Wie sieht der optimale erste Handytarif aus?

Erster Handyvertrag: Per Checkliste zum ersten Handytarif für Tarif-Neulinge!

Du möchtest Deinen ersten Handyvertrag abschließen und fragst Dich: Welcher Tarif ist als erster Handytarif ratsam? Dann gilt es tatsächlich, zuvor einige (wenige) Überlegungen vorzunehmen. Wir helfen bei der Entscheidung.
Erster Handyvertrag (Bild: Pixabay @TheDigitalWay)

Erster Handyvertrag: Unsere Tipps für Tarif-Einsteiger (Bild: Pixabay @TheDigitalWay)

Soll es ein Vertrag mit oder ohne Handy sein? Welche Ansprüche stellst Du an das Datenvolumen und die übrigen Leistungen? Möchtest Du flexibel bleiben? Reicht womöglich sogar ein Prepaid-Tarif? Und in welchem Rahmen bewegt sich Dein Budget?

Zugegeben, eine ganze Reihe Fragen, die jedoch alle ihre Berechtigung haben. Mit unserer Checkliste findest Du Deinen ersten Handytarif.

Erster Handyvertrag: Unsere ehrliche Checkliste für die Tarifsuche

Ein erster Handyvertrag muss her. Doch wo anfangen zu suchen? Zugegeben, der Mobilfunkmarkt ist ganz schön unübersichtlich, wenn Du Dir diesen zum allerersten Mal anschaust und weit und breit niemanden hast, der das Fachchinesisch aufdröselt.

Unsere Checkliste für Smartphone-Neulinge schafft Klarheit. Beantworte Dir vor Beginn Deiner Suche selbst die folgenden Fragen − und Du kannst dann gezielt nach passenden Angeboten Ausschau halten!

Erster Handytarif mit oder ohne Handy?

Zuerst einmal geht es an die Grundpfeiler des neuen Tarifs: Soll es ein Handy mit Vertrag, also ein sogenanntes Handy-Bundle sein? Oder bist Du lediglich auf der Suche nach einem SIM-only-Tarif, soll heißen, dem reinen Mobilfunktarif ganz ohne Smartphone (»nur Karte«)?

Bei Tarifen mit Handy kannst Du meist aktuelle Top-Smartphones für vergleichsweise kleines Geld mitfinanzieren, wenn Du bei seriösen Onlinehändlern (sogenannten Resellern) bestellst.

Tarif + Handy

Reicht Dir ein günstiges Einsteiger-Smartphone (zum Beispiel ein Handy für unter 100 Euro) bzw. setzt Du auf einen jederzeit kündbaren Tarif, dann lohnt sich der gemeinsame Kauf eigentlich nicht mehr. Dann gilt es, Handy und Vertrag einzeln zu finden.

Tarif ohne Handy

Erster Tarif: Lieber ohne Laufzeit!

Klingt ja im oberen Absatz schon an: Möchtest Du Dich für (meistens) 24 Monate binden oder möchtest Du lieber flexibel bleiben? Der Vorteil eines Laufzeittarifs: Oft gibt es ein Handy für eine schmale Zuzahlung dazu. Das wird dann monatlich abbezahlt.

Ein Tarif ohne Laufzeit ist dagegen flexibler. Du kannst jederzeit Deinen Anbieter wechseln, zum Beispiel, wenn Du in Deinem Netz schlechten Empfang hast oder einen besseren Tarif an anderer Stelle findest.

Prepaid oder Postpaid im ersten Handyvertrag?

Das führt uns auch schon zur nächsten Frage: Soll es ein Prepaid- oder Postpaid-Tarif sein? Auch Postpaid-Tarife können ohne Laufzeit daherkommen, sodass Du relativ schnell aus dem Vertrag herauskommst.

Es gibt aber eben auch Prepaid-Tarife. Dabei lädst Du Guthaben auf Deine SIM-Karte. Ist das Guthaben komplett aufgebraucht, dann ist Schluss: Du kannst zwar noch erreicht werden, aber keine Telefonate mehr führen oder surfen.

Vorteil: Prepaid-Tarife eignen sich besonders gut zum Einstieg, etwa, wenn Du nicht genau weißt, welche Leistungen Du nun genau benötigst. Denn meistens kannst Du Pakete mit Datenvolumen flexibel hinzubuchen oder wieder abwählen.

Die Verwaltung erfolgt in der Regel bequem über die App des jeweiligen Anbieters. Dort kannst Du alle zubuchbaren Optionen überblicken. Da Du Dein Guthaben selbst auflädst, ist die Kostenkontrolle in Prepaid-Tarifen ein wichtiger Punkt: Du zahlst nur für das, was Du auch verbrauchst.

Diese Leistungen sind für erste Handytarife sinnvoll

  • Allnet-Flat: Diese ist ohnehin in den meisten Tarifen enthalten, auch in zubuchbaren Prepaid-Paketen. Reine Basistarife ohne Grundgebühr berechnen den Verbrauch, Du bezahlst also jede vertelefonierte Minute zum Beispiel mit 9 Cent. Vieltelefonierer wählen am besten die Allnet-Flat, Wenignutzer den Basistarif oder ein (wesentlich selteneres) kleines Paket mit Frei-Einheiten.
  • Datenvolumen: Wie viel Datenvolumen Du benötigst, hängt davon ab, wie intensiv Du besondere Anwendungen wie Spotify, Netflix, TikTok, Google Maps, Instagram oder YouTube auch unterwegs mobil nutzen möchtest. Als Faustregel gilt: Je mehr Du streamst, desto höher Dein Datenverbrauch. Sendest Du mobil vor allem Textnachrichten und fragst hin und wieder die Nachrichten ab oder schaust nur gelegentlich unterwegs ein kurzes Video, dann reichen Pakete bis 3 GB aus.

