Unnütze Apps löschen

Bloatware vom Handy entfernen: Vorinstallierte Android-Apps als unnütze Ressourcenfresser loswerden!

Wer kennt das nicht: Dein Speicherplatz ist voll mit Apps, die Du nie benutzt. Doch einfaches Deinstallieren der potentiell unerwünschten Programme und der vorinstallierten Android-Apps ist so gut wie unmöglich. Wir tragen zusammen, was Du über Bloatware wissen solltest und geben einige nützliche Tipps, ob und wie Du die ungewollten Zusatz-Programme am Ende loswirst.
Unnütze Apps löschen (Bildquelle: pixabay @ geralt)

Unnütze Apps löschen (Bildquelle: pixabay @ geralt)

Unbeliebt, aber dennoch weit verbreitet: Bloatware ist auch auf Smartphones ein Thema. Die oft überflüssigen Anwendungen nutzen wichtige Ressourcen und verlangsamen das System. Doch was ist Bloatware überhaupt? Und wie kannst Du diese entfernen?

Bloatware Wiki: Was ist Bloatware überhaupt?

Was ist Bloatware überhaupt? Laut Wikipedia handelt es sich um Software, die mit so vielen Funktionen ausgestattet ist, dass diese nicht mehr wie eigentlich gewünscht verwendet werden kann. Das Programm ist überladen oder, gemäß der Übersetzung von to bloat, aufgebläht.

Keine Schadsoftware, aber unnütze Apps

Neben Software mit zu vielen Features werden oft auch unnötig installierte Programme als Bloatware bezeichnet. Ist im Grunde aus der PC-Welt bekannt: Neben Windows sind häufig weitere Anwendungen installiert, die gar nicht benötigt werden, das System verlangsamen aber gleichzeitig nur mit erheblichen Schwierigkeiten entfernt werden können.

Heißt also:

  • Durch Bloatware werden wichtige Systemressourcen geblockt.
  • Bloatware belegt mit im Grunde nicht erwünschten Anwendungen Speicher.
  • Die Anforderungen an die Hardware steigen.

Handy Bloatware: Vorinstallierte Apps, die man gar nicht möchte?

Und was ist Bloatware am Handy? Was haben Smartphones mit dem Problem der aufgeblähten Software zu tun?

Wer Android-Handys nutzt, kennt das Problem vielleicht: Viele Hersteller installieren jede Menge Apps vor − die Du dann nicht ohne Weiteres deinstallieren kannst. Du schleppst also eine ganze Reihe Apps mit Dir herum, die an den Ressourcen zehren, Akku verbrauchen und wertvollen Speicherplatz belegen. Und die Du womöglich gar nicht benötigst.

Android: Bloatware bei Samsung und nutzlose Bixby-Taste?

Geht es um Bloatware bei Android, dürfen sich allein aufgrund der Beliebtheit der Galaxy-Reihe viele User mit Samsungs Bloatware auseinandersetzen. In älteren Versionen bis 2016 lieferte Samsung Handys mit TouchWiz-Oberfläche aus. Diese wurde im Januar 2017 von Samsung Experience (Details bei Wikipedia) und 2018 durch Samsung One UI abgelöst. Es handelt sich um ein User-Interface (UI), das sich optisch vom klassischen Android abhebt und zudem die eine oder andere zusätzliche und fest integrierte App mitbringt.

Sinnvoll sind sicherlich die Anpassungen für Edge-Display und S-Pen, in Deutschland ist dagegen die eigene Bixby-Taste eher ein Ärgernis: Bis 2019 fehlte dem Sprachassistenten Bixby die Unterstützung für die deutsche Sprache. Und auch mit entsprechender Unterstützung bleibt fraglich, ob Du Bixby überhaupt nutzen möchtest.

Xiaomi Bloatware

Zahlreiche vorinstallierte Apps finden sich auch bei Xiaomi. Das ist jedoch nicht verwunderlich, ist Xiaomi doch bekannt für das Einblenden von Werbefunktionen. Als Bloatware zu benennen wären hier z.B. Facebook, Amazon Shopping, TikTok oder LinkedIn. Potentiell unerwünschte Programme können mit Hilfe von Xiaomi ADB Fastboot Tools entfernt werden. Eine genaue Anleitung dazu findest du im Netz.

