Auflösung, Display-Typen und Helligkeit

Smartphone-Display-Lexikon: Das solltest Du über Handy-Bildschirme wissen

Smartphone-Displays gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Größen: Jedes Handy-Modell ist mit Display ausgestattet, doch die zahlreichen Varianten gestalten die Wahl des passenden Smartphones noch ein wenig schwieriger. Mit Notch, faltbar, in Full-HD+: Wir geben in diesem Mini-Lexikon einen Überblick.
Handy-Displays

Handy-Displays: Das solltest Du zu Auflösung, Helligkeit und OLEDs wissen (Bild: Handyhase.de)

AMOLED, LCD, OLED und Retina, Infinitiy-O und Infinity-U und natürlich die faltbaren Displays gehören zu den geläufigen Stichworten. Aber was steckt dahinter? Und welche Display-Auflösung ist gut? Wir bringen den Markt der Handy-Displays zum Leuchten:

Worauf gilt es zu achten? Und welches ist das beste Display?

Smartphone-Display-Auflösung: Von HD über Full-HD bis 4K

In Sachen Display-Auflösung gibt es mittlerweile fast so viele Standards wie Modelle. Während viele Einsteiger-Smartphones mindestens schon ein HD-Display (720p) besitzen, geht es mit Full-HD (1080p), Quad-HD (1440p) und UHD (2160p) weiter. In den folgenden Abschnitten wollen wir Dir die einzelnen Standards näher bringen.

Gleich zum Start einige Hinweise:

  • Die Auflösung wird mit zwei Werten angegeben, zum Beispiel 1280 x 720 Pixel. Der erste Wert zeigt, wie viele Pixel in der Länge Platz haben, der zweite Wert zeigt die Pixel in der Breite (bzw. der kürzeren Seite). Das Verhältnis von Länge zu Breite wird mit Werten wie 16:9 oder 20:9 angegeben. Bedeutet: Der Wert der längeren Seite wird durch den Wert der kürzeren Seite geteilt.
  • Zu den Standards gibt es meist eine Plus-Version. Diese hat die gleiche Anzahl Pixel in der Breite, jedoch unterschiedlich viele Pixel in der Länge. So kommt es zu Angaben wie 18,5:9-Format.
  • Der ppi-Wert wird häufig ergänzt. Ppi steht für Pixel per Inch bzw. die Pixeldichte. Ist der Wert hoch, sind also mehr Pixel auf dem Display (bzw. auf einem Zoll Displaygröße) untergebracht, was zu einer höheren Schärfe führt. Bei gleicher Auflösung hat ein größeres Display also eine geringere Pixeldichte, Inhalte werden weniger scharf abgebildet. Das ist auch der Grund, warum größere Handy-Bildschirme eine höhere Auflösung mitbringen.
  • Übertrieben hohe Werte bringen im Alltag kaum einen Mehrwert. Beim menschlichen Auge ist eben irgendwann Schluss.
  • HD markiert mittlerweile den Einstieg. Flaggschiffe erhalten eher ein QHD-Display, selbst 4K (auch UHD) wird immer wieder ins Spiel gebracht.
Honor 70 5G im Test / Edge Display

Honor verbaut ein Edge-Display, das über die Kanten „fließt“ (Bild: Handyhase.de)

Handy-Display-Auflösungen im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft eine Auswahl an Smartphones samt zugehörigen Handy-Display Auflösungen im Vergleich. Ganz gut erkennbar: Auf HD setzen allenfalls günstige Einsteiger-Handys.

Mit höherer Auflösung steigt auch die UVP der Smartphones. Quad-HD oder gar UHD bietet nur die Premium-Oberklasse. Und: Apple setzt in Sachen Bildpunkte nicht auf die Superlative.

