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Android P: Version 9.0 mit Gestensteuerung und digitaler Entschleunigung im Fokus – alle wichtigen Informationen!

Android 8.0 alias Oreo hat einen Nachfolger! Mit der neuen Version des mobilen Betriebssystems Android P versucht Google nicht nur die Leistung zu verbessern, sondern auch neue Funktionen für eine einfachere Bedienung zu implementieren. Bei der Version 9.0 P stehen die künstliche Intelligenz im Mittelpunkt, die verstärkte Bedienung des Smartphones per Gesten anstatt durch klassische Tasten, das Material Design 2.0 und eine Art „digitale Entschleunigung“ im Fokus. Einen ersten Ausblick darauf hat Google während der Eröffnungskeynote der Google I/O 2018 gezeigt.

Android P - Android 9.0 mobiles Betriebssystem mit vielen Neuerungen

Android P verspricht künstliche Intelligenz

Manchmal sind es die kleinen Details, die ein Update zu einem großen Update machen können. Im Fall von Android 9.0 P wird dies die verstärkte Integration von KI-Funktionen sein, wofür Entwickler auch entsprechende Programmschnittstellen erhalten. Unter anderem soll Maschine Learning im Kern-System von Android P dazu beitragen, den Energieverbrauch besser zu beobachten und entsprechend intelligentere Vorschläge zum Stromsparen zu machen. Außerdem soll durch diese „Adaptive Battery“ getaufte Funktion die Lastenverteilung besser werden – sprich, mehr Strom für die wichtigeren Dinge liefern und weniger wichtigeres auf Sparflamme laufen lassen.

Akkuladung vorhersagen & Adaptive Brightness

Basierend auf deinem Nutzerverhalten soll Android P zudem die verbleibende Laufzeit mit der aktuellen Akkuladung vorhersagen können. Du wirst also auf einen Blick sehen können, ob Dein Smartphone die Party am Abend noch durchhält, oder ob Du es im Büro doch noch mal kurz an die Steckdosen hängen solltest. Auch bei „Adaptive Brightness“ soll verstärkt KI zum Einsatz kommen und die Helligkeit automatisch an Situation, Tätigkeit und Umgebungslicht anpassen, basierend auf deinem Nutzungsverhalten.

Slices-Feature bei Android 9.0: Neue Art des Suchens?

Zu einer neuen Art des Suchens könnte das sogenannte Slices-Feature verhelfen. Dabei handelt es sich um kleine Kärtchen im Material Design, ähnlich den Karten in Google Now, in denen weiterführende Informationen zu Suchanfragen zu finden sind. Ein gutes Beispiel: Suchst Du nach einer Fahrt mit dem Taxi zum Flughafen, dann kann Dir Slices nicht nur die voraussichtlich benötigte Zeit anzeigen, sondern auch was Dich diese Fahrt kosten wird. Per Wischgeste kannst Du schließlich ein Taxi bestellen.

Gestensteuerung unter Android P

Android P: Neue Gestensteuerung

Da Smartphones nach wie vor immer größer werden, zumindest was die Display-Diagonale anbelangt, braucht es auch eine neue Art der Bedienung. Diese muss den Eigenarten der größeren Displays gerecht werden. Daher soll der bisher bekannte Home-Button zu einem Gesten-Areal werden. Wischst Du von dem neuen länglichen Button nach oben, öffnet sich die Ansicht für alle offenen Apps. Neu ist, dass diese als Miniaturansicht in einem Karussell dargestellt werden, sehr ähnlich der Multitasking-Ansicht von Apples aktueller iOS-Fassung. Eine weitere Wischgeste nach oben öffnet schließlich den App Drawer mit allen installierten Apps.

Google geht noch einen Schritt weiter

Allerdings geht Google noch einen Schritt weiter und ermöglicht die Interaktion mit den zu sehenden Apps in der Multitasking-Ansicht. Prominentes Beispiel: Du kannst Text direkt in der Multitasking-Ansicht markieren, kopieren und einfügen. Multi-Window ist damit nicht mehr zwingend notwendig könnte man meinen. Durch die offenen Apps kannst Du per simpler Wischgeste nach links oder rechts wechseln.

Digital Wellbeeing oder auch „Digitale Entschleunigung“

Wesentlicher Bestandteil dieses neuen Aspektes von Android P wird das sogenannte Dashboard sein, welches alle Aktivitäten der installierten Apps trackt. Damit kannst Du sehen, wie oft Du beispielsweise die Messaging-App startest, wie viele Videos du über YouTube anschaust oder wie viele Stunden Du in einem Spiel verbringst. Mittels Timer-Funktion kannst Du einstellen, dass sich nur eine bestimmte Zeitspanne eine App nutzen lässt. Dadurch soll sich Dein Wohlbefinden wieder etwas bessern und Du am Ende weniger Zeit mit dem Smartphone verbringen.

Android P: Digitales Wohlbefinden

Bitte nicht stören als Modus unter Android

Ein neuer „Nicht stören“-Modus hilft dabei beispielsweise am Abend: Zu einer definierten Zeit schaltet das Display in eine Art Standby-Modus mit Grautönen, sodass sich Apps nicht mehr starten und Benachrichtigungen ausblenden lassen. Ein untrügerisches Zeichen, das Smartphone einfach mal aus der Hand auf den Nachttisch zu legen.
Spannend an dem neuen „Nicht stören“-Modus ist die Art der Aktivierung: Einfach Dein Gerät mit dem Display nach unten hinlegen.

Kleinere Verbesserungen mit großer Wirkung

Ansonsten besinnt sich Google wieder einmal darauf, an den Feinheiten von Android zu schrauben und weitere Verbesserungen im Kleinen einzuführen. Unter anderem kannst Du mehrere Antworten auf eine Mitteilung einer Messenger-App verschicken und es wird an der Performance gearbeitet! Zudem hat Google zahlreiche API-Schnittstellen für App-Entwickler auf den neusten Stand gebracht und auch das Material Design wurde weiter aufpoliert und stärker im gesamten Android-System implementiert. Kurzum, Android P dürfte den Fokus neben neuen Funktionen auch auf einer Optimierung und Erweiterung vorhandener Funktionen legen.

Eine Beta für viele Geräte: Hol Dir Android P auf das Handy

Übrigens: Mit Android P macht Google nicht nur bei der Art der Bedienung so einiges anders. Auch die Developer Preview und Public Beta ist nicht mehr nur auf die Google-eigenen Smartphones der Pixel-Reihe beschränkt. Sofern Du ein Nokia 7 Plus, OnePlus 6, Sony Xperia XZ2 – nicht das Compact-Modell! – Essential Phone, ein Xiaomi Mi Mix 2S, Oppo R15 Pro oder Vivo X21 (UD) Dein Eigen nennst, dann kannst Du die erste Public Beta auf Dein Gerät flashen.