Musik-Streaming zum Handytarif

Musikflats für Handytarife im Vergleich: Welche lohnt sich wirklich?

Inzwischen gibt es eine Menge Musikflats auf dem Markt. Die großen Mobilfunk-Provider haben auch schon ihre jeweiligen Angebote gestrickt und bieten zu vielen Tarifen eine Musikflat. Doch welche ist wirklich lohnenswert? Spotify oder Deezer (Vodafone), Amazon Music Unlimited (o2) oder TIDAL (congstar)? Und was ist eigentlich mit der Telekom in Sachen Streaming-Option?

Musikflats Deezer Spotify Napster

Das neue Helene-Fischer-Album oder der Eurovision Song Contest − gute Gründe für Handytarife mit Musik-Flat gibt es immer wieder. Natürlich kann man sich auch einfach ganz normal einen eigenen Streamingdienst (wie spotify, Deezer, Apple Music oder Napster) suchen, um ihn entsprechend zu kombinieren.

Doch in Kombination mit einem Handyvertrag fällt die monatliche Grundgebühr fürs Streaming meist geringer aus − hier greifen Kombi-Vorteile. Wer also weiß, dass er ohnehin einen Handyvertrag mit Musik-Flatrate abschließen möchte, sollte die entsprechenden Angebote einmal vergleichen.

Und selbst wenn es einmal keinen Preisvorteil geben sollte: Bequem ist das Komplettpaket aus einer Hand auf jeden Fall, der MP3-Player als (lästiges) Zweitgerät fällt damit komplett flach.

Wir geben euch in diesem Beitrag einen Überblick über aktuelle Handytarife mit eingebauter Streaming-Flat.

Wir haben recherchiert und stellen Dir hier die Stärken (und Schwächen) der Musikflats vor. Am Ende findest Du ein Fazit und eine persönliche Meinung, welche Musikflat wir wählen würden.

Musikflats sind heute sehr beliebt, denn damit hast Du Zugriff auf Millionen von Songs, musst aber keine CDs mehr kaufen. Die großen Mobilfunkprovider setzen jeweils auf einen anderen Dienst. Diese stellen wir Dir kurz vor.

Musik-Streaming-Vergleich 2019

Der Musik-Streaming-Vergleich 2019 soll ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Wir haben uns einige häufige Fragen rund um Musik-Streaming-Portale herausgepickt. Die Folgenden wollen wir hier beantworten:

  • Welche Musik-Streaming-Anbieter gibt es?
  • Wie teuer ist das Streamen von Musik? Was sind Preise im Familienabo?
  • In welchen Handytarifen kann ich Streaming (günstiger und bequem) dazubuchen?
  • Welche Streaming-Dienste unterstützen die Sprachsteuerung?

Welche Musik-Streaming Dienste gibt es?

Welche Musik-Streaming Dienste gibt es nun ganz konkret? Und was leisten sie? Wir haben für euch Spotify, Deezer, Amazon Music Unlimited & Co. genauer unter die Lupe genommen.

