Vierte Beta bringt umfangreiches Update

Apple iOS 15 – Alle Infos zum kommenden iPhone-Betriebssystem

iOS 15 wurde auf der WWDC 2021 vorgestellt, damit Entwickler ihre Apps anpassen können. Im Herbst - rund um den Launch der nächsten iPhone-Generation - wird iOS 15 dann wieder für alle kompatiblen Endgeräte freigegeben. Wir haben die alle handfesten Informationen und zu iOS 15 zusammengetragen.

Apple iOS 15 - Artikelbild

 

vom 30.07.2021: Inzwischen hat Apple die vierte offene Beta von iOS 15 und iPadOS 15 für Entwickler und Enthusiasten veröffentlicht. Du kannst Dir die Vorschau auf das nächste mobile Betriebssystem von Apple herunterladen, es wird jedoch nicht empfohlen, sie auf einem Produktivgerät zu nutzen, da die Unterstützung von Deinen installierten Apps noch fehlt und diese u.U. nicht oder nicht richtig funktionieren, bis sie final auf iOS/iPadOS 15 angepasst wurden.

Es ist fast Bergfest zwischen WWDC und iOS-15-Veröffentlichung im Herbst. So wundert es uns nicht, dass immer mehr angekündigte Features ihren Weg in die Betas finden und die scharfen Kanten langsam abgerundet werden. Die einzelnen Neuerungen findest Du im Text mit Hinweis auf die 4. Beta.

Die WWDC 2021 fand zwischen dem 7. und 11. Juni 2021 statt und lief ebenfalls, wie im vergangenen Jahr auch, völlig digital ab. Kernstück der Präsentation durch Tim Cook und seine Mitarbeiter war wie immer die Software aus dem Hause Apple. So wurde neben dem nächsten macOS „Monterey“ auch iOS 15 mit seinen Geschmackrichtungen iPadOS 15 & watchOS 8 vorgestellt und den Entwicklern in einer ersten Beta zur Verfügung gestellt. Doch was erwartet im Herbst 2021 Dich und uns als User? Hier eine kleine Vorschau.

Wann erscheint iOS 15 und welche iPhones bekommen es?

Traditionell nennt Apple vorab keinen genauen Release-Termin für die neue Version des Betriebssystems. Auch 2021 erscheint das große iOS-Update im Herbst. Mit der Präsentation und der offiziellen Vorstellung erster Features begann die WWDC im Frühsommer 2021. Direkt nach der Vorstellung gab es eine erste Beta von iOS 15 für Entwickler. Eine erste offene Beta soll im Juli zur Verfügung stehen, wenn Du es gar nicht abwarten kannst, neue Features auf Deinem iPhone auszuprobieren.

Apple WWDC21 Teaser

(Bild: Apple)

Während bei der vergangenen Update-Runde alle Geräte mit iOS 13 auch das Update auf iOS 14 erhielten, wird dieses Mal der Update-Support für einige Modelle enden. So sollen das iPhone 6 und iPhone 6s sowie das alte iPhone SE keine Aktualisierung erhalten. Alle jüngeren Modelle, darunter auch das iPhone 7 und iPhone 8 sollen hingegen auch mit iOS 15 ausgestattet werden.

Wie die offizielle Vorschauseite von Apple zeigt, wird iOS 15 iPhones ab dem iPhone 6s unterstützen, wie auch das iPhone SE der 1. Generation. Das bedeutet, dass selbst sechs Jahre alte Geräte noch die neuste Software erhalten, auch wenn sie nicht zwingend jedes Feature unterstützen können.

Standard-Apps selbst festlegen

Mit iOS 14 kannst Du bereits Apple Mail und Safari gegen andere Mail-Programme und Browser als Standard-App in ihrem Bereich austauschen. D.h. wenn Du in einer anderen App einen Link aufrufst, geht der jetzt z.B. auch in Chrome statt Safari auf. Wir erwarten, dass Apple dieses Feature auf andere Standard-Apps ausweitet, wie Nachrichten, Notizen und Kalender.

iOS 15 - mehr Standard-Apps

iOS 15 – mehr Standard-Apps? (Screenshot: Handyhase.de / Michael Spieler)

Das wird wohl vorerst ein Wunsch bleiben, denn weder auf der Keynote direkt, noch in der ausführlichen Feature-Liste zu iOS 15 wurde hierzu ein Wort verloren. Es bleibt also erst einmal bei Browser und Mail.

