Ausprobiert: Das kann Samsungs A-Serie

Samsung Galaxy A55 im Test: die neue Oberklasse der Mittelklasse

Samsungs Galaxy-A5x-Modelle sind seit jeher Mittelklasse-Verkaufsschlager, und das seit März 2024 erhältliche Galaxy A55 mausert sich ebenfalls zum Hit. Verarbeitung, Chipsatz und Display haben tolle Upgrades erhalten.

Samsung Galaxy A55 - Header - Test

Mit dem Samsung Galaxy A55 haben wir eine neue „Oberklasse“ der Mittelklasse bekommen. Die Vorstellung war dieses Jahr ein paar Tage früher, genauer gesagt am 11. März. Das Gehäuse, das Display und das SoC erhielten die mit Abstand größten Änderungen. Außerdem ist direkt Android 14 an Bord. Es wurde ein wirklich interessanter Test.

Galaxy A55 im Test: Tschüss, Billig-Haptik

Beim vor zwei Jahren gelaunchten Galaxy A53 5G musstest Du noch mit einer Plastikrückseite vorliebnehmen. Beim 2023 erschienenen Galaxy A54 fasste sich Samsung ein Herz und verbaute erstmals eine Glasrückseite in der beliebten A5x-Serie. Die Haptik des nun erhältlichen Galaxy A55 geht wirklich den letzten Schritt in Richtung Premiumgehäuse.

Galaxy A55 im Test - Rückseite

Der potenzielle Mittelklasse-Hit hat nämlich einen seitlichen Rahmen aus gebürstetem Aluminium. Das fühlt sich nicht nur hochwertiger an, sondern ist auch robuster. Gorilla Glass vorne und hinten versprechen ebenfalls einen hohen Schutz gepaart mit edlem Feeling. Weil das Display des Galaxy A55 knapp 86 Prozent der Front einnimmt (A54: 83 Prozent), wirkt die Vorderseite moderner. Ein leichtes „Kinn“ bleibt dennoch über.

Schnellerer Chipsatz mit geringerem Stromverbrauch

Das schönste Smartphone taugt nichts, wenn es Inhalte nur ruckelnd wiedergibt. Durch Samsungs Chipsatz Exynos 1480 musst Du keine Diashow beim Galaxy A55 befürchten. Im Vergleich zum Exynos 1380 wurde die Prozessorleistung um 15 Prozent und die Grafikleistung sogar um 32 Prozent gesteigert. Das macht sich nicht nur im Benchmark und Score-Vergleich bemerkbar, sondern tatsächlich im Alltag.

Galaxy A55
Display: 6,6"
Akku: 5000 mAh
Speicher: ab 128 GB (erweiterbar)
Hauptkamera: 50 Megapixel
Dual-SIM:
5G:
Gesamtnote: 8,55 Alle Tests
Die große Änderung im Vergleich zum Vorgänger liegt hauptsächlich im neuen Rahmendesign des Galaxy A55. Der neue Exynos-Prozessor ist etwas schneller und der Bildschirm marginal größer, aber weitere Sprünge hat die Hardware nicht zu verzeichnen. Es gibt nicht mehr Speicher in der Basisausstattung oder ein Zoomobjektiv.   Michael - Redaktion
Profilbild Redakteur

Kein Wunder, so gibt es doch vier flotte CPU-Kerne vom Typ Cortex-A78 mit bis zu 2,75 GHz und eine von AMD gefertigte GPU namens Xclipse 530. Geht es gemächlicher zur Sache, springen vier Cortex-A55-CPU-Kerne ein. Diese sparen auch Strom. Generell ist der Exynos 1480 dank 4-nm-Fertigungsprozess effizienter als sein Vorgänger.

Größeres Display und bewährte Kameras beim Galaxy A55 im Test

Im Galaxy A54 steckt ein 6,4 Zoll messender Super-AMOLED-Bildschirm. Wenn Du mehr Displayfläche brauchst, ist das Galaxy A55 einen Blick wert (s. u.). Samsung hat die Diagonale auf 6,6 Zoll erhöht. Die weiteren Vorteile bleiben bestehen. Es gibt 120 Hz, eine maximale Helligkeit von 1.000 cd/m² und eine Full-HD+-Auflösung (2.340 × 1.080 Pixel).