AnbieterSongsTestmtl.Familie*GeräteSteuernBesonderes
Apple Music50 Mio3 Mon.9,99 €14,99 €Handy, Tablet, Apple Watch, Apple TV, PC, Mac, CarPlay, SonosSiri4,99 € für Studierende
Deezerüber 53 Mio30 Tage9,99 €14,99 €Handy, Tablet, PC, Wearables, Sprach-assistenten und Lautsprecher, TV, Konsolen, AutoAlexa, Google4,99 € für Studierende
napster40 Mio30 Tage9,95 €-Handy, Tablet, PC, Konsole, smarte Lautsprecher und Home Audio, Auto-7,95 € ohne Handy-Option
Spotifyca. 40 Mio30 Tage9,99 €14,99 €Handy, Tablet, PC (Browser, Desktop-App), TV, Konsole, Lautsprecher (z.B. Amazon Echo), Webplayer, AutoAlexa, Google, Siri (geplant)4,99 € für Studierende
Tidalüber 60 Mio30 Tage9,99 €14,99 €**Handy, Tablet, PC, Lautsprecher und Audio-Systeme-inkl. Musik-Videos, HiFi-Option für 19,99 €, 4,99 € für Studier-ende
Amazon Prime Music2 Mio.30 Tage--Handy, Tablet, PC, Smart-Home-Laut-sprecher (Echo)Alexakostenlos in Prime enthalten, inkl. Bundesliga live
Amazon Music Unlimitedüber 50 Mio30 Tage9,99 €14,99 €Handy, Tablet, PC, Smart-Home-Laut-sprecher (Echo)Alexa7,99 € mit Prime***, 4,99 € für Studier-ende***, 3,99 € mit Echo
Google Play Music40 Mio30 Tage9,99 €14,99 €Handy, Tablet, Browser, SonosGoogleGratis-Zugang: eigene Songs hochladen
YouTube Music Premium-3 Mon.9,99 €14,99 €Handy, PC-4,99 € für Studierende, Musik ohne Werbung, offline und bei gesperrtem Bildschirm
Sound-cloud150 Mio30 Tage9,99 €-Browser, Handy, Chromecast, Xbox One, Sonos-eigene Songs mit der Community teilen, 4,99 € für Studierende, 5,99 € mit Go-Zugang

* Familienabo gilt für jeweils 6 Personen.
** Zusatz-Optionen nicht in allen Regionen buchbar
*** bei Jahreszahlung günstiger, 6 Monate gratis für Studierende.
Die Daten wurden im Juli 2019 erhoben und können sich mittlerweile verändert haben.

Apple Music, Spotify, Deezer, napster, Tidal: Die Klassiker

Die Klassiker unter den Streaming-Portalen sind Apple Music, Spotify, Deezer, napster und Tidal. Preislich gibt es kaum Unterschiede, ein Abo kostet meist 10 € pro Monat, außerdem werden Zugänge für Studierende (5 €) sowie für Familien (15 € für bis zu 6 Accounts, napster ausgenommen) angeboten.

Tidal setzt nebenbei noch auf Musik-Videos und Streaming mit besonders hoher Qualität (= HiFi-Option). Der Dienst ist übrigens in den Händen bekannter Künstler wie Jay-Z und Rihanna, teils wurden Stücke exklusiv dort veröffentlicht.

Neben PC, Browser und Handy laufen die meisten Musikdienste auch auf eurem Smart-TV, auf smarten Lautsprechern wie Sonos oder sogar im Auto.

Wer sich nicht entscheiden kann: Probiert doch die Testzeiträume aus. Apple ist besonders spendabel, aber auch die 30 Tage bei Spotify, Deezer, napster und Tidal sollten ausreichen, wenn ihr euch ein Bild von den Streaming-Möglichkeiten machen wollt.

Amazon Music Unlimited speziell für Echos

Amazon bietet Prime-Kunden ein Prime Music Abo mit 2 Millionen Songs an. Das ist dann bereits in den Kosten für Prime inkludiert.

Wer aufstocken will, bucht mit Amazon Music Unlimited einen vollen Zugang mit über 50 Millionen Songs. Das passt optimal zum Amazon Echo, denn für nur 3,99 € im Monat gibt es ein Abo direkt für den Lautsprecher. Allerdings könnt ihr das Musik-Abo dann auch jeweils ausschließlich auf einem einzigen Echo nutzen.

Günstiger wird’s übrigens (wie beim Prime-Abo auch), wenn ihr den gesamten Jahresbetrag abbuchen lasst, statt monatlich zu bezahlen.

Tipp: Zu den bekannten Aktionstagen (Amazon Prime Day) gibt es den Zugang zu Music Unlimited oft aktionsweise sehr günstig, zum Beispiel mehrere Monate für nur 99 Cent.

Google Play Music und YouTube Music Premium

Auch Google ist mit gleich zwei Musik-Streaming-Diensten am Start. Google Play Music könnt ihr kostenlos nutzen und dann bis zu 500.000 Songs von eurer Festplatte hochladen. Eine Möglichkeit, die in der Vergangenheit gerne zum Digitalisieren eigener Platten genutzt wurde. Aber Play Music gibt es eben auch als kostenpflichtigen Streaming-Dienst.