Siri auf dem iPhone

Apple rühmt sich ja damit, dass viele Funktionen direkt auf dem iPhone stattfinden und nicht über eine Cloud-Lösung mit dem Internet reden. Bei Google finden z.B. Foto-Berechnungen in der Cloud statt. Eine große Ausnahme hiervon ist Siri, Apples Sprachassistent. Es wird vermutet, dass Siri in gewissem Umfang in Zukunft auch ohne Netz helfen können wird. In der Tat bekommt Siri Spracherkennung auf dem iPhone. Alle Anfragen werden, ohne das Netz zu bemühen, ab iOS 15 direkt auf dem Gerät durch die Neural Engine im Apple-SoC verarbeitet. Das bedeutet auch, dass viele alltägliche Aufgaben, die kein Internet benötigen, direkt und deutlich schneller ausgeführt werden können. Der Kurzzeitwecker (Timer) für den Tee ist da ein naheliegendes Beispiel. Bislang verweigert Siri ja den Dienst, wenn Dein iPhone gerade ohne Kontakt zur Außenwelt ist und sie benötigt die ein oder andere Sekunde „zum nachdenken“, eh der Befehl ausgeführt wird.

Apple iOS 15 mit Siri-Spracherkennung auf dem Gerät dank der Neural Engine in Apple-SoCs

Du hast weiterhin die Option, Anfragen an Apples Server zu schicken, wenn Du das möchtest. Außerdem wirst Du mit iOS 15 Siri beauftragen können, was auch immer gerade auf Deinem Bildschirm zu sehen ist, mit Deinen Kontakten zu teilen. Kann Siri das Format des zu teilenden Inhalts (Musikstück, Notiz, Kontakt etc.) nicht direkt erkennen, wird sie Dir vorschlagen, stattdessen einen Screenshot zu schicken. Kontext ist alles und so soll Siri in diesem Feld, in dem sie bislang von Googles und Amazons Sprachassistenten abgehängt wurde, deutlich dazugelernt haben. Dabei geht es zum Einen um den „on-screen-Inhalt“ wie einen verpassten Anruf, oder wenn Du schon in Messages in einer Unterhaltung bist, um einen Anfrage wie „Sag ihnen, dass ich unterwegs bin“ richtig umzusetzen. Zum Anderen geht es um die Verkettung von Anfragen, ohne dass Du Informationsteile aus einer vorherigen Frage wiederholen musst – z.B.: „Hat der Nationalpark morgen offen?“ und „Wie komme ich da hin?“. Bei der zweiten Frage, weiß Siri nun angeblich, dass Du „den Nationalpark“ als Routenziel meinst. Wie gut das dann im echten Leben funktioniert, bleibt abzuwarten.

Teilen von Inhalten mit Siri in iOS 15

Wenn bei Anfragen natürlich die Daten Dritter abgefragt werden müssen, die nicht auf dem iPhone liegen, wird das nicht ohne Netzzugriff gehen. Google hat seit dem Pixel 4a eine Version ihres Google Assistant auch mit deutscher Sprachausgabe, die auf den Pixel-Smartphones direkt läuft.

Augmented Reality in Apple Maps

Zu den allerersten Apps überhaupt gehörte z. B. Qype (von Yelp gekauft), die – neben anderen – Geschäfte, Restaurants & Co. mit Hilfe der Lagesensoren des iPhones virtuell über eine Karte schwebend in die jeweilige Guckrichtung des Nutzers anzeigten. Die moderne Version dieser Technik ist z.B. in Google Maps als „Live View“ (siehe Video unten) zu finden.

Mit Hilfe von GPS und Kamera scannt die App Deine Umgebung und sagt Dir mit darübergelegten Elementen wo Du lang laufen musst. Klappt bisher im Routenplaner zu Fuß. Natürlich fehlt in Deutschland flächendeckendes Street View, das die Funktion ermöglicht und die Funktion ist daher hierzulande etwas eingeschränkt.