AuflösungFormatBezeichnungHertzBeispiel-Gerät
1600 x 720 Pixel20:9HD+60 HzSamsung Galaxy A03s
1334 x 750 Pixel16:9HD+60 HziPhone SE 2022
2.340 x 1.080 Pixel19,5:9Full-HD+120 HzSamsung Galaxy S22
2.400 x 1.08020:9Full-HD+90 HzPixel 7
2.400 x 1.080 Pixel20:9Full-HD+120 HzSamsung Galaxy A53 5G
2.400×1.080 Pixel20:9Full-HD+120 HzHonor 70 5G
2.640 x 1.08022:9Full-HD+120 HzSamsung Galaxy Z Flip 4*
2532 x 1170 Pixel19,5:9XDR60 HziPhone 14
2796 x 1290 Pixel19,5:9XDR120 HziPhone 14 Pro Max 
3120 x 1440 Pixel19,5:9Quad-HD+120 HzPixel 7 Pro
3.088 x 1.440  Pixel19,3:9Quad HD+120 HzSamsung Galaxy S22 Ultra
3200×1440 Pixel20:9Quad HD+120 HzXiaomi 12 Pro
3840 x 1644 Pixel21:9UHD120 HzSony Xperia 1 IV

*) Angaben gelten für das Hauptdisplay, das zweite Display hat eine Auflösung von 512 x 260 Pixeln.

Die Einsteiger-Variante: HD und HD+

High Definition oder kurz HD ist ein älterer Handy-Display-Standard, der mittlerweile selten genutzt wird.

Heute sind vor allem günstige Einsteiger-Modelle mit HD-Displays ausgestattet. Das HD-Format liefert eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln. Heißt: Auf der längeren Seite haben 1.280 Pixel Platz, auf der kürzeren Seite sind es 720 Pixel. Deshalb ist auch oft die Rede von 720p.

Erweitertes HD bietet der Standard HD+, ebenfalls mit 720p: Diese Displays sind gleich breit, dabei jedoch länger. Das Format liegt dementsprechend bei 1.440 x 720 Pixeln.

  • Interessant: HD Plus entspricht dem 18:9- oder 2:1-Format: Wer 1440 durch 720 teilt kommt auf …? Genau, 2! Allerdings passt das Format nicht immer hundertprozentig, die Smartphones unterscheiden sich in ihrer Auflösung minimal. So kommt das Samsung Galaxy A03s auf eine Auflösung von 1.600 x 720 Pixeln, was dem Format 20:9 entspricht. Das Handy legt also noch ein Stückelchen mehr in der Länge zu.

Full HD und Full-HD+ Bildschirm

Die Entwicklung geht natürlich noch weiter. Mit Full High Definition bzw. Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Der höhere Standard macht sich auch im Preis bemerkbar: Es geht meist um die Mittelklasse bis hin zur unteren Oberklasse.

Na klar: Auch Full-HD gibt’s in der Plus-Version, als Full-HD+. Dann liegt die Auflösung des Bildschirms in der Breite ebenfalls bei 1.080 Pixeln (bzw. 1.080p), dafür wird in der Länge zugelegt. Das ergibt beispielsweise ein 18:9- oder auch 20:9-Format, etwa beim Samsung Galaxy A53 5G oder dem Google Pixel 7.

  • Interessant ist allemal, dass das iPhone 14 eine Art Zwischenrubrik bildet. Nicht mehr Full-HD, aber auch noch nicht QHD, bei einer Auflösung von 2532 x 1170 Pixeln (19,5:9). Bei Apple wird die Bezeichnung Super Retina XDR verwendet (Details weiter unten).

Quad-HD / QHD und Quad-HD+ Displays

Die Bezeichnung der nächsten Stufe für Smartphone-Displays lautet Quad-HD, die Kurzform für Wide Quad High Definition (eigentlich müsste die Bezeichnung also mit WQHD abgekürzt werden, aber mal ehrlich: Wer kann sich das schon merken?).

Quad-HD lohnt sich im Grunde erst bei Displays jenseits der 5,5 Zoll. Du brauchst schon echt scharfe Adleraugen, um den Unterschied in der Praxis auszumachen – und musst das Handy noch dazu sehr nah an die Augen halten.