YouTube Music Premium knüpft daran an. Die App wirbt damit, werbefrei zu sein und Musik auch bei gesperrtem Bildschirm wiederzugeben. Ob euch das das zusätzliche Geld wert ist ..?

Soundcloud: Ein Spezialfall

Als Spezialfall in unserer Liste erweist sich Soundcloud. Das Portal soll Künstler*innen die Möglichkeit geben, Songs hochzuladen und damit publik zu machen. Einfaches Teilen über Twitter sowie eine Kommentar-Funktion unterstreichen den Community-Gedanken. Ihr könnt also nicht nur Künstlern folgen, sondern auch eigene Stücke hochladen. Somit hat Soundcloud auch die größte Zahl an Songs, ist aber eben etwas anders, als die übrigen vorgestellten Streaming-Dienste.

Musik kostenlos streamen bei einigen Diensten

Während Amazon zahlenden Prime-Kunden immerhin ein abgespecktes Music-Angebot ohne Aufpreis unterbreitet, könnt ihr bei einigen Diensten sogar kostenlos Musik streamen.

Spotify und Deezer bieten neben ihren Testzeiträumen für die Premium-Abos etwa dauerhaft Gratis-Zugänge an.

Bei Deezer könnt ihr Musik per Zufallswiedergabe abspielen, das Angebot ist werbefinanziert. Spotify Free läuft ebenfalls mit Werbung, mobilen Zugriff gibt es dort nur für ausgewählte Playlists. Heißt also: Ihr zahlt nichts, könnt aber eben auch nur ein begrenztes Angebot nutzen.

Musik-Streaming-Dienste Vergleich: Meist günstiger für Studierende

Seid ihr an einer Uni oder Fachhochschule eingeschrieben? Super! Denn der Musik-Streaming-Dienste-Vergleich zeigt auch, dass es meist günstiger für Studierende wird. Oft zahlt ihr nur die Hälfte des regulären Abopreises, also rund 5 €.

Hörbücher, Hörspiele, Podcasts

Mit Musik ist längst nicht Schluss. Die meisten Streaming-Anbieter haben neben Alben und Playlists auch Hörspiele, Hörbücher und Podcasts im Programm. Bei Tidal sind es sogar Musikvideos.

Nicht zu verachten ist außerdem die Möglichkeit, eigene Playlisten anzulegen, in bestehenden Playlisten (redaktionell oder von anderen Nutzern zusammengestellt) zu stöbern oder zu eigenen Vorlieben passende neue Künstler und Songs zu entdecken.

Tarife mit Musik-Streaming: Wo Handyvertrag mit Streaming verbinden?

Einige Provider bieten einen praktischen Service: Ihr könnt euren Handyvertrag mit Streaming verbinden. Es gibt also Tarife mit Musik-Streaming.

Der Vorteil dabei: Meist spart ihr, wenn ihr das Streaming-Paket direkt beim Provider hinzubucht.

In der Regel bucht ihr bei congstar, Vodafone oder auch den Drillisch-Marken wie winSIM, PremiumSIM oder maXXim das Musikpaket einfach dazu.

Ausnahme ist ALDI TALK mit der napster-Flat. Ab 9,99 € alle vier Wochen erhaltet ihr dort neben vollem Zugriff auf napster auch einen vollwertigen Handytarif mit Allnet-Flat und LTE-Datenvolumen.

Tarif-Anbieter mit Musik-Streaming-Paket (Übersicht)

Also, Butter bei die Fische: Welche Tarif-Anbieter mit Musik-Streaming-Paket gibt es ganz konkret? Unsere Übersicht zeigt es.

