Darf es Funk, Licht oder "gar nichts" sein?

AVM Fritzbox im Vergleich: Glasfaser-Anschluss, Mobilfunk und ohne Modem im Überblick

Auch wenn hierzulande Internet-Anschlüsse auf Basis von xDSL und Kabel die Mehrheit stellen, hat AVM auch für alle anderen gebräuchlichen Zugangswege passende Fritzboxen im Angebot.

Fritzbox Vergleich Glasfaser, ohne Modem und LTE

Stehen weder xDSL oder TV-Kabel für die Verbindung ins Internet bereit, finden Anwenderinnen und Anwender bei AVM dennoch passende Fritzboxen. Das Angebot reicht vom „WLAN-Router ohne Modem“ zum Anschluss an ein externes Modem über LTE- und 5G-Fritzboxen, bis hin zu Modellen für die direkte Verbindung an Glasfaser-Anschlüssen. Doch wo liegen die Unterschiede im Vergleich? Wir verraten es Dir nun im folgenden Artikel.

Fritzbox ohne Modem: Günstig, günstiger, Fritzbox 4020

Die derzeit günstigste Fritzbox ohne Modem ist die „Fritzbox 4020“, die allerdings noch nicht einmal Gigabit-Ethernet an Bord hat. Ein klarer Grund für uns, die nur 40 € teure Box hier nicht näher zu betrachten. Interessanter wird es ab der „Fritzbox 4040“, die es teilweise schon für unter 75 € im Handel zu kaufen gibt. Dafür bekommt der Anwender Wi-Fi 5 mit bis zu 867 Mbit/s bei 5 GHz und 400 Mbit/s bei 2,4 GHz. Für verkabelte Verbindungen stehen insgesamt fünf Gigabit-Ethernet-Anschlüsse bereit, von denen einer für den WAN-Zugang reserviert ist, also über den ein Modem oder ein anderes Netz angeschlossen wird.

Über USB können Drucker oder Festplatten im Netzwerk freigegeben werden. Mit einem zusätzlichen USB-Mobilfunk-Modem kann die 4040 zum Mobilfunk-Router aufgerüstet werden. Dank Software-Update auf Fritz-OS-Version 7.28 kann die 4040 auch ins AVM-Mesh eingebunden werden und unterstützt auch den aktuellen Verschlüsselungsstandard WPA 3.

Fritzbox 4020 Vergleich mit 7490

Die Fritzbox 4020 ist deutlich kleiner als das Modell 7490. Beinhaltet aber auch kein DSL-Modem und ist daher kompakter. (Bild: AVM)

Fritzbox am Glasfaser-Anschluss: 5530 und Co. arbeiten schnell wie das Licht

Fast ohne Konkurrenz ist AVM mit seinen Fritzboxen im Bereich der WLAN-Router, die sich auf einen Glasfaser-basierten Anschluss (Fiber to the Home (FTTH)) verstehen. Die derzeit attraktivste Fritzbox für den Glasfaser-Anschluss ist die Fritzbox 5530 Fibre, die ab circa 170 € zu haben ist. Sie erlaubt sowohl den Anschluss an AON- wie GPON-Anschlüsse. Möglich macht das der verbaute SFP-Port. In ihn wird das jeweils notwendige und mitgelieferte Modul eingeschoben.

Unter der schneeweißen Haube steckt bereits Wi-Fi 6, das laut Hersteller Bandbreiten bis 2400 Mbit/s erreichen soll und so die hohen möglichen Glasfaser-Bandbreiten kabellos verteilen kann. Verkabelt kann die angelieferte Bandbreite dank nBase-T-Buchse mit bis zu 2,5 Gbit/s an entsprechend kompatible Geräte weitergegeben werden. Zusätzlich stehen zwei Gigabit-Ethernet-Ports zur Verfügung. USB-Anschlüsse sind keine vorhanden – anders eine Telefonzentrale samt DECT und einem a/b-Anschluss (TAE/RJ11). WPA 3 und Fritz Mesh sind dank aktuellem FritzOS ebenfalls dabei.

