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Telekom StreamOn und Vodafone Pass eingestellt: Bundesnetzagentur verbietet Zero-Rating-Angebote!

Was ein Hammer! Nun geht alles ganz schnell: Die Bundesnetzagentur verbietet StreamOn und Vodafone Pass endgültig. Eine Neubuchung ist ab Juli 2022 nicht mehr möglich und auch Bestandskunden sind angezählt.
Zero-Rating verboten - StreamOn und Vodafone Pass

Mit Telekom StreamOn und Vodafone Pass so viel streamen wie Du willst? Ab dem 1. Juli 2022 sind die Dienste nicht mehr buchbar. (Bild: geralt/Pixabay)

Einige Zeit lang zogen sich die Gerichtsurteile wie Kaugummi durch die Branche. Die sogenannten Zero-Rating-Angebote Telekom StreamOn und Vodafone Pass stehen hier im Fokus, da sie frei verfügbare Inhalte wie Social Media oder Gaming im Netz hinter eine weitere Abo-Gebühr verstecken, auch wenn diese dann quasi „unendlich“ nutzbar sind. Damit ist nun Schluss. Die Bundesnetzagentur verbietet diese Dienste.

Aus "mobilcom-debitel" wurde "freenet"

Der Anbieter mobilcom-debitel wurde in "freenet" umbenannt. Alle Verträge und Tarife bleiben jedoch bestehen.

Vodafone Pass und Telekom StreamOn: Verbot gilt ab dem 1. Juli 2022

Die Bundesnetzagentur unter ihrem neuen Präsidenten Klaus Müller zieht nun härtere Bandagen auf. Wenn Du mehr zu den bisherigen Gerichtsurteilen gegen die Zero-Rating-Dienste erfahren willst, schaue definitiv auch in unseren Artikel zu StreamOn und Vodafone Pass vorbei. Dort deutete sich die Katastrophe nämlich schon an. Während Vodafone sich zurückhaltend äußerte, gab die Telekom sich sehr optimistisch, den Dienst weiter anbieten zu können. Das ist jetzt endgültig vorbei.

Laut dem offiziellen Statement der Bundesnetzagentur dürfen Neukunden Telekom StreamOn und Vodafone Pass nicht mehr buchen! Die Provider müssen zwingend bis zum 1. Juli 2022 die Funktion dafür einstellen. Bestandskunden, die noch vertraglich an die Zero-Rating-Dienste gebunden sind, können diese noch bis spätestens zum März 2023 nutzen. Danach ist aber Schluss.

Bundesnetzagentur sieht viele Vorteile in Zero-Rating-Verbot

Gehörst Du zu den Kund:innen, die StreamOn der Telekom oder auch Vodafone Pass intensiv nutzen, ist dieses natürlich erst einmal eine Horrornachricht! Vor allem dann, wenn Du viele hunderte Gigabyte im Monat für Streaming-Dienste wie YouTube verpulverst. Doch die Bundesnetzagentur sieht auch klare Vorteile in dem Verbot von Zero-Rating-Optionen.

Denn das nun durchgesetzte Urteil könnte den Baustein für einen deutlichen Trend zu mehr Datenvolumen für Verbraucher:innen legen. Deutschland gehört durchaus zu den teureren Ländern für Mobilfunktarifen im Vergleich zum bereitgestellten Datenvolumen, wie eine Bitkom-Studie aus 2020 zeigt. USA, Schweiz und Japan liegen hier aber weiterhin an der Spitze der teuersten Tarifländer.

Dass es anders geht, zeigen Anbieter wie Telefónica und mobilcom-debitel: Sie bieten Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen an, die sich nur durch die Bandbreite unterscheiden. Je schneller man surft, desto teurer wird es – andererseits sind die „langsamen“ Tarife auch durchaus erschwinglich. Zu vermuten ist, dass es auch für Telekom- und Vodafone-Kunden in diese Richtung geht. Entsprechendes deutete der Netzbetreiber Telekom auf Anfrage von golem.de an:

„Wir bedauern das Einstellen des Zero-Rating-Angebots für rund vier Millionen zufriedene Nutzer und die nahezu 500 Stream-On-Partner sehr. Die nächsten Maßnahmen für weitere Kundengruppen sind bereits in Vorbereitung“, so der Telekom-Sprecher Andreas Middel.

Profilbild von Marcel
In der mobilen Technik-Welt ist Marcel als Redakteur für Handys, Gadgets und Mobile Games bereits seit mehr als 10 Jahren unterwegs. In der Vergangenheit schrieb er bereits für einige große Magazine im Bereich Gaming und Technologie. Im Privatleben fesseln den Ex-Pro-Gamer vor allem das Zocken, seine Leidenschaft zum Fußball und das Motorradfahren. Zudem verbindet ihn eine besondere Beziehung mit der japanischen Kultur.

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