Neues Design, weitere App-Stores und mehr

Android 12: Die Neuerungen im Ăśberblick

Die erste Vorab-Version von Android 12 ist bereits veröffentlicht. Wir werfen einen Blick auf alle bisherigen Gerüchte und Neuigkeiten und geben Dir einen Überblick zu den Neuerungen im kommenden Update von Googles mobilem Betriebssystem.
Android Icon als Figur, Google Android 12

Bild von andrekheren auf Pixabay

Google Android 12: Der Nachfolger von Android 11

vom 04.03.2021: Die erste Developer-Preview-Versionen wurden bereits veröffentlicht. Entwickler können sich so vorab ein Bild von den neuen Funktionen machen. Dabei sind erste Bugs aufgefallen. Wir zeigen Dir, wie auch Du die Preview-Version installieren kannst.

Android 11 wird derzeit noch ausgerollt, doch der Nachfolger wirft bereits seinen Schatten voraus. Mit einem Release des groĂźen Android-Updates ist wie in den vergangenen Jahren auch 2021 wieder im Herbst zu rechnen. Die offizielle AnkĂĽndigung wird im Mai 2021 im Rahmen der Google-eigenen Entwicklerkonferenz I/O erwartet. Bereits jetzt gibt es mehrere Leaks, GerĂĽchte und Berichte ĂĽber neue Funktionen.

Gibt es wieder einen „süßen“ Namen?

Lange Jahre versah Google die jeweilige Version seines mobilen Betriebssystems mit einem süßen Namenszusatz. Mit Android 11 verabschiedete man sich von einem Zusatz in der offiziellen Bezeichnung. Lediglich intern lief Android 11 noch mit dem Anhängsel „Red Velvet Cake“. Gerüchten zufolge lautet der Arbeitstitel für die diesjährige Version „Snow Cone“. Der Name soll allerdings nur intern verwendet werden. So wird wohl auch das neueste Update öffentlich nur den schlichten Namen „Android 12“ tragen. Mit dem Release einer Android-12-Beta-Version wird jederzeit gerechnet. In den letzten Jahren erschienen Vorab-Versionen für Entwickler im Februar.

Android 12: Bugs in der Developer-Preview

Die erste Entwickler-Version wurde Ende Februar veröffentlicht. Eine Installation wird jedoch nur auf Testgeräten und nicht für Smartphones im täglichen Gebrauch empfohlen. Aufgrund der frühen Entwicklungsphase treten noch viele Bugs auf, die nach und nach beseitigt werden. Mit der Developer Preview 1.1, die Anfang März erschien, wurden bereits erste Fehler korrigiert. Dazu gehören unerklärliche WLAN-Störungen und ein erhöhter Akkuverbrauch. Auch Probleme bei der Screenshot-Erstellung und mit dem Fingerabdruck wurden beseitigt.

Developer-Preview installieren: So funktionierts

Möchtest Du bereits einen Blick in die frühe Entwicklungsphase von Android 12 werfen, kannst Du die Vorab-Version von Android 12 installieren. Derzeit sind folgende Geräte mit der Developer-Preview kompatibel:

  • Pixel 3
  • Pixel 3 XL
  • Pixel 3a
  • Pixel 3a XL
  • Pixel 4
  • Pixel 4a
  • Pixel 4a 5G
  • Pixel 5

Eine Anleitung zur Installation findest Du auf der eingerichteten Webseite. Beachte jedoch, dass die frühe Version noch viele Fehler enthält und instabil läuft. Installiere die Vorab-Version von Android 12 also nicht auf Deinem Haupt-Handy, sondern auf einem Gerät zum Experimentieren. Auf Nummer sicher gehst Du mit einem Android-Emulator, über den Du das Betriebssystem an Deinem Rechner testen kannst.

Android 12: Neuerungen im Ăśberblick

Spannender als die Bezeichnung sind jedoch die möglichen neuen Funktionen. Schon jetzt gibt es einige Gerüchte zu neuen Features in Android 12.

Drittanbieter-Stores

Bislang ist Android in seiner Standard-Version stark auf den Google Play Store sowie Geräte-abhängig auf die Hersteller-eigenen App-Stores zugeschnitten. Zukünftig soll die Anbindung von Drittanbieter-Stores erweitert werden. In einem Blog-Beitrag verspricht Google, die Unterstützung zusätzlicher Quellen für Apps auszubauen.

Anders als jetzt sollen Apps aus Drittanbieter-Quellen dann einfacher und mit weniger Vorarbeit installiert werden können. Google führt im entsprechenden Beitrag selbst das Beispiel Fortnite an. Seitdem die Entwickler des Kultspiels gegen die Richtlinien des Google Play Stores verstoßen haben, ist Fortnite nur noch über Umwege auf Android-Geräten erhältlich.

App-Verwaltung

Wer Apps lange Zeit nicht nutzt, aber nicht von seinem Smartphone schmeißen möchte, soll solche Anwendungen temporär deaktivieren können. Hier schaut sich Google anscheinend die Auslagern-Funktion von iOS ab. Entsprechend markierte Anwendungen geben dann Speicherplatz und Arbeitsspeicher frei.