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Neben AR gibt es eine neue Globusansicht und noch detailgetreuere 3D-Ansichten mit verarbeiteten Höheninformationen und tollen 3D-Modellen für Sehenswürdigkeiten – mit Tag- und Nachtmodus.

Globus in Apple Maps in iOS 15

Routenansichten sind sowohl für Autofahrer als auch im öffentlichen Nahverkehr viel detailreicher. Sei es eine Liveansicht des fahrendes Zuges, in dem man gerade sitzt oder eine spurgenaue Routenführung und 1:1 Darstellung von Straßen mit Ampeln, Fußgängerübergängen und Fahrradspuren.

Straßendetails für Routen in Apple Maps in iOS 15

Die „neue“ Maps-App wird ab sofort auch in Spanien & Portugal und später in 2021 in Italien und Australien verfügbar sein. Deutschland schaut hier leider mindestens bis 2022 in die (alte) Röhre.

Bildschirmfreigabe in FaceTime

Zoom kann es, Microsoft Teams kann es, Google Meet kann es und so ziemlich jede andere Software für virtuelle Meetings – die Freigabe des eigenen Bildschirms um während eines Calls etwas zu präsentieren. Auch wenn es in den jeweiligen mobilen Varianten nur eingeschränkt nützlich ist, lebt FaceTime ja auch auf den Macs. Nachdem mit iOS 12.1.4 FaceTime-Gruppenvideoanrufe möglich wurden, fehlt eigentlich nur noch dieses Feature, um mit den anderen Lösungen in der jetzigen Zeit konkurrieren zu können.

iOS 15 mit FaceTime-Gruppenvideochat und Bildschirmfreigabe

FaceTime-Gruppenvideochat (Bild: Apple)

SharePlay ist ein neuer essentieller Teil von FaceTime, der nicht nur den Bildschirm für alle im Call freigeben kann, sondern auch Gruppengucken von Filmen und Serien (integriert mit Apple TV/Apple TV App) oder gemeinsames Musikhören (Apple Music) ermöglicht. Dabei werden nicht nur die Inhalte, sondern auch die Kontrollen synchronisiert und mit allen geteilt. Es kann jede FaceTime-Teilnehmer*in das Video oder den Sound für eine Pause unterbrechen.

Apple iOS 15 - SharePlay

In der normalen Gruppenchat-Ansicht hilft jetzt räumlicher Sound dabei, die Stimme einem Videofenster zuzuordnen, aber Du kannst auch in eine einfache Gitter-Ansicht wechseln, wenn Dir das zu konfus ist. Neue Funktionen sorgen dafür, Dich audiovisuell in den Mittelpunkt eines Calls zu stellen: Mit der Portraitfunktion, wie wir sie aus der Kamera kennen, wird der Hintergrund sichtbar unscharf und mit Stimmisolation versuchen die Mikros Umgebungsgeräusche zu minimieren.

FaceTime Links erlaubt auch nicht-iOS-Usern an FaceTime-Calls über einen Browser teilzunehmen.

Nachrichten mit Bilderstapeln & Memoji mit Klamotten

Alle Fotos, Links, News, Podcasts, Filme und Songs, die mit Dir über Nachrichten geteilt werden, bekommen in der jeweiligen App eine eigene Kategorie („mit Dir geteilt„; früher hätte Apple das eine „Smart Playlist“ genannt). Das heißt z.B., dass alle Fotos, die Du über Messages bekommen hast, in der Fotos App unter „mit Dir geteilt“ (Shared with You) auftauchen, ohne dass Du lange in einer Unterhaltung nach ihnen suchen musst. Dasselbe gilt, für die anderen genannten Inhalte. Natürlich wird das in Deutschland zumindest mit den News-Artikeln nicht klappen, da es Apples News-App hierzulande nach wie vor nicht gibt.

Apple iOS 15 - Messages

Werden in iOS 15 mehr als ein Foto von derselben Person an eine Unterhaltung geschickt, werden diese jetzt in einer Sammlung gestapelt, statt einzeln nacheinander die Timeline zuzumüllen. Memoji bekommen außerdem Outfits, Kopfbedeckungen und andere Accessoires.

