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Vodafone GigaCube 5G im Test: So schnell ist der 5G-Router samt Tarif

  • aktualisiert am 01.03.2021
Mit dem Vodafone GigaCube 5G verspricht der Netzbetreiber vor allem einfaches Surfen über das Mobilfunknetz. Was der GigaCube 5G kann und für wen er sich lohnt, haben wir uns im eigenen Test angeschaut.

Zum Vodafone GigaCube

Vodafone GigaCube 5G mit Netztechniker - (c) Vodafone

Der Vodafone GigaCube 5G (Bild: Vodafone)

Der Vodafone GigaCube 5G im Test

Die Spezifikationen des Vodafone GigaCube 5G können sich sehen lassen: Der Router unterstützt den neuesten Netzstandard 5G mit einer Downloadrate von bis zu 2,8 GBit/s. Das ist das 175-fache eines handelsüblichen DSL-Anschlusses, wie sie in Deutschland immer noch weit verbreitet sind. Bis zu 32 Endgeräte können sich per WLAN (2,4 und 5 GHz bis Standard WiFi 6) mit dem 5G-Router verbinden. Für weitere Geräte stehen zwei Gigabit-LAN-Buchsen zur Verfügung. Wer die Empfangsqualität verbessern möchte, kann eine externe Antenne anschließen. Und sogar an eine Steckerbuchse für ein klassisches Telefon wurde gedacht.

Der aktuelle Neuzugang im Vodafone-Portfolio wird nicht umsonst als „Premium GigaCube 5G“ bezeichnet. Der Huawei-Router kostet mit bis zu 499,90 € per Einmalzahlung eine ordentliche Stange Geld.

Daher lohnt es sich, Sonderangebote in Anspruch zu nehmen und den Router zum Tarif zu kaufen.

Alle aktuellen Angebote und die genauen Details sowie monatliche Kosten haben wir in einen separaten Deal-Artikel für Dich gesammelt.

Aktuelle Aktionen findest Du auch immer in unserem Tarifvergleich.

Aufbau und Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des GigaCube 5G ist tatsächlich erfreulich einfach: SIM-Karte in den Slot (im Boden des Routers), Netzteil und GigaCube verbinden, Stecker in die Steckdose – fertig. Der GigaCube 5G startet danach selbsttätig und verbindet sich mit dem Netz. Die vorhandene Netzverbindung zeigt der Router durch zwei LEDs an: Grünes Licht bei „4G“ für die LTE-Verbindung und grünes Licht bei „5G“ für die 5G-Verbindung. Eine grüne LED bei „WiFi“ zeigt an, dass das WLAN für die Endgeräte bereit steht.

LEDs Vodafone GigaCube 5G

Alle LEDs leuchten grün: Die Verbindung steht! (Bild: Handyhase.de)

5G unter freiem Himmel

Für den Vodafone GigaCube 5G Test haben wir uns nach Berlin-Adlershof begeben. Dort steht der erste aktive 5G-Sendemast der Bundeshauptstadt.

In Sichtweite der Antenne (ca. 70 Meter Luftlinie) bauten wir unter freiem Himmel unser Testset auf und starteten den Router. Normalerweise wird der 5G-Router in geschlossenen Räumen betrieben. Für eine optimale Verbindungsqualität haben wir uns jedoch für einen Outdoor-Test entschieden. In der Praxis genügt es, den Router in die Nähe eines Fensters zu stellen. Anspruchsvollere Nutzer können auch eine Außenantenne verwenden.

Der erste 5G-Mast in Berlin

Der erste für Privatkunden nutzbare 5G-Mast der Bundeshauptstadt in Berlin-Adlershof

Speedtest mit dem GigaCube 5G

Um möglichst verlustfrei die Internet-Geschwindigkeit des GigaCube 5G im Vodafone-Netz zu testen, hatten wir ein Notebook per Netzwerkkabel an den Router angeschlossen. Speedtests an einem Endgerät, das über WLAN verbunden ist, sollte man vermeiden.

Der GigaCube-5G-Tarif von Vodafone unterstützt einen Downstream von 500 MBit/s und einen Upstream von 50 MBit/s. Welche Performance davon im Einzelfall ankommen kann, wird der Test zeigen.

Schneller als herkömmliche Festnetzanschlüsse?

Mehrere Speedtests ergaben das Ergebnis: Wir konnten über den GigaCube 5G mit über 300 MBit/s im Downstream und mehr als 30 MBit/s im Upstream surfen.
Der Wert im Downstream übertraf einen mittelklassigen Kabel-Internetanschluss bzw. einen Super-Vectoring-Anschluss im Festnetz deutlich.

Der gemessene Upstream war hingegen nur zufriedenstellend. Mit 30 MBit/s im Upload toppte der GigaCube 5G im Test lediglich Internetanschlüsse über das TV-Kabel. Sowohl Festnetz-Anschlüsse ab VDSL aufwärts als auch klassische Mobilfunk-Anschlüsse über LTE sind aktuell in der Regel schneller.

