Eingebranntes Display vermeiden und beheben – Was tun bei Geisterbildern?

Was tun bei eingebranntem Display? Mit Smartphone-Displays ist das so eine Sache: Kratzer oder gar Risse nach einem Sturz sind gar nicht so selten. Und dann kommt noch der Fall der sogenannten Geisterbilder hinzu: Inhalte brennen sich in das Display ein, werden dauerhaft dargestellt und überschatten somit im wahrsten Sinne des Wortes aktuelle Inhalte. Gibt es Werkzeuge, um den sogenannten Screen-Burn-In zu beheben? Wir haben nachgeschaut, ob sich ein eingebrannter Bildschirm reparieren lässt.

Eingebranntes Display

Eingebranntes Display: Was tun?

Die Problematik der eingebrannten Displays ist nicht neu: Schon von Fernsehern und Computerbildschirmen ist das Phänomen bekannt – so schafften in den 90er Jahren Bildschirmschoner Abhilfe am PC.

Mittlerweile ist das Einbrennen (Details bei Wikipedia) auch am Handy zu beobachten. Gerade OLED- bzw. AMOLED-Displays sind anfällig, schließlich altern die einzelnen leuchtenden Pixel unterschiedlich schnell, werden stärker beansprucht, wenn Inhalte dauerhaft auf dem Display angezeigt werden. Aber auch von LCD-Displays sind Einbrennungen bekannt.

Eingebranntes Display beheben / reparieren? Geisterbilder per App entfernen

Ist es schon zu spät? Dann fragt ihr euch sicher, wie ihr ein eingebranntes Display beheben könnt. Dazu gibt es spezielle Apps, die den Effekt abschwächen und mit etwas Glück sogar ganz entfernen können.

Durch einen Wechsel verschiedenfarbiger Screens soll das Display dabei repariert werden. »Tote Pixel« sollen sozusagen wiederbelebt werden.

Wichtig ist nur, dass ihr wisst, was für einen Display-Typen ihr nutzt: LCD oder OLED.

Bei LCD-Displays trübt sich die weiße Hintergrundbeleuchtung, während bei OLED-Displays einzelne häufig belastete Pixel schwächeln. Viele Apps richten sich daher speziell an Handys mit OLED- bzw. LCD-Display. Achtet also vor dem Download auf die Beschreibung.

Apps gegen eingebrannte Displays (Übersicht)

Also, welche Apps gegen eingebrannte Displays gibt es? Die Übersicht verrät es.

AppDisplay-TypLink
LCD Burn-in WiperLCDGoogle Play
Burn Check(AM)-OLEDGoogle Play
OLED Tools(AM)-OLEDGoogle Play
Screen Burn Fixer-Google Play
Burn-In Cleaner-Google Play
Doctor OLED XOLEDiTunes

iPhone Burn-In beheben: Tipps vom Apple Support

Für das iPhone gibt es übrigens kaum Anwendungen, Geisterbilder sind bei Apple einfach nicht so verbreitet. Zeigt auch die Support-Seite von Apple, die sich eher mit IPS-Bildschirmen (MacBook) befasst.

Liegt wohl auch daran, dass Apple die weniger empfindlichen LCS-Displays verbaut hat und OLEDs seltener zum Einsatz kommen. Immerhin: In englischer Sprache stellt Apple eine ausführliche Anleitung bereit, wie bei LCD-Displays zu verfahren ist.

Google Pixel Display brennt ein: Hinweise von Google

Mit dem Google Pixel 2 XL hatte auch Google ein Problem mit seinen Displays (siehe u.a. golem.de): Auch das Google Pixel Display brennt ein. Auf einer Hinweis-Seite hat Google deshalb Tipps zur Bildschirm-Pflege zusammengestellt.

Wie lange dauert es, bis der Bildschirm einbrennt?

Ein eingebrannter Bildschirm kann vor allem bei Ausstellungsstücken ein Problem sein. Wird etwa das Handy im Geschäft vor Ort bei dauerhaft aktiviertem Display präsentiert, kann es zu den oben beschriebenen Geisterbildern kommen. Könnt ihr ja auch mal selbst drauf achten, wenn ihr gerade unterwegs seid und die Handys im Laden checkt.

Ganz interessant übrigens der (schon etwas ältere) Artikel von futurezone.at: Dort geht’s um einen Test des koreanischen Portals Cetizen, in dem untersucht wurde, wie lange es dauerte, bis Einbrennungseffekte bei iPhone X, Samsung Galaxy Note 8 und Galaxy S7 Edge auftraten.

Ergebnis: Minimale Einbrennungen waren beim iPhone X nach 17 Stunden Dauerbetreib festzustellen. Nach 62 Stunden zeigte dann das Galaxy Note 8 ein nochmal deutlich stärkeres Einbrennen. Das S7 Edge erwies sich am robustesten, der Effekt trat erst nach 155 Stunden deutlich auf.

Profilbild von Michael
Schreibt freiberuflich für ein paar Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Ist studierter Geophysiker und versucht, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

Kommentar verfassen

Hinweis: Beiträge werden vor Veröffentlichung von der Redaktion geprüft.
Name
E-Mail-Adresse
optional, wird nicht veröffentlicht