Unzumutbare Schriftgröße soll geändert werden

Urteil gegen Vodafone: Kleingedrucktes im Werbeflyer muss lesbar sein

Bei Mobilfunkverträgen gilt es, nicht die Katze im Sack zu kaufen, Vodafone wurde aber jetzt aufgrund schwer erkennbarer Vertragsdetails verklagt. Für die Werbeflyer brauchst Du Adleraugen.
Vodafone wurde wegen seinem Werbeflyer verklagt

Vodafone wurde wegen seinem Werbeflyer verklagt

Wir von Handyhase.de präsentieren Dir ungeschönt sämtliche Tarifdetails gut lesbar auf einen Blick. So bist Du auf der sicheren Seite und es gibt bei der Rechnung kein böses Erwachen. Bei manchen Mobilfunkverträgen verstecken die Netzbetreiber und Anbieter unattraktive Mehrkosten oder Einschränkungen im Kleingedruckten. Vodafone hat es diesbezüglich übertrieben.

Verbraucherzentrale verklagt Vodafone wegen Werbeflyer

Wenn Du in einem Mobilfunkladen bist, nimmst Du wahrscheinlich ab und an einen Werbeflyer mit. In diesem Prospekt werden vermeintlich sensationelle Tarifangebote angepriesen. Viel Datenvolumen, Allnet-Flatrates und EU-Roaming sind stets gut lesbar. Aber was ist mit der Anschlussgebühr, der Internetgeschwindigkeit und weiteren Details?

In einer 3-Punkt-Größe in hellgrauer Schrift auf weißem Papier wurden die Zusatzinformationen von Vodafone als Fußnoten festgehalten. Unzumutbar, findet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Zusammengestaucht ohne Formatierung musst Du Dich durch 1530 Wörter kämpfen. Ohne Adleraugen ist das kaum zu schaffen. Entsprechend wurde der Klage stattgegeben.

Was muss Vodafone jetzt in seinem Werbeflyer ändern?

Das Landgericht Düsseldorf verurteilte den Netzbetreiber dazu, die unlautere Werbung zu unterlassen. Künftig sollen die Zusatzinformationen besser lesbar sein. Die Ansicht des vzbv, dass Vodafone durch seine Gestaltung den Verbrauchenden essenzielle Produktinformationen vorenthält, teilt das LG. Es liegt eine Irreführung vor, lautet die Erkenntnis.

Bei einer Werbung stehe Vodafone in der Pflicht, die wichtigen Tarifdetails gut lesbar abzubilden. Zwar seien diese in der Fußnote vorhanden, aber viel zu klein. Konkret bezog sich der Verbraucherzentrale Bundesverband bei seiner Klageschrift auf einen Werbeflyer des Tarifs Red XS aus 2021 (mittlerweile sind aus den Red-Tarifen ja die Vodafone GigaMobil-Tarife geworden). Es werden bis zu 250 000 Euro Ordnungsgeld bei Zuwiderhandlung verhängt.

Tarifdetails sind generell verbesserungswürdig

Ob im Werbeflyer oder im Internet, es ist leider oft der Fall, dass sich wesentliche Tarifinformationen in winzigen Fußnoten verstecken. Im Internetbrowser kannst Du zumindest den Zoom nutzen, bei den kleinen Heftchen hilft Dir oftmals nur eine sehr gute Brille oder eine Lupe. Das darf einfach nicht sein!

Wir hoffen, dass die Netzbetreiber und Anbieter solche Unannehmlichkeiten künftig minimieren. Und dröseln weiter für Dich Tarife von Vodafone und vielen anderen Providern mit allen Details auf.

Profilbild von André
Mobilgeräte aller Art sind neben der Fotografie die große Leidenschaft von André. Diese Leidenschaft verbindet er seit 2008 mit einer weiteren Passion, dem Schreiben. Angefangen bei einem US-amerikanischen Android-Blog folgten eine Festanstellung bei einem Technik-Portal und Tätigkeiten bei diversen (Online-)Redaktionen. Mittlerweile selbstständig ist der gebürtige Pfälzer bestrebt, informative und unterhaltsame Artikel aus der Welt der Mobilfunkbranche bereitzustellen.

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