So holst Du Dir den Beta-Zugang

Android 12: Beta installieren – so funktionierts & die Neuerungen im Überblick

Endlich ist die Beta-Version von Android 12 da. Ab sofort kann man vorab einen Blick auf die kommenden Features im mobilen Betriebssystems werfen. Wir erklären Dir, wie sich die Android-12-Beta installieren lässt und welche neuen Funktionen bereits jetzt bekannt und verfügbar sind.
Android Icon als Figur, Google Android 12

Bild von andrekheren auf Pixabay

Android 12: Beta-Version installieren – so funktionierts

vom 19.05.2021: Nach mehreren Developer-Previews gibt es nun endlich die erste Beta-Version von Android. Um bereits jetzt einen Einblick in die neuen Features zu werfen, benötigst Du ein Google-Pixel-Smartphone. Mit einem Google-Smartphone kannst Du die Beta auf der Google-Seite herunterladen und installieren.

Beachte, dass es sich um eine Vorab-Version des mobilen Betriebssystems handelt. Die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen, daher kann Android in diesem Zustand instabil laufen. Es wird empfohlen, die Android-12-Beta nur auf Testgeräten und nicht auf Smartphones im Alltagsgebrauch zu installieren. So bekommst Du die Beta:

  1. Rufe die Beta-Seite bei Google auf.
  2. Melde Dich fĂĽr das Beta-Programm mit Deinem Google-Konto an.
  3. Du siehst nun eine Übersicht der mit Deinem Konto verknüpften Geräte, die für die Teilnahme am Beta-Programm berechtigt sind. Derzeit handelt es sich ausschließlich um Pixel-Smartphones.
  4. Wähle das Handy aus, auf dem Android 12 installiert werden soll und drĂĽcke auf „Gerät anmelden“.
  5. Nach einer kurzen Zeitspanne sollte das Update auf dem Homescreen des ausgewählten Smartphones angezeigt werden. DrĂĽcke auf „Installieren“.
  6. Alternativ kannst Du das Update in den Einstellungen anstoßen. Rufe den Abschnitt für die Systemeinstellungen auf und wähle in den erweiterten Optionen das Systemupdate aus.
  7. Die Beta von Android 12 wird jetzt installiert.

Du musst Dich auch neu fĂĽr die Android-12-Beta anmelden, wenn Du bereits Android 11 in der Vorabversion genutzt hast. Willst Du das Update zurĂĽcksetzen und Dein Smartphone wieder mit der aktuellen, „normalen“ Android-Version nutzen, logge Dich wie oben beschrieben im Beta-Programm ein und wähle „Gerät abmelden“. Die reguläre Android-Version wird dann via OTA aufgespielt.

Die Android-12-Beta-Version lässt sich aktuell auf diesen Geräten herunterladen:

  • Google Pixel 3 (XL)
  • Google Pixel 3a (XL)
  • Google Pixel 4 (XL)
  • Google Pixel 4a (5G)
  • Google Pixel 5

Sobald die Vorab-Version auf Smartphones weiterer Hersteller verfügbar ist, werden wir Dich hier darüber informieren. Du willst immer als erster bei Android-Versionen am Start sein? Hier findest Du günstige Deals für Google-Pixel-Geräte:

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Android 12 Beta Screenshot

Bild: Google

Google Android 12: Der Nachfolger von Android 11

vom 04.03.2021: Die erste Developer-Preview-Versionen wurden bereits veröffentlicht. Entwickler können sich so vorab ein Bild von den neuen Funktionen machen. Dabei sind erste Bugs aufgefallen. Wir zeigen Dir, wie auch Du die Preview-Version installieren kannst.

Android 11 wird derzeit noch ausgerollt, doch der Nachfolger wirft bereits seinen Schatten voraus. Mit einem Release des groĂźen Android-Updates ist wie in den vergangenen Jahren auch 2021 wieder im Herbst zu rechnen. Die offizielle Vorstellung gab es am 18. Mai 2021 im Rahmen der Google-eigenen Entwicklerkonferenz I/O erwartet. Bereits jetzt gibt es mehrere News, Leaks, GerĂĽchte und Berichte ĂĽber neue Funktionen.

Gibt es wieder einen „süßen“ Namen?