Focus verringert Ablenkungen

Mit Focus will Apple Dein „Digital Wellbeing“ sichern und es Dir leichter machen, vom Bildschirm wegzukommen, um Dich auf Dinge voll und ganz zu konzentrieren. Sei es ein Abendessen, ein Workout oder Arbeit für die Du Deine ganze Konzentration benötigst – Focus regelt nicht nur die Benachrichtigungen herunter, sondern teilt Deinen Status auch über Nachrichten (Messages) an Deine Kontakte. Ein Feature, dass andere Messenger natürlich auch seit Äonen mitbringen. In Beta 4 hielt die Funktion in die Nachrichten-App Einzug, mit der Du festlegen kannst, mit wem Dein Status geteilt werden soll – ein Tap auf einen Kontaktnamen genügt.

Mitteilungen in neuem Look

Die Sammlung der Mitteilungen (Benachrichtigungen) im Notification Center wurde überarbeitet. Größere App-Symbole und Kontaktbilder sollen bei der Übersichtlichkeit helfen. Zusätzlich gibt iOS 15 Dir die Möglichkeit, Mitteilungen zu einer bestimmten Zeit gebündelt anzuzeigen, was z.B. für News am Morgen sinnvoll ist, die so aus den verschiedensten App-Quellen stammen können. Anstehende Termine im Kalender, Nachrichten und die neueste Folge des Lieblingspodcasts tauchen so z.B. zusammen auf und nicht genau in dem Moment, in dem sie normalerweise gepusht werden würden. Mit Beta 4 erhielten die Mitteilungen ein neues Icon in den Einstellungen.

Safari spielt mit Tabs und bringt Erweiterungen mit

Tabs wurde für Safari in iOS 15 neu gedacht, und so taucht die redesignte Tab-Leiste als schwebendes Element am unteren Rand auf, um dem Seiteninhalt den größtmöglichen Platz zu verschaffen. Tabs lassen sich dann auch gruppieren, was für einzelne Projekte sehr nützlich ist. Die Suche in Safari akzeptiert jetzt auch von Haus aus Deine Stimme, um das Netz nach Informationen zu durchsuchen und Erweiterungen (Extensions), wie Du sie vom Desktop-Browser kennst, werden erstmals ermöglicht.

Apple hat in iPadOS 15 Beta 4 das Redesign der neuen kombinierten Tab-Leiste und Adresszeile als Standard zurückgenommen und trennt sie auf dem großen Gerät wieder. Es steht Dir jedoch frei das neue Design in den Einstellungen zu aktivieren:

Safari-Optionen in iPadOS 15 Beta 4

Bild: iPad OS 15 Beta 4 – Safari-Optionen (via @viticci auf Twitter)

Alles im Wallet

Apple Wallet is inzwischen eine extrem nützlicher Ablageort für alle Arten von Karten und Tickets, dauerhaft in Gebrauch oder nur einmalig spielt dabei keine Rolle. In den USA wird es möglich sein seine ID – meist den Führerschein – digital zu hinterlegen, der dann auch z.B. von der TSA auf Inlandsflügen in den USA als Ausweisdokument akzeptiert wird. Dass wir hier in Deutschland irgendwann unsere Ausweise, Pässe und Führerscheine im Secure Element auf einem iPhone speichern können werden, wie unsere MasterCards, ist vermutlich in sehr weiter Ferne. Hier kämpft man ja teilweise immer noch mit der eigenen Bank und der Girocard.

Apple iOS 15 - ID-Karten in der Wallet

Näher dürften da die digitalen Schlüssel für die eigene Haustür sein, denn Produkte wie Nuki sind ja auch bei uns bekannt und beliebt. Außerdem werden Garagentore, Hotelzimmer und auch oft die Tür zum Büro heute mit NFC-Tags oder -Karten geöffnet. Hier muss natürlich das Hotel und der Arbeitgeber mitspielen und zumindest eine Hotelkette will zum Ende des Jahres die ersten Niederlassungen mit dem optionalen Schlüssel für Apple Wallet ausstatten. Das hat den Vorteil, dass Du dann eigentlich komplett digital einchecken kannst und den Schlüssel direkt aufs iPhone geschickt bekommst, wenn das gebuchte Zimmer für Dich fertig ist.

