropos Display: Der Hersteller hat die ohnehin schon beeindruckende Helligkeit des Magic 7 Pro (hier im Test) beim Magic 8 Pro nochmals gesteigert. Geschmackssache sind definitiv die Display-Ränder. Sie erinnern mit ihren abgerundeten Kanten an die vergangene Ära der Curved-Bildschirme.
Einen größeren Akku erhältst Du ebenfalls, wenngleich wir erneut in Europa mit einer niedrigeren Kapazität abgespeist werden. Weiter entfernte Motive kann das High-End-Mobiltelefon dank 3,7-fachem anstatt dreifachem optischen Zoom besser festhalten.
Bildschirm ruft Spitzenhelligkeiten ab
Das vor anderthalb Jahren veröffentlichte Realme GT Neo 6 muss sich ab sofort die Krone für den hellsten Smartphone-Bildschirm mit dem Magic 8 Pro teilen. Beide Handys strahlen mit bis zu 6.000 cd/m². Im Alltagstest hat sich dieser hohe Candela-Wert vor allem bewährt, wenn wir das Handy bei direkter Sonneneinstrahlung genutzt haben. Alle Anwendungen waren dabei gut zu erkennen, ohne die Augen zusammenkneifen zu müssen. Fraglich bleibt jedoch, ob das Magic 8 Pro hier wirklich einen Vorteil gegenüber anderen Smartphones hat oder ob dieser Spitzenwert nur eine Relevanz für das Marketing hat. Schließlich sind auch bei zahlreichen günstigeren Modellen die dargestellten Anwendungen im Sonnenlicht erkennbar.
Das Panel schrumpft geringfügig von 6,8 Zoll auf 6,71 Zoll. Handlicher wird es dadurch zwar nicht, allerdings sorgen die abgerundeten Display-Ränder dafür, dass Du das Magic 8 Pro besser umgreifen kannst. Es tummeln sich 2.808 × 1.256 Bildpunkte auf der OLED-Anzeige.
Die Aktualisierungsrate lässt sich dank LTPO-Verfahren nach Bedarf zwischen 1 Hz und 120 Hz regulieren. Wenn Du bei der Bedienung Deines Honor Magic 8 Pro keine Einschränkungen (Ruckeln oder Verzögerungen) merkst, dann weißt Du, dass sie funktioniert. In unserem Test hat sie das.
Weil das Magic 8 Pro eine dreidimensionale Gesichtserkennung ähnlich Apple Face ID hat, gibt es eine Display-Aussparung in Pillenform.
Honor Magic 8 Pro: Kamera unter der Lupe
Sicherlich ist Dir die Kamera im Handy besonders wichtig. Womöglich weißt Du auch, dass die Magic-Serie diesbezüglich besonders punktet. Das Highlight des Magic 8 Pro ist die Periskop-Telefoto-Einheit. Eine Zoom-Knipse mit 200 MP zu haben, ist schon der Wahnsinn. Mit ƒ/2.6-Blende und 1/1,4-Zoll-Sensor ist diese außerdem sehr lichtstark für ein solches Modul.
Das massive Kameramodul verbirgt zwar sehr hochwertige Technik, steht aber auch etwas unangenehm hervor und sorgt für eine Unwucht. (Bild: Handyhase / Samuel Wolf)
Hingegen hat Honor die Weitwinkelkamera (50 MP) etwas verschlechtert. Die variable Blende fiel dem Rotstift zum Opfer, es gibt nun die feste Blende ƒ/1.6. Das Objektiv ist also auch etwas lichtschwächer als das ƒ/1.4-Objektiv des Magic 7 Pro. Sowohl Weitwinkel als auch Telefoto profitieren von einem optischen Bildstabilisator. Außerdem erwartet Dich eine 50-MP-Ultraweitwinkel-Kamera.
Die folgenden Bilder haben wir mit dem Honor Magic 8 Pro geknippst:
Hier findest Du zum Vergleich ein paar Schnappschüsse mit dem Honor Magic 7 Pro:
Bei beiden Handys ist festzustellen, dass der hochklassige Periskop-Zoom schon viel Spaß macht. Hier hat das Honor Magic 8 Pro die Nase klar vorn, da es das Fotoobjekt bei 3,7-facher Vergrößerung ohne Qualitätsverluste noch näher heranholen kann. Der zehnfache Zoom ist bei beiden Smartphones auch noch ganz hilfreich, bei noch stärkerer Vergrößerung werden die Bilder aber dann zunehmend schwammig.
Aufgrund der vergleichsweise guten Lichtverhältnisse werden die Farben zudem sehr originalgetreu dargestellt, bei Bedarf kannst Du Deine Bilder aber auch durch die KI-Optimierung jagen und verbessern. Über diverse Farbmodi lassen sich die Fotos zudem nach Belieben anpassen. Dass bei dem Magic 8 Pro im Test jetzt eine feste Blende zum Einsatz kommt, fällt aus unserer Sicht bei den Bildern nicht sehr stark auf.
Bärenstark dank neuestem Qualcomm-Gehirn
Wem die Rechenleistung bei einem Android-Smartphone am wichtigsten ist, der greift zu einem Modell mit dem brandneuesten Chipsatz unter den mobilen Prozessoren, dem Snapdragon 8 Elite Gen 5. Es gibt acht Prozessorkerne und eine maximale Taktrate von 4,6 GHz.