ProviderStreaming-DienstTestzeitraumPreis (Provider)Preis (Streaming-Dienst)
ALDI TALKnapster-10,70 € inkl. Tarif*9,95 €
o2napster30 Tage7,99 €9,95 €
winSIMnapster30 Tage7,99 €9,95 €
PremiumSIMnapster30 Tage7,99 €9,95 €
maXXimnapster30 Tage7,99 €9,95 €
congstarTidal6 Monate8,99 €9,99 €
ja! mobil (REWE)Tidal6 Monate8,99 €9,99 €
PENNY mobilTidal6 Monate8,99 €9,99 €
VodafoneSpotify3 Monate9,99 €9,99 €
VodafoneDeezer3 Monate9,99 €**9,99 €

* napster nur in Verbindung mit einem Handytarif (bspw. 1,5 GB LTE Allnet-Flat) buchbar. Abgerechnet wird alle 4 Wochen (28 Tage) für je 9,99 €. Für einen besseren Vergleich haben wir den Preis auf 30 Tage hochgerechnet.
** im Junge-Leute-Tarife 5,99 €.
Stichtag: 9.7.2019, Änderungen jederzeit möglich.

Musik-Streaming im Handytarif ganz ohne Datenvolumen

Und dann gibt es ja noch die Zero-Rating-Angebote bei den Netzbetreibern. Soll heißen: Das Musik-Streaming im Handytarif kommt ganz ohne Datenvolumen aus. Nichtsdestotrotz müsst ihr die Gebühren für euren Zugang bei Spotify, napster & Co. selbst bezahlen, lediglich der Datenverbrauch ist ausgenommen. Schaut aber unbedingt in die Liste der unterstützten Anbieter: Nicht jeder Dienst muss beim Streaming-Paket mit dabei sein. Und: Zero-Rating wurde durch die Bundesnetzagentur untersagt, ist mittlerweile nicht mehr neu buchbar und wird spätestens im März 2023 komplett deaktiviert.

Allerdings werden auch die Unlimited-Tarife mit unbegrenzt Datenvolumen immer beliebter und erschwinglicher (Freenet FUNK). Dann erübrigt sich Zero-Rating jedenfalls …

Und dann gibt es bei vielen Streaming-Diensten ja noch den sogenannten Offline-Modus. Zumindest zeitweise könnt ihr Musik, Playlists und weitere Inhalte offline verfügbar machen. Habt ihr also kein Datenvolumen oder kein Netz, könnt ihr dennoch weiterhören. Gilt dann natürlich nur für die Stücke, die ihr im Vorfeld über eine Datenverbindung heruntergeladen habt.

Streaming-Portale im Test

Verschiedene Seiten haben die musikalischen Streaming-Möglichkeiten bereits unter die Lupe genommen.

Auch die Stiftung Warentest hat sich Streaming-Portalen im Test gewidmet (Test kostenpflichtig downloadbar). Der Check ist allerdings nicht mehr aktuell, stammt von 2016. Und kürt als Testsieger Juke – der Streaming-Dienst von Media Markt und Saturn ist seit April 2019 nicht mehr aktiv.

Schade, vielleicht können wir ja demnächst auf eine Neuauflage hoffen. Dennoch spannend sind die Hintergrundinfos zum Thema Streaming.

Die Musikflats

Deezer (Vodafone)

  • Angebot: über 73 Mio. Songs, tausende Hörbücher und Podcasts
  • Tarife: buchbar in allen Tarifen (auch in CallYa Prepaid)
  • Apps: iPhone/iPad, Android, Windows 10 Mobile
  • Testphase: bis zu 6 Monate (Red, Smart und DataGo L/XL)
  • Mindestlaufzeit: 1 Monat; monatlich kündbar
  • Besonderheit: Offline-Speicherung, Hörbücher & Podcasts, normale Abrechnung des Traffics, Deezer Family nur mit Vodafone Red+ buchbar
  • Musikqualität: bis 320 kBit/s
  • Kosten: 9,99 € monatlich
    • Vodafone Young: 5,99 € monatlich im ersten Jahr

Deezer ist der schärfste Konkurrent von Spotify und punktet vor allem mit seinem größeren Angebot. Knapp 56 Mio. Songs bedeutet etwa 5,8% mehr Auswahl als bei Spotify. Allerdings wird hier beim Streaming Dein Datenvolumen genutzt – genau wie bei der Spotify-Option. Deezer ist jedoch etwas günstiger im Vergleich zu Spotify, Apps sind auch für alle Betriebssysteme, einschließlich dem eingestellten Windows 10 Mobile, verfügbar. Die Qualität ist genauso hoch wie bei Spotify.