Noch ist unklar, wie das Feature aussehen soll. Laut Quellcode könnte sich zumindest der App-Cache unkompliziert löschen lassen, sodass App-Daten leichter komprimierbar sind. Bei iOS wird eine App an sich gelöscht, Einstellungen und persönliche Daten bleiben jedoch auf dem Gerät erhalten, um die Anwendung schnell wieder reaktivieren zu können.

Design

Screenshots von XDA Developers zeigen, dass Android 12 mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Benutzeroberfläche bieten soll. Noch ist unklar, wie genau die neuen Individualisierungsoptionen aussehen, aus den Screenhots gehen aber ein neues Farbschema und Änderungen in der Transparenz hervor.

Zudem soll die Anpassung durch Themes erweitert werden. Genauso wie beim Update auf iOS 14, wird zusätzlich in der Benachrichtigungsleiste ein Icon eingeblendet, wenn eine App etwa auf das Mikrofon oder die Kamera zugreift. Das Aussehen der Widgets wird in Android 12 ebenfalls angepasst.

Android 12 Screenshot

Ein neues, beige-farbenes Theme mit Indikatoren fĂĽr den Mikrofon- und Kamera-Zugriff durch Apps in Android 12 (Screenshot: XDA Developers)

Neue Emojis

Freunde von Emojis dürfen sich ebenfalls auf zukünftige Entwicklungen freuen. Bislang wurden neue Bildchen jeweils erst mit dem Update auf die neueste jährliche Android-Auflage eingeführt. Geräte, die nicht mehr geupdatet wurden, hatten dementsprechend keinen Zugriff auf neue Smileys. Laut XDA Developers sollen zukünftige Emoji-Updates getrennt von der Android-Version behandelt werden, sodass auch ältere Geräte Zugriff erhalten und zudem nicht bis Herbst gewartet werden muss, bis die neuen Emoticons ausgerollt werden.

Einhand-Modus und Splitscreen

Der Trend zu großen Smartphones hält immer noch an, so dass eine Bedienung mit nur einer Hand kaum möglich ist. Hier will Google Optionen nachrüsten, mit denen sich der angezeigte Inhalt auf dem Bildschirm etwa verkleinern lassen soll, um die Einhandbedienung wieder komfortabler zu gestalten.

Weiterhin soll die parallele Wiedergabe von Apps optimiert werden. Schon jetzt ist es möglich, zwei Anwendungen per Split-Screen gleichzeitig auf den Bildschirm zu holen. Mit Android 12 sollen sich App-Paare anlegen lassen, um zwei ausgewählte Apps automatisch und ohne umständliche Einrichtung auf den Bildschirm zu holen.

WLAN-Passwort teilen

Auch für Nearby Share hat man sich möglicherweise bei iOS inspirieren lassen. So soll es zukünftig nicht nur möglich sein, Dateien schnell und einfach auf diesem Weg auszutauschen. Auch für das Teilen von WLAN-Passwörter soll sich Nearby Share nutzen lassen. Das lästige Eintippen von langen Zeichenkombinationen oder Einscannen von QR-Codes entfällt demnach, stattdessen werden Zugangsdaten zu einem WLAN auf kontaktlosem Weg mit einem anderen Android-Handy geteilt.

Welche Smartphones und Tablets könnten Android 12 erhalten?

Noch gibt es keine Informationen über eine Verteilung der neuen Version. Wie in den vergangenen Jahren, sollten auch 2021 die Google-eigenen Pixel-Smartphones als erstes in den Genuss des Android-Updates kommen. Geht man nach dem Update-Zyklus der vergangenen Android-Versionen, sollten auch die im Herbst aktuellen Geräte von Xiaomi und OnePlus zeitnah mit der 12er-Version versorgt werden. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass bis zu zwei Jahre alte Geräte der Mittel- und Premiumklasse das entsprechende Update erhalten.

Bei Google und Samsung dĂĽrften sogar bis zu drei Jahre alte Modelle geupdatet werden. Sobald es einen Zeitplan gibt, werden wir Dich darĂĽber informieren, ob auch Dein Handy Android 12 erhalten wird. Nach aktuellem Stand dĂĽrften Huawei-Handys zwar mit einer neuen Android-Version ausgestattet werden, allerdings gilt weiterhin der Verzicht auf Google-Apps.

Falls Dein Handy zu alt für das Android-Update ist, findest Du möglicherweise Dein neues Top-Smartphone günstig mit Vertrag.

Martin
Redaktion Martin

Martin ist durch sein Studium der Sprach- und Medienwissenschaften in der Welt des Online-Schreibens gelandet. Seit 2012 hilft er Lesern mit Tipps und Ratschlägen im Technik-Bereich weiter. Angefangen bei einem großen Technik-Magazin über einen renommierten Online-Handy-Shop stellt Martin seit Februar 2021 bei Handyhase die besten Schnäppchen vor und hilft bei Fragen zu Tarifen und Verträgen weiter.

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