Werde zum Poweruser!

Die 10 besten Tipps fürs Apple iPhone

Mit diesen 10 Tipps beherrschst Du Dein iPhone wie ein Profi. Wenn Du schon alle kennst, bist Du das schon.

Das iPhone hat sich seit seinem Debut 2007 bis zum iPhone 12 extrem gewandelt – so auch die Art und Weise, wie es von Dir bedient werden will. Dadurch verändern sich natürlich auch die Kniffe, mit denen Du das Maximum aus Deiner Nutzererfahrung herausholen kannst.

10 Tipps fürs iPhone

Vergänglichkeit von Tipps

Wie wir schon in der Einleitung geschrieben haben, sind einige Tipps insbesondere von vor dem iPhone X inzwischen hinfällig geworden, weil z.B. nur noch das iPhone SE Touch ID benutzt und es der großen Anzahl der Nutzer egal sein dürfte, dass die Home-Taste mit einer individuellen Klickstärke angepasst werden kann. Außerdem hat Apple Technologien wie 3D Touch/Force Touch im iPhone und der Apple Watch wieder fallen gelassen und sogar softwareseitig aktiv von Geräten entfernt, die das beim Kauf noch konnten. Alle Tipps, die hierfür galten, sind nur noch bedingt auf „langes Tippen und halten“ (Haptic Touch) übertragbar.

Dieser kleine Hinweis soll Dich also darauf vorbereiten, dass nicht zwangsläufig alle hier vorgestellten Tipps auch in der Zukunft – so oder so ähnlich – mit künftigen iPhone- bzw. iOS-Generationen noch nutzbar sein werden. Für das iPhone 12 funktionieren die Tipps jedoch alle!

10 Tipps, die Dein Leben mit dem iPhone verbessern

🔦 Die Helligkeit der Taschenlampe anpassen

Über das Kontrollzentrum kannst Du den LED-Blitz der Kamera des iPhones als Taschenlampe – z.B. als Schlüssellochsuchlicht – verwenden. Drückst Du nun länger auf das Taschenlampensymbol, bekommst Du die Möglichkeit, die Stärke des Lichtes in vier Stufen zu regulieren. Diese Funktion ist nur im Kontrollzentrum möglich – wenn Du die Taschenlampe vom Sperrbildschirm aus aktivierst, geht sie immer auf voller Lichtstärke an.

⌨️ Tippfehler schneller beheben – der Zauber der Leertaste

Uns allen passieren selbst mit den lernenden Tastaturen unter iOS – mit Auto-Korrektur und „Zum Tippen streichen“ – immer noch und immer wieder Tippfehler. Viele Nutzer tippen in den Text, um den Curser an die gewünschte Stelle zu bewegen, wobei der Curser allerdings immer an Wortanfang oder -ende springt. Also „greifen“ viele den Curser, um ihn an die richtige Stelle zu verschieben.

Es geht aber viel eleganter: Damit Du beim nächsten Tippfehler schneller an die richtige Stelle gelangst, halte länger die Leertaste gedrückt. Dann wirst Du bemerken, dass alle Buchstaben aus der Tastatur ausgeblendet werden. Die gesamte Fläche verhält sich jetzt wie ein Trackpad in einem Laptop oder wie das separat erhältliche Magic Trackpad 2 von Apple. Du kannst so den Cursor ganz locker direkt verschieben, ohne Dir selbst mit dem Finger die Sicht zu versperren.

Das funktioniert auch mit Tastaturen von Drittanbietern, wenn die das unterstützen. In Googles Gboard z.B. geht das auch, allerdings tippst Du hier auf die Leertaste und wischt dann direkt von dort hoch, ohne lange zu warten.

🖼️ Mit Worten nach Fotos suchen

Die Textsuche in der Fotos App von Apple ist ein unterschätzter Helfer, der – insbesondere bei großen Foto-Mediatheken – schnell zum gewünschten Foto führen kann. Ist Deine Foto-Mediathek über die Jahre auch zu einem kaum beherrschbaren Stapel geworden? Dann helfen Dir hier die Bilderkennung auf dem Gerät und die sogenannten Meta-Daten, die beim Machen eines Fotos gesammelt und mit ihm abgespeichert werden.

Klicke dazu in der Fotos App unten rechts auf das Suchen-Symbol (Lupe) und tippe im Textfeld ein möglichst einfaches Wort ein, dass Du mit dem Foto in Verbindung bringst, das Du gerade suchst. Hund, Katze, Hamburg, Sonne, Essen… Orte findet man dank der in den Fotos hinterlegten GPS-Daten superleicht wieder, ebenso sind Personen, die Du mal markiert hast und die Dein iPhone auf anderen Fotos wiedererkannt hat, so superleicht über ihren Namen zu finden.

Manchmal reicht es schon, in einem der – unter dem Eingabefeld – vorgeschlagenen Momente, Personen, Orte oder Kategorien zu suchen. Du kannst auch mehrere Suchbegriffe hintereinander eintippen und so die Ergebnisse weiter einschränken: „Himmel, Wolkig, Central Park“ sucht z.B. in allen Fotos nach solchen, auf denen ein wolkiger Himmel zu sehen ist und die im Central Park geschossen wurden.