Fritzbox 5530 Fiber

Speziell für Glasfaser gebaut: Die Fritzbox 5530. (Bild: AVM)

Fritzbox mit Mobilfunk: Von 6820 LTE bis 6850 5G

Nicht ganz so einsam wie beim Kabel oder der Glasfaser ist es für die Router aus Berlin im Bereich der stationären WLAN-Router mit Mobilfunk-Modem. Hier bietet nicht nur der Markt einiges an Konkurrenz, auch AVM selbst hat einige Geräte im Angebot. Günstigster Vertreter ist hier die schon etwas ältere „Fritzbox 6820 LTE“ zum Preis von rund 120 €.

Ins Internet geht sie via LTE mit maximal 150 Mbit/s im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream. WLAN unterstützt sie nur im Bereich von 2,4 GHz und erreicht dabei immerhin maximal 450 Mbit/s – deutlich mehr als als die vergleichbare Konkurrenz. Gigabit-Ethernet-Buchsen hat die AVM Fritzbox 6820 LTE lediglich eine. USB-Buchsen fehlen gänzlich. Je nach Hardware-Revision kann die 6820 LTE mit einem aktuellen FritzOS bestückt werden und unterstützt so auch WPA 3 zur Absicherung des lokalen Funknetzes. Außerdem kann sich die Fritzbox wie die meisten ihrer Artgenossen in ein Mesh-Netzwerk integrieren.

FRITZ!Box 6850 5G

Die Fritzbox 6850 5G ist seid Oktober 2021 das neue Mobilfunk-Topmodell von AVM. (Bild: AVM)

Fritzbox 6850 5G ist neues Spitzenmodell von AVM

Ehemaliges Spitzenmodell in Sachen Mobilfunk ist die „Fritzbox 6890 LTE“. Im Herbst 2021 wurde sie von der neuen „Fritzbox 6850 5G“ abgelöst. Beide unterscheidet – wie das Kürzel im Namen bereits andeutet – maßgeblich ihr Mobilfunk-Modem. Erstere versteht sich auf LTE, der Neuzugang kann auch über 5G funken. Bei näherer Betrachtung zeigen sich weitere Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten.

Wo die 6890 LTE auf maximal 300 Mbit/s im LTE-Netz limitiert ist, verspricht die 6850 5G stattliche bis zu 1,3 Gbit/s unter 5G und immerhin noch bis zu 1 Gbit/s unter LTE. Beim WLAN scheint das aktuelle Topmodell die Nase vorn zu haben. AVM gibt als Bandbreite im lokalen Funk bis zu 1733 Mbit/s im Band bei 5GHz an und bis zu 800 Gbit/s bei 2,4 GHz. Die neue Mobilfunk-Fritzbox soll laut Ankündigung mit gesamt 1266 Mbit/s etwas weniger Bandbreiten-stark sein. Die aktuelle 6890 LTE versteht sich dank integriertem DSL-Modem außerdem auf alle VDSL- oder DSL-Anschlüsse mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream. Bei der 6850 5G wurde nichts derart angekündigt.

Fritzbox 6890 LTE und 6850 5G

Links das High-End-Modell mit 5G-Mobilfunk und links das LTE-Modell Fritzbox 6890. (Bild: AVM)

Preislich hat der Vorgänger die Nase vorn

Beiden Mobilfunk-Fritzboxen gemein: Vier Gigabit-LAN-Ports und ein USB-3.0-Anschluss, Telefonanlage mit DECT-Basis für bis zu sechs Telefone und Smart-Home-Anwendungen und ein Anschluss für analoges Telefon oder Fax. Die 6890 LTE hat darüberhinaus einen ISDN-S0-Anschluss zu bieten.

Die Fritzbox 6890 LTE ist derzeit zwischen rund 350 € und satten 450 € zu haben. Der Blick in Preisvergleichsportale zwingt sich damit auf. Die AVM Fritzbox 6850 5G startet im Oktober 2021 in den Verkauf. Preislich liegt sie nach Herstellerempfehlung bei 569 €.

Profilbild von Jan
Jan Rähm ist freiberuflicher Wissenschafts- und Technikjournalist. Von Berlin aus beliefert er vor allem öffentlich-rechtliche Hörfunksender in Deutschland und Österreich, außerdem Tageszeitungen und Fachmagazine – online wie offline, national wie international. https://jan.raehm.de

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