Apple iOS 15 - Hotelschlüssel in der Wallet

Live Text – das „Überall-OCR“

Texterkennung a la Live Text ist keine neue Technologie und alle großen Softwarefirmen haben ihre Variante davon. Seien es nun Fotos oder das Livebild der Kamera – iOS 15 sucht mit OCR, wie ein Scanner, nach Textelementen und versucht diese zu digitalisieren um sie direkt nutzbar zu machen, wie z.B. eine irgendwo abgebildete Telefonnummer oder Emailadresse. Natürlich lässt sich so digitalisierter Text auch an Ort und Stelle übersetzen. Der Microsoft Translator kann das z.B. auch schon lang.

Visual Lookup – Was ist das für eine Blume?

Visual Lookup ist die Bildinhalt-Variante von Live Text und versucht Informationen zum Inhalt eines Fotos herauszufinden. Eine Entsprechung hierzu ist z.B. Google Lens oder die Fotosuche nach Produkten in der Amazon App.

Spotlight mit neuem Design und Suche mit Live Text

Spotlight, die systemweite Suche auf Deinem iPhone, wird etwas überarbeitet und soll einfach reichhaltiger aufbereitete Informationen liefern. Natürlich kannst Du dann auch Fotos über den Text suchen, den Live Text in ihnen erkannt hat.

Foto-Rückblicke werden interaktiv

Die bei uns als Rückblicke bekannten Erinnerungen (Memories) in der Fotos App bekommen ein neues Interface, über dass sich die ganze Stimmung eines Clips schnell ändern lässt. Die neuen Mixe unterbauen das ganze mit der passenden Musik aus Apple Music und sind dann natürlich direkt z.B. als vorproduzierte Twitter Reels oder Instagram Stories teilbar.

Apple iOS 15 - Memories in Fotos

Mit Beta 4 kam eine neu designte Oberfläche zum Teilen von Erinnerungen zu iOS 15 dazu.

Health mit Laborergebnissen und geteilten Gesundheitsdaten

Wann das hier in Deutschland möglich sein wird ist völlig unklar. Denn damit Laborergebnisse digital in Dein iPhone wandern, muss der jeweilige Labor- bzw. Arzt-Software Entwickler mitmachen und das klappt ja nicht mal mit der europäischen Gesundheitskarte, die inzwischen deutlich mehr Informationen transportieren sollte.

Das Teilen von Health-Informationen, die das iPhone bzw. die Apple Watch sammeln und in der Health App ablegen, wird hingegen vermutlich gleich möglich sein. Damit will Apple Kindern die Möglichkeit geben, ihre alten Eltern und oder Kinder im Auge zu behalten. Welche Informationen geteilt werden, ist komplett freigestellt.

Report & Datenschutz in Mail

Der in iOS 15 neue Datenschutzreport von Apps zeigt Dir anhand der Daten der letzten sieben Tage, welche Apps, aufgrund der von Dir gegebenen Erlaubnis, wann und wie oft Daten an welche Domains gesendet haben.

Datenschutz wird auf Mail ausgeweitet und verweigert Absendern z.B. von Newslettern die Einsicht in Deine IP-Adresse und den Status der eMail (gelesen/nicht gelesen).

iCloud+

Apple wird mit iOS 15 seine „+“ Dienste um iCloud+ erweitern, was gleichzeitig der neue Name für die iCloud-Speicherpläne (derzeit 5 GB gratis, 50 GB für 0,99 €/Monat, 200 GB für 2,99 €/Monat bzw. 2 TB für 9,99€/Monat) ohne Apple One ist. Neue Features mit iCloud+ werden das iCloud Private Relay, Hide My Email und freier HomeKit Secure Video-Speicherplatz sein.

Das iCloud Private Relay ist ein Apple-eigener VPN, der Deine Internetverbindung über die iCloud leitet und verschlüsselt.

Apple iOS 15 - iCloud+ Hide My Email

Mit Hide My Email wirst Du virtuelle „Wegwerf“-Emailadressen für Newsletter und Co ausgeben können, die ihre „Post“ an eines Deiner echten Email-Konten weiterleiten, ohne dieses an den Absender preiszugeben.

