Nun weißt Du wirklich, wer Dich anruft

Neues Telefonschutzgesetz verhindert gefälschte Anrufe

Betrügerische Anrufe entschärft die Bundesnetzagentur ab sofort mit einem neuen Gesetz gegen Rufnummern-Manipulation. Das soll dabei helfen, dass Du keinen Gaunern mehr auf den Leim gehst.
Das neue Telefonschutzgesetz ist da

Das neue Telefonschutzgesetz ist da (Bild: Pixabay @Sammy-Sander)

Die unliebsame Masche mit gefälschten Nummern

Das Telefon ist ein nützliches Kommunikationsmittel, aber leider wird es auch für kriminelle Machenschaften missbraucht. Wenn Du Dich über einen vermeintlichen Anruf der Polizei (110) oder der Feuerwehr (112) wunderst, konnte bislang ein Betrüger dahinterstecken. Mit solchen oder anderen bekannten Identitäten wollen Dich unseriöse Anrufer an die (digitale) Strippe kriegen.

Das Ganze nennt man Call-ID-Spoofing. Ein Verfahren zum Aufsetzen gefälschter Rufnummern. Teilweise handelt es sich um zwielichtige Gestalten, die Dich aus dem Ausland kontaktieren. Andererseits können sich die Täter als Polizisten, Feuerwehrmänner, Bankangestellte oder große Firmen ausgeben und persönliche Informationen (etwa Kontodaten) verlangen.

Neues Telefonschutzgesetz macht es Verbrechern schwer

Seit dem 1. Dezember 2022 ist ein neues Telefonschutzgesetz in Kraft, das solche Betrugsversuche entschärfen soll. Eine Pressemitteilung der Bundesnetzagentur schildert die Richtlinien. So sind Telekommunikationsdienste ab sofort dazu verpflichtet, technisch folgende Vorkehrungen zu gewährleisten:

  • Anrufe, die Notrufnummern, Sonderrufnummern sowie Auskunfts- und Kurzwahldienste fälschlicherweise anzeigen, müssen abgebrochen werden.

Dazu zählen beispielsweise die 110, die 112 und die teuren Vorwahlen (0)900 sowie (0)137.

  • Anrufe außerhalb Deutschlands dürfen keine deutschen Rufnummern als Identifikation, sondern nur eine unterdrückte Nummer anzeigen.

Ausgenommen von der oben genannten Regelung sind deutsche Mobilfunknummern, die aus dem Ausland anrufen (internationales Roaming).

Anrufe mit unterdrückter Nummer werden sich häufen

Durch die neuen Schutzmaßnahmen wird es verstärkt zu Anrufen ohne angezeigte Rufnummer kommen, wie die Bundesnetzagentur erklärt. Du musst solche Anrufe aber nicht automatisch als unseriös einstufen. Manche Teilnehmer wollen ihre Rufnummer nicht preisgeben und verschleiern sie ohne böse Absicht. Schließlich ist es denkbar einfach und manchmal notwendig, selbst mit unterdrückter Rufnummer zu telefonieren. Dennoch solltest Du darauf achten, im Zweifelsfall die Identität des Anrufers sicherzustellen.

Wir haben weitere nützliche Beiträge, die Dir dabei helfen, Spam-Anrufe zu erkennen und besser mit Betrugsversuchen am Telefon umzugehen.

Profilbild von André
Mobilgeräte aller Art sind neben der Fotografie die große Leidenschaft von André. Diese Leidenschaft verbindet er seit 2008 mit einer weiteren Passion, dem Schreiben. Angefangen bei einem US-amerikanischen Android-Blog folgten eine Festanstellung bei einem Technik-Portal und Tätigkeiten bei diversen (Online-)Redaktionen. Mittlerweile selbstständig ist der gebürtige Pfälzer bestrebt, informative und unterhaltsame Artikel aus der Welt der Mobilfunkbranche bereitzustellen.

Kommentar verfassen

Hinweis: Beiträge werden vor Veröffentlichung von der Redaktion geprüft.
Name
E-Mail-Adresse
optional, wird nicht veröffentlicht