Huawei Bloatware mit EMUI-Oberfläche

Bei Huawei heißt die eigene Benutzeroberfläche EMUI. Auch hier handelt es sich also nicht um reines Android, Kunden müssen sich somit auf Bloatware auf dem Handy einstellen. Nun gut, der Facebook Messenger steht zum Beispiel ohnehin auf der Download-Liste vieler Nutzer. Hinzu kommen jedoch weitere Apps, die sicherlich nicht alle benötigen.

Über die App-Liste im Menü Einstellungen kannst Du viele vorinstallierte Apps entfernen. Bei den übrigen Apps gibt’s einen kleinen Trick, den wir Dir im nächsten Abschnitt vorstellen wollen.

Smartphone Bloatware entfernen oder deaktivieren?

Wie kannst Du Bloatware bei Samsung, Xiaomi und anderen Herstellern vom Handy entfernen? Das Ärgerliche ist, dass Bloatware vom Smartphone oft nur über Umwege entfernt werden kann, statt über den klassischen Weg über das Deinstallieren-Menü. Die Programme sind quasi fest in das Betriebssystem integriert.

Statt Deinstallation kannst Du Dich in vielen Fällen immerhin für eine Deaktivierung der Apps entscheiden. Die jeweiligen Apps belegen dann zwar weiterhin Speicherplatz auf dem Smartphone, werden jedoch nicht mehr im Hintergrund ausgeführt, belegen keinen Arbeitsspeicher und verbrauchen keinen unnötigen Akku.

Zur Deaktivierung wählst Du eine App über den Homescreen Deines Smartphones an. Öffne die App jedoch nicht, sondern tippe länger darauf, bis sich ein Menü öffnet.

Löschbare Apps kannst Du dort bereits deinstallieren, nicht löschbare Apps können oft deaktiviert werden. Dieser Weg kann jedoch je nach Smartphone und Android-Version unterschiedlich ausfallen. Benötigst Du eine deaktivierte App, kannst Du diese über das Einstellungen-Menü wieder zurücksetzen.

Schau Dir auch das Video von c´t 3003 an. Dort wird Dir noch einmal erklärt, wie Du beim Entfernen von vorinstallierten Apps vorgehst. Welche Apps als Alternative zur bereits installierten Bloatware herhalten können, erklärt mobilsicher.de in einem umfangreichen Ratgeber.

Bloatware durch Rooten entfernen?

Beim »Rooten« (Wikipedia) entsperrst Du Dein Handy, verpasst Dir sozusagen erweiterte Zugriffsrechte. Nach einem Root kannst Du das durch den Hersteller veränderte Android-System durch eine sogenannte CustomROM wie etwa LineageOS ersetzen. Und hast dann in der Regel mehr Freiheiten, auch was die Installation und Deinstallation von Apps angeht.

Android One als Bloatware-Alternative

Schlanker kommt dagegen Android One daher. Das ist eine entschlackte Variante von Googles Betriebssystem, die zwar eine Reihe Google-spezifischer Apps enthält, jedoch auf Hersteller-Apps oder gar eine eigene Hersteller-Nutzeroberfläche verzichtet, eben eine Bloatware-Alternative.

Das frisst deutlich weniger Ressourcen. Außerdem werden Updates viel schneller ausgerollt. Denn bei regulären Updates auf eine neue Android-Version müssen Hersteller oft ihre spezifischen Apps anpassen. Das dauert mitunter sehr lange – ärgerlich, vor allem, wenn es sich um wichtige Sicherheitsupdates handelt. Allerdings erfährt Android One mittlerweile kaum noch Erwähnung. Die offizielle Infoseite führt nur wenige Modelle auf, die auch noch von 2020 stammen. Hier ist also erstmal Schluss, Android One scheint stillschweigend eingestellt worden zu sein.

Google selbst hat allerdings eben auch Handys mit reinem Android im Programm. Etwa Pixel 7 oder Pixel 6a.

Profilbild von Annika
Annika erweitert seit November 2022 die Hasenfamilie. Als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste und Germanistin befindet sie sich schon seit 10 Jahren in der Redaktionswelt und weiß, worauf es beim Texten ankommt. Um der aufregenden Welt der Deals im Alltag zu entkommen, klettert sie an Felsen und bekämpft so erfolgreich ihre Höhenangst.
Beteiligte Autoren: Steffi

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