Test mit Vodafone GigaCube 5G

Das beste Test-Ergebnis: 315 MBit/s (Screenshot: Handyhase.de)

Ansprechzeiten

Reine Geschwindigkeit ist nicht alles. Für das Surferlebnis ist auch der sogenannte Ping wichtig. Gemeint ist damit die Ansprechzeit des Servers, auch Paketlaufzeit oder Latenzzeit genannt. Mit einer geringen Latenzzeit fühlt sich das Surfen schneller an, weil der Server schneller reagiert. Der Wert ist wichtig für Echtzeitanwendungen in Industrie und Unterhaltungssektor (v.a. Gaming), aber auch für Sprachkommunikation. Im 5G-Netz der Zukunft sollen blitzschnelle Werte von 1 Millisekunde möglich sein.

Von diesem theoretisch möglichen Wert war in unserem Test jedoch nichts zu sehen. Der Ping war jedoch besser als über LTE. Die geringste von uns gemessene Latenzzeit lag bei 26 ms. Für eine Mobilfunk-Verbindung ist das immer noch ein sehr guter Wert.

Lösung für Standorte ohne DSL

Wie unser Test zeigt, bestehen die Vorteile der 5G-Nutzung hauptsächlich in der hohen Bandbreite. Schon jetzt sind Surfgeschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s im Downstream (LTE Max) machbar. Der Test hat gezeigt: Wirklich nutzbar sind in der Praxis tatsächlich dreistellige Downloadraten. Da jedoch auch 5G ein sogenanntes Shared Medium ist, in dem die Bandbreite auf alle Nutzer verteilt wird, werden auch hier die ungeliebten „bis-zu“-Angaben erhalten bleiben.

Der GigaCube 5G ist aktuell nur in sehr wenigen Gebieten in Deutschland über 5G nutzbar. Natürlich kann das Gerät aber auch im reinen LTE-Betrieb betrieben werden. Daher ist der Vodafone GigaCube 5G interessant für Nutzer, die über keinen schnellen Internet-Anschluss über das Festnetz verfügen. Auch wer seinen Anschluss gerne „nomadisch“ nutzen will (also an verschiedenen stationären Plätzen wie unter der Woche zuhause und am Wochenende im Ferienhäuschen) und weiß, dass 5G oder LTE an den Standorten ausgebaut ist, kann hier zugreifen. Vorteil: Der Vodafone GigaCube 5G ist an keinen Standort gebunden. Du kannst ihn überall in ganz Deutschland mit dem LTE- oder 5G-Netz verbinden.

In unserem Test war es übrigens nicht möglich, mit der SIM-Karte auch übers Smartphone im 5G-Netz zu surfen.

Fazit zum Vodafone GigaCube 5G im Test

Zwar vollbringt der GigaCube 5G keine Wunder: Die Leistung ist unterm Strich jedoch sehr gut! Technikfreunde und Early-Adopter können sich mit dem Vodafone GigaCube 5G von Huawei über ein elegantes und leistungsfähiges Stück Hardware freuen. Nicht zu vergessen: Der GigaCube 5G ist schließlich derzeit eine der wenigen Lösung für Privatkunden, stationär in Deutschland im 5G-Netz zu surfen. Nur die Telekom bietet auch ein ernstzunehmendes Produkt an.

Sparfüchse hingegen warten noch etwas oder nutzen den Vorteil des GigaKombi-Tarifs, um die Grundgebühr zu senken. Ab 34,99 € pro Monat kann der Vodafone GigaCube 5G mit dem GigaCube-Tarif inkl. Spar-Vorteil genutzt werden. Im Rahmen von Aktionen gibt es immer wieder Angebote zu stationären LTE- und 5G-Tarifen.

Alle aktuellen Angebote, auch mit Zugaben oder Gutscheinen, findest Du in unserem Deal-Artikel zum Vodafone GigaCube!

5G wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen als Beitrag zur Versorgung der Haushalte mit Internet-Zugängen. Denn hier spielt der Standard seine Stärken aus: Hohe Geschwindigkeiten und niedrige Latenzen. Mit dem Vodafone GigaCube 5G ist bereits ein Anfang gemacht.

Die zum Gigacube 5G passenden Tarife kannst Du Dir in unserem Tarifvergleich ansehen:

Alle Deals mit GigaCube 5G

Originalartikel vom 27.08.2019 – aktualisiert am 01.03.2021

Daniel
Redaktion Daniel

Der Tarif-Nerd Daniel ist seit 2019 bei Handyhase. Was für andere ein staubtrockenes Thema ist, saugt der gebürtige Hesse auf wie ein Schwamm. Daniel hat zwar unglaublich viele Interessen; Tarife, Netze und Technik sind ihm aber seit 2009 bei mehreren Telekommunikationsportalen zur Berufung geworden. Man sagt, er habe mehr SIM-Karten in seiner Sammlung als ein durchschnittlicher Handyshop.