Lange Jahre versah Google die jeweilige Version seines mobilen Betriebssystems mit einem süßen Namenszusatz. Mit Android 11 verabschiedete man sich von einem Zusatz in der offiziellen Bezeichnung. Lediglich intern lief Android 11 noch mit dem Anhängsel „Red Velvet Cake“. Gerüchten zufolge lautet der Arbeitstitel für die diesjährige Version „Snow Cone“. Der Name soll allerdings nur intern verwendet werden. So wird wohl auch das neueste Update öffentlich nur den schlichten Namen „Android 12“ tragen.

Android 12: Bugs in der Developer-Preview

Die erste Entwickler-Version wurde Ende Februar veröffentlicht. Eine Installation wird jedoch nur auf Testgeräten und nicht für Smartphones im täglichen Gebrauch empfohlen. Aufgrund der frühen Entwicklungsphase treten noch viele Bugs auf, die nach und nach beseitigt werden. Mit der Developer Preview 1.1, die Anfang März erschien, wurden bereits erste Fehler korrigiert. Dazu gehören unerklärliche WLAN-Störungen und ein erhöhter Akkuverbrauch. Auch Probleme bei der Screenshot-Erstellung und mit dem Fingerabdruck wurden beseitigt.

Android 12: Neuerungen im Ăśberblick

Spannender als die Bezeichnung sind jedoch die möglichen neuen Funktionen. Schon jetzt sind einige neue Features in Android 12 bekannt. Im Fokus steht dabei in diesem Jahr besonders die Personalisierung. Einige weitere Features stammen aus Leaks und Gerüchten.

Drittanbieter-Stores

Bislang ist Android in seiner Standard-Version stark auf den Google Play Store sowie Geräte-abhängig auf die Hersteller-eigenen App-Stores zugeschnitten. Zukünftig soll die Anbindung von Drittanbieter-Stores erweitert werden. In einem Blog-Beitrag verspricht Google, die Unterstützung zusätzlicher Quellen für Apps auszubauen.

Anders als jetzt sollen Apps aus Drittanbieter-Quellen dann einfacher und mit weniger Vorarbeit installiert werden können. Google führt im entsprechenden Beitrag selbst das Beispiel Fortnite an. Seitdem die Entwickler des Kultspiels gegen die Richtlinien des Google Play Stores verstoßen haben, ist Fortnite nur noch über Umwege auf Android-Geräten erhältlich.

App-Verwaltung

Wer Apps lange Zeit nicht nutzt, aber nicht von seinem Smartphone schmeißen möchte, soll solche Anwendungen temporär deaktivieren können. Hier schaut sich Google anscheinend die Auslagern-Funktion von iOS ab. Entsprechend markierte Anwendungen geben dann Speicherplatz und Arbeitsspeicher frei.

Noch ist unklar, wie das Feature aussehen soll. Laut Quellcode könnte sich zumindest der App-Cache unkompliziert löschen lassen, sodass App-Daten leichter komprimierbar sind. Bei iOS wird eine App an sich gelöscht, Einstellungen und persönliche Daten bleiben jedoch auf dem Gerät erhalten, um die Anwendung schnell wieder reaktivieren zu können.

Design

Android 12 wird mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Benutzeroberfläche bieten. Die neuen Individualisierungsoptionen bieten unter anderem ein neues Farbschema und ermöglichen Ă„nderungen in der Transparenz. Durch die „Color Extraction“-Funktion kann das System Farben anhand des aktuellen Hintergrundbilds selbst auswählen und als Schema systemweit darstellen.

Zudem soll die Anpassung durch Themes erweitert werden. Genauso wie beim Update auf iOS 14, wird zusätzlich in der Benachrichtigungsleiste ein Icon eingeblendet, wenn eine App etwa auf das Mikrofon oder die Kamera zugreift. Über die Benachrichtigung können die App-Berechtigungen schnell und einfach angepasst und entzogen werden. Zudem soll schnell ersichtlich sein, welche Daten von Apps geteilt werden.