Insbesondere junge Leute, die den Streaming-Dienst ohnehin nutzen wollen, profitieren von der Deezer Young Musikflat bei Vodafone: Sie zahlen in den ersten 11 Monaten nach der einmonatigen Testphase nur 5,99 € monatlich.

Spotify (Vodafone, aktuell nicht buchbar)

  • Angebot: über 50 Mio. Songs
  • Tarife: buchbar in den Tarifen Red, Young, Smart, DataGo, Easy und IN
  • Apps: iPhone/iPad, Android
  • Testphase: 3 Monate
  • Mindestlaufzeit: Monatlich kündbar ab Ende der Testphase (nur über MeinVodafone möglich)
  • Besonderheit: Offline-Speicherung, exklusive Podcasts (u.a. Weich & Flauschig, Talk-O-Mat, Das allerletzte Interview)
  • Musikqualität: bis 320 kBit/s
  • Kosten: 9,99 € monatlich

Spotify ist der bekannteste Musikflat-Dienst. Die Musikqualität ist mit 320 kBit/s ziemlich hoch. Apps stehen für alle aktuell gängigen Betriebssysteme zur Verfügung. Beachte jedoch, dass das Streamen Deinem monatlichen Datenvolumen angerechnet wird. Ausschließlich im Vodafone Music Pass (wird eingestellt!) werden keinerlei Daten verbraucht (ausgenommen Cover, Lyrics und Canvas). Aktuell ist Spotify jedoch nicht (mehr) via Vodafone verüfgbar.

Amazon Music Unlimited (o2)

  • Angebot: 60 Mio. Songs
  • Tarife: buchbar in allen o2-Postpaid-Tarifen der Free-Familie
  • Apps:  iPhone/iPad, Android
  • Testphase: 6 Monate
  • Mindestlaufzeit: 1 Monat; monatlich kündbar oder mit 24 Monaten Laufzeit
  • Besonderheit: Nur bei Neuabschluss oder Vertragsverlängerung buchbar, Offline-Speicherung, Hörbücher & Podcasts, Abrechnung über die Mobilfunkrechnung, Übertragung der Fußball Bundesliga & des DFB Pokals
  • Musikqualität: bis 320 kBit/s
  • Kosten: Die ersten 6 Monate für 4,99 € monatlich, danach 9,99 € monatlich

Der Streaming-Dienst von Amazon ersetzt das vorherige Angebot mit Napster Music. Im Gegensatz zu den Streaming-Optionen der anderen Provider ist das Angebot bei o2 ausschließlich bei Neuabschluss eines Tarifs oder bei der Vertragsverlängerung buchbar! Mit den Audio-Übertragungen inklusive Kommentaren der Fußball Bundesliga und des DFB Pokal ist das Angebot vor allem für Fußball-Fans interessant.

Bist Du bereits Amazon-Prime-Mitglied, gilt das Angebot im Rahmen des o2-Tarifs nicht.

TIDAL (congstar)

  • Angebot: 60 Mio. Songs
  • Tarife: buchbar im congstar Smart, congstar Allnet Flat, congstar Allnet Flat Plus
  • Apps:  iPhone/iPad, Android
  • Testphase: 6 Monate (congstar Basic S: 3 Monate)
  • Mindestlaufzeit: 1 Monat; monatlich kündbar
  • Besonderheit: 250.000 HD-Musikvideos inklusive, wird von bekannten Musikern (Jay Z, Beyoncé, Rihanna, Daft Punk) geführt, Interviews mit Newcomern & Top-Acts, Livestreams
  • Musikqualität: bis 320 kBit/s
  • Kosten: 8,99 € monatlich

TIDAL zeichnet sich vor allem durch seine exklusiven Titel aus, denn Künstler wie Jay-Z oder Rihanna – die auch zu den Anteilseignern des Dienstes gehören – veröffentlichen ihre Musik nur noch über diese Plattform.

congstar bietet in einigen Tarifen ein kostenloses Testabo für TIDAL über 6 Monate, danach ist der Dienst monatlich kündbar. Nach der Testphase gibt es den Streamingdienst 1 € monatlich günstiger als üblich. Zudem lässt sich hier nicht nur Musik streamen: Du kannst auch über 250.000 Musikvideos in HD-Qualität abrufen.