Galaxy A55 - Display

Die Kameraausstattung wirkt zwar nach wie vor gelungen, ist aber etwas uninspiriert. So hat Samsung einfach die Knipsen des Galaxy A54 im Galaxy A55 übernommen. Als Hobbyfotograf findest Du 50 MP Weitwinkel (optisch stabilisiert), 12 MP Ultraweitwinkel und 5 MP Makro vor. Selfies werden mit 32 MP geschossen, leider erneut ohne Autofokus.

  • 50 Megapixel Sony IMX906 (CMOS BSI 2.0)
  • Blende ƒ/1.8
  • Sensorgröße 1/1,56 Zoll
  • Pixelgröße 1,00 µm
  • Alle-Pixel omnidirektionaler PDAF
  • OIS

Beispielfotos

Dicker Akku, der gemächlich lädt und Fazit zum Galaxy A55 im Test

Mit einer 5.000 mAh umfassenden aufladbaren Batterie, wie sie das Galaxy A55 bietet, bist Du über einen ganzen Tag auf der sicheren Seite. So schnell wird das Handy keine Steckdose benötigen. Wird der Akku dann aber geladen, heißt es vergleichsweise geduldig sein. Samsung bleibt bei seinem gemächlichen 25-Watt-Lademechanismus. Selbst das Galaxy S24 lädt nicht schneller.

Galaxy A55 im Test - Alurahmen und USB-C

Immerhin punktet das Galaxy A55 aber beim wichtigsten Merkmal eines Mobiltelefons: der Konnektivität. Es stehen 5G, LTE, GSM, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.3, NFC, GPS, USB-C und ein unter dem Display verbauter Fingerabdrucksensor parat.

Samsung packt natürlich auch wieder viel an eigener Software aufs Gerät, für die es von Google oft Entsprechungen gibt. Hier bleibt Dir fast gar keine Wahl, als damit zweigleisig zu fahren, weil wegignorieren ist eher schwierig und ausschließlich Google-Apps und -Dienste nutzen ist teilweise unmöglich. Das alles wird an einen separaten Samsung-Account gekoppelt.

Die Hardware ist für den Preis wirklich Spitze. Die Oberklasse-Haptik dürfte einen Pfeiler setzen, an dem sich Hersteller gern orientieren dürfen. Der Fingerabdrucksensor des Galaxy A55 ist beim Test mal wieder eher so „Hit-und-Miss“ – die Entsperrung übers Gesicht geht deutlich reibungsloser. Alles in allem ist das Galaxy A55 aber wieder einmal ein Mittelklasse-Champion, der wenig zu wünschen übrig lässt. Suchst Du ein ausgefalleneres Design, musst Du Dich allerdings woanders umsehen.

Das sagt die Fachpresse

Die Testergebnisse im Überblick:

Gesamtnote: 8,55 von 10

Preis und Verfügbarkeit des Galaxy A55

Am 11. März hat Samsung das Galaxy A55 als neues Zugpferd seiner Smartphone-Mittelklasse enthüllt. Das Handy ist seitdem erhältlich. Der Preis variiert, je nachdem, welche Speichergröße Du benötigst. Bei 128 GB Datenplatz schlägt das Handy mit 479 € UVP, bei 256 GB Datenplatz mit 529 € UVP, jeweils ohne Vertrag, zu Buche.

Galaxy A55 im Test - animierter Lockscreen

Das Mobilgerät wirkt durch die Farben Eisblau, Marineblau, Flieder und Zitrone erfrischend modern. Übrigens passt Samsung auch den neuen Aluminiumrahmen des Galaxy A55 an die Kolorierung an. So erhältst Du ein farblich stimmiges Gesamtpaket und musst Dich nicht an einer ablenkenden metallenen Umrandung stören.

Zwar ist das Galaxy A55 in der 128-GB-Variante zehn Euro günstiger als das Galaxy A54 bei seiner Markteinführung, knapp 500 Euro sind dennoch ein stolzes Sümmchen. Da lohnt es sich schon, wenn Du regelmäßig bei unseren Deals zu Handys mit Verträgen vorbeischaust. In dieser Liste erfährst Du, welche spannenden Smartphones es noch in der Preisklasse unter 500 Euro gibt.

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Profilbild von Michael
Schreibt seit 2011 für Online-Medien. Hält nichts von einer Gadget-Monokultur, auch im eigenen Haushalt. Apple-Produkte spielen seit 2003 eine Rolle, Android-Erstkontakt war das Motorola Milestone Ende 2009. Hat ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches Studium vorzuweisen, was dabei hilft, den Blödsinn vom Wesentlichen zu trennen.

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