Was noch?

  • Apple ID über ausgewählte Kontakte entsperren und digitalen Nachlass regeln
  • Bedienungshilfen mit mehr Optionen bei VoiceOver & App-für-App-Einstellungen
  • App-Bibliothek: Homescreen-Seiten neu ordnen
  • App Store mit In-App-Events. In Beta 4 wurde in der Kontoübersicht das Design leicht angepasst.
  • Apple Pay mit neuem Design
  • Suche in Bücher App überarbeitet
  • Kamera App mit verbesserten Panorama-Aufnahmen und Zoom in QuickTake-Videos – erhielt ein neues Icon für en Sperrbildschirm mit Beta 4
  • Autoschlüssel mit mehr Features: Auto fährt nur mit iPhone an Bord los, Fernsteuerung für Verriegelung, Heizung, Kofferraumklappe
  • „Wo ist?“ ortet gelöschte Geräte und alarmiert bei örtlicher Trennung
  • Game Center ist nicht tot und bekommt sowohl Focus, Widgets, als auch Freundschaftsanfragen und Gruppeneinladungen – Share-Buttons auf Controllern ermöglichen das Teilen von 15-s-Clips Deines Games
  • Home bekommt nicht nur Hausschlüssel über die Wallet, sondern auch eine Paketerkennung dank HomeKit Secure Video und Siri kann über die Mikrofone von Geräten von Dritten aufgerufen werden
  • Apples Tastatur bekommt eine bessere Cursor-Lupe, neue Layouts und Unterstützung für diverse Sprachen
  • Diktierfunktion der Tastatur findet jetzt auch für die deutsche Sprache auf dem Gerät statt und es gibt keine Zeitbegrenzung mehr
  • Musik wird in SharePlay eingebunden, Teil der neuen Foto-Erinnerungen und bekommt einen Platz der gesammelten Songs, die Dir per Messages zugeschickt wurden
  • Notizen lassen sich mit smarten Ordnern und Tags leichter wiederfinden und werden mit @-Mentions und der Aktivitäts-Ansicht kollaborativer
  • Drag & Drop zwischen Apps
  • Passwörter mit integriertem Authenticator für zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­ka­ti­on
  • personalisierte Empfehlungen und „mit Dir geteilt“ in Podcasts
  • Erinnerungen bekommen Tags und eigene smarte Listen
  • Wahl der Software-Version: Update auf iOS 15, sobald es verfügbar ist oder Weiternutzung von iOS 14 mit Sicherheitsupdates
  • iCloud-Backup für einen Datentransfer benutzt nicht länger euer iCloud-Speicherkontingent: Temporäres Backup geht auch, wenn iCloud eigentlich voll ist
  • Kurzbefehle können über Geräte hinweg gemanagt werden (auch am Mac) – es kam die Aktion „Return to Homescreen“ für Automationen mit Beta 4 hinzu
  • Übersetzen wird systemweites Feature und in Konversationen wird sowohl automatisch übersetzt, als auch mit einer neuen Ansicht für beide Gesprächspartner gearbeitet
  • Apple TV App mit „mit Dir geteilt“ und SharePlay-Funktionen
  • Sprachmemos mit neuen Features
  • überarbeitete Wetter App mit Wetterkarten, neuen Animationen und neuem Design
  • neue First-Party-Widgets für Deine Homescreens – z.B. bekommt unter iPadOS 15 mit Beta 4 die Podcast-App ein neues großformatiges Widget.

Kernfeatures von iOS 15

Kompatibilitätsliste

  • iPhone 12 / mini / Pro / Pro Max
  • iPhone 11 / Pro / Pro Max
  • iPhone XS / XS Max / XR
  • iPhone X
  • iPhone 8 / Plus
  • iPhone 7 / Plus
  • iPhone 6s / Plus
  • iPhone SE (1. Generation)
  • iPhone SE (2. Generation)
  • iPod touch (7. Generation)
Michael
Redaktion Michael

Schreibt freiberuflich für ein paar Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Ist studierter Geophysiker und versucht, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

Beteiligte Autoren: Martin Maciej

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