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Die neue eSIM-Karte (embedded SIM) kommt und löst die alte SIM-Karte ab – das ändert sich für Dich!

Was vor einigen Jahren noch Zukunftsmusik wahr, soll schon bald Alltag werden: die eSIM als Ersatz für in die Jahre gekommene aktuell übliche Nano- und Micro-SIM-Karten.

Die eSIM (embedded SIM) ist noch kleiner als das Nano-SIM-Format und muss nicht mehr in das Gerät eingesetzt werden sondern ist dort fest verbaut. Im Prinzip ist es nur ein zusätzlicher kleiner Chip, auf den sich die Anbieter-Daten für Telefon, SMS, Datennutzung und weitere Daten speichern lassen.

SIM-Karten

Unterschiede zwischen einer herkömmlichen SIM-Karte und der eSIM

Im Alltag wirst Du von einigen Vorzügen der eSIM profitieren können.

  • schnellerer Wechsel zwischen verschiedenen Verbindungen
  • Datentarife können schneller gewechselt werden: dazu ist keine neue SIM-Karte nötig, nur die Zugangsdaten von Deinem (neuen) Anbieter
  • die eSIM kann besser in kleine Geräte (Smartwatches, Fitnessbänder, etc.) integriert werden
  • nervige Roaming-Gebühren können durch einfachen Anbieterwechsel im Zielland vermieden werden

Mit der eSIM bist Du also erheblich flexibler und unabhängiger, da Du Dir Deinen Anbieter extrem schnell und vor allem frei aussuchen kannst!

Damit werden auch die Preise sinken: Durch die große Auswahl an Verbindungen erhältst Du von den Anbietern günstige Tarife.

Mit der eSIM wird die Verbindung in mobile Netzwerke also so unkompliziert wie nie: Tarife können damit einfach ausgesucht und sofort installiert werden.

Erste Geräte mit einer eSIM

Erste Geräte, die eine eSIM verbaut haben (parallel zu einem gewöhnlichen SIM-Karten-Slot), sind das iPad Air 2, das iPad mini 3, 4 sowie das iPad Pro, was Apple kurzerhand unter dem Begriff Apple SIM vermarktet. Leider kann man nicht jeden Vertrag mit der Apple eSIM verwenden (t3n.de-Artikel).

Die Smartwatch Samsung Gear S2 Classic 3G war das erste Nicht-Apple-Gerät – und bisher auch einzige – dass mit einer integrierten eSIM in Deutschland erhältlich war, wenn auch Vodafone-exklusiv. Hier konnte die eSIM ihren Größenvorteil voll ausspielen, denn für eine gewöhnliche Nano-SIM-Karte wäre einfach kein Platz in der Smartwatch, ohne sie übergroß zu bauen. Die erste Samsung Gear S von 2015 zeigt, wie groß ein Gadget sein muss, damit eine physische Nano-SIM Platz finden kann.

Einen Test der Samsung Gear S2 mit eSIM findest Du z.B. bei ComputerBILD. Hier muss man allerdings einen eigenen Tarif für die Smartwatch buchen, was wohl die wenigsten tun werden.

Was Du vielleicht nicht wusstest: Die eSIM wird schon länger erfolgreich in den 3G-fähigen Modellen der Kindle-Reihe von Amazon verwendet, wofür jedoch kein extra Tarif vom Nutzer gebucht werden muss, um den eBook Reader mobil nutzen zu können.

Jüngsten Gerüchten zufolge, könnten due neuen iPhone-Modelle für 2018 die ersten Smartphones sein, in denen mit der Apple SIM eine eSIM für Endkunden im Smartphone selbst nutzbar wird.

Kritikpunkte an der eSIM

Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit: Wenn ein Smartphone nicht gerade über einen Net- oder SIM-Lock verfügt (was nur noch selten vorkommt), dann kann man jede beliebige SIM-Karte damit verwenden. Man kann z.B. problemlos im Ausland eine Prepaid-Karte kaufen und sie mit dem eigenen Smartphone verwenden.

Mit der eSIM könnte diese Freiheit allerdings verloren gehen, denn dann hätte der Hersteller des Smartphones die Kontrolle darüber welche Tarife man nutzen kann. Bestes Beispiel ist Apple und die Deutsche Telekom, deren Apple SIM in iPad und Apple Watch LTE beispielsweise derzeit in Deutschland nur mit der Telekom nutzbar sind. Im Ausland werden zudem nicht alle Anbieter unterstützt, was die vielgepriesene Anbieterneutralität erheblich einschränkt. Bei Vodafone wird zumindest darüber diskutiert, in wie fern die Smartwatch von Apple unterstützt werden kann. Denn der Hersteller des jeweiligen Gerätes kontrolliert letztendlich die Software und könnte damit die Tarifwahl einschränken – siehe Telekom und Apple SIM. Mehr Infos zur Thematik findest Du auch in diesem Artikel von t3n.

Momentan ist es freilich noch völlig unklar in welche Richtung die Entwicklung gehen wird. Eins ist sicher: Die Netzbetreiber und Provider werden weiterhin versuchen möglichst viele feste Laufzeitverträge an den Kunden und die Kundin zu bringen.

Pro eSIM

  • Programmierbar per QR-Code
  • Einfacher Wechsel des Netzbetreibers, ohne die SIM physisch wechseln zu müssen
  • Mit 6 x 5 x 1 Millimeter enorm platzsparend
  • Ideal für Internet-of-Things-Geräte in den NarrowBand-IoT-Netzen von Telekom und Vodafone

Kontra eSIM

  • Potenziell restriktive Software durch den Geräte-Hersteller
  • Kaum Unterstützung durch Netzbetreiber in Deutschland
  • Keine Dual-SIM-Nutzung möglich – immer nur ein Tarif auf der eSIM aktiv
  • Datenschutzbedenken durch Wegfall einer physischen Gebundenheit der Nutzerdaten

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