QR-Codes ab 14. Juni in den Apotheken

Digitaler Impfpass fürs Handy: Die App für den Nachweis ist da

Die Corona-Impfungen schreiten in Deutschland voran. Den Nachweis gibt es derzeit noch per Eintrag in das gelbe Impfbuch aus Papier. Schon in Kürze muss man das Heftchen aber nicht mitschleppen, stattdessen gibt es bald den digitalen Impfnachweis per App.

Der Impfpass für das Smartphone startete offiziell am 10. Juni. Ab sofort wird der digitale Nachweis für die Corona-Impfung ausgerollt. Ausgestellt wird der Nachweis ab kommenden Montag durch teilnehmende Apotheken. Schon bis Ende Juni soll jeder Interessent und Berechtigte die Information in digitaler Form erhalten.

Impfnachweis App

Bild: GustavoWandalen und Markus Winkler | Pixabay. Eigene Bearbeitung

vom 11.06.2021: Die CovPass-App ist da, die Corona-Warn-App hat das entsprechende Update erhalten und die ersten Apotheken sind bereit. Der digitale Impfnachweis wird ausgerollt, allerdings sollte man nicht sofort zur nächsten Apotheke losstürmen. Wir erklären, was Du für den digitalen Impfpass benötigst, wer berechtigt ist, wie man das Zertifikat erhält und was man davon überhaupt hat.

Der Impfnachweis im App-Format

Wer gegen COVID-19 geimpft ist, erhält bislang einen Aufkleber in das Impfbuch. Der Impfnachweis kann dann an entsprechenden Stellen vorgezeigt werden, um bei vollständiger Impfung etwa ohne Test bei Veranstaltungen teilzunehmen, die Innengastronomie zu genießen oder Reisen zu unternehmen.

Schon in Kürze geht das auch digital. Den Anspruch für den Nachweis per App haben alle vollständig Geimpften. Für die Verknüpfung mit der App ist ein Impfzertifikat als QR-Code erforderlich. Diesen Code wird nach der zweiten Impfung von der Stelle, an der geimpft wurde, ausgestellt. Wer bereits seinen zweiten Impftermin in einem Impfzentrum hatte, bekommt das Zertifikat in der nächsten Woche per Post an die Meldeadresse zugeschickt. Die Gesundheitsverwaltung teilt mit, dass an weiteren Wegen zur Übermittlung des QR-Codes gearbeitet wird. Gültig ist der Nachweis wie auch beim Vorzeigen des gelben Buchs erst zwei Wochen nach der letzten Impfung.

So bekommt man den Impfpass aufs Handy:

  1. Der Nachweis wird über eine App verwaltet. Hierfür wird die CovPass-App bereitgestellt. Alternativ lässt sich der Impfnachweis auf dem Handy auch in der Corona-Warn-App aktivieren.
  2. In der App muss der QR-Code des Zertifikats eingescannt werden. Achtung: Es handelt sich dabei nicht um den Code, der auf der Einladung vom Impfzentrum abgedruckt ist. Entsprechende QR-Codes werden erst jetzt zur Verfügung gestellt, per Post zugeschickt oder ab der kommenden Woche in Apotheken und Arztpraxen ausgehändigt.
  3. Auf der Webseite mein-apothekenmanager.de finden sich Apotheken, die ab dem 14. Juni das digitale Zertifikat ausstellen. Dort lassen sich bereits jetzt Apotheken finden, die Schnelltests anbieten.
  4. In der Apotheke werden die Daten aus dem gelben Impfbuch übernommen und in einen Barcode übertragen.
  5. Der Barcode wird mit dem Smartphone eingescannt. Zudem kann der Code in ausgedruckter Form ausgestellt werden, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt einzuscannen.
  6. Das Impfzertifikat kann dann zukünftig per Smartphone und ohne gelbes Buch vorgezeigt werden. Die App speichert den Impfstatus inklusive Daten zum Impfstoff sowie den Vor- und Nachnamen und das Geburtsdatum. Die Daten werden lediglich in der App lokal auf dem Smartphone gesichert. Eine Datenbank wird nicht angelegt.

Die CovPass-App steht für Android und iOS zum Download bereit. Achte bei der Suche im App-Store darauf, die App vom Robert-Koch-Institut herunterzuladen, um keine Fake-App auf das Handy zu holen. Eine mobile Internetverbindung wird für den Nachweis nicht benötigt. Bei einem Smartphone-Wechsel, muss der entsprechende Code einfach mit dem neuen Gerät erneut eingescannt werden. Ohne Smartphone kann ein ausgedrucktes Impfzertifikat zur Verfügung gestellt werden.

Zwar gibt es ab dem kommenden Montag, 14. Juni, in den Apotheken die Möglichkeit, den Nachweis zu erhalten, allerdings mahnt unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, nicht sofort am ersten Tag in die nächste Apotheke zu laufen. Um einen übermäßigen Andrang zu verhindern, sollte der elektronische Nachweis erst angefordert werden, wenn er auch wirklich benötigt wird.

Digitaler Impfpass fürs Handy: So funktioniert der Nachweis

Apotheken können sich seit der zweiten Juni-Woche für den Dienst eintragen. Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (ABDA), geht davon aus, dass die Anzahl der teilnehmenden Apotheken zum Start in der kommenden Woche noch überschaubar sein, jedoch schnell auf einen vierstelligen Bereich steigen wird.

Auch in Arztpraxen sollen digitale Impfbescheinigungen ausgestellt werden können. In der CovPass-App lassen sich auch Testergebnisse sowie Informationen über überstandene Infektionen hinterlegen. Der Impfnachweis auf dem Handy in allen EU-Ländern gültig. Ob der digitale Impfpass außerhalb der EU akzeptiert wird, wird derzeit geklärt.

Der gelbe Impfpass in Papierform bleibt natürlich weiterhin gültig. Falls Du noch ein neues Smartphone benötigst, findest Du bei uns die aktuell besten Angebote für ein Handy mit Vertrag. Für den digitalen Impfnachweis benötigst Du ein Handy mit Kamera, die den Barcode einscannen kann. Bei Android muss mindestens Version 6.0 laufen, auf dem iPhone wird mindestens iOS 12.1 benötigt.

Martin
Redaktion Martin

Martin ist durch sein Studium der Sprach- und Medienwissenschaften in der Welt des Online-Schreibens gelandet. Seit 2012 hilft er Lesern mit Tipps und Ratschlägen im Technik-Bereich weiter. Angefangen bei einem großen Technik-Magazin über einen renommierten Online-Handy-Shop stellt Martin seit Februar 2021 bei Handyhase die besten Schnäppchen vor und hilft bei Fragen zu Tarifen und Verträgen weiter.

Kommentare (1)

Gerhard Tennert 17.06.2021, 16:09

Wieder mal der 2. Schritt vor dem Ersten, was tut der jenige, ich denke da gibt es noch sehr viele, die kein Smartphone besitzen? Müssen die jenigen immer den Impfpass bei sich tragen? Warum gibt es hier keine Karte, wie reichlich üblich?

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