Neues Positionspapier mit Frequenztausch

Bundesnetzagentur äußert sich zur neuen Frequenz-Vergabe im Mobilfunk

Die Bundesnetzagentur hat ein Positionspapier zur Vergabe von Mobilfunkfrequenzen vorgestellt. Ende 2025 endet die Zuteilung wichtiger Mobilfunk-Frequenzen. Ein Frequenztausch soll 1&1 Drillisch zugute kommen.
Mobilfunk-Frequenz-Vergabe

Neue Infos der Bundesnetzagentur zur Mobilfunk-Frequenz-Vergabe (Bild: Pixabay @IndiraFoto)

Bundesnetzagentur veröffentlicht Positionspapier zur Frequenzvergabe

Die Bundesnetzagentur hat am 22.09.2022 ein Positionspapier zur Vergabe von Mobilfunkfrequenzen veröffentlicht. Erneut sollen Frequenzen, so die Bundesnetzagentur, versteigert werden. Konkret geht es um die wichtigen Mobilfunkfrequenzen im Spektrum von 800 MHz., 1.800 MHz. und 2.600 MHz.

Frequenztausch: Aus 800 MHz. werden 900 MHz.

Die Bundesnetzagentur schlägt dabei einen Frequenztausch vor. Dabei sollen statt der Frequenzen auf 800 MHz. die Frequenzen auf 900 MHz. versteigert werden. Erstere würden eigentlich noch bis Ende 2033 laufen, während Letztere bereits Ende 2025 auslaufen würden. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, begründet das wie folgt:

Mit dem Vorschlag eines Frequenztauschs wollen wir, [sic!] die Interessen der etablierten Mobilfunkbetreiber und der Markteinsteiger ausgleichen […]

Hintergrund: Die LTE-Versorgung wird in großen Teilen über die Frequenz mit 800 MHz. sichergestellt. Dies soll weiterhin so bleiben. Neueinsteiger (hier spielt Müller wohl auf den 5G-Ausbau bei 1&1 Drillisch an, in der Folge soll ein viertes Handynetz in Deutschland starten) könnten sich dann Frequenzen im Bereich unter 1 GHz. sichern – eben bei 900 MHz. Und so eben eine „faire“ Chance bekommen, auf dem Handymarkt mitzumischen.

Nächste Frequenz-Versteigerung im Mobilfunk: So geht es jetzt weiter

Das Positionspapier ist nunmehr öffentlich einsehbar. Du kannst es Dir selbst anschauen, das 41-seitige-Dokument steht als PDF zum Download bereit. Stellung kann bis 21.11.2022 genommen werden. Und im nächsten Schritt wird dann über den Frequenzen-Tausch entschieden.

Die 5G-Frequenz-Versteigerung wurde ja bereits im Sommer 2019 beendet. Seitdem befindet sich das 5G-Netz in Deutschland im Aufbau. Auch darauf weist das Positionspapier hin: Nach der Erfüllung erster Auflagen sollen künftige Vorschriften weiße und graue Flecken beseitigen. Auch geht es um Ausbauanreize und die Möglichkeit der Kooperation, um vor allem den Ausbau in ländlichen Gebieten voranzubringen. Fast zeitgleich mit der Bundesnetzagentur hat die Telekom ja in einer Pressemitteilung eine erste Kooperation mit 02 zur Versorgung grauer Flecken im ländlichen Raum bekannt gegeben.

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Schon seit 2011 ist Steffi als Redakteurin für verschiedene Online-Magazine und -Blogs unterwegs. Für Technik begeistert sie sich jedoch schon viel länger. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310. Nach einem iPhone und einem Windows Phone (nein, kein Witz!) begleitet sie mittlerweile ein Android-Smartphone durchs mobile Leben. Und Abschalten? Das geht am besten beim Waldbaden, Power Metal hören oder bei einer Runde Assassin’s Creed.

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