Im Standard-Profil wird mit bis zu 320 kBit/s gestreamt und somit auf Augenhöhe zur Konkurrenz. Du kannst aber auch kostenpflichtig auf TIDAL HiFi upgraden und über 46 Mio. Titel in HiFi-Qualität streamen. Zusätzlich kannst Du Dich für TIDAL Masters freischalten lassen, womit bis zu 1 Mio. Titel in Master-Qualität direkt aus den Tonstudios verfügbar ist. Wichtig: Dein Smartphone muss den MQA-Codec unterstützen! Lediglich LG unterstützt den MQA-Codec mit Geräten ab dem LG V30 sowie LG G7 ThinQ und neuer. Eine Liste weiterer (aktueller) MQA-kompatibler Geräte findest Du hier.

Einen Mehrwert bieten TIDAL HiFi oder TIDAL Masters unterwegs nur mit HiFi-tauglichen Kopfhörern, welche die Qualität auch entsprechend wiedergeben können.

Entscheidend ist der eigene Anspruch

Willst Du am meisten sparen, dann ist Amazon Music mit einem der günstigeren o2-Tarife, beispielsweise dem o2 Free M oder Free Unlimited Basic eine gute Wahl. Willst Du Dich jedoch nicht an einen bestimmten Streamingdienst binden, auch andere Streaming-relevante Apps nutzen und hast das entsprechende Budget, dann stellt StreamOn der Telekom mit einem Magenta-Tarif die beste Alternative dar.

Durch StreamOn wird das über die Musikflat verbrauchte Datenvolumen nämlich nicht auf das monatliche Inklusiv-Volumen des jeweiligen Tarifs angerechnet. Seit dem Start von StreamOn hat die Deutsche Telekom die Partner-Dienste stark erweitert, sodass nahezu jeder größere Dienst für Musik-Streaming abgedeckt wird – auch inklusive TIDAL. Du musst jedoch bedenken, dass Du so zwar kein Datenvolumen mehr verbrauchst, aber im Gegenzug den regulären Preis für den jeweiligen Streaming-Dienst zahlen musst. Weitere Infos rund um die Telekom-Option findest Du in unserem StreamOn-Ratgeber.

Neben dem Platzhirsch Spotify ist Deezer sehr interessant für junge Leute in den Young-Tarifen von Vodafone, denn diese zahlen während der Mindestvertragslaufzeit nur 5,99 € monatlich – so günstig gibt es sonst keine Musikflat. Ausnahmen hiervon bilden lediglich kurzzeitig verfügbare Sonderaktionen wie aktuell von mobilcom-debitel und den 50% Rabatt auf die Abokosten in den ersten 12 Monaten Laufzeit.

Lediglich TIDAL nimmt eine Sonderrolle ein mit der Möglichkeit, auf echte HiFi-Musik unterwegs wechseln zu können. Entsprechendes Equipment wie HiFi-fähiges Smartphone und vor allem HiFi-fähige Kopfhörer vorausgesetzt.

So oder so ist es wichtig, dass Du auf jeden Fall eine große Internetflat besitzt. Je mehr Datenvolumen, desto besser. Eine Stunde Musikstreaming verbraucht etwa 50 MB Datenvolumen bei guter Audiokompression. Bei 2 Stunden Musikgenuss am Tag würdest Du auf etwa 3 GB pro Monat kommen, dass Dir monatlich zur Verfügung stehen müsste. Hier gibt es drei Optionen: Entweder Du speicherst Deine Lieblingsmusik auf dem Handy, sodass kein Volumen verbraucht wird; Du nimmst einen großen Tarif mit über 2 GB Datenvolumen oder Du wählst einen Streaming-Dienst der mit Telekom StreamOn kompatibel ist.