Im Benchmarktest (Geekbench 6) erreichte das Honor-Phone einen Gesamtscore von enormen 10366 Punkten. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorgänger, dessen acht Kerne knapp 8700 Punkte auf die Waage bringen. Auch die einzelnen Prozessorkerne bringen mehr Leistung und kommen im Single-Core-Score auf 3626 Punkte – deutlich mehr als das Galaxy S25 Ultra, das Pixel 10 Pro oder das Xiaomi 15.
@handyhase Unser Ersteindruck zum Honor Magic 8 Pro 😍 was sagst du dazu? Bist du schon überzeugt? #honormagic8pro #andoridnews #smartphonenews #honor #techtok
Um Grafikberechnungen kümmert sich die nicht minder performante GPU Adreno 840. Das Magic 8 Pro wird je nach Speicherausführung mit 12 GB oder 16 GB RAM angeboten. Dieses Prozessor-Gesamtpaket sorgt dafür, dass jegliche Apps und Mobile Games flüssig wiedergegeben werden. Selbst grafisch anspruchsvollere Spiele, wie das Autorennspiel Asphalt Legend meisterte der Snapdragon-Chip ohne Probleme.
Grafisch anspruchsvolle Handyspiele mit schnellen Wechseln, wie Asphalt Legends, meistert der Prozessor ohne Probleme. (Bild: Screenshot/ Asphalt Legends)
Das kann die Batterie des Honor Magic 8 Pro im Test
Kommen wir zum Akku. Diesbezüglich haben wir eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute: 6.270 mAh sind 1.000 mAh mehr als beim Magic 7 Pro. Die schlechte Nachricht: In China hat das Oberklasse-Handy sogar 7.200 mAh. So oder so – die Batterie wirst Du flott wieder aufladen können. Es werden bis zu 120 W kabelgebunden und 80 W kabellos geboten. Im Test kommst Du bei mäßigem Gebrauch etwa zwei Tage mit diesem Akku hin. Bei Dauernutzung hält er GSMArena zufolge etwa 19 Stunden durch.
Gut vernetzt mit dem Magic 8 Pro
In seiner Kerndisziplin, der Kommunikation, macht das Honor-Mobiltelefon ebenfalls eine gute Figur. Internetbesuche und Gespräche führst Du über 5G, LTE und 2G. Theoretisch beträgt der 5G-Download-Speed maximal 12,5 GBit/s. Beim WLAN werden bis zu 5,8 GBit/s in Aussicht gestellt. Neben 2,4 GHz und 5 GHz wird durch Wi-Fi 7 auch die Frequenz 6 GHz unterstützt.
Zu den weiteren Schnittstellen zählen Bluetooth 6.0, NFC, GPS und USB-C 3.2. Die Satellitenkommunikation des Magic 8 Pro, die sich vor allem für Notrufe als nützlich erweist, bleibt wie beim Magic 7 Pro China vorbehalten. Für die nötige Sicherheit sorgen die eingangs erwähnte dreidimensionale Gesichtserkennung und ein unter dem Display verbauter Ultraschall-Fingerabdrucksensor. Nützlich ist der Infrarot-Port, womit das Handy als Fernbedienung eingesetzt werden kann.
Unser Fazit: Hat sich das Honor Magic 8 Pro im Test bewährt?
Während das Flaggschiff in China in vier Speicherkonfigurationen vorgestellt wurde, gibt es in Europa nur eine. Hier bekommst Du das Honor Magic 8 Pro mit 512 GB Flash und 12 GB RAM für einen Listenpreis von 1.299,90 Euro. Das ist jede Menge Asche für ein einfaches Smartphone.
Zwei hochwertige Honor-Modelle: das Magic 7 Pro (links) und das Honor Magic 8 Pro (rechts). (Bild: Handyhase / Samuel Wolf)
Ziehe dabei aber auch in Betracht, dass das Honor Magic 8 Pro das neueste Flaggschiff-Smartphone des chinesischen Herstellers ist. Das bedeutet, dass Du in der Regel das Beste zu bieten bekommst, was Honor aktuell in petto hat. (Okay, abgesehen von der chinesischen Variante, welche mehr Arbeitsspeicher und Satellitenkommunikation besitzt.)
Dennoch bekommst Du im Vergleich zum Vorgänger, dem Honor Magic 7 Pro, viel Neues geboten. Wir reden von einem helleren Bildschirm, einem hochklassigeren Zoom, einem neuen Prozessor sowie einem Akku mit längerer Lebensdauer. Ob Dir diese Features im Alltag auffallen, würden wir infrage stellen, in jedem Fall ist das Magic 8 Pro allerdings eine Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmodell. Diese kostete damals übrigens genauso viel.
Wem der Preis (verständlicherweise) noch zu hoch ist, dem empfiehlt es sich, entweder zu warten, bis das Smartphone weniger kostet, oder sich das Honor Magic 8 Pro mit Vertrag zuzulegen. Durch diesen lassen sich die Kosten für das Premium-Smartphone clever über eine Laufzeit abbezahlen.
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