In der Breite sind es bei QHD 1.440 Pixel, quasi das doppelte des einfachen HD-Standards. Handys im 16:9-Format bieten dementsprechend in der Länge 2.560 Pixel.

Als würde das noch nicht reichen, kann auch bei Q-HD die Länge des Displays variieren, was zu Formaten wie 18:9, 19:9 oder gar bis zu 21:9 führen kann. Alles, was in der Breite 1.440p bringt und in der Länge mehr als 2.560 Pixel, kann also mit Quad-HD Plus bzw. QHD+ betitelt werden. Längsseitig sind dann über 3.000 Bildpunkte möglich. Zum Beispiel beim Galaxy S22 Ultra mit 3.088 x 1.440 Pixeln.

Handy mit 4K-Display – Hier kommen UHD, Ultra-HD und 4K

In der Rubrik Handys mit UHD- und 4K-Display gibt es kaum Auswahl. Einzig Sony legt so richtig los. Nur der Vollständigkeit halber: Displays in Ultra-HD bzw. UHD in der Kurzform lösen mit 3.840 x 2.160 Pixeln auf. Es handelt sich also wieder um das 16:9-Format. Auch hierbei gibt es aber Anpassungen. Sony setzt zum Beispiel mit dem Xperia 1 IV auf das 21:9-Kinoformat, was zu einem ungewöhnlich-länglichen Smartphone mit 3.840 x 1.644 Pixeln führt.

4K-Displays bieten dann mindestens 4.000 Bildpunkte in der Länge. 4.096 x 2.160 Pixel ist der entsprechende Wert. Dazu muss gesagt werden: 4K-Handy-Displays sind eben zu großen Teilen reines Marketing, mit bloßen Auge lassen sich schon im Full-HD-Standard kaum noch Bildpunkte voneinander unterscheiden, gerade bei kleineren Handy-Displays.

Und dann gibt’s noch einen Nachteil: Je mehr Bildpunkte, desto höher der Energieverbrauch.

Gerüchte um Sonys 5K Handy Xperia 1R

Mit den Gerüchten um das Sony Xperia 1R gab es 2019 interessante Neuigkeiten zu vermelden: Auch 5K Handys könnten möglich sein. Allerdings stellt sich auch dort die Frage, ob eine Auflösung von 5.040 x 2.160 Pixeln überhaupt noch einen sichtbaren Fortschritt im Vergleich zum 4K-Display bringt.

Irgendwann ist eben beim menschlichen Auge Schluss und Reize können nicht mehr verarbeitet werden. So richtig was draus geworden ist jedenfalls nichts. Sonys Fotografie-Flaggschiff, das Xperia Pro-I, kommt mit 3.840 x 1.644 Pixeln im 21:9-Format.

Handy-Display-Lexikon – Die wichtigsten Display-Typen

Die Unterschiede in Sachen Handy-Display sind zahlreich, die Abkürzungen immer unübersichtlicher. Begriffe beziehen sich nicht nur auf die Größe oder die (unbeliebte) Notch-Kerbe. Also: Was bedeuten AMOLED, OLED, LTPO oder LCD?

Wir zeigen in unserem Smartphone-Display-Lexikon die Unterschiede, die Gemeinsamkeiten und nennen die wichtigsten Display-Typen.

Das iPhone 13 Pro hat noch eine breite Notch im OLED-Display (Bild: Handyhase.de)

Faltbare Smartphones: Der neue Trend

Samsung, Xiaomi, Huawei und Motorola haben bereits Handys mit faltbaren Displays herausgebracht.

Auseinandergefaltet bieten die Foldable ein großes Display, zusammengefaltet passen sie besser in die Hosentasche. Samsung führt den Markt mit Modellen wie dem Galaxy Z Fold 4 und dem Galaxy Z Flip 4 (noch) an. Google und immer wieder auftauchenden Gerüchten zufolge wohl auch Apple wollen den Markt ebenfalls aufmischen.

