Motorola Moto G7 Plus Test & Daten: Vielseitig, schick und trendy

  • aktualisiert am 08.02.2019
Motorola hat ganz frisch seine neue G7-Modellfamilie vorgestellt und Handyhase.de hat sich das Top-Modell Motorola Moto G7 Plus bereits etwas genauer angeschaut. Warum ausgerechnet die Plus-Variante des Quartetts das beste Gesamtpaket liefert, zeigt euch unser HandsOn.
Motorola Moto G7 Plus

Das neue Moto G7 Plus liegt trotz Glasrückseite erfreulich gut in der Hand (Foto: Handyhase.de / Stefan Kirchner)

Motorola Moto G7 Plus im ersten Test

Die Speerspitze der G7-Familie bildet das Motorola Moto G7 Plus, welches für 299,99 € erhältlich sein wird. Das Plus im Namen steht hierbei aber nicht für ein Plus in der Größe, sondern für ein Plus an Technik. Vor allem bei Prozessor, Kamera und Funkverbindungen legt Motorola gegenüber dem normalen Moto G7 eine Schippe drauf.

Gehäuse des Moto G7 Plus im ersten Test

Handlich ist das Moto G7 Plus nicht unbedingt mit seinem 6,2 Zoll großen Display, es liegt aber angenehm in der Hand. Maßgeblich dafür ist die an den Rändern geschwungene Glasrückseite, womit das Smartphone sicher in der Handfläche liegt. Dennoch: Das Glas der Rückseite ist schnell rutschig und zieht Fingerabdrücke magisch an. Glas kommt natürlich auch auf der Vorderseite zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um Corning Gorilla Glas 3, dessen Fokus auf einer erhöhten Resistenz gegen Kratzer liegt.

Auf der Rückseite ist unterhalb der Kamera der Fingerabdrucksensor verbaut, der sich hervorragend erfühlen lässt. Ähnlich verhält es sich mit den Tasten im rechten Rahmen, die minimal aus diesem herausragen. Wie gut der Sensor und die Tasten in der Praxis funktionieren, wird unser ausführlicher Test klären. Zumindest sind die ersten Gehversuche vielversprechend.

Haptisch ist das Motorola Moto G7 Plus eine echte Augenweide: Es fühlt sich eher nach Premium-Smartphone an anstelle nach preiswerter Mittelklasse. Die Verarbeitung ist auf den ersten Blick sehr hochwertig, ohne irgendwelche Kanten. Es wirkt wie aus einem Guss.

Display des Moto G7 Plus im ersten Test: Scharfes Bild mit Notch

Das erfreulich helle Display ist mit 6,2 Zoll nicht gerade besonders klein. Aufgrund des länglichen Seitenformats wirkt es jedoch angenehm schmal. Zwar ist das Display geradezu riesig, löst aber auch mit FHD+ im länglichen Format auf. Die Darstellung macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck, vor allem die Farben sehen gut und nicht überhellt aus. Zudem reagiert der Touchscreen flott auf Berührungen.

Auffällig ist, dass nun auch Motorola dem Trend der Displayaussparung namens Notch folgt. Allerdings setzt der Konzern auf eine weniger invasive Tropfen-Form, wenngleich diese etwas arg groß ausfällt im Vergleich zu anderen (meist teureren!) Smartphones. Insofern geht Motorola einen interessanten Mittelweg.

Motorola Moto G7 Plus HandsOn

Auch Motorola geht mit der Zeit: Die Notch hält Einzug in der G-Serie (Foto: Handyhase.de / Stefan Kirchner)

Leistung des Moto G7 Plus im ersten Test: Alles flüssig ohne Ruckler

Als einziges Modell der G7-Familie kommt im Motorola Moto G7 Plus der Snapdragon 636 mit acht Kernen zum Einsatz. Dieser wird von 4GB RAM unterstützt, was für ein flottes System ohne Ruckler sorgt. Das nackte Android 9 Pie ohne größere Zusätze ist ein weiteres Puzzle-Teil für die gefühlt hervorragende Leistung. Ob dies auch über einen längeren Zeitraum so bleibt, wird unser ausführlicher Test zeigen. Darin werden wir auch auf die Spiele-Fähigkeiten eingehen. Ein Smartphone wie das Motorola Moto G7 Plus bietet sich immerhin dafür an, im Bus für Kurzweil zu sorgen.

