Mit dem Lite-Modell auf TuchfĂĽhlung

Motorola Edge 20 Lite im Test: Panda-Glas und 5000 mAh Akku

Das Junior-Modell der Edge-20-Familie hat die wohl größte Konkurrenz. Kann es sich von ihr abheben, oder ist es nur eine weitere Kopie einer Kopie? Wir finden im Motorola Edge 20 Lite Test raus!

Das Motorola Edge 20 Lite ist die Sparvariante des Edge 20, bewahrt sich jedoch einige Kernfeatures der beiden groĂźen Geschwister.

Motorola Edge 20 Lite im Test - Artikelbild

Motorola Edge 20 Lite (Foto: Handyhase.de/Michael Spieler)

Motorola Edge 20 Lite im Test

Technische Daten zum Motorola Edge 20 Lite

Hier zuerst die wichtigsten Eckdaten zum Gerät – das Motorola Edge 20 Lite aus Sicht seiner Komponenten:

Hardware & Design

Das Design des Motorola Edge 20 Lite ist etwas einfallslos, wenngleich die Kunststoffrückseite (PMMA) auch beim grauen Farbton leicht schimmert. Der Glanz geht bei der Nutzung der Hülle aber gänzlich verloren und die Oberfläche zieht auch Fingerabdrücke an als wäre sie glattes Glas. Der Kamerahuckel passt zum Design der Reihe, ist aber natürlich auf ein abgerundetes Quadrat geschrumpft.

Motorola Edge 20 Lite im Test - RĂĽckseite

RĂĽckseite (Foto: Handyhase.de/Michael Spieler)

Im Gegensatz zur RĂĽckseite hat das Frontglas eine Beschichtung, die gegen FingerabdrĂĽcke helfen soll und das ganze Gerät ist nach IP52 wasserabweisend. Das bedeutet, leichter Regen oder SchweiĂź können ihm nichts anhaben – ein Untertauchen ĂĽbersteht es indes wohl eher nicht unbeschadet. Unter dem Panda Glass (nicht Gorilla Glass!) steckt der selbe 6,7″ pOLED-Bildschirm im „20:9 Max Vision“-Format, wie in den Geschwistergeräten, der allerdings nur mit 90 statt 144 Hz Bildwiederholrate arbeitet.

Motorola Edge 20 Lite im Test - Unterseite

Unterseite (Foto: Handyhase.de/Michael Spieler)

Der Fingerabdruckscanner befindet sich ebenfalls an der Seite im Power-Knopf und die Selfie-Kamera kommt als zentriertes Punch-Hole mit einem sichtbaren dĂĽnnen Metallring um ihren Rand herum. Der glitzert im Gegenlicht und war uns deshalb aufgefallen. Sonst ist da ja in der Regel ein schwarzes Loch.

Motorola Edge 20 Lite im Test - Frontkamera

„Punch-Hole“-Frontkamera mit Metallring (Foto: Handyhase.de/Michael Spieler)

Im Gegensatz zu den beiden größeren Modellen ist es beim Funk auf Bluetooth 5.0 und Wi-Fi 5 beschränkt, hat aber FM Radio und einen 3,5-mm-Klinkenaschluss.

Prozessor & Speicher

Anders als beim Motorola Edge 20 und Edge 20 Pro setzt Lenovo beim Motorola Edge 20 Lite auf MediaTek als Chiplieferanten. Diese Vorgehensweise ist jetzt nicht exklusiv oder bahnbrechend, sie zeigt nur auf, wo der Hersteller Geld gespart hat, um den Preis des Gerätes zu senken. Das bedeutet nicht, dass der verbaute Dimensity 720 5G schlechter ist als gleichwertige SoCs von anderen Chipherstellern, er ist einfach nur günstiger. Er ist auch ein erprobter Prozessor, der zum Beispiel auch im Samsung Galaxy A32 5G, dem Oppo A53 5G und Oppo A73 5G zu finden ist, in deren Spielecke er sich leistungstechnisch dann auch befindet.

Motorola Edge 20 Lite Test - MediaTek Dimensity 720

MediaTek Dimensity 720 mit 5G (Bild: Motorola)

Auf dem deutschen Markt ist die Speicherauswahl auf die Version mit 128 GB Speicherplatz und 8 GB RAM beschränkt, es gibt als Importware aber noch eine Günstigere mit nur 6 GB RAM. Dank Hybid-Träger ist das Motorola Edge 20 Lite als Dual-Nano-SIM-(4G+5G)-Gerät oder mit mircoSD (max. 1 TB) zur Speichererweiterung nutzbar!