Neuer Handyvertrag: Alle Kosten im Blick

Ein Handyvertrag besteht längst nicht nur aus der Grundgebühr. Bevor Du also einen neuen Handyvertrag abschließt, solltest Du alle Kosten im Blick behalten. Dazu gehören der einmalige Anschlusspreis oder der Preis für das SIM-Starter-Set, die Zuzahlung (falls es sich um ein Bundle mit Handy handelt) sowie mögliche Versandkosten.

Hinzu können weitere Kosten kommen, etwa durch die Datenautomatik oder Testoptionen. Und überleg Dir im Vorfeld, ob Du den Tarif auch im Ausland nutzen möchtest. Speziell außerhalb der EU (auch in der Schweiz, Türkei) oder bei Anrufen ins Ausland können weitere Kosten auf Dich zukommen.

Netzbetreiber oder Mobilfunk-Discounter?

Jetzt wird es speziell: Deinen Tarif kannst Du bei einem der großen Anbieter Telekom, Vodafone oder Telefónica abschließen. Die Netzbetreiber-Tarife sind meist teurer, bieten dafür aber einige Extras an. Dazu gehören Hotspot-Flats, Partnerkarten oder besondere Kombi-Vorteile (wenn Du zum Beispiel einen DSL-/Festnetz-Tarif beim gleichen Anbieter abgeschlossen hast).

Dafür sind die Tarife der Mobilfunk-Discounter in der Regel deutlich günstiger. Vergleiche zum Beispiel mal die Preise bei den Drillisch-Marken wie PremiumSIM oder winSIM mit o2 direkt. Ein deutlicher Unterschied! Alle Details gibt es auch nochmal in unserem Ratgeber Mobilfunk-Discounter oder Netzbetreiber zum Nachlesen.

Welches Netz eignet sich am besten?

Das Telekom-Netz (D1) ist seit Jahren das Mobilfunknetz, das am besten in offiziellen Tests von Fachmagazinen abschneidet. Netzabdeckung und Netzqualität stimmen hier, auch beim Ausbau des neuen Funkstandards 5G ist die Telekom zügig unterwegs.

Es kommt aber eben auch auf Deinen Standort an. Welches Handynetz hat in Deiner Region die beste Abdeckung? Hier hilft es, Netzkarten heranzuziehen.

Aufgepasst: Am besten weit reinzoomen, denn Funklöcher sind oft erst auf den zweiten oder dritten Blick ersichtlich. Außerdem unterscheidet sich die Netzabdeckung, je nachdem, ob Du einen Vertrag mit LTE (4G) oder einen Vertrag mit 5G abschließt.

Klar, auch diese Karten bilden nicht komplett ab, wie gut der Empfang ist. Zum Beispiel innerhalb von Gebäuden. Die exakte Netzabdeckung an einem bestimmten Standort lässt sich nur im Praxistest ermitteln. Zum Beispiel, indem Du Menschen in Deinem Umfeld nach deren Erfahrungen in einem bestimmten Netz fragst oder es selbst mit einer günstigen Prepaid-Karte oder Freikarte ausprobierst.

Unsere Empfehlung: Flexibel bleiben, dann weitersehen

Und was ist nun unsere Empfehlung für Deinen ersten Handyvertrag?

Wir raten Dir, flexibel zu bleiben und dann weiterzusehen. Wer bislang ganz neu auf dem Gebiet Mobilfunk ist, kann wahrscheinlich nicht so gut abschätzen, wie viel Datenvolumen der Vertrag mitbringen sollte, welches Netz sich eignet und ob nun die Ausstattung für die eigenen Ansprüche ausreicht.

Zum Vorfühlen kannst Du also einen Tarif ohne Laufzeit oder eine Prepaid-Karte wählen. Damit lässt sich relativ schnell und unkompliziert in einen Tarif mit veränderter Leistung (zum Beispiel mehr oder weniger Datenvolumen) wechseln.

Wer sich tatsächlich sicher ist, dass die Versorgung mit den ausgewählten Konditionen passt, kann dann noch immer ein passendes Bundle aus Handy mit Vertrag auswählen und die erste Handynummer dorthin mitnehmen (Portierung). Der erste Handytarif wird mit Sicherheit nicht der letzte bleiben!

Profilbild von Stefanie
Schon seit 2011 ist Steffi als Redakteurin für verschiedene Online-Magazine und -Blogs unterwegs. Für Technik begeistert sie sich jedoch schon viel länger. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310. Nach einem iPhone und einem Windows Phone (nein, kein Witz!) begleitet sie mittlerweile ein Android-Smartphone durchs mobile Leben. Und Abschalten? Das geht am besten beim Waldbaden, Power Metal hören oder bei einer Runde Assassin’s Creed.

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