Eine erfreuliche Entwicklung in die Zukunft, schließlich hatten lange Zeit immer ähnlichere Designs für Langeweile gesorgt. Mittlerweile werden die Falter auch für kleinere Budgets immer  erschwinglicher.

LCD-Display – der Klassiker

LCD-Handys verfügen über ein Display mit Hintergrundbeleuchtung und haben eine deutlich längere Geschichte, als OLED- oder AMOLED-Displays. Kontraste sind dort nicht ganz so intensiv, die Farben weniger lebendig. Dafür sind diese Smartphone-Displays heller. Die meisten Flaggschiffe verzichten mittlerweile zugunsten von OLED auf die LCD-Scheiben. Apple hatte lange Zeit an LCD festgehalten, liefert seit den iPhone 12 Smartphones jedoch ebenfalls alle Modelle mit OLED aus.

Wie unterscheiden sich OLED und AMOLED Display?

Besonders häufig ist das AMOLED-Display vertreten. AMOLED ist dabei die Kurzform für »Active Matrix Organic Light Emitting Diode«. Was wiederum eine von Samsung entwickelte Spezialform des OLED-Displays darstellt. Zu sehr wollen wir dabei gar nicht ins Detail gehen, nur so viel: Das Display besteht aus Dioden, die eigenständig Licht abgegeben. Das ist der Unterschied zum LCD-Display, dessen Hintergrundbeleuchtung zwingend notwendig ist.

Vorteile des AMOLED-Displays liegen dank der selbstleuchtenden „Pixel“ eben in dieser fehlenden Hintergrundbeleuchtung. Das Bild ist kontrastreicher, da die Wiedergabe dunkler Flächen wesentlich einfacher ist: Während LCD-Displays umständlich dafür sorgen müssen, kein Licht mehr durchzulassen, entfällt die Beleuchtung der einzelnen Flächen beim AMOLED-Bildschirm. Das kann (!) dazu führen, dass ein AMOLED-Display in der Theorie weniger Energie verbraucht, sobald viele dunkle Stellen dargestellt werden müssen. Bei schwarz schalten sich die Dioden einfach aus.

In der Praxis wird sich jedoch kaum ein Unterschied bemerkbar machen, schließlich ist die Akkulaufzeit von vielen weiteren Faktoren wie der Größe des Displays, Bildwiederholfrequenz oder dem Zusammenspiel der einzelnen Handy-Bauteile wie Prozessor und mehr abhängig.

Neue LTPO-Displays

Handys wie Google Pixel 7 Pro, Xiaomi 12 Pro und iPhone 14 Pro setzen auf ein LTPO-OLED-Display. Dabei handelt es sich um eine spezielle Art von OLED-Display (LTPO steht für Low-Temperature Polycrystalline Oxide), die eine dynamische Anpassung der Bildwiederholfrequenz ermöglichen.

Erstmals wurden LTPO-Displays in Smartwatches eingesetzt, nun eben auch in Handys. Ist in den technischen Details von einer dynamisch anpassbaren Bildwiederholfrequenz von etwa 1 bis 120 Hertz die Rede, dürfte es sich um ein LTPO-Display handeln.

  • Das ist vor allem aufgrund des höheren Energieverbrauchs bei hoher Bildwiederholfrequenz interessant.

TFT-Displays in der Einsteiger-Klasse

TFT-Displays sind in der Einsteiger-Klasse vertreten. Sie sind günstiger in der Herstellung, liefern aber ein schwächeres Kontrastverhältnis und reagieren wesentlich langsamer, als die OLED-Vertreter. Das Samsung Galaxy A03s hat beispielsweise ein TFT-Display.

Retina- und XDR-Displays von Apple

Der Begriff »Retina« ist von Apple bekannt, findet unter anderem beim iPhone oder beim Macbook Verwendung. Apple wirbt damit, dass bei der Betrachtung eines Retina-Displays keine einzelnen Bildpunkte erkennbar sind. »Retina-Display« ist also kein technischer Begriff, sondern dient vor allem Marketingzwecken, was umso deutlicher wird, wenn Apple von einem „unglaublichen Betrachtungserlebnis“ spricht.