Das Aussehen der Widgets wird in Android 12 ebenfalls angepasst. Zudem reagiert die Anzeige unmittelbar auf das Nutzungsverhalten. Wir das Smartphone zum Beispiel berĂĽhrt, werden die Bewegungen im Bildschirm abgebildet. Weiterhin optimiert Google die Reaktionszeit und den Energieverbrauch bei der Arbeit mit Android. Das soll fĂĽr eine flĂĽssigere und gleichzeitig langlebigere Nutzererfahrung sorgen.

Android 12 Screenshot

Ein neues, beige-farbenes Theme mit Indikatoren fĂĽr den Mikrofon- und Kamera-Zugriff durch Apps in Android 12 (Screenshot: XDA Developers)

Neue Emojis

Freunde von Emojis dürfen sich ebenfalls auf zukünftige Entwicklungen freuen. Bislang wurden neue Bildchen jeweils erst mit dem Update auf die neueste jährliche Android-Auflage eingeführt. Geräte, die nicht mehr geupdatet wurden, hatten dementsprechend keinen Zugriff auf neue Smileys. Laut XDA Developers sollen zukünftige Emoji-Updates getrennt von der Android-Version behandelt werden, sodass auch ältere Geräte Zugriff erhalten und zudem nicht bis Herbst gewartet werden muss, bis die neuen Emoticons ausgerollt werden.

Einhand-Modus und Splitscreen

Der Trend zu großen Smartphones hält immer noch an, so dass eine Bedienung mit nur einer Hand kaum möglich ist. Hier will Google Optionen nachrüsten, mit denen sich der angezeigte Inhalt auf dem Bildschirm etwa verkleinern lassen soll, um die Einhandbedienung wieder komfortabler zu gestalten.

Weiterhin soll die parallele Wiedergabe von Apps optimiert werden. Schon jetzt ist es möglich, zwei Anwendungen per Split-Screen gleichzeitig auf den Bildschirm zu holen. Mit Android 12 sollen sich App-Paare anlegen lassen, um zwei ausgewählte Apps automatisch und ohne umständliche Einrichtung auf den Bildschirm zu holen.

WLAN-Passwort teilen

Auch für Nearby Share hat man sich möglicherweise bei iOS inspirieren lassen. So soll es zukünftig nicht nur möglich sein, Dateien schnell und einfach auf diesem Weg auszutauschen. Auch für das Teilen von WLAN-Passwörter soll sich Nearby Share nutzen lassen. Das lästige Eintippen von langen Zeichenkombinationen oder Einscannen von QR-Codes entfällt demnach, stattdessen werden Zugangsdaten zu einem WLAN auf kontaktlosem Weg mit einem anderen Android-Handy geteilt.

Welche Smartphones und Tablets könnten Android 12 erhalten?

Noch gibt es keine Informationen über eine Verteilung der neuen Version. Wie in den vergangenen Jahren, sollten auch 2021 die Google-eigenen Pixel-Smartphones als erstes in den Genuss des Android-Updates kommen. Geht man nach dem Update-Zyklus der vergangenen Android-Versionen, sollten auch die im Herbst aktuellen Geräte von Xiaomi und OnePlus zeitnah mit der 12er-Version versorgt werden. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass bis zu zwei Jahre alte Geräte der Mittel- und Premiumklasse das entsprechende Update erhalten.

Bei Google und Samsung dĂĽrften sogar bis zu drei Jahre alte Modelle geupdatet werden. Sobald es einen Zeitplan gibt, werden wir Dich darĂĽber informieren, ob auch Dein Handy Android 12 erhalten wird. Nach aktuellem Stand dĂĽrften Huawei-Handys zwar mit einer neuen Android-Version ausgestattet werden, allerdings gilt weiterhin der Verzicht auf Google-Apps.

Falls Dein Handy zu alt für das Android-Update ist, findest Du möglicherweise Dein neues Top-Smartphone günstig mit Vertrag.

Martin
Redaktion Martin

Martin ist durch sein Studium der Sprach- und Medienwissenschaften in der Welt des Online-Schreibens gelandet. Seit 2012 hilft er Lesern mit Tipps und Ratschlägen im Technik-Bereich weiter. Angefangen bei einem großen Technik-Magazin über einen renommierten Online-Handy-Shop stellt Martin seit Februar 2021 bei Handyhase die besten Schnäppchen vor und hilft bei Fragen zu Tarifen und Verträgen weiter.

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