Telekom Mobilfunk: „Wir jagen Funklöcher“ gestartet – Kommunen können aktiv mitmachen

Die Deutsche Telekom hat offiziell mit der Aktion "Wir jagen Funklöcher" begonnen. Insgesamt 50 Funklöcher sollen so in Zusammenarbeit mit den Kommunen geschlossen werden. Doch wie ist dabei die Herangehensweise für den Mobilfunk-Ausbau und wie können sich die Kommunen aktiv einbringen? Wir klären Dich auf.

Telekom Mobilfunk:

Telekom will Funklöcher im Mobilfunk jagen

Die Telekom-Aktion „Wir jagen Funklöcher“ dürfte bei einigen Gemeinden oder Kommunen gut ankommen. Aktuell existieren vor allem im ländlichen Raum weiterhin einige weiße Flecken, die es zu schließen gilt. Neu ist dabei die Herangehensweise, die die Kommunen aktiv in den Ausbau des Mobilfunknetzes mit einbindet. Im Normalfall ist nämlich die Telekom der Entscheidungsträger, wenn es um die Wahl des geeigneten Standortes für den Mobilfunk-Ausbau geht.

Ziel der Telekom zufolge ist es, 50 Funklöcher durch die Aktion zu schließen. Bislang standen beim Ausbau stets funktechnische Erwägungen und marktwirtschaftliche Faktoren im Fokus, um eine Entscheidung für den LTE-Ausbau zu treffen. Dabei fallen natürlich einige Kommunen leider durch das Raster. Durch den eigenen Einsatz einer Kommune, können nun auch die „Vergessenen“ eine gute Anbindung an das Mobilfunknetz der Telekom erhalten.

Wie können Kommunen an der Telekom-Aktion teilnehmen?

Der Ausbau der Mobilfunknetzes für eine Kommune ist natürlich auch an Bedingungen geknüpft. Demnach ist die Teilnahme an der Aktion „Wir jagen Funklöcher“ nur möglich, wen ein LTE-Mobilfunkloch innerhalb des Gebietes der Kommune besteht. Dabei ist auch der Gemeinderat gefragt, der für den Mobilfunk-Ausbau einen Beschluss vorlegen muss. Außerdem spielt der Faktor Standort eine wichtige Rolle. Hier muss für die Mobilfunk-Antenne bzw. den Mast eine freie Fläche oder ein Dach zur Verfügung gestellt werden.

Sind diese Bedingungen erfüllt, können sich Kommunen auf der „Wir jagen Funklöcher“-Webseite anmelden und sich für den Mobilfunk-Ausbau bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 30.11.2019. Hier sind nochmal die ganzen Fakten, was die Kommune mitbringen muss:

  • Kein LTE-Empfang
  • Beschluss des Stadt- oder Gemeinderats zur Teilnahme
  • Freies Dach oder freie Fläche für Mobilfunkmast
  • Standort muss zur ortsüblichen Miete anmietbar sein
  • Gesicherte Stromversorgung
  • Unterstützung der Telekom durch die Kommune beim Genehmigungsverfahren
  • Ansprechpartner für die Kommune
  • Was macht die Kommune so besonders, warum sollte es hier zum Ausbau kommen? (Bild, Video, Dokument)
  • Hier geht es zu den kompletten Teilnahmebedingungen

Telekom Mobilfunk:

Erste Einschätzung zur Aktion der Telekom

Die Telekom macht mit der Aktion einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung und gibt damit auch kleineren Kommunen eine Chance, die beim normalen LTE-Ausbau nicht bedacht werden können. Doch die Anzahl der zu schließenden Funklöcher in Deutschland ist deutlich höher und 50 Gemeinden sind zwar ein Anfang, aber der Schritt müsste noch größer sein. Wird ein Blick auf die Netzabdeckungskarte der Telekom geworfen, dann sind hier noch einige weiße Flecken auf der Landkarte zu sehen. Wir sind gespannt, welche Gemeinden den Zuschlag erhalten und bei denen dadurch LTE ausgebaut wird. Bis Ende 2020 will die Telekom dann die jeweiligen Mobilfunk-Antennen in den Gewinner-Kommunen in Betrieb nehmen. Ein interessanter Fakt, dass es so schnell geht, denn normalerweise dauert eine Inbetriebnahme etwa zwei Jahre!

Marleen
Redaktion Marleen

Die Technik- und Mobilfunk-Expertin Marleen ist bereits seit 2009 kein unbeschriebenes Blatt mehr in der Branche. Nach dem Studium der Information- und Medientechnik absolvierte sie ein Volontariat bei einem großen Telekommunikationsmagazin und verblieb dort auch 9 Jahre. Bereits dort hatte sie ersten Kontakt mit Schnäppchen. Seit November 2017 ist Marleen als Chefredakteurin bei Handyhase.de tätig.

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