Wenn Du beim Fotografieren sehr diszipliniert bist, kannst Du auch jedem Foto einen Untertitel verpassen, nach dem sich später natürlich auch suchen lässt.

🔑 Siri nach einem Passwort fragen

Wenn Du das in iOS eingebaute Apple Schlüsselbund verwendest (und keinen Passwort-Manager wie 1Password), dann kannst Du Siri nach einem bestimmten Passwort, oder einfach allen Passwörtern fragen. Per Hand gelangst Du übrigens über Einstellungen > Passwörter dorthin. Meistens wirst Du ein Passwort natürlich eher direkt in einer App beim Einloggen oder auf einer Internetseite in Safari benötigen und diese werden Dir dann auch dort direkt vorgeschlagen.

Mit „Hey Siri, zeige mein Passwort für Twitter“ gelangst Du sofort zum richtigen Eintrag. Auf der Übersichtsseite der Passwörter gibt Apple auch Sicherheitsempfehlungen. Wenn eine Seite, auf der Du einen Account hast, Ziel einer Hackerangriffes oder Datenlecks geworden ist, solltest Du das entsprechende Passwort ändern.

🗂️ Alle Tabs auf einmal schließen in Safari

Safari wird – neben Deinen Apps – sicher Dein Hauptzugang zum mobilen Internet auf dem iPhone sein, wenn Du keinen anderen Browser wie z.B. Chrome installiert hast. Dann kommt es sicher auch vor, dass sich dort die aufgerufenen Webseiten stapeln und Du evtl. mal alle auf einmal loswerden möchtest. Anstatt nun jede einzelne Karte wegzuwischen, oder über das Kreuz in der linken oberen Ecke zu schließen, kannst Du einfach links unten auf den Knopf für die Tabs lange drücken, wodurch ein Kontext-Menü erscheint, in dem Du alle Tabs mit Einmal schließen kannst.

📰 Webseiten oder Artikel auf Webseiten einfach besser oder später lesen

Safari und Apple Books helfen Dir, Artikel auf Webseiten besser lesbar zu machen oder für später aufzuheben. Wenn Du viel im Browser ließt – z.B. die Artikel auf Webseiten von Zeitungen und Zeitschriften konsumierst – kannst Du das direkte Leseerlebnis mit der Reader-Darstellung von allem Unnötigen befreien. Tippe dazu auf das doppelte „A“ links oben neben der Such- und URL-Leiste. Außerdem kannst Du dort Hintergrundfarbe, Textgröße und Schriftart so einstellen, wie es Dir beim Lesen am Bequemsten ist. Mit der Funktion von Safari sieht eine Webseite aus wie ein Buch in einem eReader wie dem Amazon Kindle oder dem Tolino.

Willst Du schnell ein paar Artikel für eine Bahnfahrt ohne guten Netzempfang zusammensuchen und dann erst lesen, teile eine Webseite über den Teilen-Kmopf in der Mitte unten und wähle „Bücher“ aus der App-Liste aus – manchmal versteckt sich die App unter „Mehr“. iOS erstellt dann von der Webseite, auf der Du bist, ein PDF und lädt es direkt in Apple Bücher. Dort kannst Du die Webseite dann quasi offline lesen und das PDF natürlich auch weiter teilen und in Dateien ablegen – oder markieren und per Mail oder Air Drop und Co. teilen.

📄 Scanner adé

Mit dem iPhone lassen sich schon seit langem Dokumente mit entsprechenden Apps wie Adobe Scan oder Scanner Pro über die eingebaute Kamera erfassen, sortieren und weiterverarbeiten, doch tatsächlich brauchst Du dazu meistens gar keine weiteren Apps.

Wenn Du direkt ein Dokument scannen willst, drücke und halte das Symbol der Notizen App bis das Auswahlmenü erscheint (Haptic Touch). Früher wäre hier Force Touch zum Einsatz gekommen. Wähle nun „Dokument scannen“ aus und richte die Kamera Deines iPhones auf das zu scannende Dokument. Nachdem die Ränder gut erkannt wurden, kannst Du den Auslöser betätigen, wie wenn Du ein Foto schießen würdest und die Aufnahme wird als PDF gespeichert. iOS macht sogar eine Texterkennung (OCR) auf dem Dokument, um den Titel der PDF-Datei vorauszufüllen. Wenn Du allerdings ein komplett durchsuchbares Dokument benötigst, brauchst Du eine App, die das kann. Tippst Du jetzt den Scan an, kannst Du ihn ganz normal überallhin teilen.