Kamera des Moto G7 Plus im ersten Test: Unschärfe war gestern

Eine der größten Neuerungen gegenüber dem Vorgänger ist die Kamera. Mit 16 Megapixel ist diese nicht nur schärfer, sondern mit einem PDAF-Fokus und optischer Bildstabilisierung technisch deutlich aufgewertet. Erste Ergebnisse können sich sehen lassen: Scharfe Details, gute Farbwiedergabe und keine Bewegungsunschärfe. Auch der Fokus ist erwartungsgemäß erfreulich fix, sodass Schnappschüsse auch wirklich gelingen. Natürlich sind das nur erste Eindrücke, die zudem in nicht gerade optimaler Umgebung gesammelt wurden. Aber diese ersten Ergebnisse lassen auf eine sehr gute Kamera in der Preisklasse von bis zu 300 Euro hoffen. Genaueres dazu gibt es in unserem ausführlichen Test.

Motorola Moto G7 Plus HandsOn

Als einziges Modell der G7-Serie besitzt das Moto G7 Plus einen optischen Bildstabilisator (Foto: Handyhase.de / Stefan Kirchner)

Software des Moto G7 Plus im ersten Test: Nackt und aktuell, aber kein Android One

Was die Motorola-Smartphones seit einigen Jahren auszeichnet ist die schlanke Firmware der Geräte. Im Gegensatz zu Samsung, LG, Huawei und Co verzichtet Motorola auf umfangreiche Anpassungen. Das vorinstallierte Android 9 Pie ist lediglich um diverse Moto-Assist-Funktionen sowie der Facebook-App und Dolby Audio erweitert worden. Weniger schön: Noch kommt das Patchlevel vom Dezember 2018 zum Einsatz. Motorola selbst hat versprochen, dass alle zwei Monate der jeweils aktuelle Sicherheitspatch ausgeliefert werden soll und das mindestens für die kommenden zwei Jahre. Apropos Update: Android 10 Q wurde bereits als Upgrade bestätigt.

Insgesamt macht die Oberfläche einen sehr runden Eindruck und wird vor allem Puristen ansprechen dürfen. Alle wichtigen Funktionen sind da, je nach Wallpaper unterstützt das Betriebssystem Akzentfarben in den Quick Settings und die üblichen Google-Apps sind auch vorhanden. Welche Besonderheiten die Software von Motorola dennoch bietet, werden wir in den kommenden Tagen ausprobieren.

Erstes Fazit zum Motorola Moto G7 Plus: Rundes Paket mit Tropfen-Notch

Motorola Moto G7 Plus HandsOn

Die Rückseite ist wenig spektakulär und ist ein Magnet für Fingerabdrücke (Foto: Handyhase.de / Stefan Kirchner)

Motorola will mit der neuen G7-Serie wieder selbstbewusst angreifen und das könnte wirklich Früchte tragen. Nicht nur, dass das Motorola Moto G7 Plus keine nennenswerten Performance-Probleme hat, es ist auch mit ordentlich Speicher ausgestattet und die Kamera sorgt für hervorragende Ergebnisse. Auch der Akku scheint im HandsOn trotz etwas wenig klingender 3000 mAh zu überzeugen. Highlight ist jedoch die Schnelllade-Fähigkeit mit satten 27 Watt! Damit ist das Smartphone nach nur 15 Minuten wieder fit für die kommenden 12 Stunden – laut PR. Ob dies wirklich so ist, wird erst der vollständige Test zeigen können.

Stefan
Redaktion Stefan