Unser Fazit im Musik Streaming Vergleich: Welcher Dienst lohnt sich?

Was ist unser Fazit im Musik Streaming Vergleich? Welcher Dienst lohnt sich?

Mit Spotify macht ihr sicherlich nichts verkehrt. Allerdings kommt es auch immer darauf an, mit welchem Design ihr besser klarkommt, welche App besser strukturiert ist usw … Dafür gibt es ja zum Glück den Testzeitraum für eine kostenlose Probe. Schaut euch also getrost mal verschiedene Dienste an. Wer sparen will: Schaut auch nach, ob euer Provider vergünstigt Zugriff auf einen Musik-Streaming-Dienst bietet.

Hier nochmal die Besonderheiten der einzelnen Dienste zusammengefasst:

  • Spotify: Mittlerweile der größte Streaming-Dienst, der auf zahlreichen weiteren Geräten, einschließlich Amazon Echo, läuft. Neben Musik-Empfehlungen könnt ihr euch sogar aktuelle Konzerttermine durchgeben lassen.
  • Deezer: Macht Spotify Konkurrenz und wurde vor allem durch die Kooperation mit LIDL bekannt. Preislich gibt es kaum einen Unterschied zu Spotify.
  • napster: Lohnt sich vor allem für ALDI TALK Kunden. Leider gibt es im klassischen Dienst keine Abos für Familien oder Studierende.
  • Apple Music: Immerhin drei Monate könnt ihr Apple Music kostenlos testen, länger als die meisten anderen Dienste. Streamen ist auch mit Nicht-Apple-Produkten möglich. Aber klar: Ausgelegt ist alles auf iPhone, Siri & Co.
  • Amazon Music: Prime-Kunden nutzen Amazon Music dauerhaft kostenlos, mit Music Unlimited gegen zusätzliche Kosten dann in vollem Umfang. Super sind die regelmäßigen Sonderaktionen (6 Monate nutzen für 99 Cent), auch für den Echo gibt es ein besonderes Paket.
  • Tidal: Für Kunden von congstar, ja! mobil und PENNY mobil ist der Testzeitraum von stolzen 6 Monaten definitiv ein Argument.
  • Google: Play Music lohnt sich, wenn ihr eure Musiksammlung in die Cloud auslagern wollt, denn Google bietet kostenlos Platz für 500.000 Songs. Aber auch ein normales Streaming-Abo könnt ihr eingehen. Mit YouTube Music Premium könnt ihr Musik werbefrei und bei gesperrtem Bildschirm streamen. Naja, so ganz überzeugt uns der Vorteil gegenüber Spotify, Deezer & Co. da nicht …
Profilbild von Stefan
Der Hardware-Hai Stefan hat seine Mobilfunk-Anfänge schon weit vor seinem Studium der Angewandten Informatik unternommen. Seitdem hat sich das Hobby zum Beruf gewandelt und während des Studiums erfolgte 2012 der Einstieg in die Blogger- & Redaktions-Welt.
Kommentare (3)

Miguel 16.03.2021, 10:36

Hallo,
der O2 Tarif Free L Bosst deckt mit 120GB einen hohe Flatrate ab. Dieser Tarif wäre zur Konkurenz von der Telekom auch erwähnenswert, da die Telekomtarife noch teuerer sind.
P.S.: ich mache keine Werbung, sondern teile nur meine Meinung mit.

Klusen 30.06.2019, 13:57

Bei Deezer habt ihr einen Rechenfehler drin. 53mio sind nicht 75% mehr als 40mio bei Spotify. Desweiteren denke ich, dass der Unterschied in der Realität nicht so hoch ist. Spotify hat vermutlich mittlerweile auch mehr, die 40mio sind glaub ich ne relativ alte Aussage.

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