Die Reihe um das iPhone 14 verfügt über XDR-Displays. Das ist die Weiterentwicklung von HDR (High Dynamic Range). XDR steht dabei für EXtreme Dynamic Range und soll ein besonders gutes Kontrastverhältnis abbilden.

Micro-LED-Display als OLED-Nachfolger?

Das MicroLED-Display könnte eine neue Technologie werden, die sowohl bei der Fertigung von Smartphones als auch bei Smartwatches oder bei Fernsehern (bereits bei Samsung der Fall) zum Einsatz kommen kann. Die Technik wird als Nachfolger zu OLED-Displays gehandelt und basiert auf kleinsten LEDs, die die einzelnen Pixel bilden – und zusammen dann das Gesamtbild erstellen. Das resultiert in sehr hohen Kontrasten und einem deutlich geringeren Energieverbrauch.

Interessant zu erwähnen ist hier das Nothing Phone 1, das microLEDs auf der Rückseite einsetzt (also nicht im Display, sondern vielmehr zu kosmetischen Zwecken auf der Rückseite).

Always On Display: Damit bleibt der Bildschirm immer aktiv

Noch ein Begriff, der Dir sicherlich schon untergekommen ist: Das Always-On-Display. Speziell Samsung verwendet die AlwaysOn-Display-Technologie seit dem Galaxy S7. Im Grunde liefert das Display genau das, was der Name schon verspricht: Es ist immer eingeschaltet.

Auch wenn Du das Handy nicht nutzt, werden dauerhaft Uhrzeit oder Akkustand angezeigt. Auch Benachrichtigungen kann das AlwaysOn-Display ausspielen. Aktuelle LTPO-Anzeigen regeln hierbei die Frequenz auf 1 Hertz herunter, damit das Display während „Always-On“ kaum noch Strom verbraucht.

Notch, Infinity-O oder Infinity-U Display

Die Notch-Einkerbung war 2018 ein großes Thema. So richtig begeistert waren die meisten Nutzer nicht. Umso besser, dass seit Ende 2018 Schwung in den Markt der Handy-Displays kommt.

Die ersten Smartphones mit sogenanntem Infinity-O-Display waren Samsung Galaxy A8s und Galaxy S10. Ebenfalls von Samsung wurden die Bezeichnungen Infinity-U- und V-Display geprägt.

  • Infinity-O-Displays kommen mit einer kreisförmigen (oder O-förmigen) Aussparung für die Frontkamera in der Display-Ecke oder -Mitte.
  • Beim Infinity-U-Display ist die Notch U-förmig zusammengeschrumpft (Tropfen-Notch).
  • Beim Infinity-V-Display sitzt die Notch in der Mitte, läuft aber nach unten spitz zu – eben wie ein V.
Displays Motorola-Handys

Die Displays der Motorola-Handys zeigen ganz gut das Prinzip von Infinity-O (Mitte), Infinity-U (links) und Infinity-V (rechts) (Bild: Handyhase.de)

Alles Candela: Ist mein Display bei Sonnenlicht hell genug?

In Räumen lassen sich Inhalte auf den meisten Smartphones einfach ablesen. Doch sobald Du Dich im Freien bewegst und das Smartphone Display dem Sonnenlicht direkt ausgesetzt ist, sieht es gleich ganz anders aus: Inhalte sind kaum mehr lesbar. Was hilft?

  • Die Helligkeit des Smartphone-Displays bis zum Maximum erhöhen oder
  • eine entspiegelnde Display-Schutzfolie nutzen.

Schon beim Kauf des Smartphones kannst Du auf die Helligkeitswerte achten. Diese wird in Candela pro Quadratmeter ( cd/m²) angegeben. Häufig liest Du aber auch Werte wie „nits“ oder „Lumen“. Letzteres wird aber eher bei festen Lichtquellen wie Lampen oder Projektoren genutzt. Candela und nits sind hingegen gleichbedeutend und Messen das Licht auf Fläche.