Motorola Edge 20 Lite Test - Farben

Farben „Lagoon Green“ und „Electric Graphite“ (Bild: Motorola)

Software & Updates

Das „leichte“ Smartphone kommt ab Werk mit Android 11 und My UX und wird immer aktuell gehalten. Es hat zuletzt die Sicherheitsupdates fĂĽr September 2021 bekommen. Es wird natĂĽrlich auch auf Android 12 geupdatet, sobald es zur VerfĂĽgung steht.

Nach wie vor kommen Motorola-Smartphones mit fast unverändertem Android. Die eigene My UX ergänzt das System um bekannte und neue „Moto Experiences“. Davon abgesehen ist nur noch die Kamera-App aus eigener Schmiede. Die Moto Experiences umfassen Gesten, wie das Aktivieren des Blitzes als Taschenlampe durch eine „Hackbewegung“ wie auch das Ă„ndern und Erstellen von Homescreen-Designs. Systemschriftart, Farben, Symbolformen und Layout sind nach eigenem Geschmack anpassbar. Das beliebte Vorschaudisplay, zeigt Dir auch bei gesperrtem Homescreen Neuigkeiten an.

Neu ist hier ein zweifaches Tippen auf den Homebutton/Fingerbadrucksensor, durch den bis zu sechs beliebige VerknĂĽpfungen aufgerufen werden können – z.B. die Route nach Hause oder der QR-Scanner.

Kameras & Funktionen

Es ist wirklich sehr löblich, dass Motorola die Hauptkamera in allen drei seiner Modelle verbaut und auch hier nicht zu sehr bei der Kombo aus Ultraweitwinkel und Makro spart. Letztere hat zwar nur einen 8- statt 16-Megapixel-Sensor, was aber immer noch deutlich besser ist als die sehr sinnbefreiten Makro-Kameras mit 2 Megapixel, die immer noch verbaut werden.

Motorola Edge 20 Lite Test - Kamera

Triple-Kamera (Foto: Handyahse.de/Michael Spieler)

Die Hauptkamera kann Videoaufnahmen bis maximal 4K in 30 FPS und Zeitlupenaufnahmen bis 240 FPS, die aber nur in HD (720p).

Testaufnahmen

Hier nun ein paar unbearbeitete Fotos, wie sie das Edge 20 Lite unter ganz normalen Bedingungen produziert.

Für Schnappschüsse taugt die Kamera des Motorola Edge 20 Lite im Test auf jeden Fall. Für diese Preisklasse ist es eine einwandfreie Qualität bei gutem Licht.

Akku & Laden

Der Akku ist mit 5.000 mAh der größte in der Edge-20-Familie und er kommt mit der selben 30-Watt-Schnelladetechnik, wie seine Geschwister. Das 30W-TurboPower-Netzteil liegt neben dem USB Typ-C-Kabel und einer einfachen, weichen KunststoffhĂĽlle bei. Dank der verringerten Bildwiederholfrequenz von max. 90 Hz verbraucht das FullHD+ „Max Vision“ OLED-Display auch weniger Strom. Das Smartphone kann dadurch durchaus bis zu zwei Tage am StĂĽck durchhalten.

Motorola Edge 20 Lite Test - 30W TurboPower

Ready For

NatĂĽrlich beherrscht auch das kleinste Edge-20-Familienmitglied „Ready For“ – es ist aber auf die Geschmacksrichtung mit der PC-Software in Kombination it einem PC beschränkt. Hier kannst Du dann auf einer Desktop-Oberfläche direkt auf Dein Motorola Edge 20 Lite zugreifen und dessen Apps und Dienste nutzen. Das einfachste Beispiel fĂĽr Möglichkeiten, die diese Verbindung ermöglicht, ist hier immer das Nachrichten-Schreiben an der PC-Tastatur. Eine BildĂĽbertragung in 1440p (native Auflösung des PC-Monitors) war zwar möglich, aber recht ruckelig. Hier empfehlen wir in den Einstellungen die Auflösung etwas niedriger zu wählen.

Preis & VerfĂĽgbarkeit

Das Motorola Edge 20 Lite war das zeitlich zuletzt erscheinende Mitglied in der neuen Edge-Familie und kam Ende September auf den Markt. Du hast die Wahl zwischen den Farben „Electric Graphite“ und „Lagoon Green“ mit je 8+128 GB Speicher fĂĽr 369,99 € (UVP) ohne Vertrag. Im Online-Handel ist die graue Variante inzwischen ab 322 € und die GrĂĽne ab 348 € zu bekommen (Stand: 14.10.2021).

Motorola Edge 20 Lite Test - Lieferumfang

Lieferumfang (Foto: Handyhase.de/Michael Spieler)

weiterfĂĽhrender Link: Motorola-Produktseite

Profilbild von Michael
Schreibt freiberuflich für ein paar Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Ist studierter Geophysiker und versucht, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

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