Das Ganze geht natürlich auch über den Kamera-Knopf in der Mitte, wenn Du bereits in der Notizen App bist. Zusätzlich, wenn Du tatsächlich nur das rohe Dokument ohne Notiz drumherum brauchst, kannst Du auch direkt in der Dateien App scannen (siehe Screenshot). Der Vorgang ist identisch, nur speicherst Du die entstandene PDF direkt dort ab, wo Du sie brauchst (iCloud, Dropbox, Firmenserver, etc.).

iPhone-Tipp - Scannen in Dateien

scanne Dokumente direkt in „Dateien“

💡 Verwende den Blitz als Benachrichtigungs-LED

Ein Feature, dass eine Zeit lang in vielen Android-Smartphones zu finden war, ist die Benachrichtigungs-LED, die mit verschiedenen Farben sogar die Art einer Benachrichtigung vermitteln konnte. Diese LEDs sind in 2020 rar geworden und viele Hersteller nutzen die OLED-Displays um entweder immer an zu sein und so mit entsprechenden Icons Benachrichtigungen anzuzeigen, oder bei gewölbten Bildschirmen die Bildschirmränder (wie z.B. das Samsung Galaxy Note20 Ultra 5G).

iPhones hatten noch nie extra LEDs, aber sie haben einen LED-Blitz. Dieser lässt sich in den Einstellungen unter Bedienungshilfen > Abschnitt „Hören“ > Audio/Visuell > Abschnitt „Visuell“ ganz unten als Hinweisgeber nutzen, wenn generell Hinweise kommen und zusätzlich nur dann, wenn Dein iPhone im Lautlos-Modus ist. Die Einstellung ist dort, da sie natürlich Gehörgeschädigten oder Gehörlosen als BEDIENUNGSHILFE dienen soll. Aber natürlich kann jeder und jede die Funktion nutzen.

🛡️ Fotos über AirDrop ohne Meta-Daten teilen

Es kommt sicher auch mal vor, dass Du ein Foto oder Album über AirDrop teilen möchtest. Wenn die Person, die das Foto bekommen soll, nicht zu Deinem engsten Kreis gehört, muss sie auch nicht alle Daten bekommen, die in so einem Foto aufbewahrt werden und die Dir auf Deinem iPhone helfen, es wiederzufinden (siehe hier).

Bevor Du also im Teilen-Menü direkt auf Deinen AirDrop-Kontakt klickst, tippe auf den zugegeben recht winzigen Schalter „Optionen >“ direkt unter der Anzahl der ausgewählten Fotos. Dort kannst Du nun festlegen, ob Dein Kontakt ein Foto in seiner Originalform bekommen soll oder ohne sämtliche Daten, wie z.B. den Aufnahmestandort.

🎞️ Videos ohne Zoom-Sprünge aufzeichnen

Wenn Du jemals ein Video mit Deinem iPhone aufgezeichnet hast, dass mehr als nur eine Linse hat, und Du während der Aufnahme den Zoom benutzt hast, sind Dir sicherlich Sprünge aufgefallen, die dadurch entstehen, dass die Fotos App die Linse und damit den Sensor wechselt, mit dem das Video aufgenommen wird. Um das zu verhindern, kannst Du in den Einstellungen der Kamera einen Schalter umlegen, der dafür sorgt, dass ein Zoom bei einer Videoafnahme nur im Bereich der gewählten Linse liegt.

Einstellungen > Kamera > Video aufnehmen > „Kamera sperren“

Normalerweise steht z.B. einem iPhone 11 Pro Max bei Videoaufnahmen ein stufenloser Zoom von 0,5× bis 6× Vergrößerung zur Verfügung, mit sichtbaren Sprüngen beim Wechsel der Linsen von 13 mm (Ultraweitwinkel) auf 26 mm (Weitwinkel) und von dort auf 52 mmm (Telefoto). Der Schalter verhindern nun dieses Umschalten, reduziert natürlich aber auch den Zoombereich, der Dir beim Erstellen eines Videos zur Verfügung steht.

Wie Du in den Screenshots sehen kannst, kannst Du mit der Ultraweitwinkelkamera zwischen 0,5× und 1,5× zoomen, mit der Weitwinkelkamera zwischen 1× und 3× und mit der Telefotokamera zwischen 2× und 6×.

Bonus: Mit der kostenlosen App DoubleTake von FiLMiC Pro kannst Du den Stream von zwei der bis zu vier Kameras eines iPhones (Triple-Kamera auf der Rückseite der Max-iPhones + Selfie-Kamera) gleichzeitig in einem Video aufzeichnen. Leider wird dabei aber ein Video mit überlagernden Inhalten erstellt und nicht zwei separate Videos, die man später schneiden könnte.

Würden alle Kameras gleichzeitig ein Video aufzeichnen, könnte man in der Bearbeitung problemlos zwischen den vier Streams hin- und herschalten. Aber das ist noch Zukunftsmusik, dann dazu sind selbst Apples Prozessoren noch nicht in der Lage.

DoubleTake App für iOS

DoubleTake App für iOS

Michael
Redaktion Michael

Schreibt freiberuflich für ein paar Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Ist studierter Geophysiker und versucht, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

Kommentar verfassen

Name
E-Mail-Adresse
optional, wird nicht veröffentlicht