Für das Lesen im Freien und bei direkter Sonneneinstrahlung sind Werte ab ca. 400 cd/m² geeignet. Aktuelle Smartphones liefern mittlerweile Werte von 1.000 cd/m² und mehr.

Handy Display Reparatur – was, wenn der Bildschirm kaputt ist?

Jeder kennt sie, zumindest aus Erzählungen: Die gefürchtete Spider-App. Wenn sich Risse quer über das Display ziehen, das Handy-Display gesprungen ist, ist guter Rat oft teuer. Denn es gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Tipps für die Reparatur des Smartphone-Displays stellen wir im eigenen Ratgeber zum Thema Smartphone reparieren zusammen.

Was Du bei einem eingebrannten Display machen kannst, verrät außerdem ein eigener Beitrag. Besonders teuer wird übrigens die Reparatur bei Foldable wie Galaxy Z Flip 4 und Z Fold 4.

Smartphone Display Test: Was ist das beste Display?

Und welches Handy hat nun das beste Display? Das ermittelt in Deutschland die ComputerBILD im (regelmäßig aktualisierten) Smartphone Display Test. Weit vorne liegen hier im November 2022 Xiaomi 12, Samsung Galaxy S20 (!) und Xiaomi Mi 11 (Ultra). Spannend also, dass hier gar nicht unbedingt die aktuellsten Modelle vorne liegen müssen.

Und Apple? Erst auf Platz 9 liegt das Apple iPhone 13 Pro, und damit hinter dem mittlerweile veralteten Galaxy S10 (Release: 2019).

DisplayMate: Wer hat das beste Display?

Das unabhängige und spezialisierte Fachmagazin DisplayMate untersucht regelmäßig Displays aller Art und vergibt Noten zu den Top-Flaggschiffen.

Im September 2022 erhält das iPhone 14 Pro Max hier die Top-Wertung als bestes Display (DisplayMate Best Smartphone Display Award), zuvor führte das iPhone 13 Pro Max die Liste an. Insgesamt kommt DisplayMate also auf andere Ergebnisse als die ComputerBILD. Wer mag, kann sich selbst einen Überblick über die sehr detaillierte Testauswertung verschaffen.

Fazit zu Handy-Displays: Da tut sich was!

Was bleibt also als Fazit zu sagen? Eigentlich nur, dass pauschale Aussagen sehr schwierig sind. Zwar führen (AM)OLED-Displays (mit Samsung als Haupt-Zulieferer) den Handy-Markt an, doch ein Wandel kann durchaus eintreten: Wenn die neuen Micro-LEDs sich durchsetzen sollten. Zuletzt gab es bedeutende Veränderungen bei faltbaren Displays und bei der Bildwiederholfrequenz in Hertz. Bei Flaggschiffen lässt sich diese dynamisch anpassen. Es tut sich also was in Sachen Handy-Displays.

Und noch etwas: Es kommt eben nicht nur auf die verwendete Technologie an. Auch Auflösung, Größe und Helligkeit spielen eine Rolle. Während 4K im Segment der Virtual Reality spannend werden dürfte, reicht für Normalverbraucher ein Display mit Full-HD oder allenfalls QHD aus. Für Normalnutzer sind einzelne Bildpunkte schon bei Full-HD-Displays kaum voneinander zu unterscheiden. Kein Wunder also, dass in den letzten Jahren kaum Veränderungen bei der Bildschirmauflösung zu verzeichnen sind.

Profilbild von Stefanie
Schon seit 2011 ist Steffi als Redakteurin für verschiedene Online-Magazine und -Blogs unterwegs. Für Technik begeistert sie sich jedoch schon viel länger. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310. Nach einem iPhone und einem Windows Phone (nein, kein Witz!) begleitet sie mittlerweile ein Android-Smartphone durchs mobile Leben. Und Abschalten? Das geht am besten beim Waldbaden, Power Metal hören oder bei einer Runde Assassin’s Creed.

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